Im neuen Internet (also im sogenannten Web2.0) gibt es zahlreiche, äußerst faszinierende Seiten, ebenso wie es massenhaft Unsinn und Plagiate gibt. Die meisten der sogenannten Web2.0 Dienste sind kostenlos. Ob sie auch nützlich sind, steht allerdings oft auf einem anderen Blatt. Gemeinsam haben sie meist das stylishe Aussehen, den Versuch, die Bedienung und Handhabung so leicht wie möglich zu machen und die Möglichkeiten der Vernetzung mit anderen Usern. Prominente Beispiele sind Flickr, De.licio.us, Youtube etc.
Web2Null heißt sinnigerweise ein interessantes Sammelalbum für all diese Dienste. Web2.0 Projekte werden dort kurz vorgestellt, ohne auf Details einzugehen. Es obliegt dem Nutzer, selbst auszuprobieren, ob einem ein Dienst gefällt und ob er nützlich ist. Über Web2Null stieß ich auf drei Seiten, die mich sehr faszinieren.
Zum einen wäre da Songza. Noch einfacher kann man es dem User eigentlich gar nicht machen, sich Songs aus dem Netz anzuhören. Einfach den Namen eintippen und auf Play drücken. Fertig. Playlisten lassen sich erstellen, der Song läßt sich weiter empfehlen, oder man gelangt per direktem Link auf Youtube und sieht sich dort das Video an. Wenn ich etwas so schön einfaches sehe, fällt mir immer wieder ein, wie schwer es so manch Musikshop seinen Kunden immer noch macht, Musik zu kaufen und vernünftige Ware für sein Geld zu bekommen. SO, meine Damen und Herren, sollte ein Musikdienst funktionieren.
Oder wie Boomshuffle, was noch etwas weiter geht als Songza. Hier erstellt man sich Playlisten und veröffentlicht sie. Was es bringt? Nun, ich könnte eine Playliste mit meinen Lieblingssongs erstellen und auf meinem Blog veröffentlichen. Oder einfach nur abspeichern und irgendwo anders wieder anhören. Interessant finde ich einfach, dass es mittlerweile fast nicht mehr nötig ist, sich Songs (illegal) aus dem Netz zu ziehen, da ich sie ohnehin immer dabei haben kann, wo auch das Internet ist. (Mp3Player einmal ausgeschlossen)
Ich habe mich auch bei Palabea angemeldet. Eigentlich wollte ich einen größeren Artikel darüber scheiben, doch just hat mir der Robert diese Arbeit abgenommen. Er geht in seinem Bereicht über Palabea recht kritisch mit dem neuen Dienst um, was meiner Meinung auch gerechtfertigt ist. So ganz klar ist mir die Bedienung noch nicht. Was es ist? Nun, bei Palabea kann man sich mit Menschen auf der ganzen Welt vernetzen um eine Sprache zu lernen. Man findet dazu Tandem-Partner, Lehrer, virtuelle Klassenräume und Sprachkurse. Ich habe zwar recht schnell vier neue (weibliche) Freunde gefunden, die mir gerne Spanisch beibringen würden. In Kontakt getreten sind wir allerdings noch nicht und ich suche noch immer nach Partnern, die wenigstens Deutsch sprechen können (denn spanisch auf englischer Basis zu lernen, halte für etwas schwierig). Dennoch gefällt mir das Ganze bisher recht gut. Mal sehen, welchen Nutzen die Seite tatsächlich hat.
Ansonsten probiere ich einfach mal Mango Languages. Ebenfalls ein Web2.0 Dienst um Sprachen zu lernen, den ich bisher aber noch nicht angeschaut habe. Hat jemand Erfahrung damit?
Ebenfalls ums Lernen (im weitesten Sinne) geht es bei Spickmich, das in den letzten Tagen sehr viel Publicity und enorm starken User-Zuwachs bekommen hat. Bei Spickmich vernetzen sich die Schüler, ähnlich wie bei SchülerVZ oder die Studenten bei StudiVZ. Eines der besonderen Merkmale von Spickmich ist die Möglichkeit, Lehrer zu bewerten, was eine Lehrerin zum Anlass nahm, Klage gegen den Dienst einzureichen. Sie war wohl durch die Bank sehr schlecht von ihren Schülern bewertet worden, doch anstatt darüber nachzudenken, was der Grund dafür sein könnte, strebte sie ein Verfahren an. Welches zu dem Publicity Schub führte und aus ihrer Sicht wohl eher kontraproduktiv war. Auch hierzu hat Robert bereits einiges geschrieben. Interessant ist die Geschichte allemal. Wer weiß, was da noch auf uns zu kommt. Und auf all meine Freunde, die ebenfalls Lehrer sind oder werden wollen (seid also gewarnt). Die Lehrerzitate sind allerdings wirklich amüsant.