Krank geschrieben, trübes Wetter und an Bett und Couch gefesselt. Was liegt da näher, sich eine DVD nach der anderen aus dem vollen Regal zu ziehen und mal wieder all die Filme zu sehen, die man schon so lange nicht mehr gesehen hat. Erschreckend ist nur festzustellen, wie sehr sich mein Geschmack offensichtlich verändert hat. Acht Filme liegen hier bereits auf einem Extra Stapel, die alsbald ebay übergeben werden müssen. Weil sie mir einfach nicht mehr gefallen, weil ich sie damals mit anderen Augen sah und sie nur in meiner Erinnerung noch immer großartig sind. Aus heutiger Sicht erscheinen sie in einem anderen Licht. Dümmliche Storys, flache Gags, schlechte Schauspieler. Dazu muss ich erwähnen, dass ich tatsächlich mit sehr vielen unterirdischen Werken aufwuchs und auch so manch schrottigen B-Movie gesehen habe. Aber es ist schlimm, wenn einem ehemals Großartiges heute nur noch Banal und Schlecht erscheint. Liegt das am Alter? Oder an einer Verwöhntheit? Erwarte ich vielleicht immer nur noch größere Knaller, bessere Effekte, noch bessere Geschichten? Und übersehe dabei, dass irgendwann einfach die Spitze erreicht ist? Zum Teil vielleicht. Aber es passt nicht zur Tatsache, dass es auch heute noch Blockbuster wie aber auch kleine Independent Filme gibt, die mich begeistern können. Nur die Filme in meiner Erinnerung scheinen aus heutiger Sicht nicht mehr so gut zu sein.
"Vermatrixt nochmal" vollständig lesen »Donnerstag, 30. November 2006
Vermatrixt nochmal
Sonntag, 26. November 2006
Glaubenskriege
Damals, als ich noch dazu gehörte, entbrannte ein Glaubenskrieg zwischen den Amiga Jüngern und den Atari ST-Anhängern. Zwei Homecomputersystem, die sich recht ähnlich waren, sich aber doch soweit voneinander unterschieden, das man sich für eine Seite entscheiden musste. Entweder aus Pragmatismus, aus Geldgründen, Überredung oder schlichter Überzeugung. Jeder Fundamentalist versucht die anderen zu überzeugen und ist selbst absolut überzeugt, dass alle anderen falsch liegen. Also alle, die sich für den falschen Homecomputer entschieden hatten. Den Atari ST. Ich meine, es war doch offensichtlich, dass der Amiga die eindeutig bessere Maschine ist.
Interessanterweise entbrennen die meisten Glaubenskriege nur zwischen zwei Kontrahenten, selbst wenn es unzählige Alternativen gibt. Diese Kontrahenten kämpfen meisten auch direkt gegeneinander, während die Alternativanbieter einfach im Strom mit schwimmen und von den Resten leben (also von den Leuten die sich nicht entscheiden können, wollen, dürfen). Deshalb fängt ein Alternativnutzer auch keine Diskussion an. Er ist froh, überhaupt mitmachen zu dürfen. Das genügt ihm. Meist behauptet er sogar, absichtlich eine Alternative zu nutzen, um sich dem Stress mit den ewigen Diskussionen zu entziehen. Echte Fundamentalisten lächeln über derartige Aussagen. Echte Fundamentalisten wählen einen der Großen in ihrer Sparte und unterstützen und verteidigen diesen auch bis zum bitteren Ende (bis das Produkt langweilig, eingestellt, oder durch etwas besseres ersetzt wird. Geeks sind hiervon übrigens ausgenommen; die kaufen und nutzen einfach alles).
Früher gab es zum Beispiel auch den schönen Streit zwischen Sega und Nintendo Fans. Heute laufen ähnliche Diskussionen zwischen X-Box und Playstation (vielleicht auch demnächst ein bisschen mit der Wii, aber das glaub ich nicht). Auch zwischen Nintendo DS und der PSP wird es wohl nie Einigkeit geben.
Es ist noch gar nicht lange her, da stritt man darum, ob Nokia oder Siemens Handys besser seien. Mercedes und BMW ist auch ein Beispiel. Oder einfach nur Coca Cola gegen Pepsi. Die Liste ist lang, die Kriege stets sinnlos, aber leidenschaftlich.
