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	<title>Alles Roger &#187; Leben und so</title>
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	<description>das Blog von Roger Graf</description>
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		<title>Wie im Kindergarten</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 20:58:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Sind wir hier im Kindergarten?&#8221; Nein, da waren wir mal. Ist schon lange her und mittlerweile sind wir erwachsen. Wir k&#246;nnen &#252;ber unsere Probleme sprechen, &#252;ber den Frust, den &#196;rger und besonders &#252;ber die Konflikte, die wir mit den anderen &#8230; <a href="http://www.allesroger.net/archives/11737-wie-im-kindergarten.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Sind wir hier im Kindergarten?&#8221; Nein, da waren wir mal. Ist schon lange her und mittlerweile sind wir erwachsen. Wir k&#246;nnen &#252;ber unsere Probleme sprechen, &#252;ber den Frust, den &#196;rger und besonders &#252;ber die Konflikte, die wir mit den anderen <del>Kinde</del>&#8230; Erwachsenen haben. Erwachsene sprechen &#252;ber Konflikte. Sie schmollen nicht, hauen nicht einfach ab oder legen den Telefonh&#246;rer auf. Erwachsene heulen nicht und vor allem schreien sie nicht. Als Erwachsener ist man gebildet und erfahren genug, Differenzen mit vern&#252;nftigen Worten zu l&#246;sen, in vern&#252;nftiger Lautst&#228;rke, vern&#252;nftig artikuliert.</p>
<p><span id="more-11737"></span></p>
<p>So weit zur Theorie. Die Praxis sieht leider komplett anders aus. Erwachsene schreien, heulen, br&#252;llen, schmollen und manchmal werfen sie sich sogar theatralisch auf den Boden wenn sie sich ungerecht behandelt f&#252;hlen. Und hin und wieder, vielleicht in zehn Prozent der F&#228;lle, mag das sogar teilweise gerechtfertigt sein. Da WERDEN Erwachsene tats&#228;chlich hochgradig ungerecht behandelt und nichts scheint scheint zu helfen, au&#223;er einer Reaktion aus dem Kindergartenzeitalter.</p>
<p>Doch in der restlichen Zeit sollte es anders gehen. Tut es aber nicht. Wir sprechen nicht &#252;ber Kinder oder Erwachsene sondern &#252;ber Menschen. Und Menschen reagieren immer &#228;hnlich, versuchen immer mit den gleichen Tricks, ihren Nachteil auszumerzen oder ihren Vorteil zu best&#228;rken. Erwachsene verhalten sich nicht wie Kinder? Unsinn. Der Sandkasten ist &#252;berall, die Sch&#228;ufelchen rar ges&#228;t. Und auch als Kind kann man am Rande des Sandkastens stehen, tadelnd den Kopf sch&#252;tteln und rufen: &#8220;Sind wir denn hier im Kindergarten?&#8221; Manche Erwachsene w&#252;rden trotzdem mit einer Handvoll Sand nach einem werfen und dann flennend und schmollend abhauen. Wir sind im Kindergarten. Jeden Tag.<br />
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		<title>Reibekuchen</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 19:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So gro&#223; war mein Hunger gar nicht mehr. Aber die Gel&#252;ste, angestachelt durch den verf&#252;hrerischen Duft blubbernden Bratfetts sangen eine so liebliche Melodei, dass ich nicht anders konnte. Einmal Reibekuchen bitte. Die m&#252;rrische, schon den ganzen Tag in der kalten &#8230; <a href="http://www.allesroger.net/archives/11701-reibekuchen.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So gro&#223; war mein Hunger gar nicht mehr. Aber die Gel&#252;ste, angestachelt durch den verf&#252;hrerischen Duft blubbernden Bratfetts sangen eine so liebliche Melodei, dass ich nicht anders konnte. Einmal Reibekuchen bitte. Die m&#252;rrische, schon den ganzen Tag in der kalten Bude stehende Reibekuchenfrau &#252;berreichte mir einen Pappteller. Darauf dampften gar drei Reibekuchen, gl&#228;nzend und in Apfelmus schwimmend. Mein Geld w&#252;rde ich nicht mehr wieder bekommen und doch wusste ich im Moment der &#220;bergabe des Papptellers, dass ich eigentlich gar nicht mehr wollte. Vernunft siegte &#252;ber Instinkt, Kopf &#252;ber Lust. Doch da stand ich nun. Und begann zu essen. Erst den einen Reibekuchen, dann den zweiten, mittlerweile allem Apfelmus entledigt. Der dritte hatte bereits aufgeh&#246;rt zu dampfen, schmollte vermutlich innerlich vor sich hin, f&#252;hlte sich ungewollt und unbehaglich. Meine gl&#228;nzenden Finger schwebten &#252;ber ihm und verharrten.</p>
