Das Ikea Küchen Drama

9.September 2007
Autor: Roger Graf

Vielleicht war es doch etwas verfrüht zu behaupten, ich sei mit Ikea nach dem Arbeitsplatten-Fauxpas wieder versöhnt. Denn das Küchendrama war noch nicht beendet. Und ist es auch jetzt noch nicht ganz. Doch der Reihe nach. Nachdem ich eine kleine Entschädigung für die falsch bestellte Platte bekommen hatte, wartete ich auf den Ikea-Monteur, der mir eine Basis Montage machen sollte. Das beutetet, dass ich die Schränke selbst zusammenbauen und später die Türen und Griffe selbst anbringen musste. Nachdem meine Wohnung so gut wie komplett mit Ikea ausgestattet ist, sollte es natürlich kein großes Problem für mich sein, Schränke zusammenzubauen. Eine Küchenzeile aber richtig auszurichten, die sanitären und elektrischen Geräte anzuschließen und die Platte auszuschneiden aber schon eher. Daher die Entscheidung, dies von einem Profi machen zu lassen.

239 Euro für vier Stunden lässt Ikea sich das kosten (wobei Oberschränke nicht dabei sind). Geht das Montieren länger als vier Stunden, haut der Monteur entweder ab oder der Preis erhöht sich pro Stunde um weitere 40 Euro. Nun, die Lieferfirma, die auch den Monteur schicken wollte (und die nur sehr schwer per Telefon in ihren Bochumer Büros zu erreichen ist), versicherte mir, dass der Aufbau in vier Stunden locker zu machen sei. Ich glaubte ihnen und empfing eine Woche nach Lieferung (solange standen in meiner Küche nur halb zusammengebaute Schränke und restliche Kartons herum – eine Baustelle also) die beiden russischen Monteure. In dieser Woche hatte ich Nachtschicht und die Monteure daher erst um 13 bestellt.

Müde sah ich ihnen bei der Arbeit zu und hatte tatsächlich den Eindruck, dass der Aufbau sehr schnell vorbei sein könnte. Nach einer Stunde lag die Platte bereits zugeschnitten, die Schränke waren ausgerichtet, die Geschirrspülmaschine bereits an ihrem Platz. Ich war guter Dinge. Die Monteure fragten mich sogar, ob sie die Türen und Schubladen einbauen sollen. „Na, eigentlich ist das ja nicht bei der Basismontage dabei“ sagte ich. Sie fingen aber dennoch an, Türen anzubringen. Dann fragte man mich, ob ich denn kein Stromkabel für den Herd hätte. Hatte ich nicht. Und erinnerte mich an den Tag der Bestellung. Zweimal hatte ich die Frage gestellt: „Und bei der Küche ist auch alles dabei? Ich muss nichts mehr vorher besorgen im Baumarkt? Keine Schläuche oder Dichtungen oder Kabel?“ „Nein!“ war die Antwort der Mitarbeiterin, die auch meine Platte falsch bestellt hatte. Ich hätte gewarnt sein sollen.

Die Uhr tickte, die Monteure sollten weiter machen, also fuhr ich los in den Baumarkt und besorgte ein passendes Stromkabel. (Schließlich kann man von einem Küchenmonteur auch nicht erwarten, das er Materialien für eine Küchenmontage bei sich hat.) Wieder zuhause wurde ich gefragt, ob ich denn keine Dichtung für den Siphon hätte und keine Schläuche für die Mischbatterie. Nein, verdammt, auch das hatte ich nicht. Also fuhr ich ein zweites Mal in den Baumarkt, nur um bei meiner Rückkehr festzustellen, dass die Sachen der vom Monteur diktierten Einkaufsliste nicht passten. „Hätten sie dieses holen sollen. Und jenes. Haben sie falsch geholt“, musste ich mir vorwerfen lassen. „Stecke ich Siphon einfach so hinein. Müssen sie schauen ob tropft.“ Die Zeit begann knapp zu werden. So knapp, dass ich kein drittes Mal zum Baumarkt fahren konnte. Und auch nicht wollte. Zwar waren nun Schubladen und Türen angebracht, aber weder war der Wasserhahn noch der Siphon richtig installiert. Von Geschirrspülmaschine testen oder Wäsche waschen würde ich mich erst einmal verabschieden müssen.

