Dienstag, 11. März 2008
Ist das Leben ohne Schina schöner?
Montag, 10. März 2008
Warum?
Was mir neulich beim herausfiltern der schönsten Suchanfragen (hier und hier) auffiel und durch weitere Recherchen bestätigt werden konnte, ist folgendes: Betrachtet man einmal nur die W-Fragen, die auf mein Blog führen, so beginnen die meisten Fragen mit dem Wörtchen "Wie". Und das sogar mit großer Führung. Auf Platz Zwei stehen die "Was"-Fragen, wiederum weit vor den "Wann"-Fragen. Irgendwann erscheinen dann die "Wer"-Fragen und schließlich fragen sich ein paar wenige noch "Wo". Erst dann, ganz zum Schluss, völlig abgeschlagen fragen sich zumindest noch zwei bis drei Individuen "Warum".
Warum? Für mich ist das Warum eigentlich mit die wichtigste Frage überhaupt. Sicherlich, all die anderen W-Fragen braucht man auch. Doch letztlich führt doch alles zum Warum, oder nicht? Geht es nur mir so? Denke ich da zu philosophisch? Hinterfrage ich zuviel? Ist das Warum letztlich völlig egal?
"Warum leckt sich der Hund die Eier? - Weil er es kann."
Oder liegt es vielleicht daran, dass man in meinem Blog keine "Warum"-Fragen beantwortet bekommt. Weiß ich keine Antwort auf das Warum? Und deshalb stellt auch niemand erst die Frage? Stelle ich mir selbst immer wieder die "Warum"-Frage, weil ich selbst noch auf der Suche nach der Antwort bin?
"Warum ging das Huhn über die Straße?"
Oder liegt es vielleicht an dem Medium, dem Internet? Gibt es im Netz einfach keine tiefgründigen Antworten? So wie das Fernsehen eben auch nur an der Oberfläche bleibt, uns pausenlos mit Antworten zu "Wann" und "Wer" und "Womit" und "Wieviel" bombardiert. Finden sich Antworten auf das "Warum" nur in Büchern? Der Bibel vielleicht? Warum weiß Wikipedia keine Antwort darauf?
"Warum ist die Banane krumm?"
Weil niemand in den Urwald zog und die Banane grade bog. Ich kann es doch. "Warum"-Fragen beantworten. Zumindest manche. Aber niemand stellt sie mir.
Und warum?
Sonntag, 9. März 2008
Neulich in der Videothek
Über dem Tresen hängt ein Plakat. Darauf steht geschrieben: "Playstation 3 Sonderkation: 1 Tag PS3 + 1 Kontroller + 1 Spiel + 1 BluRay Disc für 20€. 2 Tage PS3 + 1 Kontroller + 1 Spiel + 2 BluRay Disc für 35€." Ich lese, blicke wieder nach unten, wo mich der Kerl auf der anderen Seite des Tresens müde betrachtet.
"Dieses Playstation 3 Angebot. Habt ihr denn noch eine da?" frage ich."Nein."
"Oh."
"Da müssen sie vorher reservieren."
"Ja, ist klar. Na gut."
"Oh Moment, aber ein Kollege sagt mir gerade, dass wir doch eine da haben."
"Oh. Gut."
"Wie lange wollen Sie sie denn?"
"Nun, es ist Samstag. Also bis Montag. Einen Tag also."
"Das sind zwei Tage."
"Ja, ich weiß, aber ich kann sie ja wohl kaum am Sonntag zurück bringen, oder?"
"Also das Angebot für 20 Euro."
"Genau."
"Mit einem Spiel."
"Und einem Film."
"Bis Dienstag sind es zwei BluRays."
"Öhm, ja. Aber ich behalte sie nur bis Montag. Da sind es auch zwei."
"Nein, nur eine."
"Ein Spiel und ein Film."
"Ja genau."
"Eins und Eins gleich zwei?"
"Natürlich. Also bis Montag?"
"Bitte."
"Ihr Name?"
"Roger Graf."
"Bitte jetzt ihren Code eintippen."
"Ok."
"Das macht dann 20 Euro."
"Hier."
"Dankeschön. So, dann wäre da noch die Kaution."
"Kaution?"
"Natürlich."
"Und in welcher Höhe?"
"500 Euro."
