Mein Suizid-Artikel bei fudder

Heute erschien meine erste (und hoffentlich nicht letzte) Auftragsarbeit für das Freiburger Online-Magazin fudder.de. Neben meiner Kino-Ecke bat man mich darum, einen Artikel über meine Erfahrungen als Lokführer zu schreiben. Genauer, eine persönliche Geschichte, wie ich zum ersten Mal einen Menschen überfuhr und tötete.

Ich würde mich freuen, wenn ihr ihn lest und mir entweder bei fudder oder hier in der Kommentarfunktion eure Gedanken zu der Geschichte hinterlasst.

Die Geschichte lautet „Nachtschicht mit Freitod

(P.S.: Ich hatte einen anderen Titel dafür)

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. hab beschlossen hier meinen kommentar abzugeben und nicht bei fudder.de
    -> ich erlebe es täglich, ich sitze auf eine der vielen seiten, die so ein vorfall betrifft und sollte eigentlich ‚abgehärtet‘ sein. Aber ich denke, dass ich, gerade weil ich es kenne, bei diesem artikel ein paar mm mehr gänsehaut hatte als jemand anderes… jedenfalls werd ich mich bei der nächsten meldung (in 5 min.?) am pc bei der arbeit wohl nicht mehr über einen solchen vorfall ärgern :-/ …und bald ist wieder weihnachten und die meldungen häufen sich 🙁

  2. Ich kommentier auch lieber hier. 🙂
    Ein sehr berührender Artikel, nur schade dass sie ihm diese etwas reißerische Überschrift verpasst haben.
    Wie hast du dann den Tod des Familienvaters überwunden, oder akzeptiert man irgendwann das man nichts tun kann, weil ein Zug ein Zug ist?

    Ich wohne direkt an einer Kreuzung mit Straßenbahn und finde es tagtäglich erstaunlich wie häufig und wie leichtsinnig Menschen ihr Leben riskieren und wie oft die Straßenbahn klingelt. Zwar fährt der Combino an der besagten Stelle „nur“ max. 50 km/h aber trotzdem – von einem Menschen bleibt da auch nicht mehr viel übrig.

    Meine Gedanken sind jedenfalls oft (wenn die Straßenbahn mal wieder klingelt) bei den Tram- und Zugfahrern dieser Welt die sich wünschten, ihre Gefährt könnte ausweichen.

  3. Hmm… ein absolut packender und „gelungener“ Artikel. Ich stell mir nur die Frage wie du dich gefühlt hast während des schreibens?

  4. Danke, Freunde, für die aufmunternden Worte. Diana, ich kann deine Sorgen verstehen. Die Leute machen sich einfach kein Bild davon, das eine Bahn nicht so bremst wie ein Auto. Besonders jetzt im Herbst, mit feuchtem Laub auf den Schienen kann es immer wieder passieren, dass der Zug ins Rutschen kommt und sich der Weg verlängert. Man bedenke, dass hier glatter Stahl auf glattem Stahl fährt – da ist nix mit Profil. Ingo, ich muss ehrlich gestehen, dass mir das Schreiben nicht all zu viel ausgemacht hat. Ich habe diese Geschichte mittlerweile gut genug verarbeitet und auch lange genug in meinem Kopf herum drehen lassen um eine Distanz dazu aufzubauen. Die Bilder und Erinnerungen sind natürlich komplett wieder da, aber sie verursachen mir schlechten Gefühle mehr.

  5. Sehr packende und bewegende Geschichte – ich bin mir sicher, dass Dir so etwas auch heute noch hilft, das Geschehene zu verarbeiten.

  6. Ich, weiß, ich schulde euch noch einen Artikel, wie es dazu kommen konnte, dass ich für 90 Sekunden im Fernsehen war. Ich habe lange selbst mit mir gerungen, wie ich diesen Artikel schreiben sollte, denn viel gab es dazu ja nicht zu sagen. Mittlerweile

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