Der Russe erklärte mir, was ich besorgen und wie ich die restliche Installation durchführen sollte. „Und die Wandleisten?“ wollte ich wissen. „Wandleisten geht nicht mehr. Oder sollen wir länger machen?“ fragte der Monteur. „Und das kostet mich dann nochmal 40 Euro?“ „Ja, aber dafür haben wir ja auch Türen angebracht und Schubladen.“ Klar, was gar nicht eure Aufgabe gewesen wäre, grummelte ich in meinen Bart. Mit einem Male hatten die beiden es sehr eilig, Feierabend stand vor der Tür. Das Spülbecken und alle Wassergeräte nicht zu gebrauchen (ich hatte probiert „ob Siphon tropft“ und die ganze Soße floss sofort heraus), die Wandabschlußleisten nicht angebracht, verließen sie meine Wohnung und ich stand in einem Haufen von Schmutz, Kartons und halb aufgebauten Küchenteilen. Also immer noch Baustelle.

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich bedingt durch meine Müdigkeit noch einigermaßen ruhig. Ich hatte den Herd und die Schubladen vor der Abfahrt der Russen getestet, nur die Lade unter dem Herd hatte ich vergessen. Ich zog sie auf. Oder besser gesagt, versuchte es. Erst jetzt fiel mir auf, dass der Herd schräg hing und an einer Ecke auf die Lade drückte. Ein beherztes Ziehen später hatte ich die komplette Schubladenfront in der Hand, herausgerissen aus provisorisch eingebohrten Löchern der Russen. Nun platzte mir der Kragen, doch die Bochumer Firma war natürlich nicht mehr zu erreichen.

Am nächsten Tag hatte ich nach 15 Minuten fruchtlosen Probierens den Chef der Monteure endlich am Apparat. Ich erklärte ihm, was vorgefallen und in welchem Zustand meine Küche sich befände. Er entschuldigte sich und sicherte mir zu, den Monteur gleich am nächsten Morgen wieder zu mir zu schicken. „Um neun Uhr ist er bei ihnen“, sage er. „Um Neun? Geht es nicht auch ein bisschen später? So ab 12 vielleicht? Sie wissen doch, das ich Nachtschicht habe“, fragte ich, stieß aber leider auf taube Ohren. Schließlich hätte der Monteur ja auch noch andere Termine. Auf meine Frage, ob ich mich denn dann auch darauf verlassen könne, dass er pünktlich kommt und alles dabei hat um die Küche fertig zu machen, bekam ich ein definitives Ja.

Um 6 Uhr kehrte ich von meiner Nachtschicht nach Hause zurück und beschloss, für die lumpigen drei Stunden nicht extra schlafen zu gehen. Vor Wut hätte ich eh nicht einschlafen können. Also vertrieb ich mir die Zeit und wartete. Es wurde neun Uhr. Es wurde zehn Uhr. Es wurde halb Elf. Ich rief bei der Firma an und erreichte niemanden. Einmal kam ein Freizeichen und dann gleich ein Besetztzeichen. Ich stellte mein Handy auf Rufnummernunterdrückung und probierte es nochmals. Siehe da, der Chef nahm meinen Anruf entgegen und fragte erstaunt, ob sein Monteur noch nicht erschienen sei. Er würde sich darum kümmern, versprach er. Das dauerte weitere eineinhalb Stunden. Um zwölf Uhr klingelte es. (Man beachte, dass dies die Uhrzeit ist, die ich tags zuvor noch vorgeschlagen hatte.) Ich war auf 180, übermüdet und ernsthaft sauer.

Der Monteur (gleicher Russe wie zwei Tage zuvor) fragte sofort, ob ich die Teile besorgt und alles so geklappt hätte, wie er es mir aufgetragen hatte (!). Mir platze erneut der Kragen. In dem folgenden Wortgefecht, indem ich dem Mann klar zu machen versuchte, welche Stümperarbeit er hinterlassen hatte und welche Aufgaben die seinen und die meinen seien, musste ich mir doch tatsächlich auch noch vorwerfen lassen, die Schublade unter dem Herd absichtlich und durch zuviel Gewalt zerstört zu haben. Außerdem würde der Herd ja gar nicht schief hängen, das sähe nur so aus. Und außerdem könne er ja nicht alle Schläuche und und Dichtungen dabei haben und außerdem und sowieso…

„An die Arbeit!“ waren meine letzten Worte, ab diesem Moment sprach keiner von uns mehr und ich sah ihm nur noch zu, wie er den Herd richtig ausrichtete, die Schublade richtig einsetzte, die Front richtig anbrachte, den Wasserhahn installierte, den Siphon mit einer passenden Dichtung versah und schließlich wortlos die Wohnung verließ. Warum nicht gleich so?

