Der Begriff Killer wird immer wieder gerne benutzt, um die Leute heiß zu machen. Meist bleibt aber von den iPod-, iPhone-, Google- und Flickr-Killern nicht viel übrig und fallen irgendwann der Vergessenheit anheim. Wenn also jemand auftritt und behauptet, er hätte den nächsten Google-Killer am Start, dann erweckt das natürlich Neugierde. So wie es derzeit mit Cuil geschieht, einer neuen Suchmaschine, die das Internet aufmischen und neu ordnen möchte. Solch markige Sprüche ziehen dann auch eine Überprüfung nach sich und die ist ... ernüchternd. Egal, wo man von Cuil liest, die Resonanz ist verhalten bis abweisend. Ein Google Killer muss anders daher kommen, sollte bessere Ergebnisse liefern. Auch mein erster Test mit Cuil war alles andere als zufriedenstellend. Selbst heute noch findet Cuil beim Suchbegriff "Roger" alles mögliche, aber nicht mich. Schande. So geht das ja nicht. Man vergleiche Google. Oder suche bei Google nach Ikea Küchen und Womanizern. Immerhin kann Cuil mittlerweile etwas mit dem Begriff "Alles Roger" anfangen, wenn auch mit einem Foto von Roger Cicero an der Seite.
Mal von der ganz privaten Suche nach mir selbst abgesehen, gefällt mir nicht, wie Cuil seine Ergebnisse darstellt. Ich mag die Unübersichtlichkeit nicht. Das kann vielleicht auch an der Gewöhnung an Google liegen, doch auch mit Mühe fand ich durch Cuil nicht im Geringsten, was ich suchte. Und ich bin nicht der einzige mit dieser Erkenntnis. Ein Google-Killer muss da schon mehr können. Vielleicht reicht es ja zu einem Yahoo-Killer, aber bislang scheint mir Cuil mehr eine Spartensuche zu sein, die nur eingeweihte Internet-Geeks kennen. Aber, psst, natürlich ist auch negative Publicity Publicity und Cuil ist zur Zeit in aller Munde. Ziel also erreicht? Zumindest Dr.Web kann in der Suchmaschine gute Ansätze entdecken. Na dann.

Ach ja, habe ich:
http://stefan.waidele.info/2008/07/25/suchmaschinenranking-20-stumbleupon/