<p>Eine alte Frau schlurfte vorbei. Sie mochte schon weit &#252;ber siebzig Jahre alt gewesen sein und das Schlurfen r&#252;hrte von ihren ausgetretenen Hausschuhen her, die sie trug. In den Hausschuhen, an ihren F&#252;&#223;en, d&#252;nne schmutzige Socken. Dar&#252;ber, von Venen durchzogene nackte Beine, einen zu kurzen, schmutzigen Rock, eine zu d&#252;nne Jacke und ganz oben ein Kopf, der die filzigen grauen Haare mit einer M&#252;tze zu verstecken suchte. Zielstrebig hielt sie auf den nahestehenden M&#252;lleimer zu. Den gleichen M&#252;lleimer, den ich als Ruhest&#228;tte f&#252;r den ungeliebten dritten Reibekuchen auserkoren hatte. Sie &#246;ffnete den Eimer und begann darin zu w&#252;hlen und zu suchen.</p>
<p>Erschrocken und ertappt sah sie auf, als ich sie ansprach. Wollen Sie vielleicht diesen Reibekuchen, der ist noch frisch und warm? Der Schreck verschwand so schnell wie er gekommen war. Daf&#252;r wurden in ihrem Gesicht Muskeln aktiviert, die vermutlich schon viel zu lange unbeansprucht und verk&#252;mmert waren. Beeindruckend, wie sehr sich ein Mensch ver&#228;ndert, wenn er strahlt. Die kleine alte Frau, die mit einer Hand noch immer den Deckel des M&#252;lleimers ge&#246;ffnet hielt wurde in diesem Moment zur gl&#252;cklichsten der Welt. Nat&#252;rlich fragte sie h&#246;flicherweise, ob diese Frage mein Ernst gewesen sei. Aber als ich nickte, wartete sie nicht lange, nahm mir den Pappteller aus der Hand und verschwand. Dankend, dankend und noch einmal dankend.</p>
<p>Und ich gebe es zu: als ich ihr nach blickte und sie sich kurz vor der Ecke hinter der sie zu verschwinden trachtete, noch einmal umdrehte und mit dem bereits angebissenen Reibekuchen in der Hand winkte und l&#228;chelte &#8211; da war ich ebenfalls f&#252;r einen kurzen Moment einer der gl&#252;cklichsten Menschen der Welt. Und ein bisschen war Weihnachten.<br />
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		<title>Sahne-Muh-Muhs</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 09:24:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern erwarb ich ausgerechnet in einem Buchgesch&#228;ft ein kleines St&#252;ck Kindheitserinnerung. Eine Packung Sahne-Muh-Muhs oder auch Sahne Brocken genannt. Wie damals in der T&#252;te mit der Kuh, in Handarbeit geschnitten und in gelb-wei&#223;-gestreiftes Papier gewickelt. Ich erinnerte mich daran, wie &#8230; <a href="http://www.allesroger.net/archives/11615-sahne-muh-muhs.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern erwarb ich ausgerechnet in einem Buchgesch&#228;ft ein kleines St&#252;ck Kindheitserinnerung. Eine Packung <a href="http://www.muhmuhs.de/" target="_blank">Sahne-Muh-Muhs</a> oder auch Sahne Brocken genannt. Wie damals in der T&#252;te mit der Kuh, in Handarbeit geschnitten und in <a href="http://instagr.am/p/G9igu/?ref=nf" target="_blank">gelb-wei&#223;-gestreiftes Papier gewickelt</a>. Ich erinnerte mich daran, wie sehr ich diese Bonbons liebte und wie sie mich beinahe in einen Zuckerschock trieben. Damals interessierte mich das wenig. Als Kind kann es kaum s&#252;&#223; genug sein. Heute, als erwachsener Mann, denke ich selbstverst&#228;ndlich anders dar&#252;ber.</p>
<p>Zuhause inspizierte ich also die Packung auf ihre N&#228;hrstoffangaben. Fand aber keine. War ich doch bislang davon ausgegangen, dass jegliches Nahrungsmittel mittlerweile eine N&#228;hrstofftabelle auff&#252;hren muss, inklusive der Kalorien-Angaben. Immerhin hatte man die Zutaten aufgelistet. Und diese lasen sich wie folgt: Zucker, Milch, Glukosesirup, Sahne, Butter, Aroma. Oder &#252;bersetzt: &#8220;Werfen wir mal haupts&#228;chlich Zucker in die Sch&#252;ssel, geben genug fette Milch dazu, nehmen nochmals konzentrierten Zucker, dazu fette Sahne und als Bonus Butter. Als Cocktailschirmchen noch ein wenig Aroma dazu. Fertig.&#8221; Das klingt wie der verr&#252;ckte, nach Weltherrschaft trachtende Wissenschaftler, der die ultimative Waffe baut, die nicht nur das wei&#223;e Haus in Washington zerst&#246;ren kann, sondern auch jeden Kontinent explodieren l&#228;sst, den Mond pulverisiert, die Sonne erkalten l&#228;sst und das komplette Raum-Zeit-Kontinuum umkehrt. Und die Waffe in entz&#252;ckendem Rosa bemalt.</p>
