Blöde Frage

Heute Abend war ich mit Martin und seinen Freunden in der Sneak Preview im Freiburger Cinemaxx. Auch wenn ich weiß, dass das Thema langsam über strapaziert ist und ich selbst auch mittlerweile nicht mehr darüber reden will, möchte ich euch folgenden Dialog nicht vorenthalten, den ich mit dem Arsch führen musste, der zu meiner Linken saß. (kleine Info: ich habe bisher vielleicht fünf Sätze mit ihm gewechselt, weil er mir von Anfang an hochgradig unsympathisch war)

„Was machst du eigentlich von Beruf?“ fragte er. „Versicherungsverkäufer? Ah nein, die müssen sich ja rasieren.“
„Ich bin Lokführer.“
„Lokführer. Ach was. Ist das nicht scheisse langweilig?“
„Nein.“
„Hast du schon mal einen erwischt?“
„Wie? Einen erwischt?“
„Na, haste schon mal einen Hops genommen? Einen überfahren?“
„Nein.“
„Was im Ernst? Dann ist das ja noch langweiliger. Oder?“
Tja, Leute, sagt selbst. Was macht man mit so jemandem?

14 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. ihn das nächste mal die nase auf die schienen knallen wenn einen wieder ‚hops‘ genommen hast! danach bitte zur lok- und wagenreinigung mit lappen zerren… und sollte er kotzen: auflecken!!!

  2. Huh. Was bin ich froh, dass du jetzt geschrieben hast, wofür mir der Mut fehlte. 🙂 Ich werde nächsten Montag darauf achten, dass der Kerl möglichst weit von mir weg sitzt.

  3. Naja, was willst Du erwarten, manche Menschen haben einen Defekt.

    Hast Du die Sache mitbekommen, die gestern in Lörrach gelaufen ist? Da wollte eine junge Frau (der Szene am vom Bahnhofsvorplatz angehörig) vom Lörracher Rathaus (+50 Meter Höhe) springen. Sie konnte nach mehr als zwei Stunden davon abgehalten werden, trotz einiger Jugendlicher, die sie von unten allen Ernstes aufforderten doch endlich zu springen. Das führte zu einer Massenschlägerei, bei der auch Polizisten verletzt wurden – als ich das heute morgen in der OV lesen mussste war ich wirklich geschockt…

  4. Holger, ja, hab ich gestern auch gelesen. Man sitzt mit offenem Mund da und denkt sich, das darf doch alles nicht wahr sein. Diese schräge Welt, von der ich in meinem Slogan spreche, wird immer schräger (und das ist noch harmlos ausgedrückt)

  5. Das ist wirklich unglaublich. Ich versuche mir immer wieder selbst vorzumachen, dass die Leute schon nicht so dumm seien, wie es oft den Anschein hat. Doch solche Aktionen (die im Kino und die der Jugendlichen in Lörrach) bringen mich dazu, diese Hoffnung langsam aber endgueltig aufzugeben. Warum wird man nur so? Da muss doch was falsch laufen. 🙁

  6. Was macht man mit so einem?

    Geflisstentlich ignorieren, da solche unsensible Zeitgenossen die Aufregung nicht wert sind 🙂

    😎

  7. Hab die Story gerade eben im BASLERSTAB gelesen… Ich mein, Rettungskräfte haben schwarzen Humor, aber der wird in der Regel nicht öffentlich gezeigt.

    Was diese Jungens abgezogen haben, läuft doch eigentlich unter „Behinderung eines Rettungseinsatz“?

  8. war mein erster gedanke und den hab ich geschrieben… ich kann mich nach jahren bei der bahn immernoch über solche unwissende, dumme leute aufregen :-/

  9. Unwissend würde ja nur bedeuten, dass er halt etwas nicht weiß, durch den Dialog aber womöglich gewillt ist, sich aufklären zu lassen. Das war nicht der Fall. Er wollte nur seine Sprüche absondern, seine (bescheuerte) Meinung kundtun. Ich könnt mich noch immer wegschmeißen, wie er vor dem Kino jemandem erzählte, er hätte die Seite Desktop-Wallpapers gehackt: „Naja, nix großes, wollte halt nur n paar Sachen. Da gibts geile Wallpapers. 2 Megabyte Teile.“ Ja is klar. Bilder abspeichern oder downloaden ist für manche schon ein Hack.

  10. diese art von publikum ist einer der gründe, weshalb ich nicht mehr gerne ins cinemaxx gehe (mal davon abgesehen, dass der laden für einen filmpalast ziemlich versifft ist…)

  11. War’s denn wenigstens Casino Royale danach?

    Wenn ich übrigens am Samstag ein paar Mal zu oft gesagt haben sollte, dass Lokführer ein anspruchsloser Beruf sei, bei dem man kaum noch etwas machen muss, dann bitte ich dies zu entschuldigen.

  12. Nein, Casino Royale war es leider nicht, sondern „Wo ist Fred“ (auch gut). Entschuldigung angenommen. Warum mich das mehr trifft als mir Recht ist, könnte ich zwar erklären, bin mir aber nicht sicher, ob ich hier so einen Seelenstriptease hinlegen möchte.

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