Trigami: Darf man mit Bloggen Geld verdienen?

Die Diskussion hält in dem Artikel "Und nun zur Werbung" noch immer an. Darf man als Blogger, der etwas auf sich hält und seine Glaubwürdigkeit nicht verlieren will, für Geld Artikel schreiben? Als ich einem Bloggerkollegen vor kurzem erzählte, dass ich mich bei Trigami angemeldet habe, war sein erster Kommentar: "Was? Du verkaufst dich?" Da zeigt sich schnell, wie kontrovers das Thema in der Blogosphäre ist und wie ernst es genommen wird.

Stellt sich also die Frage, warum man sich dann bei Trigami anmeldet, so wie ich. Einen Beitrag dazu wollte ich vor kurzem bereits schreiben, stoppte aber in der Mitte, weil mir Zweifel kamen. Ich wollte zumindest abwarten, bis ich erste Aufträge bekomme, sehe, wie das System ablaufen sollte, was genau ich verdienen würde und ob es tatsächlich etwas für mich ist. Mittlerweile bin ich seit zwei Wochen angemeldet und ich habe derzeit sechs Rezensionen angeboten bekommen. Würde ich alle annehmen, könnte ich damit insgesamt schon jetzt über 250 Euro dazu verdienen. Nicht schlecht, oder?

Die Frage ist letztlich nur, ob ich das auch will.

Folgendermaßen funktioniert das Prinzip Trigami. Der Blogger meldet sich an, erstellt ein Profil, in dem er angibt, worum es in seinem Blog primär geht, was die Schwerpunkte sind, vergibt Tags und verrät, wieviele Besucher und Seiten Impressionen er im letzten Monat hatte. Trigami vermittelt daraufhin Anbieter, die ein Produkt (meist eine Webseite oder eine Dienstleistung im Netz) besprochen, rezensiert, beworben haben möchten. Zusammen mit der Reichweite des Blogs (also wieviele Leser den Artikel überhaupt entdecken würden) errechnet sich ein Preis, von dem Trigami sich 30% für die Vermittlung schnappt. Die restliche Bezahlung geht an den Blogger. Dieser hat, nachdem er einen Auftrag bekommen hat, Zeit, sich zu überlegen, ob er ihn annehmen will. Entschiedet er sich dafür, hat er wiederum eine gewisse Frist, um einen Artikel zu schreiben und zu veröffentlichen.

Diese Trigami Artikel werden grundsätzlich schon am Anfang mit dem Satz "Dies ist ein von Trigami vermittelter und bezahlter Artikel" versehen. So soll sicher gestellt werden, dass sich niemand betrogen fühlt und die Fronten geklärt sind. Das finde ich zunächst löblich. Sehr fein finde ich auch, dass Trigami Wert darauf legt, dass die Rezensionen fair, ausgewogen und gerne auch kritisch sein dürfen. Natürlich auf einer objektiven Ebene, ohne zu beleidigen oder falsche Behauptungen aufzustellen. Mehr hier und hier.

Nun liegt es in der Natur der Sache, dass der Blogger sich kaum Rezensionen aussuchen würde, in denen er auf dem Auftraggeber herum hackt. Und dieser würde vermutlich eine Zahlung verweigern, wenn man ihn völlig fertig macht. Deshalb sucht sich der Blogger ja auch das Thema, das am besten zu ihm und dem Blog passt. Trigami möchte in den Richtlinien auch sichergestellt wissen, dass eine solche Rezension sich nahtlos in das Blog einfügt, das heißt, der Stil soll gleich bleiben. So als würde der Blogger einen normalen Artikel schreiben und ein Produkt testen.

