Kindermund

Ich hasse Kinder, die einem die Fragen stellen, die man sich selbst pausenlos stellt und auf die man keine Antwort hat. Wenn man eine Antwort hätte, würde man sie sich ja nicht ständig selbst stellen. Kinder lassen diese Ausrede aber nicht gelten. Sie bohren weiter und kapieren einfach nicht, dass man keine Antworten geben will oder kann. Wenn man sich selbst unangenehme Fragen stellt, so kann man sich immer etwas vorlügen, sich ablenken, alles herunter spielen und es einem so gefällig wie möglich darstellen. Kinder sind grausam. Und neugierig. Ich rate euch, nicht in der Nähe von Kindern zu sein, wenn ihr mit Teilen eures Lebens unzufrieden seid und die Gefahr bestehen könnte, dass die Kleinen wissen wollen, weshalb das so ist.

„Wieso bist du denn so dick?“
„Keine Ahnung.“
„Warum nimmst du dann nicht ab?“
„Mach ich ja.“
„Warum bist du dann aber immer noch so dick?“
„Geht halt nicht so schnell.“
„Warum machst du nicht mehr Sport?“
„Mach ich ja.“
„Was für?“
„Schwimmen.“
„Jeden Tag?“
„Nein.“
„Warum nicht?“
„Weil ich ja noch arbeiten muss.“
„Warum fährst du eigentlich kein ICE mehr?“
etc.

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