<p>Dies ist die Atombombe der S&#252;&#223;igkeiten. Das Bonbon zu enden alle Bonbons. Der Karamell-Sahne-Overkill. Vermutlich hat jedes handgewickelte St&#252;ck f&#252;r sich allein so viele Kalorien wie eine Wochenbesuch bei MacDonalds.  Und in jeder Diabetiker-Statistik steht es ganz oben auf der &#196;chtungsliste.</p>
<p>Damals interessierte mich das nicht. Doch heute bin ich erwachsen. Verantwortungsbewusst. Ern&#228;hrungsbewusst. Ich bin so vern&#252;nftig, dass ich noch nicht einmal mehr kichere, weil der Begriff Muh-Muh klingt wie&#8230; Nein, solche S&#252;&#223;igkeiten k&#246;nnen mir nichts mehr anhaben.</p>
<p>Also nahm ich vorsichtig ein Toffee in den Mund. Zucker, Sahne, Butter und Aromen explodierten zu einem Geschmacksrausch, vernebelten die Gehirnstr&#246;me, setzten vern&#252;nftiges Denken aus und brachten Gl&#252;ckshormone  zur massenhaften Aussch&#252;ttung. &#220;berw&#228;ltigt griff ich nochmals in die T&#252;te. Und zwar so lange, bis die halbe T&#252;te leer war. Und mein Bauch schmerzte und krampfte.</p>
<p>Es war wieder passiert. &#220;berdosis. Verflixt. Aber das wird mir definitiv nicht nochmal passieren. Gibt es eigentlich die Leck-Muscheln von fr&#252;her noch?</p>
<p>&nbsp;<br />
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		<title>Das schlechteste Deo f&#252;r M&#228;nner</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 16:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsum und Werbung]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor &#252;ber drei Jahren stellte ich in diesem Blog &#246;ffentlich die Frage, welches das beste Deodorant f&#252;r M&#228;nner sei und erz&#228;hlte dabei von meinen pers&#246;nlichen Erfahrungen mit diversen Produkten. Derartiges w&#252;rde ich heute nicht mehr machen, dennoch scheint das Thema &#8230; <a href="http://www.allesroger.net/archives/11574-das-schlechteste-deo-fur-manner.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor &#252;ber drei Jahren stellte ich in diesem Blog &#246;ffentlich die Frage, <a href="http://www.allesroger.net/archives/620-das-beste-deo-fuer-maenner.html">welches das beste Deodorant f&#252;r M&#228;nner sei</a> und erz&#228;hlte dabei von meinen pers&#246;nlichen Erfahrungen mit diversen Produkten. Derartiges w&#252;rde ich heute nicht mehr machen, dennoch scheint das Thema selbst immer noch brennend zu interessieren. Schlie&#223;lich geh&#246;rt der Text seit je her zu den Top 5 der meistbesuchten Artikel.</p>
<p>Ebenfalls interessant ist, dass es vor drei Jahren noch eine Sensation war, Deos mit 24-Stunden-Wirkung auf den Markt zu bringen. Derartiges ist heute selbstverst&#228;ndlich. Und dar&#252;ber hinaus. Denn 24 Stunden waren den Produzenten und/oder Werbetreibenden nicht genug. Ein Deo musste irgendwann 48 Stunden lang durchhalten. Dann staunte ich nicht schlecht, als ich vor noch nicht allzu langer Zeit im Duft-Regal des Drogeriemarktes Deodorants entdeckte, die eine 72-st&#252;ndige Wirkung versprachen. Aber auch das ist offenbar noch nicht genug. Seit kurzem auf dem Markt: das Deo mit 96 Stunden Duft- und Frische-Versprechen.</p>
<p>96 Stunden. Im Kopf musste ich erst einmal ausrechnen, von wie vielen Tagen wir hier sprechen. Das sind vier Tage. Wenn ich mich verabrede, sage ich nie &#8220;Wir sehen uns in 96 Stunden&#8221; sondern &#8220;Wir sehen uns in vier Tagen&#8221;. Auf die Frage &#8220;Wie lange hast du denn Urlaub?&#8221; antworte ich mit &#8220;Leider nur vier Tage&#8221; und nicht &#8220;Leider nur 96 Stunden.&#8221; Man ahnt, worauf ich hinaus m&#246;chte. 96 Stunden ist keine umg&#228;ngliche Zeitangabe und dient damit noch offensichtlicher nur dem Versuch, mit einer m&#246;glichst gro&#223;en Zahl zu beeindrucken.</p>
<p>Doch auch wenn man davon ausgeht, dass ein Deo wirklich 4 Tage lang die Achselh&#246;hlen davor bewahrt unangenehme Ger&#252;che abzugeben &#8211; im Ernst, wer will das denn? Bedeutet das Versprechen doch f&#252;r so manchen: &#8220;Oh klasse, ich muss mich 4 Tage lang nicht mehr duschen oder waschen.&#8221; Und in einem solchen Fall m&#246;chte ich mir nicht einmal vorstellen, wie andere K&#246;rperpartien, die weder Deo noch Wasser und Seife abbekommen g&#228;ren und duften.</p>
