Der Bär ist tot, der Bär ist tot

Wir trauern um Bruno, den Bären. Nach langer erfolgloser Suche wurde er heute morgen hinterrücks von einem Jäger erlegt. Damit hat Bayern im wahrsten Sinne des Wortes ein Problem weniger. Und den Zorn vieler Tierschützer und Beobachter auf sich gezogen. So werden nun schon Überlegungen laut, wie es sein kann, dass der Bär just in dem Moment einem Jäger vor die Flinte lief, als der Schießbefehl erteilt worden war. Und das, wo doch finnische Spezialisten so lange nichts von Bruno gefunden hatten.

Nun ist er also tot, der Bär. Und ich trauere um ihn. War doch sein richtiger Name JJOne und mit diesem coolen Namen ein Teil der berühmten Band „Backstreet Bears“. Wo sich die anderen Mitglieder der Band jetzt aufhalten ist ungewiss, doch der Herr Stoiber hat auch auf sie bereits ein Kopfgeld ausgesetzt.

Ich frage mich, wieso niemand auf die Idee gekommen ist, Goleo nackt in den Wald zu schicken? Man hätte ihm nur das Trikot weg nehmen müssen, hätte ihn nachts aus dem Auto geworfen und den Jägern einen heißen Tipp gegeben. Von weitem sieht Goleo ohnehin wie eine Kreuzung aus Bär und Lama aus und nicht wie ein Löwe. Zwei Fliegen mit einer Klappe, Bruno hätte sich verkrümeln können. Nach Tirol, wo die Menschen so viele Schafe haben, dass jeder Einwohner eines im Rucksack mit sich führt um es einem etwaig angreifenden Problembär entgegen schleudern zu können.

Bruno, oder JJOne, wie die weinenden Fans ihn nennen, wird nun analysiert, ausgestopft und im Münchner Museum „Mensch und Natur“ ausgestellt. Wozu? Um als weiterer Beweis herzuhalten, wie der Mensch mit der Natur umgeht, wenn sie ihm zu nahe kommt. Welch ein Hohn.

Ich möchte diesen Artikel auch als Kondolenz betrachtet sehen. Also tragt euch bitte hier ein und hinterlasst der Welt eure Gedanken zu Brunos Tod.

Und dann lasst uns zehn Sekunden innehalten, nicht weiter klicken und gemeinsam das Lied summen: „Am Tag als Bruno Cramer starb.“ Ich danke euch.

Mach’s gut Bruno, du wirst uns fehlen.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Tschüss Bruno! Ich weine um Dich und ich schäme mich, daß ich zu dieser unfähigen Spezies gehöre, die Dich hinterrücks ermordet hat.
    Im bärenhimmel geht es Dir mit Sicherheit besser! 🙁

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