Eigentlich bin ich ja ein eingefleischter Peugeot 206 Fan und fahre natürlich selbst auch diesen Wagen. In den letzten Tagen allerdings fasziniert mich eine ganz andere Marke, und zwar Honda. Ich habe mir den neuen Civic angeschaut und bin schon recht gewillt, mich zu einer Probefahrt anzumelden (bitte nichts meinem kleinen 206er davon sagen – er wird so schnell eifersüchtig).
"Faszination Honda" vollständig lesen »Dienstag, 31. Januar 2006
Faszination Honda
Mittwoch, 25. Januar 2006
Taxi Sharia
Manchmal kapier ich es einfach nicht. Da lese ich einen Text und grüble und überlege, aber ich komme nicht dahinter. So ist es mir gestern ergangen, als ich den Werbetext eines hiesigen Taxiunternehmens erblickte. Also Ilir Balija, ich möchte Ihnen als Inhaber des kleinen Betriebs nicht zu nahe treten und Ihnen auch keine schlechte deutsche Grammatik vorwerfen (oder vielleicht nur ein klitzekleines bisschen). Aber könnten Sie mir bitte Ihr Bonus System etwas näher erklären? Da steht geschrieben:
Sie fahren 10 mal, das 11 mal erhalten sie den Durchschnitt bei Tarif freien Fahrten als Freifahrt!
Hmm, ich gehe jetzt einfach mal frech davon aus, dass Tarif freie Fahrten ohnehin kostenlos sind (da ohne Tarif). Der Durchschnitt aller kostenlos Fahrten wäre dann natürlich ebenfalls kostenlos. Und diese kostenlose Fahrt bekomme ich dann als Freifahrt?
Oder werden mir die zehn Fahrten als Durchschnitt berechnet, wodurch ich den Durchschnitt davon ebenfalls erstattet bekomme und damit beim elften Mal kostenlos fahre?
Wäre es nicht einfacher gewesen zu schreiben: „Wenn Sie zehn Mal fahren, bekommen Sie die elfte Fahrt umsonst“?
Ich verstehe es wirklich nicht. Hilfe. Ich würde so gerne ein bis zehn Mal mitfahren, aber zuvor möchte ich doch wissen, ob sich das überhaupt für mich lohnt (beim elften Mal).

Montag, 23. Januar 2006
Du bist eine Klowand
Ja, da ging ein Ruck durch Deutschland. Ich habe ihn gespürt, denn ich bin ja Deutschland. Und dazu noch Blogger. Denn ehrlich gesagt ging dieser Ruck mehr durch das bloggende Deutschland und veranlasste sehr viele Blogs zu der Überschrift, die ich hier ebenfalls benutze. Was war geschehen?
Die Kampagne „Du bist Deutschland“ kommt offensichtlich nicht so gut an in dem Land, das es betrifft. Zwar liest man auf der offiziellen Seite dazu sehr optimistische Zahlen. Doch die Gegenbewegung in den Blogs, bei Flickr und weiteren zeigen ein anderes Bild. Deutschland scheint sich eher auf den Fuß getreten zu fühlen und macht sich auch noch über die gesamte Kampagne lustig. Wie gemein. Das ist Deutschland?
In etwa diese Frage stellte sich Jean-Remy von Matt von der renommierten Werbeagentur Jung von Matt. Allerdings formulierte er es etwas anders, etwas beleidigter und schrieb das Ganze in eine E-Mail an die Belegschaft. Wie es das Schicksal wollte, erreichte diese Mail die Öffentlichkeit und brachte damit eine Lawine ins Rollen, die der Agentur nun noch weniger gefallen dürfte, als die Verhohnepipelung ihrer tollen Kampagne.
Hier die Mail:
Meine Mutter hat mir beigebracht, dass man sich für ein Geschenk bedankt, selbst wenn man damit nichts anfangen kann. Wie Recht sie hatte, ist mir gerade wieder klar geworden.
Vor zwei Wochen startete "Du bist Deutschland", die größte gemeinnützige Kampagne aller Zeiten und ein riesiges Geschenk.
Die großen Verlage haben Zeit und Raum im Wert von 35 Millionen Euro geschenkt. 30 Promis der ersten Liga haben Zeit und ihr Gesicht geschenkt. Wir und kempertrautmann haben Zeit und Herzblut geschenkt.
Das Ziel: Die Miesepetrigkeit bekämpfen.