Und nun? Muss ich noch immer die Leisten und Griffe selbst anbringen. Bis die Küche also wirklich fertig ist, werden noch ein paar Tage vergehen. Ein befreundetes Pärchen hat sich vor kurzem auch eine Küche bestellt und zwar in einem professionellen Küchenstudio. Sie zahlten 4000 Euro dafür, die Monteure kamen zum vereinbarten Termin, bauten und installierten alles, hatten alle Teile dabei, schickten niemanden zum Baumarkt, nahmen den Müll am Ende wieder mit und ließen sogar noch ein Regal und Küchenbeleuchtung als Bonus da. Die Küche sieht sehr gut aus, professionell gebaut und installiert. Es sind etwa 12 bis 14 Unter- und Oberschränke, elektrische Geräte wie Herd, Geschirrspülmaschine und Kühlkombi, dazu der Aufbau und der Service.

Meine Küche von Ikea besteht aus zwei Unterschränken und einem Hochschrank, die ich selbst aufbauen musste, einer Geschirrpülmaschine und einem Herd. Dafür habe ich zusammen mit dem unfassbar schlechten Service insgesamt 2000 Euro hingeblättert. Man muss kein Genie sein, um sich auszurechnen, was mich eine entsprechende Küche bei Ikea gekostet hätte. Man muss auch kein Genie sein, um zu sehen, was hier schief läuft. Und wie mein Fazit nach diesem Küchenkauf aussieht:

Niemals im Leben würde ich wieder eine Küche bei Ikea kaufen und sie mir von Ikea (und seinen Subunternehmern) aufbauen lassen.

Sicherlich gibt es viele Ikea Kunden, die hoch zufrieden mit ihrer Küche und dem Service sind. Vermutlich hatte ich einfach nur Pech. Das ist mir klar. Aber wenig tröstlich 

[Nachtrag] Nun, da das Drama überstanden ist, gilt es zu erwähnen, dass ich Ikea Küchen prinzipiell empfehlen könnte. Aber auf keinen Fall den hausinternen Aufbauservice. Wie ihr in den Kommentaren sehen könnt, ist die Diskussion zu diesem Drama sehr hitzig verlaufen. So hitzig, dass ich unverschämte und beleidigende Kommentare rigoros gelöscht und die Kommentarfunktion geschlossen habe. Leider war es offenbar nicht möglich, das Thema auf gesittete Art und Weise zu behandeln. Mir ist bewusst, dass dieser Artikel sehr oft geklickt und gelesen wird und natürlich auch polarisiert. Für all die Küchen-Neukunden bei Ikea sei folgendes gesagt: Was ich hier erlebt habe, mag ein Einzelfall sein. Ikea-Küchen selbst sind qualitativ nicht schlecht. Wer sie allerdings aufbaut, sollte gut überlegt sein. Heutzutage gibt es vielerlei Möglichkeiten, Anbieter zu finden.

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22 Kommentare
  1. 2007 September 9

    tsss…also da kann ich wirklich nichts mehr zu sagen, wirklich frech. Wir werden, sollten wir mal eine neue küche brauchen, bestimmt keine bei Ikea kaufen :-)

  2. 2007 September 9
    Blondie permalink

    Es tut mit leid, dass Du solchen Ärger mit Deiner Küche hattest. Ich denke, dass wird Dir bei Deinem nächsten Kauf nicht mehr passieren und Du wirst mir auch mal glauben. :-P

  3. 2007 September 9

    Hm, dass ich niemals eine IKEA-Küche kaufen werde wußte ich zwar schon seit dem ich die bei meinen Freunden gesehen habe (falsch gebohrte Löcher, wackelige Plastikbeinchen, etc…) aber dieses Erlebnis bestätigt mich noch mehr in meiner Theorie dass das IKEA-Prinzip bei Küchen nicht funktioniert.
    Ich wünsche dir, dass IKEA sich angemessen entschuldigt und der ganze Ärger bald vorbei ist.

