Beamtenverhältnisse

Die damalige Freundin erarbeitet gerade alles zum Thema Schulrecht. Da sie irgendwann (so Staat will) in den Beamtenstatus erhoben werden wird, ist es natürlich wichtig zu wissen, welche Rechten und Pflichten man als Beamter so hat. Für mich als lebenslänglicher Angestellter lesen sich diese Vorschriften, Anmerkungen, Aufführungen natürlich äußerst witzig. Das ganze Material kann ich hier keinesfalls wiedergeben. Ins Auge gestochen ist mir aber folgendes: Die Beendigung des Beamtenverhältnisses erfolgt in erster Linie, wer hätte es gedacht, durch den Tod. Gefolgt von weiteren Gründen. Hier zeigt sich mir die typische deutsche Bürokratie, die alles, aber auch wirklich alles, schriftlich festhält und reglementiert. "Sie sind Beamter, sie müssen dies, die dürfen jenes, jenes allerdings dürfen sie absolut nicht und das hier sollten sie sich gar nicht erst einfallen lassen, denn sonst müssten sie dies. Und wenn ihnen das nicht passt, dürfen sie sterben." Na dann.

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Genau darin, in diesem aufgeblasenen Vorschriften- und Maßregelungsgebaren liegen die eigentlichen Probleme unseres Landes.

    Das will von „denen“ nur keiner hören.

  2. Da kannste mal sehen, Beamter zu sein ist also doch nicht so einfach wie es scheint. Ich kenne vorzugsweise die Beamten der Deutschen Bahn AG und da sieht es immer so aus als wäre es das einfachste der Welt ein Beamter zu sein 😉

  3. Das schönste ist, dass auch Dienstreisen mit dem Tod enden. Was unnötig zu regeln klingt, hat einen einfachen Grund: wer woanders stirbt, muss trotzdem wieder heimgebracht werden. Und ohne die oben genannte Regel müssten diese „Reisekosten“ vom Dienstherren getragen werden.

  4. Das mit den Dienstreisen ist auch zum schmunzeln. Komischerweise endet das Beamtentum mit dem Tod. Warum dann aber nicht die Krankenversicherungspflicht? Meine Mutter darf für meinen verstorbenen Vater immer noch Krankenversicherung bezahlen…. über seinen Tod hinaus!

    Die Verordnungen scheinen doch nicht ganz sooo gut ausgeklügelt zu sein. Denn ich habe noch nie einen Toten zum Arzt gehen sehen!

  5. Das ist ja echt interessant. Beim Stichwort Dienstreisen dachte ich erst an den Tod des Handlungsreisenden, aber das ist ja was anderes. Das bedeutet also, der Staat müsste dafür aufkommen, den Leichnam auf dem heimischen Friedhof zu bringen, da aber mit dem letzten Atemhauch auch das Beamtenverhältnis endet, bleibt die Mühe bei den Hinterbliebenen?

    Thomas, ohne mich darüber lustig machen zu wollen, vielleicht denkt der Staat, dein Vater sei gar nicht tot, sondern nur sehr sehr sehr sehr sehr krank.

  6. @Der Roger:
    Das könnte man meinen und auch fast glauben. Aber da es einen regelrechten Bescheid gibt, der die Zahlung nach dem Tod ausweist, kann man davon ausgehen, dass es wirklich so ist.

    Ich nehme Deine Äußerung nicht persönlich, denn das ganze ist wirklich mehr als lächerlich!

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