Spielen ist gut für die Partnerschaft.

Eben lese ich in meinem neuen Lieblings-Magazin Gee (ja, ich habe endlich ein Exemplar gefunden) von Pärchen, die gemeinsam und gegeneinander spielen. Und zwar per Gamepad an Spielekonsolen. Da berichtet einen Pärchen von einer Begebenheit bei Halo. "Einmal, als er sauer auf mich war, hat er mich erschossen und danach noch immer weiter auf mich gefeuert, als ich schon tot am Boden lag", erzählt sie. Und er ergänzt: "Das war toll. Hat richtig gut getan. Danach haben wir uns wieder vertragen." Also das klingt doch mal nach einer wirklich gesunden Beziehung, oder? Ich musste schmunzeln. 

Ach übrigens. Wisst ihr schon, dass nun mittlerweile feststeht, wie die Welt eine bessere werden kann? Warum es soviel Böses und soviel Gewalt gibt? Warum unsere Jugendlichen immer mehr verrohen und brutaler werden? Die Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (sagt das mal fünf mal schnell hintereinander) hat es heraus gefunden und wird nun endlich, passend zur Weihnachtszeit, den Frieden auf die Erde bringen. Denn es gibt ja nur einen Grund für all das Böse und wenn wir das verbieten, ist es einfach verschwunden. Wie geil, oder? Die Rettung der Welt kommt aus Deutschland.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Na, da haben die Psychotherapöten ja ganz knapp oberhalb der Grasnarbe geschürft und die bahnbrechende Erkenntnis einer bloßen ideologischen Behauptung vor dem Herrn nachvollzogen.

    Und das kurz vor Weihnachten. Luja, soag i!

  2. Gäääähnnn, gibt es diese Erkenntnis denn nicht jedes Jahr kurz vor Weihnachten (Ostern, zum Sommerloch, zu…)

  3. Ja, die Welt ist wunderbar. Ich habe meine Gee, das Böse wird vertrieben und Pärchen spielen und vertragen sich. Merry X-Mas. 🙂

  4. Ganz ehrlich, mach das mal. Mir gefällt an der Gee, dass es nicht nur vom Design her, sondern auch von der Schreibe doch etwas reifer rüber kommt, als andere Magazine, die mehr auf jugendliches Publikum zugeschnitten sind. Die Artikel sind interessant und, was mir gut gefällt, auch menschlich. Es geht nicht um Framzahlen, um Grafikkarteneinstellungen, um das ganze Zeug der Nerds. Sondern nur um die Spiele. Und diese werden auch so vorgestellt, dass man auch als Erwachsener das Gefühl bekommt, dass es nichts schlimmes ist, zu spielen, sondern ein Teil unserer Popkultur, wie Filme, Musik und Bücher.

  5. Ja und man sollte unseren Kinder unbedingt verbieten Nachrichten zu sehen. Denn bei den Kriegen im Irak und Afghanistan, bei den vielen Bürgerkriegen auf der Welt schießen die Menschen nicht mit Wasserpistolen und bewerfen sich auch nicht gegenseitig mit Kieselsteinen.
    Kann es sein, dass man das vielleicht auch als Vorlage für die bösen, bösen Killerspiele nimmt?

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