Bittersüßer Schmerz

4.November 2007
Autor: Roger Graf

Stellt euch vor, ihr sitzt an einem Samstag Abend in einer noch immer fremden Stadt alleine vorm Fernseher und tut euch Stefan Raab an. Das Handy klingelt. Ihr nehmt ab und hört die Stimme, nein, die Stimmen eurer Freunde, die gerade in eurer alten Heimat gemeinsam unterwegs sind und durchs Handy rufen: "Wir vermissen dich!" Nun versucht euch vorzustellen in welchem Zwiespalt sich die Gefühle befinden. Irgendwo zwischen Glück und Schmerz.

(Sorry, ist mal wieder einer dieser Tage – das soll kein Jammerartikel sein, ich wollte es nur mal gesagt haben)

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9 Kommentare Sag was →
  1. 2007 November 4

    Falls es dich tröstet. Mir ging es auch so als ich aus dem hohen Norden nach Nürnberg gegangen bin. Gut damals hatte ich eine Freundin hier, aber ich hab die alten Kumpels vermisst. Dadurch das ich hier eine Freundin hatte, habe ich auch Freundschaften hier nicht gepflegt und nun bin ich heute auch alleine, schaue den Raab, aber ich weiß es kann nur besser werden.

  2. 2007 November 4

    Zum Glück ist das ja kein Dauerzustand. Mir wurde nur eben in diesem Moment des Anrufs bewusst, wie öde und allein ich hier herum sitze… An Nürnberg habe ich übrigens schöne Erinnerungen, da wohnte lange Zeit ein Freund von mir.

  3. 2007 November 4

    Ja dann los, krieg den Hintern hoch, such dir einen Verein, mach Sport, einen Volkshochschulkurs… neue Freunde materialisieren sich bestimmt nicht neben dem Fernseher während du den Raab schaust. ;) *drück*

  4. 2007 November 4

    Ja Mama. ;-) Volkshochschule ist ja schon seit längerem in Planung und Sport sollte auch bald mal wieder sein. Bisher scheiterte es tatsächlich an Zeitmangel. Und wie gesagt, zum Glück fühle ich mich nicht ständig so. Nur halt am Samstag Abend, nach so einem lieben Anruf…

  5. 2007 November 4

    Wie glaubst du habe ich mich gefühlt als meine Eltern mich damals in Freiburg abgeliefert hatten und dann von zuhause aus anriefen dass sie wieder gut angekommen waren? Ich saß da in einer fremden Wohnung mit fremden Möbeln (ich hab damals möbliert gewohnt) in einer fremden Stadt in der ich keine Menschenseele kannte. Ich glaub so einsam hab ich mich nie wieder in meinem ganzen Leben gefühlt. Heute will ich aus Freiburg garnicht mehr weg. Und du wirst dich mit Duisburg bestimmt auch noch anfreunden… Ich denk ganz fest an dich. ;)

  6. 2007 November 4

    oh roger, sorry, wir wollten dich nicht traurig machen. Aber als wir so zusammen saßen wurde uns auch wieder bewußt wie sehr du fehlst. da ist einfach ein riesengroßes loch :-( und da mußten wir einfach anrufen :-)

  7. 2007 November 4

    Nein nein, ich habe mich wirklich gefreut. Und irgendwie freut es mich auch, wie sehr ihr alle mich vermisst. Ich euch ja euch. Obwohl es irgendwie doof ist. Ich schätze, ich werde doch mal um die Weihnachtszeit nach Freiburg kommen!!!

    Und wenn euch wieder danach ist: UNBEDINGT ANRUFEN! Okay?

  8. 2007 November 5

    :-( über weihnachten sind die jansens in teneriffa…genauer vom 22.-29.12.

  9. 2007 November 6
    MrsWilliams permalink

    seufz, ich kann es gut nachvollziehen, es fühlt sich einfach furchtbar an. Anrufe dieser Art hatte ich auch schon und auch ich brauchte einen Momentchen bis der Schmerz weg war… aber es ist auch schön zu wissen, dass man vermisst wird und in so Momenten an einen gedacht wird!

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