<p>Oder anders gefragt: Wer ist die m&#228;nnliche Zielgruppe, die es vier Tage lang nicht schafft, sich zu waschen? Expeditionsteilnehmer? Raumfahrer? Irakische Geiseln?</p>
<p>Ein wenig erinnert diese Jagd nach noch mehr Stunden Wirksamkeit an die Digitalkamera-Industrie, die noch immer versucht, Kunden mit noch gr&#246;&#223;eren Megapixel-Zahlen in ihren Objektiven zu locken. Und das, wo mittlerweile bei jedem Handy-Knipser angekommen sein sollte, dass mehr Pixel nicht gleich bessere Fotos bedeuten (sondern genau das Gegenteil). So ist l&#228;ngere Deo-Wirksamkeit auch nicht mit angenehmerem Klima in der vollen U-Bahn gleichzusetzen.</p>
<p>Deshalb ist die Antwort auf die Frage nach dem besten Deo f&#252;r M&#228;nner nur f&#252;r jeden pers&#246;nlich zu finden. Die Antwort auf die Frage nach dem schlechtesten Deo ist aber f&#252;r alle eindeutig. Es ist das Deo, das den M&#228;nnern einzureden versucht, ihre Hygiene vergessen zu k&#246;nnen. Pfui.</p>
<p>P.S.: Ich frage mich indes auch, wie die Hygiene des Mannes in drei Jahren aussehen wird. Mir graut schon jetzt. Wie viele Stunden sind drei Jahre?<br />
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		<title>Kunst, K&#252;nstler, K&#252;nstliches</title>
		<link>http://www.allesroger.net/archives/11398-kunst-kuenstler-kuenstliches.html</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 22:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Taxifahrer fuhr fr&#252;her zur See und damals war alles ganz anders am Kiez. Die M&#228;dchen waren leichter, wie er sagt, und nicht so durchtrieben. Man gab einem M&#228;dchen Geld und hatte es f&#252;r eine Woche an seiner Seite, so &#8230; <a href="http://www.allesroger.net/archives/11398-kunst-kuenstler-kuenstliches.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Taxifahrer fuhr fr&#252;her zur See und damals war alles ganz anders am Kiez. Die M&#228;dchen waren leichter, wie er sagt, und nicht so durchtrieben. Man gab einem M&#228;dchen Geld und hatte es f&#252;r eine Woche an seiner Seite, so lange das Schiff im Hafen lag. Heute war, wie gesagt, alles anders. Und die Fahrt vom Hotel zum Stilwerk in Hamburg viel zu kurz, denn der Taxifahrer h&#228;tte bestimmt ein ganzes Sammelsurium interessanter Geschichten zu erz&#228;hlen gehabt. Letztlich waren wir aber auch hier um selbst interessante Geschichten zu erleben. Die <a href="http://ich-male-meine-follower.de/">K&#252;nstlerin Michaela von Aichberger</a> hatte zu ihrer Ausstellung geladen. Unter dem Namen <a href="http://twitter.com/frauenfuss">@Frauenfuss</a> malt die ausgesprochen nat&#252;rliche und liebenswerte Michaela ausgew&#228;hlte Menschen, die ihr bei Twitter folgen. Das besondere daran ist, dass sie keine wirklichen Portraits malt, niemand Modell stehen muss und sie sich stattdessen von den Twitter-Accounts der Leute inspirieren l&#228;sst. Von den Profilbildern, von den gew&#228;hlten Namen und nicht zuletzt vom Geschriebenen. Daraus entstehen manchmal skurrile, witzige und doch meist recht treffende kleine Kunstwerke, die sie in Moleskines festh&#228;lt. Und das Ganze nennt sich dann &#8220;Ich male meine Follower&#8221;.</p>
<p>Zum vierten Mal nun wurde eine Vernissage organisiert und diesmal fand sie in besagtem <a href="http://www.stilwerk.de/">Stilwerk</a> in Hamburg statt. Direkt neben dem ber&#252;hmten Fischmarkt in einem alten Speicherstadt-Geb&#228;ude dessen Interieur kaum moderner h&#228;tte wirken k&#246;nnen. Oben in der f&#252;nften Etage trafen wir auf eine Party, die unsere Vorstellung sprengte. Wir, das waren mein &#8220;Schwesterherz&#8221; <a href="http://twitter.com/LadyGeen">@LadyGeen</a> und ein sehr guter Freund aus Freiburg <a href="http://twitter.com/kollektivb">@kollektivb</a>. Schon als wir den gro&#223;en Saal betraten, war ich &#252;berw&#228;ltigt, wie viele Menschen her gefunden hatten. Im vorderen Bereich des Raumes standen St&#252;hle vor einem Podium, wo in wenigen Minuten die Lesungen bekannter Blogger und Twitterer stattfinden sollten, weiter hinten, sch&#246;n beleuchtet, die kleinen Kunstwerke in dezenten schwarzen Rahmen. Schn&#246;rkellos und schick pr&#228;sentiert. Die Veranstaltung war (bis auf die schnell knapp werdenden Getr&#228;nke) gro&#223;artig organisiert, chillige Musik schallte, Fotos knipsten, Kameras filmten und selbst die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PsiCi73MQ4I">Hamburger Morgenpost fing Stimmen ein</a>.</p>