  4. 2007 September 9

    Ich hatte es mir damals auch überlegt, ob es eine Küche vom Schweden wird. Nun traue ich mir zwar manches zu, aber nicht eine Küche zu bauen – und deswegen entschied ich mich gegen die IKEA-Küche. Zumal der Montage-Service sie damals dramatisch verteuert hätte.

    Es kam eine Küche von Quelle in Haus. Die wurde nach 4 Jahren zum Garantiefall und leider gab es meine Front nicht mehr. Da praktisch alle Türen und Schubladen betroffen waren, habe ich jetzt eine “komplett neue” Küche.

    Was Deinen Fall betrifft: Wenn die Montagefirma zuverlässig wäre und die Küchenberaterin von IKEA kompetent, dann hättest Du keine Probleme gehabt.

    Die Geschichte mit dem schiefen Herd wundert mich in keiner Weise. Meine Erfahrung: Im Handwerk wird traditionell viel gepfuscht und kunstgerechte Arbeit ist leider schon fast die Ausnahme. Nach dem Motto “Was nicht passt, wird passend gemacht” und mit dem Wissen, dass es selten genug bemerkt werden wird.

    Naja… ich drücke Dir die Daumen, dass IKEA für eigene Fehler und die des beauftragten Subunternehmers einsteht.

  5. 2007 September 10

    Danke für eure aufbauenden Worte. Und ja, Ikea Küchen sind vermutlich nicht unbedingt “per se” schlecht”, ich hatte wohl einfach wirklich Pech mit inkompetentem Personal und lustlosem Subunternehmer. Dennoch darf so etwas einfach nicht passieren. Abwarten, wie Ikea sich dazu äußern wird.

  6. 2007 September 11
    MrsWilliams permalink

    ich glaube nicht, dass du viel Geld reinstecken musst, wenn du umziehst und deine neue / alte Küche dann etwas ummodelst… und auch wenn, das Geld wird es sicher wert sein, damit du dich wohl fühlst! und kauf ja keine Arbeitsplatte mehr ohne mich… für dein ‘Oberschrankproblem’ ist mir schon was schönes eingefallen, muss mir aber erst anschauen kommen, ob es sich umsetzen lässt ;-)

  7. 2007 September 12

    Ich bin gespannt. Spätestens zum “Rogers Rolle”-Essen freu ich mich, deine Ideen zu hören.

  8. 2007 September 17
    meier124 permalink

    Ich kann die schlechten Erfahrungen nur bestätigen: Die Detailplanung bei Ikea ist suboptimal, die Monteuer der Fa. Iwanter (das ist das im Hause Ikea ansässige Transport- und Montageunternehmen) sind inkompetent, die Reklamationsbearbeitung läuft grottenschlecht. Inzwischen sind 294 (kein Scherz) Tage seit dem Küchenaufmass vergangen und die Montagefirma hat es immer noch nicht geschafft, die Endmontage der Arbeitsplatten und Wandabschlussleisten durchzuführen.

  9. 2007 September 17

    Mein Gott, das ist ja noch schlimmer als bei mir. Meine Küche steht mittlerweile wenigstens und funktioniert. Woran liegt’s denn? Stellen sich die Monteure quer oder Ikea oder alle?

  10. 2007 September 24

    Also meine IKEA Küche steht seit Ende Juli in der ganzen Wohnung (teils in Karton, teils zusammengebaut). Wir bauen selber auf. Haben entsprechende Bekannte, die bei den kniffligen Sachen helfen können. Im Augenblick sind wir soweit, dass der Siphon nicht in den Abfluss passt. Ich denke noch 2 Wochen werden wir brauchen. Da hilft nur Geduld. Aber den Russen hätte ich auch fertig gemacht!

  11. 2007 Oktober 8
    Schickel permalink

    Der Text liest sich ziemlich schlecht. Also, das vorgefallene. Ich habe mir auch eine IKEA-Küche gekauft und habe sie selbst montiert mit einem Freund. Mit der Qualität der Schränke und Geräte bin ich aber zufrieden. Der Preis ist im Vergleich zu anderen Händlern bei mir ca 30% günstiger ausgefallen. OK, ich habe die Arbeit, aber bin total zufrieden und kann es jedem empfehlen. Dennoch muss man immer bedenken: Man kauft bei IKEA und IKEA ist hlat nun mal IKEA ;)

  12. 2007 November 14
    guest permalink

    IKEA = Müll im Karton, man muß sich nur die Möbel im IKEA-Haus genau ansehen um zu erkennen, dass das überwiegend Schrott ist.

