iPhone OS3.0 und iPhone 3GS
by Der Roger
Apple veröffentlichte diese Woche nicht nur das “neue” iPhone, sondern auch die neueste Version des iPhone-Betriebssystems. In diesem OS 3.0 stecken weit über 100 Neuerungen und Verbesserungen. Manche offensichtlich, andere eher versteckt, für die meisten nicht zu erkennen oder zu spüren. Außerdem wurden etliche Sicherheitslücken geschlossen. Pünktlich um 19 Uhr am 18.Juni ging der Run los, die Download-Server glühten und der Aktivierungsprozess kam ins Stocken. Dennoch hatte ich das Update schnell auf meinem iPhone. Datenbackup verlief flott ohne nennenswerte Probleme. Datenverluste, ewig langer Prozess und Bugs sind bei mir bisher nicht aufgetreten. Auch die Unkenrufe, das iPhone sei mit OS3.0 langsamer geworden, kann ich so nicht bestätigen. Ich bin sehr zufrieden. Alle Neuerungen aufzuzählen, wäre allerdings etwas zu viel an dieser Stelle. Die wichtigsten hat Apple hier selbst veröffentlicht. Weitere werden beispielsweise hier besprochen oder hier. Und selbst einige undokumentierte Features kamen zum Vorschein. Mit diesem Update ist das iPhone nun beinahe das geworden, was es bei der Erstveröffentlichung bereits hätte sein sollen. Und es ist wieder einmal wegweisend. Außerdem machen die ganzen neuen Features mein iPhone quasi zu einem 3Gs, mit einem ganz kleinen S.
Denn kommen wir zum neuen iPhone 3GS. Das S steht für Speed und wie ich in mehreren Vergleichsvideos erleben durfte, ist das neue iPhone wirklich schnell. Neue Hardware und mehr Speicher werkeln im alten Gehäuse und sollen die Geschwindigkeit des Systems und der Apps verdoppeln. Bei vielen Anwendungen ist das auch deutlich zu spüren. Außerdem wurde dem 3GS eine 3 Megapixel-Kamera spendiert, die nun auch Videos aufnehmen kann (und im iPhone selbst rudimentär bearbeitet werden können). In ebenfalls ganz ansprechender Qualität. Für Youtube-Videos mehr als ausreichend. Weitere Gimmicks, wie ein eingebauter Kompass und die Sprachsteuerung kommen dazu. Außerdem soll das neue iPhone eine neue, weniger schmutzempfindliche Oberfläche bekommen haben. Alles in allem vielleicht nur ein dezentes Update und nicht die erwartete Revolution. Aber es rockt. Und lockt.
Ich wurde mehr als einmal gefragt, ob ich mir das neue iPhone holen werde. Und sage aus jetziger Sicht erstmal deutlich Nein. Durch das OS3.0 bin ich mit meinem 3G nicht gar so weit hinter dem neuen Modell. Hier eine kleine Übersicht der verschiedenen Features und der Unterschiede zwischen den drei Modellen. Natürlich fände ich die neue Kamera und Videofunktion wunderbar (der Autofokus gefällt mir sehr). Auf den Kompass könnte ich verzichten und die Sprachsteuerung scheint mir auch mehr Spielerei zu sein. Der Geschwindigkeitszuwachs ist sicherlich ein schlagendes Argument. Doch die Überlegung, ob ich nur für eine bessere Kamera und mehr Speed, T-Mobiles Forderungen akzeptiere, lassen mich zweifeln. Zumal ich mein iPhone noch nicht einmal volle 12 Monate besitze. Für die Restmonate wäre eine Ablöse von 25€ vonnöten, also insgesamt 300€, um dann das neue 3GS kaufen zu können und einen neuen (schlechteren) Zwei-Jahres-Vertrag zu bekommen (siehe auch hier).
Das klingt weniger attraktiv und so reizvoll das neue iPhone 3GS auch sein mag – durch OS3.0 habe ich fast alles bekommen, was ich in meinem “alten” iPhone haben wollte. Ich bin zufrieden und bleibe auch fürs erste dabei. Aber ihr kennt mich. Sowas kann sich schnell ändern.
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Comments
Sehe ich auch alles so. Klar, schneller wäre schöner – aber es läuft auch so ganz gut. Allerdings bemerke ich auch ab und zu, dass das OS 3.0 auf dem 3G leicht hakt. Nicht immer, aber manchmal. Ich kann damit leben.
Das einzig hardwaremäßige was ich gerne hätte, wäre der Kompass – Um die Google-Maps-Karten auszurichten. In fremden Gegenden nutze ich gerne die Fußweg-Navigation des iPhones. Die (sehr leicht) verbesserte Kamera ist wahrlich kein Argument und Bespaßungsvideos für YouTube nehme ich eh nicht auf. Zum Thema Sprachfunktion: Das hatten andere Handys die ich früher hatte schon, wurde aber nie benutzt. Wer quakt schon gerne unterwegs sein Handy voll, nur damit es das tut, was man mit den Fingern höchstwahscheinlich schneller und besser hinbekommt.
Roger, lass uns auf das nächste Modell warten. Vielleicht ist das dann “der Meilenstein” auf den wir warten ;o)