<p>Nun wird man sich als Au&#223;enstehender, der besonders mit Twitter gar nichts am Hut hat fragen, weshalb man zu einer solchen Ausstellung geht. Und daf&#252;r gibt es eine Menge Gr&#252;nde. Der wichtigste f&#252;r mich war mit Sicherheit der pers&#246;nliche Kontakt. Endlich mal die Menschen hinter den Tweets treffen zu k&#246;nnen. Zu sehen, wie diese Schreiberlinge im realen Leben aussehen und wirken. Gute Bekannte, Freunde treffen und vielleicht neue finden. Die virtuelle Ebene von Twitter zu verlassen und auf eine pers&#246;nliche herunter zu holen. Ein jeder trug seinen Twitternamen sichtbar an seinem K&#246;rper und wie oft ich stehen blieb und verdutzt zu mir selbst sagte &#8220;DAS ist&#8230;?&#8221; kann ich gar nicht z&#228;hlen.</p>
<p>Twitter, das wurde hier wieder besonders deutlich, ist nicht nur die anonyme Plattform, auf der sich lichtscheues Gesindel mit Oberfl&#228;chlichkeiten bewirft. Hinter den Tweets, hinter den Profilbildern und lustigen Namen stecken Menschen, meist wie du und ich. Man kann bei Twitter wertvolle Menschen finden, mit denen man sich anfreunden m&#246;chte. Man kann auch Menschen kennenlernen, denen man in echt lieber nicht begegnen m&#246;chte. Alles ist m&#246;glich und auf einer solchen Veranstaltung, weg von der Tastatur, filtert sich schnell heraus, &#8220;wer wie drauf ist&#8221;.</p>
<p>Genau das f&#228;ngt Michaela von Aichberger in ihren kleinen Gem&#228;lden ein. Sie zeigt, wie sie die Twitterer an der Tastatur wahrnimmt. Wie &#228;hnlich diese Art, sich im Netz zu pr&#228;sentieren dem kommt, was jemand im echten Leben darstellt ist oftmals verbl&#252;ffend, wie sie selbst sagt. Ich traf einige mittlerweile sehr gute Freunde wie <a href="http://twitter.com/emiliablue" class="broken_link">@emiliablue</a> oder <a href="http://twitter.com/kleinkram">@kleinkram</a> oder<a href="http://twitter.com/rachelzwitscher"> @rachelzwitscher</a>. Doch sollten im Laufe des Abends noch viele Gespr&#228;che gef&#252;hrt werden, bei denen man feststellt, dass man auch ein <a href="http://twitter.com/eimerchen">@Eimerchen</a>, einen <a href="http://twitter.com/pjakobs">@pjakobs</a>, eine <a href="http://twitter.com/snoopsmaus">@snoopsmaus</a> oder selbst einen <a href="http://twitter.com/germanpsycho">@germanpsycho</a> nicht mehr missen m&#246;chte. Echte, tolle Menschen hinter witzigen Namen versteckt. Und alle schon mit einem Bild von @frauenfuss geehrt.</p>
<p>Und diese Ehre wurde am Ende des Abends dann sogar mir zuteil. Beseelt von Rotwein stand ich aufgeregt am Tisch der K&#252;nstlerin und beobachtete sie, wie sie mich in der Badewanne malte. Nat&#252;rlich mit einem Glas Rotwein in der Hand. Und einem charmanten Schreibfehler im Begleittext. Ja, ich war stolz auf das Portrait. Und zum Dank gab es noch eine feste Umarmung dazu.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-11404" title="frauenfussbild" src="http://www.allesroger.net/wp-content/uploads/2010/03/frauenfussbild-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" /></p>
<p>Der Abend war perfekt. Wie lie&#223;en ihn weit nach Mitternacht in einer Kneipe bei gutem Essen ausklingen, nur um danach wieder Fahrt aufzunehmen und den Kiez unsicher zu machen, in einer Bar und einem Irish Pub zu landen um schlussendlich am Fischmarkt zu fr&#252;hst&#252;cken und zu beobachten, wie es hell wird. Der Taxifahrer, der uns zum Hotel zur&#252;ck brachte, hatte es eilig und ein M&#246;wenmordtrauma, was mich allerdings nicht wirklich interessiert.</p>
<p>Die Bilder von @Frauenfuss sind derzeit noch in Hamburg zu besichtigen, weitere Termine werden mit Sicherheit auf ihrer Website und nat&#252;rlich bei Twitter bekannt gegeben. <a href="http://twitpic.com/photos/frauenfuss">Au&#223;erdem hat man in ihrer Twitpic-Galerie die Chance, alle Gem&#228;lde sehen zu k&#246;nnen</a>. Ihr Mann Michael von Aichberger fing <a href="http://twitpic.com/photos/m_ICH_ael">tolle Momente ein, die hier betrachtet werden k&#246;nnen</a>. Ich werde meine Flickr-Galerie morgen mit eigenen Fotos best&#252;cken und dann hier verlinken.<br />