  13. 2007 November 15

    Kann absolut nicht nachvollziehen was ihr hier schreibt. Wem soetwas wie oben passiert, der hat das IKEA-Prinzip nicht begriffen. Wer jeden Pup gemacht bekommen will und keine Ahnung hat was man bei einer IKEA-Küche selbst besorgt und was der Aufbauservice mitbringt, der sollte von so einem Vorhaben gleich die Finger lassen und ins nächste Küchenstudio gehen. Nur, soviel sei gleich gesagt, die Geschichten die sich in deutschen Küchenstudios abspielen toppen diese Story hier gewiss um Längen. Und vergleichbare Qualität von IKEA bekommst du im Studio etwa nur zum doppelten Preis. Dann weist du ungefähr was ein qualifizierter Aufbau kostet und das mit 2 Russen für 200,-Latten nicht viel bezahlt ist.
    Egal, schaut in meine angegebene HP da seht ihr wie eine IKEA-Küche aussehen kann. Im Stdio hätte die 28.000€ gekostet. Mit dem Schweden und ein wenig Eigeninitiative waren es dann nur 35% davon. Also wir haben nix gegen IKEA, Klasse Laden.

  14. 2007 November 15

    Wirst du von Ikea bezahlt? :-) Ich habe auch nix gegen Ikea, fahre sogar gleich nachher wieder hin um mir etwas zu kaufen. Aber du musst doch selbst zugeben, dass DIESES Beispiel nicht wirklich gut gelaufen ist.

    Was ist denn das Ikea Prinzip denn dann? Verlasse dich nicht auf deinen Verkäufer, deinen Berater und deinen Einbauer? Wenn du keine Ahnung von Küchen hast, bist du von vornherein verloren? Service gleich Null?

    Ich bitte dich, wenn ich einen hohen 4 stelligen Betrag für eine Küche ausgebe, erwarte ich ein Mindestmass an Service. Speziell bei einer Küche, die etwas komplexer als ein Billy Regal ist und bei der man sich nicht einfach stur auf das Ikea Prinzip berufen kann. Wenn jemand noch nie eine Küche aufgebaut hat, MUSS er den entsprechenden Service bekommen, ansonsten MUSS in jedem Fall vor einem Ikea Küchenkauf gewarnt werden.

    In diesem Fall würde ich lieber mehr Geld ausgeben und in einem vernünftigen Küchenstudio vernünftigen Service bekommen.
    By the way: die Russen wurden von Ikea geschickt, ich habe sie mir nicht gewünscht.

    Wie ich in dem Artikel bereits geschrieben habe, hatten die meisten Kunden bisher sicher mehr Glück als ich mit ihrer Ikea Küche. Schön für sie. Ich hatte Pech. Und das ist Fakt. Und wenn das das Ikea Prinzip ist, dass man Glück braucht, dann ist das nicht mein Prinzip. Nicht bei einem solchen Betrag. Es bleibt dabei: meine nächste Küche wird nicht von Ikea sein!

  15. 2007 November 15

    Dein Kommentar = Müll in meinem Blog. Besonders schön finde ich, dass solche schwachsinnigen Aussagen immer von anonymen Schreibern stammen, die offenbar nicht zu ihrer Meinung stehen können.

  16. 2007 Dezember 1
    Markus permalink

    Hallo, die Monteure werden nicht von IKEA, sondern von der von IKEA beauftragten Spedition geschickt.
    Die Basismontage für 239,- geht über 4 Stunden – bei einem Monteur. Bei 2en also nur 2 Stunden und setzt sich zusammen aus:
    a) Anfahrt: 79,- + b) Stunde a 40 Euro/je Monteur.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es bei Dir so gelaufen ist – was aber hat das damit zutun, dass die Monteure Russen waren? Es gibt solche wie solche – Kunden und Monteure (aka Menschen) – es an der Nationalität fest machen zu wollen – naja – mir würde das nicht einfallen. Ich erlebe es oft, dass Kunden das IKEA-Prinzip eben nicht verstanden haben – “Mach es Dir selbst”.

