Killer Kille

Werfen wir mal einen Blick in eine mögliche, nahe Zukunft. Stellen wir uns vor, dass alle Killerspiele und alles, was auch nur ansatzweise mit Krieg und Gewalt zu tun hat (also auch Strategiespiele und Prügelspiele etc.) vom weltweiten Markt verschwunden sind. Stellen wir uns weiter vor, dass keine Actionfilme mehr gezeigt werden, keine Krimiserien und andere Medien, die in irgendeiner Form Gewalt verherrlichen oder darstellen. Stellen wir uns eine Zukunft vor, in der man nicht mehr ständig zu Gewalt und Mord aufgerufen wird.

Stellen wir uns weiterhin vor, dass ein 18-Jähriger Bursche aus Emsdetten sich die Knarren seines Vaters, seines Schützenvereins oder seiner Freunde schnappt, in eine Schule geht und dort wild um sich ballert. Und sich anschließend selbst tötet. Stellen wir uns vor, wir würden keine oberflächlichen Gründe finden, keine direkten Schuldigen. Wir hätten keine Spiele, keine Filme, keine Rockmusik, keine Bücher, die für das Massaker verantwortlich sein können. Wen würden wir dann anklagen? Was würden wir tun?

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Solche treffenden Überlegungen stören Politiker nur in ihrem augenwischerischen Aktionismus. Das ist völlig unerwünscht.

  2. Es ist einfach viel angenehmer einen Sündenbock zu haben, als sich mit der gesellschaftlichen Kälte, Zukunftsängsten, miesen familiären Bedingungen und all dem auseinandersetzen zu müssen. Ich kann diese Killerspieldiskussion wirklich nicht mehr hören.

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