Über Geschmack lässt sich…

Ja, was denn nun? Streiten oder nicht streiten? Nach meinen Recherchen heißt das Sprichwort im Original "Über Geschmack lässt sich nicht streiten". Und doch hört man so oft die Version "Über Geschmack lässt sich streiten". Was ist denn nun wahr?

Meiner Ansicht nach beides. Die Wortwahl des Sprichwortes ist nur etwas missverständlich. Denn über Geschmack lässt sich definitiv streiten. Weil Geschmack etwas rein subjektives ist und damit auch jeder Mensch eine eigene persönliche Meinung hat. Die mit den Meinungen anderer kollidiert, was für Zünd Gesprächsstoff sorgt. Streitbares gibt es wahrlich genug. Mein Lieblingsthema: Film. Mittlerweile habe ich es aufgegeben, mit anderen über Filme zu "diskutieren". Wenn jemandem ein Film nicht gefällt, den ich klasse finde – so what? Ich muss niemanden überzeugen. Ich darf dafür auch Filme scheiße finden, die alle anderen mögen.

Und damit wären wir bei der zweiten Wahrheit. Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Aber nicht, weil es keine Streitpunkte gäbe. Sondern weil es eben keinen Sinn macht. Das Sprichwort sollte daher lauten "Über Geschmack braucht man nicht streiten".

Hab ich schon erwähnt, dass ich den neuen Bond-Song beschissen finde und dass ich Keinohrhasen beschissen fand und dass ich Wall-E liebe? Mehr dazu noch diese Woche. Und ich erwarte Eure Meinungen in den Kommentaren.

Meine Fußballmannschaft

Warum ist man eigentlich Fan einer Fußballmannschaft? Und wovon ist man ein Fan? Von den Spielern? Von den Trainern? Von der repräsentierten Stadt? Oder vielleicht von der Stimmung und den anderen Fans und den Erinnerungen und so? Ich gebe zu, mit Fußball konnte ich nie wirklich etwas anfangen. Weder auf dem Platz, noch auf dem Bildschirm. Ich war auch noch nie in einem Stadion. Fußball interessiert mich nur zu Europa- und Weltmeisterschaften und in diesen Fällen bin ich natürlich für Deutschland. Weil diese Jungs, wie immer sie auch heißen, für ihr Land spielen. 

Deshalb meine Frage. Wenn jemand vor fünf Jahren Fan des FC Bayern München war und es heute immer noch ist, so ist er doch heute Fan einer komplett anderen Mannschaft. Alle Spieler und Trainer sind neu, vielleicht sogar der Sponsor und die Trikot-Farben. Was bleibt, ist doch nur der Name und die Stadt. Umso verwirrender finde ich das, wenn ein FC Bayern München Fan gar nicht aus München stammt oder dort wohnt. Was verbindet ihn mit dem FC?

Mir persönlich liegt der SC Freiburg am Herzen. Aber auch nur, weil ich aus dem Raum Freiburg stamme. Ich weiß aber nicht, wo sie in der Tabelle stehen und ich kann euch keinen einzigen Spielernamen nennen. Aber ehrlich, ich fürchte kaum ein Spieler des SC stammt tatsächlich aus Freiburg. Ich stehe also hinter einer Mannschaft von Jungs, die vom Freiburger Management eingekauft wurden und beim nächstbesten Gebot wieder verschwinden. Ja, ich bin wohl nur Fan von Freiburg. Und damit auch des SC Freiburg, ganz gleich, wer dort spielt und wie.

Ich kann mich noch an goldene Zeiten erinnern, da wurden die Freiburger in den Medien Breisgau-Brasilianer genannt. Sie spielten sich frech und ungewohnt und einigermaßen erfolgreich in die Herzen der Zuschauer. Das ist heute anders. Der Sportclub heute ist nicht mehr der gleiche wie damals. Und das nicht nur weil Volker Finke gegangen wurde. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, ich bin ein Fan von Freiburg. Der Stadt, dem Flair, den Menschen dort und damit auch zwangsläufig dem Fußballverein. Wie ist das bei euch? Bei welcher Mannschaft fiebert ihr mit und weshalb? Und kann mir jemand sagen, weshalb jemand Fan einer Fußballmannschaft ist, mit der ihn gar nichts verbindet?

iPhone nicht mehr exklusiv bei T-Mobile

Die Gerüchteküche brodelt nicht, aber sie köchelt leise vor sich hin. Es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis T-Mobile seinen Exklusivanbieter-Vertrag für das iPhone in Deutschland verliert. In anderen Ländern ist es mittlerweile Gang und Gäbe, dass sich mehrere Anbieter den Markt teilen. In der Schweiz beispielsweise Orange und die Swisscom. Auch ist es kein offenes Geheimnis, dass die Geschäfte mit dem iPhone fast nirgendwo so schlecht laufen wie in Deutschland. Gemessen am kaufbereiten Publikum. Und dies liegt mit Sicherheit auch an den teuren und unflexiblen Kondition, mit der ein deutscher Kunde bei T-Mobile leben muss. T-Mobile selbst versucht sich mit Prepaid-Tarifen zu retten, doch auch die sind weitestgehend unattraktiv. Natürlich will nicht jeder Mensch ein iPhone, aber diejenigen, die eines wollen, benötigen auch vernünftige Tarife zu vernünftigen Preisen, sonst macht das schönste Gerät keinen Spaß – entweder weil man sich zu Tode zahlt oder das meiste nicht nutzen kann.