So lernte ich letztens einen Kerl kennen, dem ich mit den Worten vorgestellt wurde: „Er hat übrigens eine Nikon D50.“ Die prompte Antwort von ihm beim Händeschütteln lautete: „Ach eine Nikon. Ich habe eine Canon, denn ICH will richtige Fotos machen.“ Aha, dachte ich, ein humorloser Canon Fundamentalist. Und damit war das Gespräch für mich beendet (für ihn übrigens auch). Wie gerne hätte ich mich über Fotografieren unterhalten, gerne auch über unsere Kameras, Erfahrungen ausgetauscht. Doch wie gesagt, mit solchen Leute kann man einfach nicht reden. Schon gar nicht, wenn so ein Satz gleich zur Begrüßung fällt. Um es mal kurz klar zu stellen, ich habe überhaupt nichts gegen Canon Kameras. Mein Nikon war nur zur rechten Zeit, zum rechten Preis am rechten Ort. Ich zweifle nicht daran, mit einer Canon EOS ebenso glücklich geworden zu sein.
Was mir ebenfalls langsam auf den Senkel geht, ist der ewige Streit, ob denn Apple Rechner oder Windows Rechner besser seien (wie damals bei Amiga und Atari. Und ja, ich weiß, euch Linux User gibt es auch noch und ihr kämpft hart um Anerkennung. Aber mal ehrlich, seid ihr nicht die Volvo Fahrer auf einer BMW-Mercedes Straße? Just kidding).
Hätte ich das nötige Kleingeld, würde ich mir sofort ein MacBook kaufen. Keine Frage. Dennoch bin ich mit meiner Windowsmaschine höchst zufrieden. Alles läuft und funktioniert so, wie ich es will. Denn seien wir wieder mal ehrlich, Apple Rechner sind nicht sooo toll, wie sie von den Jüngern dargestellt werden (oder?). Ebenso sind Windows Rechner nicht sooo schlecht, wie sie von allen gemacht werden. Beide Systeme haben Ecken, Kanten, Unzulänglichkeiten, Probleme und sind weit von jeglichem Perfektionismus entfernt. Auf beiden System können böse Dinge geschehen, auf beiden Systemen kann man ganz schöne Scheisse anstellen. Denn letztlich kommt es doch ohnehin nur auf den User an der Tastatur an. Hat der keine Ahnung, was er eigentlich macht, hilft ihm das beste System nichts. (Oh, ich höre schon, wie das Bashing gleich wieder beginnt)
Andererseits, wie erwähnt, lasse ich auf meinen iPod nichts kommen, obwohl es gewiss günstigere, besser ausgestattete, reichhaltigere Mp3-Player gibt (aber halt keine schickeren.)
Zu meiner wilden Zeit als Womanizer (haha) hatte ich eine kleine Liste von Glaubensfragen. Geschickt in ein Gespräch eingestreut, konnte ich so recht einfach heraus finden, wie die umworbene Frau in grundlegenden Fragen tickte. So erkannte man schnell ob es Übereinstimmungen (und eine gemeinsame Zukunft) gab. „Wenn du die Wahl hättest, wofür würdest du dich entscheiden? Pepsi oder Coke? BMW oder Mercedes? Siemens oder Nokia? SC Freiburg oder Bayern München? Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang? Berge oder Strand? Oben oder unten?“ Wusste eine Frau bei der letzten Frage nicht mal, wovon ich hier spreche, war die Sache klar. Mit solchen Frauen kann man nicht sprechen. Da bin ich echt ein Fundamentalist.
Freitag, 24. November 2006
Kino: Casino Royale
Mit etwas Verspätung (ich habe den Film in der Vorpemiere am Mittwoch schon sehen können) möchte ich meine Rezension nun auch hier präsentieren. Die leicht abgewandelte und wieder mit einem schlimmen Titel versehene Version gibt es wie immer auch bei fudder.
Bond ist tot, es lebe Bond. Das 21. Kinoabenteuer des englischen Geheimagenten führt 007 endlich auch ins 21.Jahrhundert. Nie war Bond so verletzlich, nie so ambivalent, nie so hart und nie so gut. Mit „Casino Royale“ beginnt eine neue Bond-Ära, die beinahe mit allem aufräumt, was die bisherigen und besonders jüngsten Filme zu einer Parodie ihrer selbst verkommen ließ. Pierce Brosnan spielte Bond so snobistisch und überheblich, dass alles von ihm abprallte. Wie zum Beispiel die Glaubwürdigkeit. Die Gadgets, die er nutzte, wurden immer abgefahrener und dabei immer lächerlicher. Das Publikum wurde eher durch leichtes Schmunzeln als durch Spannung unterhalten.