"Wie bitte? 500 Euro?"
"Natürlich. Wir müssen doch Kaution dafür verlangen. Das Gerät kostet ja auch 600 Euro."
"Sie glauben wirklich, ich renne mit 500 Euro in der Tasche herum?"
"Wenn sie eine PS3 leihen möchten..."
"Es wäre vielleicht eine gute Idee, dieses Detail mit der Kaution ebenfalls auf ihr Werbeplakat zu schreiben. Wer bringt schon 500 Euro mit?"
"Jeder, der es bisher ausgeliehen hat."
"Ja schön, denen hat man das vielleicht auch beim Reservieren gesagt."
"Aber es ist doch klar, dass..."
"Ja ja, ich weiß, es ist klar. Aber nicht in dieser Höhe."
"Die Konsole kostet aber 600..."
"Sie kostet keine 400 Euro mehr."
"Sie haben also keine 500 Euro dabei?"
"Nein!"
"Nun, haben sie eine EC-Karte mit?"
"Und dann? Wird mir am Samstag mittag 500 Euro abgebucht und am Montag morgen wieder zurück überwiesen? Das glauben Sie doch selbst nicht, oder?"
"Wieviel Geld haben Sie denn mit?"
"40 Euro."
"Dann eben die 40 Euro und ihren Personalausweis als Pfand."
"Ich soll Ihnen meinen Personalausweis über das Wochenende da lassen? Und was, wenn ich irgendwo hin möchte? Nein nein, wir vergessen das Ganze. Geben Sie mir meine 20 Euro zurück."
"Also alle anderen wussten bisher, dass man hier eine Kaution zahlen muss."
"Prima, dann können Sie von allen anderen das Geld bekommen. Tschö."
Kennt ihr Jeff Vader? Oder Eddie Izzard?
Puh, jetzt gilt es sich erstmal wieder zu beruhigen nach dem letzten, doch recht knurrigen Artikel. Zu diesem Zweck hätte ich hier das Video eines Sketches von Eddie Izzard. Eddie Izzard ist ein britischer Comedian und Schauspieler, der in einer seiner erfolgreichen Bühnenshows zeigte, dass es auch auf dem berühmten Todesstern eine Kantine geben muss. Schließlich hat selbst Jeff, äh, Darth Vader irgendwann mal Hunger. Ich könnte mich jedesmal bepinkeln vor Lachen (auch wenn dieses Video schon lange seine Runde gemacht hat (sogar als Lego-Brickfilm)). Ihr solltet ein passables Englischverständnis haben, um diesen Sketch zu verstehen (ansonsten könnt ihr euch einfach an Eddies Outfit erfreuen).
Beowulf ab 12 Jahren - WTF???
Eben habe ich mir Beowulf auf DVD angeschaut. Und ich bin sauer ohne Ende. Warum, erzähl ich euch gleich, lasst mich erst noch kurz berichten, weshalb dieser Film in meinen Augen kompletter Schrott ist: Der ganze Film wurde ähnlich wie der Polarexpress per Motion Capturing gefilmt, was bedeutet, dass die Bewegungen realer Schauspieler auf Computergrafik übertragen wurde. Das sah beim erstgenannten Film schon blöd aus und tut es jetzt immer noch. Die Charaktere bewegen sich teilweise noch immer wie Figuren aus Shrek (dort wurde zumindest der Comic-charaker beibehalten) und strahlen keinerlei Leben aus. Ich habe schon Computerspiele mit besseren Sequenzen gesehen. Die Story könnte langweiliger und spannungsärmer kaum sein, die Dialoge sind an Dämlichkeit oft nicht zu überbieten ("Er hat keinen Schwengel." - "Kein Schwengel."). Und dann sind da noch so kleine Details, bei denen man sich fragen muss, was die Macher wohl gedacht haben. Beispielsweise die viel zu häufigen sexuellen Andeutungen. Das wird spätestens dann lächerlich, wenn der Dämon Angelina Jolie aus dem Wasser steigt, Goldwasser von ihr abperlt und sie mit High-Heels-Füßen (Haha!!!) auf den Held zugeht, um ihm so lange sein Schwert (!!!) zu reiben, bis es schmilzt. Völlig unpassend fand ich. Nervtötend auch die Szene mit dem Drachen an der Kette, der Esel jemanden auf einer Steinbrücke mit Feuerstößen am Entkommen hindert. Wem kommt diese Szene shreklich bekannt vor?