Der Dank: Miesepetrigkeit. Glücklicherweise nur von den Gruppen, von denen man nichts besseres erwarten konnte:
1. Von den Werbekollegen, die sich in den Branchenblättern eifrig zu Wort meldeten. Viele von ihnen finden die Kampagne nutzlos, "weil Werbung doch nicht das geeignete Mittel sein kann, eine Nation wirtschaftlich wieder nach vorn zu bringen". Nicht gut, wenn unsere Branche selber nicht mehr an die Kraft von Kommunikation glaubt.
2. Von den Weblogs, den Klowänden des Internets. (Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab. Dieser neue Tiefststand der Meinungsbildung wird deutlich, wenn man unter www.technorati.com eingibt: Du bist Deutschland.)
3. Von den intellektuellen Journalisten von FAZ bis TAZ, die ihre Meinung zwar insofern gefragt absondern als sie eine nachweisbare Leserschaft haben, aber: "Den Höhepunkt an Zynismus gewinnt die Kampagne aber in dem Fernsehspot, der Schwule und Behinderte auf dem Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals versammelt" (Die Zeit).
Blöd, wenn man soviel Kopf hat, dass einem jedes Bauchgefühl verloren gegangen ist.
Übrigens: Sebastian Turner findet die Kampagne einfach nur falsch.
Falsch, was ist das? Auch nach dem 50. Mal gucken, bin ich von dem TV-Spot immer noch berührt bis ergriffen - obwohl ich nicht einmal Deutschland bin.
Kann das falsch sein?
Euer Jean-Remy
Man ist im ersten Moment ergriffen und geschockt. Danach ist man geschockt und ergriffen. Die Klowände Deutschlands taten das ihre, um auf diesen „Angriff“ zu reagieren. Und sie taten es wie zuvor schon bei der Kampagne. Bitte lest selbst. Hier, hier und hier (zum Beispiel) oder man macht, was Jean-Remy in der Mail vorschlägt: Man suche einfach mal bei technorati.com (und wenn wir schon dabei sind, sollte man auch mal nach dem Begriff „Jung von Matt“ suchen, um sich darüber zu informieren, wie beliebt und in aller Munde die Agentur mittlerweile ist).
Ein kleine pikantes Detail möchte ich hier noch zum Besten geben, das ich in Alex Wunschels „Tellerrand“ Podcast gehört habe: Offensichtlich hat ein anonymer Kommentar Schreiber auf dem Blog von Jens Scholz versucht, die Mail von Jean-Remy herunter zu spielen. Bei Überprüfung der IP-Adresse kam heraus, dass dieser Anonyme an einem Rechner saß, der in den Büros von Jung von Matt steht. Peinlich, peinlich. Und schlimm, dass man offensichtlich nicht aus Jambas Fehlern gelernt hat, die ebenfalls mit gut gemeinten Kommentaren versucht hatten, beim Spreeblick-Blog gegen Johnny Häuslers Sparabo-Attacken vorzugehen.
Also Herr von Matt, Sie haben hier einige Fehler gemacht, die man als Profi einfach nicht machen sollte. Und das sage ich Ihnen als absoluter Anfänger und Unwissender.
Zunächst stellt sich die Frage, weshalb die Kampagne so veräppelt, nicht ernst oder erst gar nicht wahr genommen wird. Woher kommt die Miesepetrigkeit (davor und danach)? Ganz einfach. Weil Deutschland einfach Miesepetrig ist. Und Deutschland ist auch noch stolz darauf (oder bemerkt es einfach nicht). Und Deutschland will sich von keinem vorschreiben lassen, wie es gerade fühlen soll. Oder gar wer oder was es ist (der Hintergrundmelodie des Werbespots nach sind wir alle Forrest Gump – und das wäre nicht mal soo schlecht). In Zeiten der Globalisierung, des Enger-zusammenrückens aus Angst vor Terror, Umweltkatastrophen und einer Kanzlerin fällt es schwer genug die eigene Identität zu finden. Da muss kein dahergelaufener Werbespot kommen und mir was von Schmetterlingen und Orkanen in China erzählen, die dort einen Sack Reis umwerfen. Ich weiß, dass ich Deutschland bin. Aber die Miesepetrigkeit wurde uns die Wiege gelegt, zusammen mit dem schlechten Gewissen und der Scham. Wir sind keine Hauruck Gesellschaft wie die USA die mit ein paar „Jahuus“ und „Tschakas“ motiviert werden kann. (By the way: Hallo liebe Walmart Mitarbeiter. Müsst ihr immer noch jeden Morgen zusammen Juhuu und Tschaka rufen um euch für den Tag zu puschen? Fühlt ihr euch dann so richtig Deutschland?)
