Mittlerweile gibt es einige dieser TV-Sendungen, in denen ein guter Engel bei Familien einfällt, die am Rande des Existenzminimums leben. Eine ganze Stunde lang wird gezeigt, wie der Engel es schafft, die Familie aus den Schulden zu holen, ihnen Finanztipps gibt und allen eine neue Zukunft bereitet. Zu Beginn dieser Sendungen erfährt man immer, wie es so weit kommen konnte. Man zeigt die Kinder, die in ausgefransten Second Hand Klamotten mit Holzstücken spielen müssen. Man zeigt die Eltern, die im Tafelladen Schlange stehen. Man rechnet dem Zuschauer vor, wie schlecht die Gesamtsituation und wie viel im Minus das Konto ist. Und begleitet von tragischer Musik hört man die Muter schluchzen: "Isch kann meinen Kindern nischt mal Gemüse kaufen, weil isch mir das nischt leisten kann. Die essen jeden Tag nur billige Nudeln und anderen Schrott." Und während sie das sagt, drückt sie verzweifelt ihre Zigarette im Aschenbecher aus, um sich daraufhin die nächste anzustecken.
Was denke ich dabei? Aber für Zigaretten reicht es wohl. Die Kinder kriegen nichts anständiges zu futtern, die Gläubiger hämmern gegen die Tür, die Klamotten würde nicht mal das Rote Kreuz mehr nehmen, aber Geld für Ziggis ist da. Kann mir das mal jemand erklären?


Aber hinzufügen ließe sich noch, dass es für den Vater der Kinder meist auch noch für die eine und die andere Bierbüchse pro Tag reicht.
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Na gut, okay ... dafür haben wir Macs
Es sind übrigens meist die Gläubiger, die hämmern.
Gruß,
Jochen