Es stellt sich natürlich die Frage, wie objektiv so ein Test sein kann, wenn man dafür Geld bekommt. Hier scheint mir der größte Knackpunkt zu sein und auch die größte Angst in der Blogosphäre. Verliere ich durch solche Artikel meine "Street Credibility"? Verliere ich dadurch Leser, weil ich mich habe kaufen lassen? Solche Fragen muss wohl jeder Blogger mit sich selbst ausfechten. Das Thema ist heiß, manche rufen schon zu komplettem Boykott von Blogs auf, die Trigami Artikel veröffentlichen.

Warum also habe ich mich angemeldet und habe ich mich kaufen lassen?

Natürlich habe ich mir genau überlegt, was ich schreiben möchte und was nicht. So steht für mich persönlich eindeutig fest, dass ich nicht nur des Geldes wegen über ein Thema schreibe. Schon gar nicht, wenn offensichtlich ist, dass ich mit dem Thema überhaupt nichts am Hut habe. Weiterhin würde ich auch nur über Themen schreiben, bzw. Produkte rezensieren, von denen ich persönlich auch absolut überzeugt bin. Sprich, es wären Artikel, die ich so oder so geschrieben hätte, nur mit dem Bonus, dafür eine kleine Überweisung zu bekommen. Die Überweisung würde an dem Artikel oder an meiner Überzeugung für das Produkt aber nichts ändern.

Natürlich kann man mir nun vorwerfen, dass solche Artikel ja kaum kritisch und objektiv seien. Schließlich würde ich ein Produkt in höchsten Tönen loben und dafür auch noch Knete beziehen. Ohne auf Nachteile einzugehen oder zu warnen. Die Auftraggeber hätten mich also gekauft.

Ich schätze mal, spätestens hier geht es einfach um Vertrauen. Die Blogs, die ich bisher gelesen und die Trigami Artikel veröffentlicht haben, waren sehr wohl auch kritisch. Sie hatten sich ein Thema gewählt über das sie Bescheid wussten und das sie auch bewerten konnten. Und keines der Blogs verlor in meinen Augen an Glaubwürdigkeit. Ich vertraue diesen Bloggern noch immer, dass sie eben nicht alles für Geld machen und trotz Bezahlung nur das schreiben, was sie wollen.

Sprich, auch ich hoffe auf dieses Vertrauen, dass ich nicht nur etwas in einen Artikel schreibe, damit ich die Überweisung bekomme. Was ich schreibe, meine ich auch so. Was ich zu bemängeln habe, bemängle ich auch. Wenn mir ein Produkt von vornherein nicht gefällt, dann möchte ich gar nicht erst Werbung dafür machen. Und wenn mir ein Produkt gefällt, dann gefällt es mir, egal ob man mir Geld gibt.

Was das nun für meine derzeitigen sechs Aufträge bedeutet? Ganz einfach. Nummer Eins ist ein Service, bei dem man sich für echtes Geld virtuelle Gegenstände oder virtuelles Geld in Online Rollenspielen kaufen kann (WoW, Herr der Ringe Online etc.) So etwas verabscheue ich grundsätzlich. Also weg. Nummer Zwei ist eine Art Social Network für Vereine. Ich bin in keinem Verein und habe mit Vereinen nichts am Hut (außer mit dem Vereinen zweier Menschen, haha). Also weg. Nummer Drei ist ein Hochzeitsportal. Muss ich mehr dazu sagen? Weg. Nummer Vier verkauft Kerzen, in denen Sprüche oder Gedichte stecken. Ist klar, ne. Weg. Nummer Fünf klingt interessant, ist ebenfalls ein Dienstleister, der Freelancer und Auftraggeber in der IT Branche so leicht wie möglich zusammen bringen will. Das ist zwar spannend und könnte echt etwas sinnvolles sein. Allerdings fehlt es mir hier an Hintergrundwissen um tatsächlich etwas berichten zu können. Also leider weg. Das letzte Angebot indes ist wieder frech und stinkt. In der Beschreibung steht, man könne und wolle nichts genaues darüber sagen. Es soll wohl ein Service sein, um sich bei geschlossenen Beta Tests anzumelden. Oder ist der Dienst selbst ein Beta Test und letztendlich was ganz anderes? Keine Ahnung, das Angebot klingt so unseriös, dass ich es sofort verworfen habe. Weg.

