Ich kann euch nur eines raten: Wenn ihr die Sitcom "King of Queens" liebt, dann schaut euch bloß nicht das Serienfinale am 15.Oktober auf Kabel1 an. Im Grunde hättet ihr die komplette letzte Staffel nicht schauen sollen. Und eigentlich sollte man von keiner Serie, die man liebt, die letzten Folgen anschauen. Ich habe es schon einmal gesagt und ich wiederhole mich gerne. Serien-Produzenten schaffen es regelmäßig, alles, was man über die Jahre lieb gewonnen hat, in nur wenigen Folgen zu zerstören. Am Ende einer jeden Serie ändert sich plötzlich alles. ALLES. Oftmals im Eiltempo, so als käme das Ende überraschend und müsste noch den letzten Dreh bekommen.
Acht Jahre lang begleitet man als Zuschauer Doug und Carrie, lernt ihre Macken zu lieben, beobachtet sie, wie sie sich regelmäßig necken und streiten und doch immer wieder zusammen finden. Alles geht seinen gewohnten, geliebten Gang. Eine Konstante in einem sich ständig ändernden Leben. Warum also sollte ich mir antun, dass sich die beiden in der letzten Folge plötzlich trennen wollen? Das Haus verlassen? Und überhaupt? Was soll das? Selbst wenn es wieder zu einem Happy End kommt - einem finalen Happy End - so sind so radikale Veränderungen kurz vor Schluss für mich völlig unnötige Makel, die nur das allgemeine Interesse noch schnell anheben soll (um letzte Werbegelder heraus zu pressen). "Oh Leute, ihr müsst euch unbedingt die letzte Folge ansehen, denn alles wird anders, also verpasst es bloß nicht."
Für mich muss es nicht anders werden. ALLES wird anders, da bin ich froh, wenn es Orte gibt, an denen etwas so bleibt, wie ich es mag. Für mich hört King of Queens am Ende der achten Staffel auf. Acht vergnügliche Jahre mit Doug, Carrie, Arthur und dem ganzen Ensemble. Die letzte Folge werde ich mir mit Sicherheit nicht an tun und wenn ihr die Serie mögt wie ich, dann rate ich euch, ebenfalls nicht einzuschalten.

Ein gutes Serienende war das von Edel und Starck, das von Buffy und auch gut das von Quantum Leap. Auch toll gemacht: Slings and Arrows. Drei wunderbare Staffeln, die ein homogenes Ganzes bildeten und das Ende war toll. Dead Like Me - auch toll. Doch. Wonderfalls - tolles Ende, nur eine Staffel.
Ganz furchtbar ist dann das, was ich damals mit Farscape durchgemacht habe - Held und Heldin zerfallen zu Kristallen, Fortsetzung folgt wird eingeblendet und der Sender setzte die Serie dann erstmal ab... Das hatte ich dann wieder bei Firefly. Bei John Doe tut das immer noch etwas weh, ebenso beim Remake von "Touching Evil" und "Kolcher: Night Stalker" hätte ich auch gerne mal eine sinnigere letzte Folge der ersten Staffel gehabt, aber man kann nicht alles haben.
Bei Neon Genesis Evangelion rätsele ich immer noch etwas, was die mir mit dem Ende sagen wollten...
Gestatten, mein Name ist Junkie. Serien Junkie... g
Ad Astra
So wie von Prospero bereits erwähnt gibt es aber auch Sendungen, von denen man sich ein anderes Ende oder gar eine Fortsetzung gewünscht hätte. 'Der Fall John Doe' war da schon ein gutes Beispiel. Auch 'Jake 2.0' fand ich noch ganz putzig, ist aber verzeihbar, dass es nicht mehr läuft.
Gerne hätte ich noch 'Odyssey 5' und 'Surface' weitergeschaut, auch 'Welcome, Mrs. President' sowie 'Tru Calling' hätte nicht zwingend abgesetzt werden müssen.
Aber so ist es nunmal - Serien kommen und gehen.
Derzeit habe ich eine neue Lieblingssitcom. Solltet ihr euch vormerken, falls ihr auf Malcolm mittendrin und Scrubs steht: My Name is Earl. Herrlich schräger Humor.
Bei mir wird 'Heroes' noch etwas warten müssen, da eine ganze Reihe anderer Serien davor anstehen. Hurra auf einen Festplattenreceiver mit genug Speicherplatz.
Ich sag nur: TV-Serien auf DVD.
DVD's leihe ich mir höchstens mal aus der Biblio- oder Videothek (muss das jetzt nicht DVDthek heissen?) - da ich Serien nicht zwei Mal schaue, lohnt sich die Geldausgabe für mich nicht.