Weiterhin sollte Ihnen, Herr von Matt, vorher schon klar gewesen sein, gegen wen Sie hier wettern. Man muss einfach mal davon ausgehen, dass der gemeine Blog-Schreiber einen gewissen Intelligenzquotienten hat, der ihn dazu befähigt, nachzudenken, zu reflektieren, sich zu äußern. Auch das ist Deutschland. Das ist das denkende Deutschland. Und um es noch schlimmer zu machen: das ist das denkende Deutschland, das durch Blogging eine Stimme gefunden hat. Meinungsfreiheit in Reinform.
Es war also abzusehen, welche Art von Lawine hier los getreten wird. Und hier unterstelle ich als Laie einfach mal dem Profi in Sachen Marketing, dass ganz bewusst so gehandelt wurde. Wir alle wissen dass keine Publicity noch schlechter ist als schlechte. Nun, für Publicity hat Jean-Remy gesorgt.
P.S.: Herr von Matt, Sie als Schweizer (also nicht Deutschland!) werden mich verstehen, wenn ich folgendes sage: Würde der Slogan lauten: „Du bist Deutschland, arbeitest in der Schweiz und wohnst in Frankreich“, dann würde ich sofort zustimmen und laut Juhuu und Tschaka ausrufen.
Update um 19:24: Jean-Remy "entschuldigt" sich bei den Bloggern, ohne allerdings Seitenhiebe lassen zu können. Nunja, Herr von Matt, wir wissen um die "virale Kraft" der Blogs und Sie als Werbetreibender und immer auf der Suche nach der passenden Plattform, um Werbung zu verbreiten wissen dies natürlich auch. Ein logischer Schritt also sich diese Gemeinde nicht zum Feind zu machen. Vielleicht sind wir bald Kunden, Zielgruppe und Macher in einem.
Auf Melas Blog wird das alles noch schön auseinander gepflückt.
Samstag, 21. Januar 2006
Ich stoppte Wikipedia.de
Jeder sollte es in den letzten Tagen mitbekommen haben: Wikipedia.de war für kurze Zeit abgeschaltet. Mittlerweile funktioniert die Weiterleitung auf die Hauptseite Wikipedia.org wieder und alles ist so wie früher. Aber ganz einverstanden bin ich damit nicht. Denn ich war der Grund, warum die Seite gestoppt worden war.
Viele Nachrichtenagenturen berichteten, die Eltern eines verstorbenen Hackers namens Tron hätten per einstweiliger Verfügung Wikipedia.de zur Schließung gezwungen. Sie wollten nicht akzeptieren, dass ihr Sohn mit voller Namensnennung in den Artikeln genannt wurde. Das Amtsgericht Berlin Charlottenburg gab ihnen Recht. Der Knackpunkt an dieser Sache ist allerdings, dass es sich hier nur um einen vorgeschobenen Grund handelte, der von dem echten Skandal ablenken sollte. (Ich meine, wer interessiert sich schon dafür wie Tron mit Nachnamen heißt?)
Der echte Skandal ist folgender: Ich habe mit meinen Anwälten einen Antrag auf Schließung des kompletten Wikipedia Projekts eingereicht, da es unhaltbar ist, wie fahrlässig hier mit falschen Informationen umgegangen wird. Ich möchte einmal aufzählen, welche gravierenden Fehler ich auf Wikipedia.de entdecken musste.
Der schlimmste Fehler betrifft mich selbst: Wenn man sich über meine Person erkundigen möchte, so erfährt man zwar vieles, aber kaum etwas davon ist wahr. So heiße ich zwar tatsächlich Roger Graf und ich bin in der Tat Schriftsteller. Aber weder wurde ich in der Schweiz geboren, noch sind die aufgeführten Romane von mir (sondern bisher nur dieser hier: „Ist ja hinReisend“ (und hier) ISBN 3-89811-494-5). Auch sonst möchte nichts in dieser Biographie zu mir passen.