"Kino: Casino Royale" vollständig lesen »Dienstag, 21. November 2006
Killer Kille
Werfen wir mal einen Blick in eine mögliche, nahe Zukunft. Stellen wir uns vor, dass alle Killerspiele und alles, was auch nur ansatzweise mit Krieg und Gewalt zu tun hat (also auch Strategiespiele und Prügelspiele etc.) vom weltweiten Markt verschwunden sind. Stellen wir uns weiter vor, dass keine Actionfilme mehr gezeigt werden, keine Krimiserien und andere Medien, die in irgendeiner Form Gewalt verherrlichen oder darstellen. Stellen wir uns eine Zukunft vor, in der man nicht mehr ständig zu Gewalt und Mord aufgerufen wird.
Stellen wir uns weiterhin vor, dass ein 18-Jähriger Bursche aus Emsdetten sich die Knarren seines Vaters, seines Schützenvereins oder seiner Freunde schnappt, in eine Schule geht und dort wild um sich ballert. Und sich anschließend selbst tötet. Stellen wir uns vor, wir würden keine oberflächlichen Gründe finden, keine direkten Schuldigen. Wir hätten keine Spiele, keine Filme, keine Rockmusik, keine Bücher, die für das Massaker verantwortlich sein können. Wen würden wir dann anklagen? Was würden wir tun?
Samstag, 18. November 2006
Vergesst den Amazon Wunschzettel...
denn Jochen Schweizer hat die Weihnachtsgeschenke, die ich wirklich will. Ich kann mich nur nicht entscheiden, ob ich lieber eine MIG fliege, einen Rennwagen fahre, senkrecht eine Wand herunter laufe oder doch ein Stuntman Training mache. Aber auch weniger gefährliches wie Snow Kiten, Airboarding und Skidoo fahren wär ja schon mal was. Das Horoskop, „Fliegen ohne Angst“, der Rikscha Trip oder „Popstar werden“ muss es allerdings nicht sein. Einigen wir uns auf die MIG 29, was auch Werbeblogger Patrick favorisiert, wo ich diesen tollen Link gefunden habe.
Wie, du hast ein Blog?
Wenn man seit einem Jahr regelmäßig bloggt und sogar einige Artikel in einem anderen Magazin veröffentlichen kann, muss man sich dennoch immer wieder vor Augen halten, dass eben nicht jeder liest, was man so schreibt. So kommt es immer wieder vor, dass ich mit meinem Gesprächspartner auf ein Thema komme, nach meiner Meinung gefragt werde und ich schelmisch antworte: „Darüber habe ich vor kurzem einen Blogeintrag gemacht.“ Die Antwort ist immer ein ausdrucksloses Gesicht. „Ach wirklich? Oh tut mir leid, ich komme sooo selten ins Netz – habe doch nur eine langsame Modemverbindung – habe doch nie Zeit – bin immer überwältigt, wie viel du schreibst – habe einen Hund, der meine Tastatur und meinen Monitor gefressen hat...“ Die Ausreden sind mannigfaltig.
"Wie, du hast ein Blog?" vollständig lesen »Donnerstag, 16. November 2006
Falls es jemand noch nicht gesehen hat
nach dem ganzen Copyright Hickhack auf YouTube dürfte mittlerweile jeder mitbekommen haben, dass die Southpark Folge "Make Love not Warcraft" wieder online ist.
Und wer darüber lachen kann, wird bestimmt auch Spass an folgendem Film haben. Mario und Luigi fahren nach Vice City. Spielefreaks aufgepasst.

Frisch kommentiert
Donnerstag 20:25
Ich glaube viele verwechseln gesunde Angst oder ein unbehagen mit einer Ph [...]
Mittwoch 08:39
Ähhm, ich glaube, ich habe am 30. doch nichts vor....
Dienstag 18:49
Das kommt mit dem Alter...
Dienstag 15:38
lach na dein Gesicht hätte ich gerne gesehen. Aber ich denke das es [...]
Dienstag 13:42
Also mir ist so was noch nicht passiert. Wüsste auch gar nicht wie ich dam [...]
Dienstag 09:55
Und ich will Wall-E, Eve und Burn-E und überhaupt...