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		<title>Vors&#228;tzlich</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 00:55:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu Silvester ist es Brauch, sich gute Vors&#228;tze f&#252;r das kommende Jahr zu machen. Meist werden sie nicht eingehalten und irgendwie wei&#223; auch jeder, dass es nichts bringt, sich an einem willk&#252;rlichen Datum wie dem 31.12 etwas f&#252;r das komplette &#8230; <a href="http://www.allesroger.net/archives/11338-vorsaetzlich.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Silvester ist es Brauch, sich gute Vors&#228;tze f&#252;r das kommende Jahr zu machen. Meist werden sie nicht eingehalten und irgendwie wei&#223; auch jeder, dass es nichts bringt, sich an einem willk&#252;rlichen Datum wie dem 31.12 etwas f&#252;r das komplette neue Jahr vorzunehmen. Dennoch tun es die meisten. Wichtig dabei ist, ganz im Vergleich zum Sternschnuppen-W&#252;nschen, die Vors&#228;tze laut und deutlich auszusprechen, so dass ein jeder sie h&#246;ren und einem ein Jahr sp&#228;ter um die Ohren pfeffern kann, wenn man sie nicht eingehalten hat. Das Sch&#246;ne an einem Blog ist: ich kann das in aller &#214;ffentlichkeit tun.</p>
<p>Dass (ein Gro&#223;teil von) 2009 mein pers&#246;nlich beschissenstes Jahr &#252;berhaupt war, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Umso wichtiger wiegen meine vier Vors&#228;tze f&#252;r 2010. Sie sind wichtig f&#252;r mich. Als Beweis f&#252;r.. nunja, das kann ich sagen, wenn ich es geschafft habe. Vermutlich nur als Beweis, es schaffen zu k&#246;nnen. Bitte fragt im September nochmal, wie weit ich mit meinen Vors&#228;tzen gekommen bin und schlagt mich im Dezember, wenn ich nicht wenigstens einen davon umsetzen konnte.</p>
<p>1) Ich m&#246;chte endlich wieder Gitarre spielen. Diesen Wunsch trage ich nun schon seit so vielen Jahren mit mir herum und irgendwann vor langer Zeit nahm ich sogar an einem Einsteigerkurs teil. Das Wissen von damals ist mittlerweile komplett verschwunden. Es w&#228;re also n&#246;tig, wieder ganz von vorne anzufangen. Das nehme ich mir f&#252;r 2010 vor.</p>
<p>2) Ich m&#246;chte Spanisch lernen. Und ehrlich gesagt, frage ich mich hin und wieder, weshalb eigentlich. Ich k&#246;nnte auch mein Englisch aufbessern, Italienisch lernen oder Russisch. Aber ich entschied mich f&#252;r Spanisch. Zwei der wichtigsten S&#228;tze kann ich bereits (Ja, ich habe sehr viel gelernt im letzten Jahr, unter anderem auch dies): &#8220;Necesito un beso&#8221; und &#8220;Te chiero tus ojos&#8221; Ich m&#246;chte 2010 endlich einen Spanischkurs machen.</p>
<p>3) Ich m&#246;chte mich in einem Ruderverein anmelden. Sport tut Not, aber da mir Schwimmen Nackenprobleme bereitet und ich mit Joggen nun gar nichts anfangen kann (trotz schweineteurer Schuhe), erinnerte ich mich an das Rudern. Ich habe immer gern gerudert, selbst wenn es nur an den entsprechenden Maschinen im Fitness-Studio war. Rudern ist perfekt f&#252;r den Oberk&#246;rper und den R&#252;cken. Es ist entspannend oder auspowernd. Und ich stelle mir die Einsamkeit auf dem Wasser, w&#228;hrend man im Flow der Bewegung ist, als beruhigend Zen-artig vor. Ich m&#246;chte 2010 regelm&#228;&#223;ig rudern gehen.</p>
<p>3.5) Das Gesamtziel ist nat&#252;rlich mehr als offensichtlich: Ich m&#246;chte ein muskelbepackter Gitarrenspieler werden, der am Lagerfeuer spanische Liebeslieder schmettert. Ein Scherz.</p>
<p>4) Der letzte und wichtigste Vorsatz. Und da er die gr&#246;&#223;te Bedeutung f&#252;r mich hat, habe ich ihn direkt einmal abge&#228;ndert. Urspr&#252;nglich war der Vorsatz 2010 gl&#252;cklich zu werden. Doch was hei&#223;t das? Wann ist man das? Was bedeutet gl&#252;cklich? Und wie lange? Habe ich es geschafft, wenn ich eine Woche gl&#252;cklich bin? Zuviele Fragen, die nicht beantwortet werden k&#246;nnen. Deshalb lautet mein wichtigster Vorsatz f&#252;r 2010 schlicht und einfach:</p>
<p>4) Ich m&#246;chte lieben. Ich m&#246;chte richtig und ehrlich lieben und im Idealfall dieses Gef&#252;hl erwidert bekommen. Alles weitere (auch das mit dem Gl&#252;ck) findet sich dann von alleine. Denn letztlich will ich die spanischen Liebeslieder auf meiner Gitarre nur f&#252;r eine Frau spielen. Die ich von ganzem Herzen liebe. Kein Scherz.</p>
