Beim Badminton gelernt

Zum gestern stattgefundenen Sportereignis fielen mir drei Aspekte auf, die es nicht zu vergessen gilt.

1. Badmintonhallenbesitzer fühlen sich offensichtlich außerstande, Lampen, Lautsprecher, Lüftungsrohre oder andere Dinge, die man so an der Decke befestigt, so anzubringen oder abzusichern, dass nicht immer wieder Federbälle darauf liegen bleiben. Ich weiß, diese Bälle werden einmal in der Woche eingesammelt und wieder teuer an der Theke an die Gelegenheitsspieler verkauft, die keine Bälle dabei haben. Aber ich, der sich die Bälle teuer im Aldi oder so holt, möchte gerne wieder mit ihnen nach Hause gehen, ohne bei jedem hohen Schlag ein Gebet in Richtung Lampe (Lüftungsrohr, Lautsprecher, Dinge, Gott) zu sprechen, dass der Ball auch die Chance dazu bekommt.

2. Will man richtig Badminton spielen – also so richtig richtig – ist es absolut nötig, quietschende Schuhe zu besitzen. Bei jedem Schritt muss ein schrilles Geräusch aus der Fußgegend ertönen, sonst wird man so angeguckt wie ich gestern. Meine Schuhe quietschen nicht. Meine Schuhe sehen nur aus. Und bedecken meine Füße.

3. Badminton macht nicht schlank. Was sehr schade ist, denn neben dem Effekt mich besser schlafen zu lassen, wollte ich damit auch mal wieder im Normalgewichtsclub vorbei schauen, aus dem man mich vor kurzem geworfen hatte. Dafür scheint Badminton sehr gelenkig zu machen. Die beiden mittelalten Herren auf dem Platz neben unserem ließen ihre Schuhe so agil quietschen, scheuchten sich in atemberaubender Geschwindigkeit über das Feld und ergatterten so manch unmöglichen Ball, dass es eine wahre Freude war, zuschauen zu dürfen. Auch wenn man anhand ihrer Leibsfülle und der Geschwindigkeit manchmal Angst bekommen konnte und im Augenwinkel betrachtet dachte, sie würden in Wirklichkeit ein Doppel spielen.

Ich möchte dennoch regelmäßig spielen gehen. Wer sich mir anschliessen möchte, bitte hier anmelden.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: