Twitter?

Nun, da es Twitter schon eine ganz schön lange Zeit gibt und rege genutzt wird, kann mir vielleicht endlich jemand die Faszination daran erklären? Und vielleicht auch einen Einsteigerkurs geben? Mir möchte bisher einfach kein Grund einfallen, weshalb ich, in Zeiten des Bloggens, Chattens, Mailens, Skypens und Simsens auch noch Twitter bräuchte. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. (Gerne auch bei Twitter. Ihr findet mich hier.)

13 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. man tut manches, ganz ohne es zu brauchen.
    das ist freiheit :).

    p.s.: ich weiss auch nicht.

  2. praktisch finde ich den Kurstfristorganisationseffekt (lustiges Wort…): Kurz in die Runde gefragt ob wer Bock auf ein Bier hat, entweder es kommt dann spontan was oder auch nicht.

  3. Na Bravo, endlich mal einer, der das so sieht wie ich… ist vergleichbar mit dem SecondLife-Bullshit. Das hatte ich auch nie verstanden…

  4. Ich habe vor ein paar Wochen auch mit dem Quatsch angefangen und erst von ein paar Tagen ebenfalls dazu gebloggt ( http://tinyurl.com/52skav ).

    ich bin der Meinung, dass Twitter zu mehr genutzt werden kann, als nur zum Zeitvertreib.

  5. Eine wirkliche Meinung zu Twitter habe ich ja noch gar nicht. Deshalb bin ich dort ja angemeldet. Und deshalb frage ich ja auch, ob mir irgendjemand erklären kann, was das faszinierende an Twitter ist und weshalb es mir gefallen sollte/könnte/müßte.

    Der Kurzfristorganisationseffekt ist mir zu wenig. Kommt dabei überhaupt so etwas wie Kommunikation zustande? Und wenn ja, warum dann per Twitter und nicht gleich im Chat?

  6. Ein Grund, warum es dir gefallen könnte, wird in dem Video genannt, das in meinem Blogeintrag verlinkt ist. Man hat einfach einen Anteil am Leben anderer und zwar besonders im Bezug auf Kleinigkeiten, nach denen man sonst nie fragt. Außerdem lernt man anderer Leute Tagesablauf kennen und fühlt sich (so ist es zumindest bei mir) nicht so allein, wenn man gerade eine langweilige Aufgabe erfüllen muss.

    Ein Chat hat für mich wesentlich aktiveren und verbindlicheren Charakter. Man sollte möglichst schnell antworten und ständig mitlesen. Ein weiterer Unterschied ist, dass man sich für einen Chat einloggen muss und nichts davon mitbekommt, was zuvor passiert ist. Außerdem hat man in einem Chat weitaus mehr Grundrauschen als bei Twitter. Twitter lässt sich besser vergleichen mit kleinen gelben Zetteln am Kühlschrank („bin einkaufen“) oder einer SMS („was machst du gerade?“). Wen natürlich solche Dinge nicht interessieren bzw. wer keine Zeit für den Quatsch hat, der kann dies wohl nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich finde ich es in ein paar Wochen auch langweilig, aber bis dahin wird Montags bis Freitags fleissig gezwitschert.

  7. wir sollten uns mal auf die Grundlagen einigen…

    Also, Twitter ist für mich kein kommunikatives Medium, Gespräche kommen nicht zu stande (also ich mache das zumindestens nicht), ich nutze das auch nicht um „interessanten“ oder „spannenden“ Leute zu folgen. In der Liste habe ich einige wenige Freiburger und die Nutzung von meiner Seite aus ist tatsächlich eher diese kurze Zwischenfrage.

    Chat wäre mE für so ein unverbindliches „evtl könnte man ja was machen“ zu oversized, ich schreibe doch nicht n Leute an nur um mir darüber klar zu werden, ob und was ich ggf noch tun möchte.

    Bei konkreten Plänen nutze ich natürlich Chat, Mail, Telefon, $echteKommunikationsmedium und Twitter bleibt raus aus dem Spiel

  8. Unterschiedliche Ansichten. Versteh ich es also richtig: Für mich wäre Twitter etwas, um irgendwelchen Menschen mitzuteilen, dass ich mir jetzt Frühstück mache. Egal, ob die das interessiert oder nicht. Und ich kann es nutzen um in die Welt zu rufen: „Wer möchte heute abend etwas mit mir unternehmen?“ ohne jemanden persönlich fragen zu müssen.

    Auf der anderen Seite interessiert es MICH eher nicht, wann irgendjemand sich Frühstück macht, außer es sind enge Freunde und die könnten mir dies auf den oben genannten andere Kanälen mitteilen. Außerdem mag ich es auch lieber, persönlich angesprochen zu werden, wenn es darum geht, etwas zu unternehmen. Die Koordination ist per Twitter vermutlich einfacher. Aber ich möchte doch nicht die ganze Welt fragen, wer etwas mit mir unternehmen will. Außerdem kommt hier noch dazu, dass auch alle Freunde selbst bei Twitter sein müssten, was absolut nicht der Fall ist. Aber jeder hat ein Telefon.

    Sprich: ich bin immer noch nicht überzeugt, was Twitter mir bringen könnte. Alles, as ich bisher getwittert habe, fällt unter die Kategorie: Wen interessiert das denn? Und wenn es etwas interessantes ist, denke ich, es hätte auch gebloggt oder jemandem, den es betrifft, persönlich erzählt werden.

    Versteht mich nicht falsch, ich möchte Twitter hier nicht runtermachen. Es ist mit Sicherheit ein Kanal, wie es viele gibt. Aber im direkten Vergleich zum simsen, komme ich einfach nicht dahinter, warum ich twittern sollte. Simsen kann ich überall. Twittern nur am Rechner oder einem entsprechenden mobilen Gerät.

    Also ist twittern nur ein Notizzettel an einer 1 Million Quadratkilometer großen Pinnwand hinterlassen? Das klingt verdammt traurig, verdammt einsam und lässt mich noch immer nicht erkennen, worin der Sinn liegt.

  9. ich mag den Ausdruck „1 Million Quadratkilometer große Pinnwand“ 🙂

    ich sehe deine Punkte, jedoch ist für mich der Punkt mit dem „alle Welt sieht das“ absolut nicht im Kopf – ja, das ist dann auf dem sichtbaren weltweiten Stream drauf, aber den habe ich selbst noch nie genutzt und er interessiert mich auch nicht.

    möglicherweise war mein Beispiel schlecht gewählt, idR plane ich solches eher telefonisch, hier effektiv habe ich Twitter in mein IM eingebunden und sehe nur die Nachrichten meiner Kontakte – eben die erwähnten handvoll Freiburger (eh alles Blogger, eh alles Dauer-On-Menschen) und dann so ab und an „die Bestätigung, dass es die Leute noch gibt“ (blöde Wortwahl) ist angenehm. häufig ist das eher so ein rauspusten von dem, was du oben „Wen interessiert das denn?“ genannt hast – und ja, das was da kommt interessiert mich häufig nicht, aber dieser Ping „den/die da draußen macht gerade xy“ finde ich angenehm.

    call me nerd 🙂

  10. Jetzt habe ich mir mittlerweile sogar Twitterrific, ein Twitter Desktop App für OS X installiert. Und ich schreibe hin und wieder was hinein. Wenn mir grade ein Gedanke durch den Kopf schießt oder… hmm, ach ,ihr merkt schon. Mich hat das Fieber noch immer nicht gepackt. Wollt ihr wirklich wissen, was ich frühstücke und wann ich unter der Dusche fertig bin?

  11. Ich fand das mit der Nachtschicht recht interessant. Das mit dem Filmgeschmack hätte allerdings weiterer Erklärung bedurft.

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