Sechs Angebote, 250 Euro. Und nichts für mich dabei. Bei allen hätte ich zwischen zwei und drei Wochen Zeit, einen Artikel von etwa 100 bis 400 Wörtern zu schreiben. Dabei sollte einmal der Name des Produkts und natürlich auch mindestens einmal der Link zur Homepage auftauchen.

Aber wie gesagt, bei keinem dieser sechs Angebote könnte ich ernsthaft behaupten, überzeugt zu sein und den Artikel in erster Linie aus Überzeugung geschrieben zu haben. Sicherlich könnte ich mir einfach die eine oder andere Webseite anschauen, darüber berichten, wie man sie bedient und wie praktisch das doch für die entsprechende Zielgruppe sein könnte. Aber ich bin nicht die Zielgruppe. Und deshalb verzichte ich.

Und nun natürlich wieder die Frage: Habe ich mich verkauft? Ich denke nicht. Und ich hoffe, dass ihr, meine leben Leser, mir auch weiterhin das Vertrauen entgegenbringt wie bisher. Trotz aller Werbemaßnahmen und Versuche, betreibe ich dieses Blog noch immer aus purem Spaß, schreibe nur über die Dinge, über die ich schreiben will und habe die gleiche Motivation wie früher (im Moment sogar noch mehr, seit sich meine Besucherzahlen stetig nach oben schrauben).

Vielleicht erscheint hier doch irgendwann ein Trigami Artikel von mir, aber dann könnt ihr auch davon überzeugt sein, dass ich selbst von dem Produkt überzeugt bin und mir gut überlegt habe, ob ich darüber schreiben möchte.

Ob Trigami mir für diesen Artikel hier wohl Geld geben würde?

19 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Du kannst dich ja noch garnicht verkauft haben, du hast ja noch nix Trigamesisches gebloggt. Aber das was du schreibst stimmt mit dem überein was ich an derer Stelle auch schon gelesen habe – das die Angebote zu oft unseriös sind oder einfach mit dem Profil nicht zusammenpassen.

  2. Somit unterstellst du wieder, dass ich mich in dem Moment verkaufe, in dem ich einen Artikel für Trigami schreibe.
    Womit das meiste, was ich jetzt hier geschrieben habe, Makultaur ist, oder?

  3. Bin ich der Meinungs-Guru? oO Wenn du der Ansicht bist dass Trigami das Richtige für dich ist und du das ausprobieren willst, dann lass dich doch nicht von Leuten wie mir so verunsichern. 🙂 Ich finde Trigami halt unseriös. Und ich für mich habe entschieden nicht gegen Geld in meinem persönlichen Blog zu schreiben.
    Wie du das siehst und machst ist doch deine Sache. Oder?

  4. Nun, jedem seine persönliche Meinung. Natürlich. Ich bin nicht durch dich verunsichert, weiß auch nicht wie du auf diese Idee kommst, sondern durch das, was ich bisher von Trigami gesehen habe. Und ich dachte, das in meinem Artikel deutlich gemacht zu haben. Wie bereits gesagt: ich werde mir das alles weiter anschauen und wenn sich ein wirklich passendes Thema ergibt, dass mich überzeugt, dann werde ich vielleicht einen Artikel für Trigmai schreiben. Derzeit sieht es allerdings nicht so aus. Dennoch möchte ich das Thema nicht einfach so abtun und sagen, Trigami sei unseriös oder böse (bzw. bezahltes Bloggen sei böse), weil mir das zu sehr Schwarz/Weiß Malerei ist.
    Was jeder persönlich darüber denkt, darf auch jeder gerne denken und aussprechen.