Aber genug davon. Was mich wirklich so dermaßen ärgert, ist die Einstufung der FSK. Die gaben diesen Film ab 12 Jahren frei. Und hätte ich ein Kind von 12 Jahren, würde ich einen Teufel tun, es diesen Film sehen zu lassen. Beim ersten Angriff von Grendel, dem Monster, spritzt unglaublich viel Blut, Menschen werden auseinander gerissen, aufgespießt, später werden Köpfe abgebissen und genüsslich und lautstark zerkaut. Grendel reißt den Körper eines Menschen auf und trinkt in gemütlicher Langsamkeit sein Blut. In weiteren Szenen (die natürlich an Lächerlichkeit wieder einmal fast nicht zu überbieten sind) werden Augen von Monstern aufgestochen, werden Ohren zerquetscht, werden wieder Menschenteile durchs Bild geschleudert oder Menschen als Waffe benutzt, um andere Menschen damit zu verprügeln. Es ist ein Gemetzel, das dem einiger Horrorschocker oder einem "300" (freigegeben ab 16 Jahren) in nichts nachsteht.
Was um Himmels Willen dachtet ihr euch dabei, ihr FSK-Dummies?
Genügt es nicht, dass man hierzulande nicht mal als Erwachsener an Spielfilme kommt, die nicht komplett durch Schnitte zerstört sind? Genügt es nicht, dass man Computerspiele komplett verbieten möchte? Dass die Politik schwachsinnige Diskussionen über gewaltverherrlichende Spiele und Filme führt und zensiert, wo es nur geht? Genügt es nicht, dass ich bereits jetzt darum bangen muss, GTA 4 jemals legal kaufen zu können? Dass ich keinen Stirb langsam Film um Mitternacht ungeschnitten im TV sehen kann? Dass ich Jahre brauchte, um endlich an eine 18er Version von Lethal Weapon 2 zu kommen, die nur ein paar Schusswechsel mehr zeigt? Dass ihr Spielefirmen vorschreibt, Blut grün zu färben oder menschliche Gegner gegen Roboter auszutauschen? Genügt es nicht, dass ihr uns erwachsene, mündige Kunden in diesen Fällen gängelt wo es nur geht? Genügt das alles nicht?
Und dann gebt ihr so einen Film bereits ab 12 Jahren frei, lacht uns damit hämisch ins Gesicht und gebt eure ganzen Bemühungen um "Jugendschutz" der Lächerlichkeit preis?
Kommt mir bloß nicht mit dem Argument, dass es sich bei Beowulf um eine alte Sage handle und diese nun mal grausam seien. Und wagt es nicht zu bemerken, dass es ja kein realer, sondern ein Computer-animierter Film sei und damit nichts mit der Realität zu tun habe. (Und falls doch, überlegt bitte nochmal genau, was Computerspiele sind). Und verschont mich mit dem vielleicht auf der Zunge liegenden Argument, dass die Gewaltszenen hier künstlerisch wertvoll dargeboten wurden. Oder irgendein Quatsch idieser Art.
Verschont mich mit all euren Erklärungen. Ihr habt mächtig Sche... gebaut bei dieser Einstufung. Und falls diese Entscheidung doch gerechtfertigt sein sollte und ich die Sache einfach zu eng sehe und falsch liege, dann habt ihr mit allen anderen bisherigen Entscheidungen Sche... gebaut. In Zukunft wird sich für mich jede Alterseinstufung an Beowulf messen müssen.
Ach ja, ich weiß natürlich, dass für die Einstufungen und Indizierungen von Spielen ganz andere Gruppen zuständig sind, als beim Film. Ich möchte mit diesem Artikel alle gemeinsam angesprochen haben.
