Sieben

Die Zahl Sieben ist mir die liebste. Die wichtigste. Ich fühle mich zur Sieben hingezogen, sie gehört zu mir. Obgleich ich nicht wirklich erklären kann, weshalb. Das offensichtlichste wäre mein Geburtstag, der am 28.7 ist. Im siebten Monat also, während der 28.Tag das vierfache Produkt der Sieben ist. Und das im Jahr 1973, in den Siebziger Jahren also. Bereits in der Grundschule hatte ich mit Zahlen nicht viel am Hut. Mathematik war mir ein Graus und das Auswendiglernen der einzelnen Zahlenreihen machte keinen Spaß. Bis auf die Reihe der Sieben. Ohne darüber nachzudenken hatte ich diese am schnellsten und leichtesten von allen intus. Erst sehr viel später fiel mir auf, mit welcher Leichtigkeit sich die Sieben in meinem Kopf breit gemacht hatte. Und erst da wurde ich auch der massiven Nennung und Bedeutung der Zahl gewahr. Angefangen von den sieben Todsünden, bis hin zu den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen. Die Sieben steckt überall. Und das meine ich nicht im paranoiden, mystifizierten Sinne der 23.

„Sieben ist das Zahlwort für die Zahl 7. Sie ist eine ungerade, natürliche, positive Zahl und eine Primzahl. Sieben ist der Nachfolger der Sechs und der Vorgänger von Acht und als einzige einstellige Zahl zweisilbig.“ sagt Wikipedia. Im ersten Abschnitt. Dann folgen unglaublich viele Deutungen, Erklärungen, Vorkommnisse und Eigenschaften der Zahl Sieben, die ihr euch am besten in dem entsprechenden Artikel zu Gemüte führt. Die Sieben ist also ungerade, natürlich und positiv. Eigenartig, das bin ich in den meisten Fällen nicht. Als Primzahl könnte ich selbst gerade noch durchgehen. Ich bin auch nur durch mich selbst teilbar (oder durch eins). Schön finde, ich dass die Sieben die einzige einstellige zweisilbige Zahl ist, denn wer so etwas von seiner Lieblingszahl sagen kann, hat schon alle verwirrt.

Ich reagiere auf die Sieben. Zahlen, die eine Sieben enthalten oder auf der Sieben basieren kann ich mir besser merken. Ich erkenne sie auch schneller als andere Zahlen. Und ich rechne eigenartigerweise mit ihnen. Wie beim Datum 28.07. Oder wenn ich eine Rechnung über 49,70€ bekomme. Oder wenn bei den Lottozahlen die 14, die 21 und die 35 gezogen werden. Wären es die 15, die 22 und 36, würde ich nicht reagieren. So aber scheint ein winzig kleines Relais in meinem Kopf zu klicken und ich kann nicht sagen, weshalb.

Verschwörungstheorien könnte ich nun spinnen. Behaupten, dass ich vermutlich 77 Jahre alt werde. Oder mit sieben Messerstichen ermordet werde. Vom Bus der Linie 7 überfahren oder 7 Millionen gewinne im Juli 2014. Aber das will ich nicht. Denn das wäre, mit Verlaub, Quatsch. Ich frage mich allerdings, ob ich alleine mit meiner Verbundenheit zu einer Zahl bin. Oder ob es andere Menschen mit anderen Zahlen gibt, die ihnen mehr bedeuten, als eine schnelle Antwort auf die Frage, was die Lieblingszahl sei.

Laut meinem Lieblingsautor Douglas Adams ist die Zahl 42 die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Und wie die Frage dazu lautet, habe ich mir schon ausgerechnet.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich reagiere auf die 8. Solide, dickbäuchig :o), gerade, meist ausgeglichen. Ich bin 1980 geboren, in meiner Handynummer kommt dreimal hintereinander die 8 vor, meine alte hatte auch drei 8en in der Reihe usw…

    Wahrscheinlich hat jeder seine (Lieblings)Zahl.

  2. Dabei bist du, Herr Kollege, ja nun nicht wirklich dickbäuchig, oder in irgendeiner Form „achtig“ Was mich an der Acht fasziniert ist die Tatsache, dass sie auf die Seite gelegt das Symbol für Unendlichkeit darstellt.

  3. Alle Menschen haben mehr oder weniger Verbindung zu einer oder mehreren Zahlen. Ein Tick? Keine Ahnung, ich persönlich sehe, mache, rechne alles um mich herum in Zahlen. Ob fünf Tage bis – oder zwei Stunden für, stets sind die Verbindung Zahl und Tun zusammen, warum auch immer ich weiß es nicht und so ist es bei Menschen wie dir auch.

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