  5. Übrigens lese ich gerade bei XSized von eben diesem Betatester Auftrag bei Trigami.

    http://www.xsized.de/betatester-wanted/

    Er ist schon seit der Gründung von Trigami Mitglied und hat offenbar noch noch keinen einzigen vernünftigen Auftrag erhalten. Mir drängt sich doch langsam der Gedanke auf, dass Trigami einfach nicht die richtige Plattform ist oder einen falschen Weg eingeschlagen hat.

    Tja, da werde ich wohl doch noch lange warten können…

  6. Ich glaube, es ist auch wofür man bloggt. Oder das warum? Ich bin da noch immer in Gedanken irgendwie.

    Schließlich stellen Werbebeiträge nicht nur andere Anforderungen an den Autor, sondern auch an den Leser. Um mal mein eher generell eher konservatives Blogbild außen vor zu lassen. 🙂

    (Ich differenziere weiterhin zwischen Bannerwerbung/googleads und Werbebeiträgen)

  7. Hallo Roger

    Vielen Dank für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht und dass Du Dich so intensiv mit uns auseinandergesetzt hast.

    Deine Haltung ist vorbildlich. Auch wir empfehlen, sich nur für Kampagnen zu bewerben, die thematisch passen und zu den persönlichen Interessen gehören.

    Wir arbeiten mit Hochdruck daran, möglichst interessante und innovative Unternehmen von uns zu überzeugen. So ist z.B. kürzlich die Sportusal-Kampagne eines namhaften Schweizer Unternehmens gestartet worden.

    Es liegt aber in der Natur der Sache, dass nicht jede Kampagne für jeden Blogger interessant ist. Darum gibt es bei uns ja auch ein Bewerbungsverfahren. Wenn Dich eine Kampagne nicht interessiert, bewirbst Du Dich einfach nicht und wartest auf die nächste. Es ist doch gut, dass Dir die letzten 6 Kampagnen nicht gepasst haben. Dies erhöht die stochastische Chance, dass Dich die nächste interessieren wird ;-).

    Ich möchte nicht leugnen, dass es Blogger gibt, die noch nicht fündig wurden. Auf der anderen Seite gibt es Blogger wie Yoda, die bereits 10 mal und öfter fündig wurden.

    Viele Grüsse aus der Schweiz
    Remo

  8. Lena, ebenso wie ich. Ich differenziere da auch. Und ich blogge immer noch aus purer Begeisterung, weil es mir Spaß macht. Ich habe in keinster Weise vor, mein Blog und mein Hobby jetzt zu einer Geldmaschine zu machen.

    Deshalb sage ich ja auch: ich blogge über die Themen, die zu mir und dem Blog passen, nichts anderes. Daran wird sich auch nichts ändern. Was das böse oder unmoralische dabei ist, wenn ich für einen Artikel, hinter dem ich genau so stehe, wie hinter allen, eine Bezahlug bekomme, hat mir bis jetzt leider noch niemand sagen können.

    Dass das Angebot bei Trigami da natürlich bisher völlig unpassend ist, steht außer Frage.

  9. Hallo Remo. Schön, dass ihr einen Erfahrungsbericht auf einem so kleinen Blog wie diesem überhaupt wahr nehmt und auch kommentiert.

    Lobenswert auch, dass ihr daran arbeitet, seriösere Angebeote an Land zu ziehen. Aber wie ihr hier in den Kommentaren und auch auf vielen anderen Blogs bestimmt mitbekomen habt, ist das nicht das einzige Problem. Viele Blogger scheuen sich ganz einfach davor, sich „zu verkaufen“ oder das Gefühl an die Leser zu vermitteln „man schreibe nur für Geld“.

    Das halte ich für einen viel größeren Knackpunkt, an dem gearbeitet werden sollte. Wie, weiß ich allerdings auch nicht.
    Ob nur seriösere Aufträge dabei helfen, halte ich für zweifelhaft. Denn selbst wenn noch so betuchte/bekannte/seriöse Firmen Aufträge verteilen, ändert das nichts an dem Gefühl in der Blogosphäre, dass es letztlich nur um Geld geht (und vermutlich wird das Gefühl stärker, je größer der Auftraggeber ist).