    Du hast also 3 Unterschränke (2 erwähnte + Herdunterschrank), Hochschrank (nehme an für Kühl/Gefrierschrank) – also einen nutzbaren Unterschrank, da einer für die Spüle wegfällt – dafür, inclusive E-Geräte 2000,- ist: billig. Was erwartest Du für diesen Preis? Da kostet ja manch Kühlschrank fast alleine soviel.

    Dass die Monteure nach Dir Feierabend hatten, kann ich mir kaum vorstellen.
    Ich persönlich habe im Schnitt 220 Stunden im Monat bei normalerweise 4! Arbeitstagen/Woche – ich habe also Früh-, Normal- und fast immer auch noch Spätschicht an einem Tag.

    Selbst halte ich vom Konzept der Basismontage nichts – die gibt es auch noch nicht allzu lange, und wird es meiner Meinung nach auch nicht mehr allzu
    lange geben. In 90% der Basismontagen will der Kunde nämlich eigentlich eine Komplettmontage – die Korpen zusammenklopfen (in deinem Fall) ist in maximal einer Stunde erledigt (ich lasse mal aus dem Winkel genagelte Unterschränke und andere Montagefehler vor). Aber die Feinheiten – Sockel, Griffe, Wandabschluss, Fronten einstellen – die kosten Zeit und machen die Küche mehr oder weniger (da sofort sichtbar) aus. Damit muss aber der Kunde leben. Entweder, er macht es selber – oder er bezahlt es.

    Ich könnte hier Bücher schreiben über _manche_ Kunden und ihre verqueren Vorstellungen – ist aber nicht mein Ding – bei uns ist der Kunde König – für den Status aber, hat er zu bezahlen – wie überall – so ist das Leben eben.

    Alles in allem kann ich Dir nur bei der Sache mit den fehlenden Kabeln und Verlängerungen zustimmen – das liegt aber
    entweder am Subler oder am Berater von IKEA – von IKEA aus ist das Zeug nicht dabei – daraus aber eine Pflicht des Sublers abzuleiten ist nicht möglich, da, bei Auftragserteilung die Liefer- und Montagebedingungen unterschrieben werden müssen – und genau da steht das nämlich drin ;) .

    Mir selbst tut dein Schicksal auch Leid, angefressen hat mich deine “Nachtschicht” und, dass es “mal wieder” die Russen waren – ich selbst bin keiner, habe aber russische Kollegen und schere mich nicht im Geringsten um Nationalitäten.

  17. 2007 Dezember 1
    Nachtrag permalink

    Nachtrag:

    Dass hier, trotz Spamschutz, Kommentare nach absenden nicht sofort veröffentlicht werden grenzt mM nach an Zensur und führt das Konzept “Internet” ad Absurdum. Jeder der meint, mir jetzt mit irgendwelchen Forenflegeln zu kommen – geht telefonieren, lest das MediaMarkt-Blättchen und fühlt euch weiterhin wohl in eurer von Islamisten, Russen, Raubkopierermordterroristen und Kinderschändern bedrohten Welt. Zum Kotzen Das.

  18. 2007 Dezember 1

    Ok, dann wollen wir das mal Punkt für Punkt beantworten:

    Ich habe nie behauptet, dass die Monteure von Ikea seien, oder? Natürlich sind die von der Spedition, was mir persönlich egal ist, wenn sie ihre Arbeit erledigen. Auch wie der Preis zustande kommt interessiert mich als Kunden nicht. Es hieß 239 Euro für 4 Stunden. Wieviele Monteuere dann kommen, davon stand nirgendwo etwas.

    Es hat natürlich gar nichts damit zu tun, dass sie Russen waren. Aber in diesem Fall waren es eben Russen. Punkt. Was soll ich denn anderes sagen? Dass es Chinesen waren? Das Problem bei der Nationalität bestand letztlich einfach nur in den Verständigungsschwierigkeiten. Mir persönlich ist es völlig egal, welcher Nationalität Monteure angehören, so lange die Arbeit, für die ich bezahle, vernünftig gemacht wird. Im gleichen Absatz dann wieder auf das Ikea Prinzip zu kommen: was hat das damit zu tun?

    Zum letzten Mal: Ich HABE das Ikea Prinzip verstanden. Meine komplette Wohnungseinrichtung ist mit eigenen Händen anhand des Ikea Prinzips entstanden. Wenn ich allerdings jemanden beauftrage, mir dieses Prinzip abzunehmen, dann verlange ich das auch. Sonst hätte ich auf die Basis Montage ja von vornherein verzichten können. Man kann nicht 239 für eine Montage verlangen und nachdem diese schlampig gemacht wurde einfach sagen: Oh das ist aber das Ikea Prinzip. Unfug.

