Früher, als ich noch jung war, gab es tolle Samstagabendshows. Da hockte die Familie sonnabends vor dem Fernseher und fieberte mit. Geschaut wurde "Einer wird gewinnen" und "Auf Los geht's los" und schließlich, nicht zu vergessen, "Wetten dass..?" Da machte Fernsehgucken auch noch richtig Spaß. Spannend war's. Aufregend. Und mehr als einmal sogar lehrreich. Und am folgenden Montag hatte man auch immer ein Gesprächsthema, denn jeder hatte es gesehen.
Und heute? Ist nur noch "Wetten dass..?" übrig geblieben und es wird mit jeder Sendung langweiliger, öder, uninteressanter. Im Ersten läuft ein Volksmusikfest nach dem anderen und die Privaten haben längst aufgegeben, am Samstagabend etwas zu reißen. Also Showtechnisch. Bis auf weitere Quizshows, die sich nur mit den Gewinnbeträgen übertrumpfen und singenden Knalltüten, denen man vorgaukelt, sie würden Stars werden, gibt es nicht all zuviel.
Und dann kommt plötzlich ein Stefan Raab an, der es irgendwie schafft, aus allem ein Happening zu machen. Und der Herr Raab kramt das gute alte "Spiele ohne Grenzen" aus, vermischt es mit spannenden kleinen Spielen, hohen Gewinnen, Musik und Show und... es macht mir Spaß. Bis auf den Pokerabend mag ich kaum mehr etwas, was von Raab auf den Schirm gebracht wird, aber ich muss gestehen, "Schlag den Raab" hat es mir angetan.
Die Spielchen sind meist interessant und/oder spannend. Außerdem - und das hat sich der Herr Raab wirklich clever ausgedacht - schwingt ständig der Subtext mit, dass man es diesem arroganten Kerl endlich mal zeigen kann. Ein Underdog macht den überheblichen Star fertig. Der Kleine gegen den Großen. Darauf stehen doch alle.
Mir gefällt das Ganze, ich habe Spaß. Es gibt sie wieder, die Samstagabendshow. Einziger Kritikpunkt: es geht zu lange. Nicht mal Joachim Fuchsberger oder Hans-Joachim Kulenkampff haben damals so überzogen. Und dabei ist die Show bereits auf gut vier Stunden angesetzt. Uff. Da ist der Samstagabend auch mal ganz schnell rum, wenn man dran bleibt. Außerdem werde ich noch immer nicht so recht warm mit dem Moderator, dem Herrn Opdenhövel. Aber er macht sich und ist nicht mehr ganz so nervig und unlustig wie in den früheren Sendungen. Und besser als Olli Welke oder Elton ist er alle mal.
So, es ist jetzt kurz vor Elf. Ich werde wohl noch knapp drei Stunden vor mir haben. Ich geh mal zurück an den Fernseher.


Was ich mich nur frage: Der Typ war sportlehrer und hat sich bei den Sportlichen Aktivitäten angestellt wie der letzte Depp und Millionen schauen zu wie ein sportlehrer beim Fußballtennis nicht mal einen Ball übers Netzt bringt.
Geschweige denn mal ne Angabe ins Feld.
Das war schon etwas peinlich.
da sollte man mehr auf dem Kasten haben finde ich.
Alexander Stritt
Ja, das mit den Werbepausen ist in diesem Falle schon praktisch.
Ansonsten ist die Sendung übrigens live nicht zu ertragen, wir gucken sie immer am nächsten Tag über den HDD-Rekorder. Insgesamt spult man so gut an 100 Minuten Werbung vorbei.
Tz ..
Was mir generell bei den Shows aufgefallen ist (hab nicht jede gesehen und auch nicht immer komplett), dass die Leute häufig Probleme mit den sportlichen "Spielen" haben. Okay, Skispringen ist schon hart ;), aber vom Basketball zum Hockey oder Curling kann man den Raab sicherlich auch mal kitzeln. Häufig ist es einfach scheiße, dass der Kerl 4 von 15 Spielen total überlegen gewinnt.
Nunja, auf jeden Fall besser als Wetten dass .. GÄÄÄÄHN ..
Das Argument, die erste Stunde der Sendung sei für die Katz' kann ich fast unterschreiben. Im Grunde ist es bei den ersten paar Spielen fast egal, wer gewinnt. Und auch die Vorstellung der Charaktere könnte von mir aus kürzer sein.