    Was mich persönlich betrifft, gehe ich noch immer davon aus, dass ich einen Artikel schreiben würde, wenn er a) zu mir und dem Blog passt und ich b) auch genau das schreiben dürfte, was ich will – selbst wenn es ein Verriss ist. Letztlich wäre mir die Bezahlung dabei egal und nur ein willkommener Bonus.

    Hätte ich mich dann kaufen lassen? Wie begegnet ihr solchen Vorwürfen, dass ihr Blogger „kauft“? Und was ist von Bloggern wie Yoda zu halten, der offenbar schon 10 Mal fündig wurde?

    Bei dem Angebot, das ich bisher gesehen habe, drängt sich unweigerlich der Gedanke auf, dass er über alles schreibt, um an das Geld zu kommen.

    Ihr seht, hier gibt es noch viel Klärungsbedarf, viel Überzeugungsarbeit. Die Grenzen sind fein – wann hat man sich kaufen lassen, wann schreibt man nur des Geldes wegen, was ist noch ehrliche Meinung, was ist objektiv, wie nehmen Leser es auf – und doch scheinen die Fronten sehr hart zu sein.

    Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.

  10. Hallo Roger

    Danke für Deine Gedanken.

    Du stellst gute Fragen. Die meisten dieser Fragen muss jeder Blogger für sich selbst beantworten. Uns ist absolut bewusst, dass wir nicht für alle Blogger geeignet sind und dass es bestimmt noch Verbesserungspotenzial an unserem Konzept gibt.

    Wie sich die Situation entwickeln wird kann nur die Zukunft zeigen.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Gruss, Remo

  11. schade, dass Sie unsere ausschreibung abgelehnt haben. denn ich denke schon, dass das was wir nun bald an den start bringen werden, womöglich doch interessant für Sie sein könnte. noch haben wir ein wenig budget zur verfügung 😉

    einfach mitmachen und schauen was die tage passiert. außer dem Remo von trigami und zwei, drei weiteren Personen, weiß noch keiner worum es sich so konkret handelt. das bedeutet, dass Sie sich ganz unbekümmert an die rezension ran machen können und genau darüber schreiben wie Ihre Erfahrung damit war/ist, egal ob gut oder schlecht 😉

    wir gehen in den nächsten tagen damit online!

  12. Hallo Abdul, es freut mich, dass sie auch in meinem Blog etwas zu ihrem Beta Tester Dienst sagen wollen. Ich habe die Diskussionen und Artikel rund um Ihren Betatest und die Trigami-Angebote verfolgt. Sie scheinen wirklich sehr darum bemüht zu sein, Ihren mysteriösen Dienst in ein gutes Licht zu rücken. Und ihn im Gespräch zu halten. Bravo, das gelingt Ihnen. Nicht zuletzt durch fleißiges Kommentieren in allen Blogs, die etwas darüber geschrieben haben. (Marketing?)

    Nun ist es ja leider so, dass ich weder etwas zu Ihrem Betatester-Gesuche noch zu Ihrem anstehenden Social Network Dienst sagen kann. Das erste habe ich mir nicht angesehen. Das zweite scheint ja dermaßen Top Secret zu sein, dass nicht viele Menschen auf dieser Welt etwas davon wissen.

    Ihnen ist aber hoffentlich schon klar, dass Aufklärungsarbeit langsam Not tut. Mag sein, dass Robert Basic, BloggingTom, XSized und wie sie alle heißen, Unrecht mit ihren Befürchtungen und/oder Beschuldigungen haben. Mag sein, dass Ihr kommender Dienst wirklich absolut seriös sein wird.