Bei weiteren Recherchen erkannte ich, dass ich auch nicht als Mitentwickler der Atombombe genannt werde. Auch, dass ich enger Vertrauter Ernest Hemingways gewesen war und ihn zu seiner Geschichte des alten Mannes und dem Meer ermutigt hatte, wird nicht erwähnt. Weiterhin fehlt ein Eintrag, dass das erste Kind von Heidi Klum von mir ist (dieser Flavio Briatore drängte sich zwischen Heidi und mich und während ich noch gegen ihn anging, nahm sich Heidi diesen Seal). Und schließlich konnte ich nicht einmal einen Eintrag über meine neueste Erfindung entdecken, der Million Dollar Homepage, die ich einem guten Kumpel anvertraut hatte und der damit tatsächlich Millionär geworden war (bish heute habe ich noch keinen Cent von ihm bekommen - nicht mal 'ne Dankeskarte).
Es ist also nur allzu offensichtlich, dass Wikipedia.de schlecht recherchiert, verschweigt und gar lügt. Und dagegen muss mit aller mir zur Verfügung stehender Macht vorgegangen werden. Sollte mich hier jemand als Lügner bezeichnen, so werde ich ihm meine Anwälte auf den Hals hetzen. Ich bin für freie Meinungsäußerung aber alles hat seine Grenzen.
Freitag, 20. Januar 2006
Bicycle Race
Im Zug begegnen sich zwei Klischee-Schwarze. Sie tragen zu weite Hosen, zu große Schuhe und zuviel Schmuck. Einer von ihnen hat ein Baseball Cap etwas schräg auf dem Kopf, der andere würde dies ob seiner Rastas gar nicht erst schaffen. Der eine klappt sein Handy zusammen, der andere nimmt die iPod Hörer aus den Ohren. Zur Begrüßung stoßen sie mit ihren Fäusten zusammen, machen eigenartige Verrenkungen und beginnen, in einer mir unverständlichen Sprache zu sprechen (sächsisch oder so), immer wieder unterbrochen von englischen Brocken. Folgender Dialog der wohl beschreibend für das gesamte Gespräch ist, entstand nach kurzer Zeit:
„Ey, you got bike?“„Yeah, I got bike.“
„Ah, you got bike?“
„Yeah, I got bike.“
„Where you got bike?“
„I got bike am Bahnhof.“
Ich stelle mir vor, wie ich im Sommer wieder mit dem Fahrrad zum Zug fahre und dabei ein T-Shirt trage mit dem Aufdruck „I got bike am Bahnhof“. Könnte der Renner der Saison werden.
Dienstag, 17. Januar 2006
Der, die, das - wer nicht fragt bleibt dumm
Hallo, ihr Duden-festen Germanistik Studenten, ihr IT-Spezialisten, ihr kosmopolitischen Blogger/Podcaster/Leser/Hörer. Um eine kleine Frage und Diskussion zu beenden, könntet ihr mir mal eben mit Beweisen erläutern, ob es „das Blog“ oder „der Blog“ heißt und ob es „das Podcast“ oder „der Podcast“ genannt wird. Deutsche Sprache, schwere Sprache, besonders wenn Teile davon gar nicht Deutsch sind. Ich tendiere ja zu „das Blog“ und „der Podcast“, wüsste allerdings gerne warum.
Montag, 16. Januar 2006
Im Serienwahn
Vermutlich führt doch kein Weg daran vorbei, sich einen Festplattenrekorder zu zulegen. Denn ich bin wieder im Serienwahn. Und gleichzeitig berufstätig, was es mir viel zu oft schwer macht, alles sehen zu können. Und jede Woche mit fünf Videokassetten herum zu jonglieren ist nicht die Erfüllung. Eine Erfüllung ist allerdings das derzeit gezeigte Serienprogramm.
"Im Serienwahn" vollständig lesen »
Frisch kommentiert
Donnerstag 20:25
Ich glaube viele verwechseln gesunde Angst oder ein unbehagen mit einer Ph [...]
Mittwoch 08:39
Ähhm, ich glaube, ich habe am 30. doch nichts vor....
Dienstag 18:49
Das kommt mit dem Alter...
Dienstag 15:38
lach na dein Gesicht hätte ich gerne gesehen. Aber ich denke das es [...]
Dienstag 13:42
Also mir ist so was noch nicht passiert. Wüsste auch gar nicht wie ich dam [...]
Dienstag 09:55
Und ich will Wall-E, Eve und Burn-E und überhaupt...