Freitag, 7. März 2008
In meiner Badewanne bin ich Kapitän
Gibt es eigentlich ein Standardmaß für Badewannen? Irgendeine DIN-Größe? Und für welche Körpermaße sind diese genormten Badewannen gemacht? Ich bin ja derzeit noch immer auf Wohnungssuche. Oder um es besser auszudrücken, auf der Suche nach einer schönen Wohnung. Zu der im besten Fall eine Badewanne gehören sollte. Und im allerbesten Fall eine Wanne, in die ich auch reinpasse. Die Wanne in meiner jetzigen Wohnung scheint mir doch irgendwie kleiner zu sein, als die frühere. Natürlich konnte ich mich in beiden nicht komplett ins Wasser legen und ausstrecken, aber irgendwie fühlt sich die jetzige hm, nun, enger an. Deshalb fragte ich mich letztens, ob es dafür nicht auch eine Norm gibt, á la: "Eine Badewanne muss die Körperfülle eines 1,85 m großen und 80 Kg schweren nordeuropäischen Mannes so aufnehmen können, dass seine Knie in einem maximalen Winkel von 90 Grad gebeugt sein dürfen, um ihn komplett mit Wasser zu bedecken." Oder so.
Als ich zum letzten Mal in der Wanne lag und auf die beiden haarigen Inseln starrte, die da vor mir aus dem Wasser ragten und kalt wurden, wünschte ich mir ein großes Bad. Ein riesengroßes Bad mit einer riesigen Wanne. Für so latent eitle Menschen wie mich bedeutet ein großes Bad mehr als eine große Küche. Was brauche ich schon in einer Küche? Einen Kühlschrank für Getränke und ein Telefon für den Pizzabringdienst. Aber ein Bad, da muss ich Platz haben, da muss ich mich wohl fühlen.
Leider scheinen die Häuslebauer im Ruhrgebiet nicht meiner Meinung zu sein. Ich habe Wohnungen gesehen, bei denen die Bäder nur rudimentäre Toiletten mit Waschgelegenheit waren. Und fand ich eine Wanne vor, war diese so winzig, dass ich mit der Fähigkeit, mich dermaßen zusammen zu falten vermutlich im chinesischen Staatszirkus auftreten könnte.
Irgendwann werde ich reich sein, ein Haus bauen und in diesem Haus wird es ein Badezimmer geben, das mit Kochnische, Entertainmentsystem und Sprudelwanne für drei Personen ausgestattet sein muss. Herrlich. So, und jetzt geh ich duschen. Bis später.
Donnerstag, 6. März 2008
Legoland Discovery Centre Duisburg
Damit es nicht heißt, ich würde beim Thema Duisburg nur über Mord und Totschlag berichten, kann ich endlich mal etwas erfreuliches zu der Stadt sagen. Sogar etwas sehr erfreuliches. Zumindest für mich als Lego Fan. (Und ich weiß, ihr da draußen seid es auch). In Duisburg eröffnet in den nächsten Wochen das zweite deutsche Legoland Discovery Centre. Und das sogar noch direkt gegenüber unserer Büros, am Innenhafen in den Räumen des ehemaligen Kindermuseums Atlantis. Hach, was freu ich mich jetzt schon. Das erste Discovery Centre findet man in Berlin und scheint so etwas wie ein (zum Beispiel in Günzburg existierender) Legopark, nur eben drinnen, zu sein.
Auf der Suche nach mehr Information entdeckte ich sogar die Stellenausschreibung als Mitarbeiter in dem neuen Legoland. Ein weiterer Traum wäre wahr geworden ("Was hast du in deinem Leben so gemacht?" "Ich war ICE Lokführer und Mitarbeiter im Legoland"). Aber nun gut, man kann nicht alles haben.
Ebenfalls interessant fand ich die Wahl der Orte für dieses Legoland Discovery Centre. Das erste steht wie gesagt in Berlin, nun kommt Duisburg und danach soll in Chicago eines eröffnet werden. Berlin, Duisburg, Chicago. Wenn das keine Kombination ist. Ich wette mit euch, die nächsten Parks werden in Buenos Aires, Tel Aviv und Wellington enstehen. In den Metropolen dieser Welt halt.
Nun, was natürlich gefährlich werden kann, ist der zum Park gehörende (obligatorische) Shop. Nicht dass ich immer aus Lust und/oder Langweile einfach mal schnell rüber renne um mir einen neuen Legobauksten zu holen.
Ich freue mich zumindest wie ein kleines Kind und werde mit Sicherheit zu den ersten Besuchern zählen. Wir sehen uns dann im Mai, ja?
Update: Mittlerweile habe ich das Legoland Discovery Centre besucht und auch meine Meinung dazu geschrieben.