    Zweifel kommen aber auf. Ihre Vorgeschichte scheint doch recht nebulös zu sein (ohne Ihnen hier etwas unterstellen zu wollen – aber aufgeworfene Behauptungen sind doch bisher nicht widerlegt worden, oder?). Dass Sie an MyMovies.de beteiligt waren, haben Sie zugegeben und auch dieser Dienst scheint oder schien nicht gerade einen guten Ruf zu genießen (ganz gleich, was Chip.de darüber schreibt). Die Geheimniskrämerei rund um Ihren neuen Dienst schadet mehr als das sie nützt. Weshalb man Betatester mit 500 Euro ködern muss, bleibt ein Rätsel. Weshalb nicht mal ansatzweise angedeutet wird, worum es geht, bei Trigami aber dennoch viel Geld ausgegeben wird, um Blogger dazu zu bewegen, über im Grunde gar nichts zu referieren, ist ebenfalls mehr als eigenartig.

    Ich möchte mich keinesfalls an irgendwelchen Spekulationen beteiligen, sondern warte ab, bis Ihr SN-Dienst tatsächlich online ist. Dann werden wir weiter sehen.

    Aber etwas muss ich loswerden: Sie lehnen sich verdammt weit aus dem Fenster. Den Aufruhr, den Sie bisher in der Blogosphäre gestartet haben, werden Sie nun nicht mehr los. Deshalb sollte Ihr Dienst besser so seriös, neuartig und nützlich sein, wie Sie sagen. Außerdem haben Sie mit ihrem Kommentar hier in meinem Blog auch die Firma Trigami und deren CEO Remo Uherek in die Pflicht genommen. Denn wenn der Trigami Chef weiß, worum es bei ihrem Dienst geht, er die Angebote über Trigami auch weiterhin vermittelt und sich letztendlich doch heraus stellen sollte, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, so wird auch Trigami darunter zu leiden haben. Und zwar nicht nur dadurch, dass ich mich endgültig von diesem Dienst abwende.

    All das wünsche ich Ihnen auf keinen Fall. Ich bleibe gespannt und werde das Thema weiter verfolgen. Hoffentlich können Sie Ihre Versprechen einhalten.

  13. Vielleicht bin ich da kleinkariert, aber ich finde es wirkt wenig seriös wenn man es nicht fertig bringt entweder richtig die Groß- & Kleinschreibung anzuwenden oder konsequent alles klein zu schreiben…

  14. Nun Diana, da kann ich Dir eigentlich nur zustimmen. Vieles an dieser Sache wirkt sehr unseriös. Das fängt mit der ganzen Vorgeschichte an, geht mit der Geheimniskrämerei weiter, setzt sich zum Beispiel in der billigen Aufmachung der Betatester-Suchseite mit den geklauten Web2.0-Logos fort und findet auch meiner Meinung nach ihren Gipfel bei dem bemühten Buzzing und Backlinking in allen möglichen Blogs gepaart mit dem Anschein fehlender Seriosität.

    Doch wie gesagt, ich möchte noch niemanden verurteilen, schon gar nicht wegen mangelnder Rechtschreibung. Warten wir das Produkt erst einmal ab.

    Spannend wird auch werden – und da kommen wir ja wieder zum Thema dieses Artikels zurück – inwiefern Trigami da mit drin steckt. Die Neagtivmeldungen reißen nicht ab. Religiöse Gruppen, Pokerspammer und nun auch noch dieser mysteriöse Web2.0 Dienst. Derzeit bin ich wirklich froh, noch nichts für Trigami geschrieben zu haben.

  15. Hallo Roger,

    erst mal danke dafür, dass du meinem Kommentar Aufmerksamkeit schenkst.

    ich habe mich bereits in diversen Blogs darüber ausgelassen was bisher geschrieben wurde.
    Am konkretesten bisher hier:
    http://www.2-blog.net/?p=619

    Auf gewisse Dinge wollte ich eigentlich erst nach Launch unserer Seite eingehen, musste aber bereits ein paar Mal aktiv werden, so wie auf 2-blog.net.