<p>Ich habe noch 363 Tage Zeit! Ich schaffe es.<br />
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		<title>60 Stunden Solitaire</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 19:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Name Solitaire stammt aus dem franz&#246;sischen und bedeutet &#8220;Allein&#8221;. Und er bezeichnet unter anderem ein popul&#228;res Kartenspiel, das nat&#252;rlich allein gespielt wird. Man versucht dabei Ordnung in ein Chaos von herumliegenden und verdeckten Karten zu bringen. Auf meinem iPhone &#8230; <a href="http://www.allesroger.net/archives/11327-60-stunden-solitaire.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Name Solitaire stammt aus dem franz&#246;sischen und bedeutet &#8220;Allein&#8221;. Und er bezeichnet unter anderem ein popul&#228;res Kartenspiel, das nat&#252;rlich allein gespielt wird. Man versucht dabei Ordnung in ein Chaos von herumliegenden und verdeckten Karten zu bringen. Auf meinem iPhone habe ich eine Variante dieses Spiels und die darin befindliche Statistik sagt, ich h&#228;tte in den letzten Wochen insgesamt 60 Stunden gespielt. Zweieinhalb Tage habe ich demnach nichts anderes getan, als Karten aufzudecken, sie zu ordnen und zu versuchen, Ordnung in das Chaos zu bringen. Zweieinhalb Tage meines Lebens. Nur f&#252;r ein Spiel. Es bedarf keiner gro&#223;en Phantasie um die Metapher zu erkennen, die ich hier zu beschreiben versuche.</p>
<p>Vor etwas mehr als zwei Monaten zog ich mich aus dem Netz zur&#252;ck. Quasi komplett, bis auf E-Mail und das Chatprogramm Skype, das mich nicht v&#246;llig von meinen Kontakten Abstand nehmen lie&#223;. Selbst mein Blog lie&#223; ich zur&#252;ck. Dieser Schritt war wohl &#252;berlegt, n&#246;tig und richtig. Ich bereue ihn nicht. Ich habe die letzten zwei Monate genutzt, Ordnung in das Chaos zu bringen, unaufgedeckte Karten zu betrachten und zu versuchen, endlich Klarheit zu erlangen. Was soll ich sagen, es ist mir zu einem gro&#223;en Teil gelungen und zu einem noch gr&#246;&#223;eren noch nicht. Ich starte das neue Jahr 2010 mit vielen Erkenntnissen, mit vielen Pl&#228;nen und mit einem Berg an Arbeit. Und ich kehre zur&#252;ck ins Netz.</p>
<p>Ab sofort m&#246;chte und werde ich wieder bloggen. Das Schreiben hat mir schon immer geholfen, bereits damals, als ich aus Liebeskummer meinen ersten Roman verfasste. Schreiben geh&#246;rt zu mir. Ich habe es sehr vermisst. Allerdings werde ich unter anderen Voraussetzungen bloggen. Meine Geschichten bleiben pers&#246;nlich, das Blog wird weiterhin deutlich als mein Blog zu erkennen sein. Aber ich setze mich nicht mehr unter Druck damit. Ich schreibe nur noch, wenn mir etwas einf&#228;llt und meine Kreativit&#228;t mich nicht im Stich l&#228;sst. Ansonsten nicht. Bloggen soll Spa&#223; machen und diesen Spa&#223; versuche ich wieder zu finden.</p>
<p>Auch das Design hat sich ge&#228;ndert. Nunmehr noch minimalistischer. Damit m&#246;chte ich ein Zeichen setzen, dass es mir in meinem Blog einzig und allein um Texte und Fotos geht. Der ganze &#8220;Social-Kram&#8221;, die ganzen technischen Spielereien bleiben absichtlich au&#223;en vor. Hier gibt es nur was zu lesen, nichts zu spielen.</p>
<p>Ich habe auch meinen Facebook-Account reaktiviert. Und auch dies ist wohl &#252;berlegt. Mein R&#252;ckzug von allen Kontakten (bis auf Skype) sollte mir helfen, mich wieder auf mich zu besinnen. Um zu erkennen, was ich eigentlich m&#246;chte und wohin ich m&#246;chte. Denn diese Frage umtrieb mich das ganze Jahr 2009 und f&#252;hrte mich von einer Katastrophe in die n&#228;chste (oder n&#228;chst schlimmere). Nun, da ich erste konkrete Antworten gefunden habe, sehe ich keinen Sinn mehr darin, mich abzukapseln. Ich m&#246;chte mich der Welt wieder &#246;ffnen, auch wenn es nur eine virtuelle, technische Welt ist. Ich &#246;ffne mich auch nur auf einer Plattform und weit vorsichtiger und unter anderen Vorzeichen. Was ich damit meine, werden die lieb gewonnenen Menschen, die ich durch das Netz finden durfte, bald bemerken. Twitter allerdings lasse ich derzeit noch in der Schublade. Die Gr&#252;nde daf&#252;r erkl&#228;re ich vielleicht irgendwann.</p>
