Sprachschwierigkeiten

Eigentlich sollte die Überschrift ja Chprachchwierigkeiten heißen. Denn in letzter Zeit fällt mir immer öfter auf, wieviele Menschen in unserer Republik Probleme mit dem „sch“ haben. Besonders wenn am Ende eines Wortes gezischt werden sollte, nutzen die Betroffenen ein schlichtes „ch“. So bekommt man schnell mal ein Stück Fleich auf den Tich. Dieser Effekt bleibt mir ehrlich gesagt unerklärlich, nicht zuletzt weil das „sch“ an anderen Stellen eines Wortes von diesen Menschen normal ausgesprochen wird. Von Sprachproblemen kann also eigentlich keine Rede sein. Demnach wird niemals gechpuckt und auch nichts gechluckt, dafür heißt ein beliebter Fich Barch. Vielleicht will man damit nur verhindern, den Gechprächspartner anzuchpucken.

Auch sehr schön finde ich den Umgang mit dem „ch“ bei der Sängerin Christina Stürmer, die beinahe überall das weiche „ch“ benutzt wie in Ich und vielleicht. Das klingt dann bei Buch, dennoch und Achtung entweder sehr blöd oder zu sehr bedacht Hochdeutch. Fräulein Stürmer kommt aus Österreich (mit weichem „ch“ – außer in Tirol). Ob es damit zusammen hängt?

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Vielleicht sind das alles Leute, die nach häufigem Martin-Schneider-Gucken meinen, jetzt ganz besonders hochdeutch chprechen zu müssen, um nicht als Dialekt-Prolls zu gelten:

    Achebecher, Chwerverbrecher…

    Ich fände den Verlust des S-ch aber sehr chade…

  2. Die ch-Verwender fallen mir weniger auf. Allerdings rollen sich meine Fußnägel hoch, wenn mal wieder einer von merkwürdigen „Djournalisten“ spricht… oder das unsägliche „…in 2006 wurde…“

    Der Journalist kommt nunmal ebensowenig aus dem Englischen, wie man auf Deutsch ein „in“ vor die Jahreszahl setzen kann. *schüttel*

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