    Es war aufgrund des bisherigen Feedback notwendig, trigami in unser Projekt einzuweihen um etwaige Bedenken Seitens trigami zu vermeiden. Ich denke das ist uns gelungen. trigami weiß nun, dass es sich um eine anständige Sache handelt, die über trigami ausgeschrieben werden kann. Alles weitere wird sich zeigen, sobald wir online sind.

    Schöne Grüße,
    Abdul

  16. Nun Abdul, gerne. Sind wir jetzt übrigens beim „Du“ angelangt? 😉

    Du schreibst, dass Du eigentlich erst auf einige Dinge eingehen wolltest, wenn Eure /Deine (wer genau steckt denn dahinter?) Seite online gegangen ist.

    Da stelle ich doch gleich mal die Frage: Wann geht die Seite denn nun tatsächlich online? Die 14-Tage Frist auf der Betasterseite scheint mir längst abgelaufen.

    Bis dahin wirst du weiterhin in Blogs und Kommentaren ausweichen müssen, was, wie ich schon einmal erwähnte, nicht gerade zuträglich für das Projekt sein wird. Oder geht es dir nur um die Publicity, gemäß dem Motto „Auch Negativ-Publicity ist zunächst einmal Publicity“?

    Ich bin gespannt.

  17. Sorry für das ungefragte duzen.
    Also wer steckt dahinter?

    Leider haben wir echt ein akutes Problem mit der WordPress-Anbindung. Wir warten nach wie vor noch auf Feedback von WordPress. Diese Anbindung ist auch notwendig, denn schließlich haben wir zahlreiche Blogger als BETA-Tester, die nunmal WordPress nutzen. Das hatte zur Folge, dass wir den BETA-Start verschieben mussten. Aber soetwas kommt ja auch nicht selten vor, oder?

    Ich verfolge keine Hinhaltetaktik, das ist ein Kalkül welches ich nicht abschätzen kann und auf welches ich mich nicht einlassen möchte. Ich hoffe sehr dass wir das bald in den Griff bekommen, damit wir nun endlich starten können.

    Diese Sache um Mystery-BETA hatte ja eigentlich nur einen Grund gehabt: und zwar brauchen wir auf der einen Seite BETA-Tester (bevorzugt Blogger) aber auf der anderen Seite wollten wir nicht, dass etwaige „Nachahmer“ das Thema frühzeitig aufgreifen um dann zeitnah mit copycats zu starten! Das ist der wahre Grund hinter der Aktion betatester-wanted.

    Wer steckt dahinter? Mein Team und ich 😉

    Glaubt mir, ich will nun auch endlich starten um einfach Zweifel aus der Welt zu schaffen.

    Schöne Grüße,
    Abdul

  18. Macht nix. In meinem Blog wird ohnehin üblicherweise geduzt. Es fällt nur bei einem Wechsel von Sie auf Du auf.

    Soso, dein Team und du stecken hinter der Sache. Na dann 🙂

    Ich möchte ja jetzt nicht anmerken, dass auch die Betablogger (hah, was für ein Wortspiel) anfangen könnten, den Service zu kopieren – nun da sie alles inklusive der noch herrschenden Probleme gesehen haben.

    Die WordPress Anbindung hinkt? Dann kann ich nur hoffen, dass die Anbindung an andere Blog Systeme (ich nutze zum Beispiel Serendipity) funktioniert.

  19. Die BETA-Blogger, die sich bereits beworben haben, haben derzeit noch keinen Einblick in das System 😉

    Die closed-BETA-Phase wird lediglich nur ein paar Tage andauern!

    Die anderen Blogsysteme sollten soweit laufen.

    Jetzt, wo man nun auch unseren eingerichteten Blog aufgrund eines Verstoßes gegen die AGBs (ich entschuldige mich dafür!) gesperrt hat, ist es umso wichtiger nun als bald als wie möglich an den Start zu gehen!

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