<p>Wundervoll ist, dass ich das neue Jahr nicht ungl&#252;cklich beginnen muss. Wo ich an einer Stelle Freunde verlor, kamen auf der anderen Seite neue dazu. Und mehr als das. Ich bin unendlich froh, diese geliebten Menschen um mich zu wissen. Zu wissen, dass sie sich k&#252;mmern, sich sorgen und dass ich so manche Karte nicht alleine einordnen muss. Und die restlichen Karten &#8211; da ist die Hoffnung gr&#246;&#223;er denn je, auch das allein zu schaffen. Und w&#228;hrenddessen spiele ich Solitaire.<br />
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		<title>Von Fusseln und Fl&#252;ssigkeiten</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 20:29:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme, Kino, DVD]]></category>
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		<description><![CDATA[&#220;ber Realismus in Filmen diskutiere ich schon lange nicht mehr. Filme sollen nicht realistisch sein. Filme sind dazu da, mich in fremde Welten zu entf&#252;hren, mich Abenteuer miterleben zu lassen, mir Dinge zu zeigen, die es so gar nicht geben &#8230; <a href="http://www.allesroger.net/archives/11028-von-fusseln-und-fluessigkeiten.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber Realismus in Filmen diskutiere ich schon lange nicht mehr. Filme sollen nicht realistisch sein. Filme sind dazu da, mich in fremde Welten zu entf&#252;hren, mich Abenteuer miterleben zu lassen, mir Dinge zu zeigen, die es so gar nicht geben kann. Filme sind M&#228;rchen, Tr&#228;ume, Erfindungen und haben nichts mit Realismus zu tun. In seinen eigenen Grenzen nat&#252;rlich. So habe ich kein Problem damit, wenn Superhelden alle Gesetze der Physik auf den Kopf stellen, denn im Rahmen der Geschichte sollen, k&#246;nnen und d&#252;rfen sie das. Auch ein James Bond vollbringt im Film Dinge, die kein Mensch so zustande br&#228;chte. W&#252;rde er allerdings aus eigener Kraft davon fliegen und &#252;bermenschliche Kr&#228;fte bekommen wie Superman, so w&#252;rde er dadurch seinen eigenen Realismus-Rahmen sprengen. F&#252;r mich w&#228;re das dann inakzeptabel. Jeder Film bestimmt seinen eigenen Realismus-Rahmen. Wer auch immer ins Kino geht und beim Hinausgehen sagt, das sei v&#246;llig unrealistisch gewesen, verdient nichts als mein Mitleid, denn er hat das Prinzip Kino nicht verstanden.</p>
<p>Worauf ich damit hinaus m&#246;chte? Nun, es gibt bei aller Liebe dennoch immer wieder Aspekte im Film, die mich Kopfsch&#252;tteln lassen. So kann ich bis heute nicht verstehen, wie Personen im Film sich ein Bad einlassen, in der Wohnung herum laufen, Dinge erledigen, wieder ins Bad kommen, sich entkleiden und dann einfach so in das hei&#223;e Wasser steigen k&#246;nnen. Wenn ich meine Socken ausziehe, so klebt an ihnen etwa ein Pfund Fusseln, die alsdann wie in einer Schneekugel mit schwarzen Flocken im Wasser herum treiben. Auch wenn ich barfu&#223; bin und in der Wohnung umher laufe, nehme ich allerhand Kr&#252;mel, Fussel und Haare mit in das Badezimmer. Helden im Film scheint das nie zu passieren. Sie m&#252;ssen in einer komplett fusselfreien Welt leben. V&#214;LLIG UNREALISTISCH.</p>
<p>Auch beim Thema Sex habe ich bis dato noch nie gesehen, dass die beiden Liebenden sich nach dem Akt Sorgen um diverse Fl&#252;ssigkeiten machen. Da wird kaum geschwitzt, da wird nach dem Orgasmus nicht nach Taschent&#252;chern, Handt&#252;chern oder K&#252;chenrollen in greifbarer N&#228;he gesucht. Da wird auch nicht aufgestanden, um zumindest ein wenig den entstehenden nassen Fleck auf der Matratze zu vermeiden. Nein, im Film zieht man das d&#252;nne Laken einfach wieder hoch (bei Frauen bis zum Hals, bei M&#228;nnern grunds&#228;tzlich nur bis zum Bauchnabel) und niemand beklagt sich dar&#252;ber, dass es unangenehm feucht ist. K&#246;rperfl&#252;ssigkeiten sind beim Sex im Film niemals Thema. V&#214;LLIG UNREALISTISCH.</p>
<p>Ok, ich k&#246;nnte nat&#252;rlich wetten, dass Superman v&#246;llig fusselfreie F&#252;&#223;e hat (vermutlich weil er &#252;ber dem Schmutz schwebt) und trocken ejakuliert. Ich muss nur lernen, auch dies in den Realismus-Rahmen mit einzubeziehen.<br />
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