Eben, in meinen üblichen 30 Minuten (60 Minuten, wenn man ganz lieb bittet und freundlich lächelt), unterbrach mich eine Starbucks-Mitarbeiterin, ihres Zeichens Coffeemaster, um mir den neuen Kaffee im Programm näher zu bringen. Sie zeigte mir, wie man Kaffee richtig degustiert, erklärte mir, was ich gerade schmeckte (nicht bitter, leicht im Abgang, lieblich, keine Nuss-Note), wieso der Kaffee Verona hieß (wegen Romeo und Julia), warum ein leicht salziges Brötchen dazu passte (das sie mir ebenfalls reichte, mit einer Art Frischkäse bestrichen). Wir schnupperten, schlürften und tranken. Ich nickte, aß das Brötchen und beschloss, das nächste Mal vielleicht doch mal einen normalen Kaffee zu bestellen und nicht immer nur den White Café Mocca. Währenddessen balancierte im Hintergrund eine junge Frau ihre Tasse Kaffee in der einen Hand, ihr Macbook in der anderen und ihr Handy zwischen Schulter und Ohr zu einem Tisch in der Nähe. Sie stürzte beinahe. Sie wollte nicht degustieren.
Das Degustieren wurde mir von einem Barkeeper nahegelegt, erst fing es mit Cocktails an, nun muss jedes neue Getränk herhalten! Ich kann nicht mal einfach etwas trinken, die Zeiten sind vorbei
Ich denke, dass man jedes Getränk degustieren kann, Geschmack zergeht auf der Zunge... und für jede Geschmacksrichtung gibt es mittlerweile eine Bezeichnung, mir fallen eine ganze Menge ein so spontan.
Ich glaub ich geh gleich mal den Espresso meiner Mama degustieren, frisch eingetroffen aus Italien
Und der derzeit probiere ich mich durch Starbucks Coffee-of-the-Week-Empfehlungen.