    Du kannst dir nicht vorstellen, dass die Monteure nach mir Feierabend hatten? Kapier ich nicht. Ich weiß auch nicht, wo ich das behauptet hätte. Ich sagte nur, dass sie es plötzlich eilig hatten, ihren Feierabend zu bekommen, was man ihnen zwar kaum vorwerfen kann, in meinem Fall aber dennoch ärgerlich war.

    Und um gleich die Frage wegen der Nachtschicht zu beantworten: Ja, es ist eine Nachschicht. Die beginnt um 21 Uhr und endet um 6 Uhr. Mir bleibt dennoch ein Rätsel, warum dich das so “anfrisst”.

    Ich habe die Korpen zusammen geklopft und es hat länger als eine Stunde gedauert. Und, nein, ich wollte keine Komplettmontage, denn dann hätte ich die auch bestellt. Ist mir auch völlig schnuppe, was andere Kunden verlangen. Ich wollte, dass die Korpen stehen die Platte angebracht wird, die sanitären Anlagen und der Herd. Und den Rest hätte ich selbst gemacht. Nichts anderes war vertraglich festgehalten, nichts anderes habe ich verlangt.

    Es klingt übrigens absolut nicht so, als sei bei euch der Kunde König. Und jeder, der hier mit liest, wird sich nach deinem Kommentar nun ein zweites Mal überlegen, ob er tatsächlich diesen Dienst beauftragen wird. Nach einem solchen Artikel in einem Kommentar zu behaupten, die Kunden hätten falsche Vorstellungen, sollten letztendlich doch alles selbst machen und, so klingt es, dürfen sich bei schlechter Arbeit am besten auch nicht beschweren, kommt bei den Kunden bestimmt nicht gut an. Ja, der Kunde bezahlt für seinen Status. So wie auch ich.

    Was die fehlenden Kabel angeht, so habe ich geschrieben, dass ich explizit bei der Bestellung danach gefragt hatte. Und wieder stelle ich fest: wenn ich eine Montage für 239 Euro bestelle, in der festgelegt ist, dass der Herd angeschlossen wird, bringt es mir nichts, wenn die Monteure dann einfach wieder abziehen, weil ein Kabel fehlt, das mir bei Bestellung zugesagt wurde. Denn dann stehe ich wieder ohne Herd und ohne Kabel da. Womit meine Frage wieder kommt: Ist das das Ikea Prinzip? Das man für einen Service bezahlt und am Ende dann doch wieder alles selbst machen muss? Na prima, dann lasse ich den Service besser von vornherein, spare die 239 Euro und suche mir einen Helfer über My-Hammer.de

    Zum Schluß: Nirgendwo steht “mal wieder Russen”. Nirgendwo greife ich ihre Nationalität an. Es waren Russen, und es gab Verständigungsschwierigkeiten. Und das ist Fakt. Wenn du dich dabei angegriffen fühlst, kann ich da ehrlich gesagt nichts daran ändern. Und nochmals: was dich bei meinen Nachtschichten anfrisst, werde ich wohl nie verstehen. Dabei ist es mir auch völlig schnuppe, wieviele Tage und Stunden du arbeitest. Ich HATTE Nachtschicht und der Montage Service wusste das.

  19. 2007 Dezember 1

    Deinen letzten Kommentar veröffentliche ich jetzt auch nur, um den Lesern mal zu zeigen, WESHALB ich diese Schutzfunktion eingebaut habe.

    Dies hier ist mein Blog, ich habe hier das Hausrecht. Hier darf jeder gerne seine offene Meinung sagen und ich gehe auch immer darauf ein. Wenn du dich ein wenig umschaust, wirst du das sicherlich bestätigen können. Auch deinen letzten Kommentar habe ich beantwortet.

    Was ich hier allerdings nicht tun werde, ist, mich beleidigen zu lassen, mich anpöpeln zu lassen oder mich mit Spam bewerfen zu lassen. Dann mache ich nämlich von meinem Hausrecht Gebrauch.

