Vogelgrippe mal anders…

Ob man in Zeiten von Vogelgrippe sagen darf, was ich jetzt erzählen möchte? Ich weiß es nicht und darum mache ich es einfach. Hallo. Ich heiße Roger. Und ich bin süchtig. Süchtig nach KFC. Das hat weniger mit Fußball als mehr mit Kentucky Fried Chicken zu tun. Mit knusprig fritierten, in einer würzigen Panade liegenden, saftigen, herrlichen Hühnchenteilen. Dazu einen Maiskolben und Kohlsalat und… noch mehr Chickenteile. Herrje, selbst beim Schreiben läuft mir schon das Wasser im Munde zusammen.

Vor wenigen Jahren war meine Welt noch in Ordnung. Da befand sich ein KFC nur etwa dreißig Minuten von Freiburg entfernt an der Autobahnausfahrt Herbolzheim (da wo es zum besten Freizeitpark Deutschlands geht). Und ich arbeitete in einem Beruf, bei dem ich täglich nach Frankfurt kam, wo KFC so selbstverständlich ist, wie hierzulande McDonalds. Doch dann stand ich eines Tages alleine mit meinem Auto auf dem Parkplatz des Rasthofs und betrachtete mit Tränen in den Augen das Gebäude, in dem man mir früher das Paradies bereitet hatte. Innerhalb des Gebäudes gab es nur noch Spielautomaten – KFC war verschwunden. Und zwar komplett aus dem Südwesten unserer Republik. Seit ich meinen Job gewechselt habe, kam ich nie wieder in den Genuß von leckeren Hot Wings.

Hier unten bei uns kennt man KFC gar nicht. Kein Wunder. Es wurde nie Werbung gemacht und nur per Mundpropaganda kann sich so ein Laden an einer Rastätte natürlich nicht halten. Besonders nicht wenn direkt gegenüber Burger King und McDonalds warten. Was glaubten die Franchisenehmer eigentlich, wo eine Familie einkehrt, wenn die Kids nach Burgern quengeln. Bestimmt nicht in einen unbekannten Hühnerladen.

Das nächste Chickenlokal liegt bei Sindelfingen, was in etwa drei Stunden Fahrt bedeutet. So verrückt bin nicht mal ich.
Ich schrieb eine E-Mail an KFC und fragte nach, ob denn in nächster Zeit abzusehen sei, daß ein weiteres Lokal zu uns in die Nähe kommt (schließlich hat Freiburg jetzt sogar mehrere Subways, unzählige Burger Kings und McDonalds etc…). Die Antwort war Nein. Aber man habe sich sehr über mein Interesse an dem Unternehmen gefreut und würde es sehr begrüßen, wenn ich einen Franchisepartner in unserer Gegend wüßte.

Tja, seitdem denke ich darüber nach. Denn ich bin sicher, daß ein KFC in Freiburgs Innenstadt genauso gut laufen würde, wie jedes andere Lokal auch. Freiburg hat so ein junges Publikum. Und Freiburg braucht nicht noch mehr Döner Läden (ganz Deutschland braucht nicht noch mehr davon).
Allerdings wär ich wohl der beste Kunde in meinem eigenen Lokal. Mir bleibt wohl nichts weiter übrig, als meine Freunde Mario und Michael öfter in München zu besuchen. Denn da hat auch erst letzten Sommer ein Kentucky Fried Chicken seine Pforten geöffnet. Oh Mann, hab ich jetzt einen Hunger.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Jo, ich verstehe auch nicht, warum es die hier bei uns in der Ecke nicht gibt – auch wenn ich nicht so süchtig danach bin wie Du =)

  2. Hm, ich will ja keinen Neid aufkommen lassen, aber von dem Hootel aus in dem mich meine Firma einquartiert hat sind es 50m Luftlinie zum naechsten KFC. Aber ehrlich gesagt: Ich kann nicht verstehen wie man auf diese knochentrockenen gesprengten Huehnerteile stehen kann 😉

  3. Tja, du wirst lachen. In Nürnberg war tatsächlich meine Entjungferung, was KFC angeht. Warum ich drauf stehe, kann ich leider auch nicht erkklären. Wenn ich es könnte, würde mir das in der Therapie sehr nützen. 🙂

  4. Du kannst mich ja mal besuchen, dann mache ich Dir einen ganzen Eimer voll von diesen knochigen, fleischlosen Dingern. :-O

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