Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte

Dieser Artikel war bereits eine ganze Seite lang. Doch ich musste feststellen, wie mich mehr und mehr die Wut überkam. Weshalb ich ihn wieder radikal kürzte. Im Grunde möchte ich nur folgendes sagen:

Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte.

Kotzen über euch beknackte Amokläufer, über euch noch beknacktere Waffensammler, euch vollkommen schwachsinnige Schützenvereine, über euch debile Drecks-Journalisten, über euch pawlowsche, sabbernde, Müll veröffentlichende Medienhunde, über euch Möchtegern-Moralisten, euch gewissenlose Heuchler, euch inkompetente Politiker, über euch beschissene Besserwisser und Weltverbesserer. Über das ganze Gesocks, dass die Schnauze aufreißt und Speichel spuckt beim Schreien von Phrasen wie Killerspieleverbot, strengere Waffengesetze, Metalldetektoren, Überwachung. Ihr habt es nicht kapiert und ihr werdet es nie kapieren.

Genug gekotzt. Schluß mit Wut. Alles Roger.

11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich komm mal schnell aufwischen…. 🙂 .

    Spaß beiseite – ich kann Dich sehr gut verstehen und Deine Übelkeit nachvollziehen. Das Unglück ist die eine Seite die schon schlimm genug ist. Die andere Seite sind die Medien, die am liebsten noch die Leichen filmen würden. Solche Themen werden ausgeschlachtet bis zum Nimmerleinstag. Medien sind so.

    Noch schlimmer für mich sind aber Mütter, deren Töchter nach eigenen Angaben schwer traumatisiert zuhause liegen und sie selbst nichts besseres zu tun haben als ein TV-Interview nach dem anderen zu geben. Ich hätte da besseres (wichtigeres) zu tun.

    Das ganz Geschwafel zu Killerspielen etc. ist sowieso Schwachsinn. Amokläufer werden nicht durch PC’s geboren. Doch das will ja keiner hören.

  2. Gebe dir auch Recht Roger es ist zum kotzen.

    Gerade hat mir ein Arbeitskollege erzählt, dass dieser Sender mit den 3 Buchstaben welcher mit R anfängt, heute Abend das Handyvideo der letzten 2 Minuten des Jungen zeigen will. Wieso muss sowas gemacht werden? Ich verstehe es nicht. Diese mediale Ausschlachterei geht echt langsam zuweit.

    Gruß Thorsten

  3. Schlade ich hätte den Text gerne ungekürzt gelesen, aber auch so denke ich kommst Du zum Punkt. Auch wenn Ihr dir in einigen Punkten wiedersprechen möchte. Aber das kann man auch ein anderes mal machen.

  4. Da hilft nur eins: Am Tag des Geschehens zur Kenntnis nehmen – 1 Woche warten – kein TV, keine Zeitung – nichts. Und sich dann damit befassen. Inzwischen mache ich das fast nur noch so.

  5. So versuche ich es auch zu machen. TV schaue ich ohnehin seit Jahren nicht, und Zeitung wird erst wieder gelesen, wenn der Journalismus in einigen Tagen wieder brauchbar geworden ist.

    So kann man sich zumindest für den Moment einigermaßen abschirmen. Zumindest solange bis irgend so ein Vollpfosten im Wartezimmer nur 5 Meter vor dir im Blickfeld seine BILD aufschlägt und du beinahe gezwungen bist……. lassen wir das.

  6. Die schrecklichen Ereignisse gestern in Winnenden sind nun jedem hinlänglich bekannt. Nachrichten und Information sind wichtig und gehören dazu, auch dann wenn es um grausame Wirklichkeiten wie diese geht. Doch die Grenzen des Machbaren sollt…

  7. Ich gebe Dir in allen Punkten Recht! Es ist zum Kotzen!!!! Und ich bin so wütend wie Du. Es ist wie bei den Ärzten: Wenn sie nicht weiter wissen, dann ist das Rauchen oder das Trinken an einer Krankheit schuld. Und so ist es mit unseren unfähigen Politikern: Hilflos!!!! – Aber Gott sei Dank gibt es die bösen, bösen Videospiele – da kann man doch wsenigstens einen Schuldigen vorweisen! Und dann noch die Psychologen – nein da sag ich jetzt nichts mehr dazu. Das würde zu weit führen. Und ich würde sowieso wieder zensiert!

  8. Wenn ein Ausspruch seit Monaten vermehrt im Web zu lesen ist, dann dieser von Max Liebermann.

    Somit bist Du bei dem gefühlten Nahrungsmittelentzug nicht ganz alleine. Egal ob das derzeit Medien bestimmende Thema oder all die Dinge die mehr oder weniger direkt mit der gesamten Finanzkrise zusammenhängen – nur selten hatte ich das Gefühl, dass so viele Menschen hinsichtlich der aktuellen Lage am liebsten das „k***en“ kriegen würden.

    Ich glaube – um auf den letzten Satz Bezug zu nehmen – es geht gar nicht mal um das Wort kapieren, sondern um das Wort profitieren…

    Mit welcher Idee und Äußerung kann XY derzeit am besten von der medialen Aufmerksamkeit profitieren – das ist es was bei mir den Finger zum Munde führt.

  9. Ich danke euch für eure Meinungen und Anmerkungen. Gerne würde ich einzeln darauf eingehen. Allerdings boykottiere ich das Thema noch immer. Was ich zum Vorfall und der darauf folgenden Diskussion zu sagen hatte, habe ich gesagt.

  10. ich bin froh, dass ich an diesem tag den ganzen tag unterwegs war und kein fernsehen gesehen habe und bis heute weigere ich mich bilder davon zu sehen. die tatsache ansich ist tragisch genug, ich mache mir mein eigenes bild in meinem kopf ich brauche keine zurschaustellung von leid und tod. danke.

  11. Ich nehme solche Ereignisse immer nur zur Kenntnis. Man muss ja wissen was so auf der Erde abgeht. Nähere Details interessieren mich aber nicht. Ich kenne die Menschen nicht und kann sowieso nicht so mitfühlen, wie es eigentlich in der Situation angebracht wäre.
    Thom

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