    Es ist so, dass alle Kommentare auf Artikel, die älter als eine Woche sind, erst in eine Warteschleife gelangen. Und zwar aus dem Grund, weil ich ich nicht ständig Artikel durchgehen kann, die schon länger zurück liegen, nur um zu schauen, ob da irgendein Depp gedacht hat, er könne seine Beleidigungen und seinen Dreck hier los werden. JEDER Kommentar, der nicht nach Spam oder Beleidigung aussieht, wird nach meiner Prüfung frei geschaltet.

    Wenn das für dich Zensur ist, bitteschön. Wenn du der Meinung bist, mit deiner virtuellen Spraydose im Netz herumlaufen zu dürfen, um deinen Müll an die Wände zu schmieren, von mir aus. Dann mach das woanders, aber nicht hier. Du wirst viele Blogs finden, bei denen dieser Schutz ebenfalls besteht. Ebenso auch in Foren. Denn niemand möchte solchen Wichtigtuern wie dir auch noch ein Forum bieten.

    Und ganz ehrlich, lies dir selbst bitte nochmal deine letzten beiden Sätze durch. Spätestens dann solltest du verstehen, warum es solche Maßnahmen überall im Netz gibt. Wegen Knallköpfen wie dir.

    Wenn es dir so wichtig ist, deine Meinung in die Öffentlichkeit zu tragen, dann kann ich dir nur das Ikea Prinzip empfehlen: Mach es dir selbst! (Also ein Blog meine ich ;-) )

    Ich werde an meinem Prinzip, gegen beleidigende oder spammende Kommentare vorzugehen auch nichts ändern.

  20. 2007 Dezember 1
    MrsWilliams permalink

    …und all das hat mit deiner IKEA-Küche auch wirklich rein garnichts mehr zu tun!

  21. 2007 Dezember 2
    Blondie permalink

    Wie bist Du denn drauf? Du hast auf jeden Fall Deinen Beruf verfehlt, denn aus jedem Satz geht hervor das bei Dir der Kunde zwar König ist, aber genau das stinkt Dir. Auch ich möchte die Leistung für die ich bezahlt habe. Ob von Ikea oder von sonstwem.
    Das Du so eine Lanze für die Russen brichst ehrt Dich. Aber es ist nun mal eine Tatsache, dass es ein Russe war! Und nichts anderes steht in dem Blog. Davon eine versteckte Ausländerfeindlichkeit abzuleiten ist mehr als dreist!!!

  22. 2007 Dezember 3

    Ein Aufruf an alle:

    Ich habe den letzten Kommentar von Blondie zwar noch veröffentlicht, aber ihren letzten Satz gestrichen. Das ist zwar in der Tat Zensur, ich gebe es zu, aber mein Blog ist keine Plattform, um sich gegenseitig zu beleidigen. Hier darf jeder seine Meinung sagen, aber sobald es persönlich wird, werde ich einschreiten. Auch aus diesem Grund habe ich die beiden letzen Kommentare von diesem Markus gar nicht erst veröffentlicht (jemanden als Nazi zu bezeichnen halte ich für sehr persönlich – und in diesem Tenor waren beide Kommentare geschrieben).

    Ich möchte bitte alle nochmals daran erinnern, sachlich und beim Thema zu bleiben. Jeder darf seine eigene Meinung haben und diese auch äußern. So lange es nicht beleidigend wird.

    Offenbar ist das Thema Ikea ebenfalls ein Glaubenskrieg, bei dem beide Fronten mit harten Bandagen für ihre Sache kämpfen. Die einen lieben Ikea, die anderen hassen es. Ich mag Ikea immer noch sehr, dennoch bleibt dieser Artikel als Tatsache so bestehen, dass bei meinem Küchenkauf einfach zuviel schief gelaufen ist.

    Doch das alles darf nicht dazu führen, dass man sich dafür gegenseitig fertig macht.

    Ich hatte mir eine fruchtbare Diskussion zu dem Thema gewünscht und Erfahrungsberichte anderer Käufer. Was anfangs noch funktioniert hat, läuft nun komplett aus dem Ruder.

    Deshalb ist dieser Artikel hiermit der erste, bei dem die Kommentarfunktion ab sofort gesperrt ist. Steinigt mich dafür, von mir aus. Aber ich will mein Blog nicht auf ein solches Niveau sinken lassen.

    Alles, was es zu meinem Ikea-Küchenkauf zu sagen gibt, ist hiermit gesagt. Wer mehr dazu sagen möchte, möge dies bitte an anderer Stelle tun.

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