Nun ist mittlerweile an vielen Ecken zu lesen und zu hören, dass sich noch in den nächsten paar Wochen etwas auf dem deutschen Mobilfunkmarkt tun wird. Mobilcom, Vodafone und E-Plus lassen eher laut durchsickern, dass sie demnächst ebenfalls das iPhone in ihr Programm aufnehmen werden. Mit natürlich günstigeren Tarifen. Der Preiskampf würde endlich beginnen, ob die Qualität stimmt wird sich zeigen müssen. So oder so wird T-Mobile gezwungen sein, etwas zu unternehmen um überhaupt noch Neukunden an Land ziehen zu können. Nur mit den Hotspots und der Visual Voicemail bringt man keinen Kunden dazu, zuviel mehr zu zahlen.

Seien wir ehrlich. Alle, die sich das iPhone in Deutschland geholt haben, taten dies nur wegen des Geräts und TROTZ der T-Mobile Verträge. Dieses Verhalten würde sich schlagartig ändern, wenn weitere Anbieter auf die Bühne kämen.  Wer also derzeit mit dem Gedanken spielt, sich ein iPhone zuzulegen, dem möchte ich raten, noch ein paar Wochen zu warten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Apple hier bereits in den Endphasen der Verhandlungen steckt und im Weihnachtsgeschäft nochmal richtig absahnen möchte. Geht einfach mal in einen Vodafone-Shop oder zu E-Plus, räuspert euch verschwörerisch und fragt den Verkäufer, ob er schon neue Information habe. Hat er nicht. Haben sie nie. Aber was er sagen könnte, wäre, dass sich da bald was tut. Klar.

Vor zwei Wochen schlenderte ich mit der damalige Freundinn durch Düsseldorf. Und da ich noch immer auf der Suche nach einer guten Schutzhülle für mein iPhone bin, betraten wir einen E-Plus Shop, der Handytaschen direkt am Eingang hängen hatte. Ein Verkäufer trat auf uns zu und was nun kommt, fand sogar ich übertrieben.

Er fragte, ob er helfen könnte und ich erklärte ihm, dass ich auf der Suche nach einer Tasche für mein iPhone sei. Er: "Ach, sie haben schon ein iPhone. Glückwunsch. Nun, wir haben leider noch keine iPhone Taschen im Programm. Aber, psst, die kommen demnächst rein." "Aha", frage ich. "Wieso das?" "Weil wir demnächst auch das iPhone anbieten werden. Ist aber alles noch nicht offiziell." "So so. Dann sind die Gerüchte also wahr? Und gibt es schon Preise und Termine?" "Nun, nein, das wird derzeit noch verhandelt. Außerdem warten wir ja auf das neue iPhone von Apple. Sobald das rauskommt…" "Welches neue iPhone? Das iPhone 3G ist doch erst vor wenigen Monaten veröffentlicht worden." "Ja, das schon, aber das ist ja ein amerikanisches iPhone. Damit kann man ja vielleicht nur 80% der Funktionen in Deutschland nutzen, denn das ist ja eine T-Mobile Software", behauptete er. Ich kramte weiter in den Täschchen. "Die iPhone Software ist eine T-Mobile Software? Und was kann ich mit meinem iPhone in Deutschland noch nicht nutzen?" wollte ich wissen. "Nehmen wir zum Beispiel Visual Voicemail. Das funktioniert nur auf dem amerikanischen Markt." "Hmm, ich kann Visual Voicemail nutzen", erklärte ich. "Aha, und seit wann?" fragte er etwas patzig. "Seit ich es habe." "Und seit wann gibt es Visual Voicemail?" "Was weiß ich? Ist mir auch egal, es funktioniert auf alles Fälle", antwortete ich nun etwas patzig. "Jedenfalls", so fuhr der Verkäufer fort, "wird Apple ein europäisches iPhone herstellen, das dann exklusiv für E-Plus gemacht wird. Dort werden dann alle Funktionen für den deutschen Markt bereit gestellt." Nun war ich erstmal baff. "Apple stellt ein neues iPhone her mit Funktionen nur für den deutschen Markt?" vergewisserte ich mich. "Ohja, dann kann man das iPhone auch endlich richtig nutzen." Kurz fragte ich mich, ob er das Apple Handy vielleicht mit dem Google Handy verwechselte. Wir verabschiedeten uns schnell.

Diese Konversation war etwas abstrus und ich glaube dem Verkäufer nicht ein Wort. Die Quintessenz für mich ist dennoch, dass der Markt in Bewegung ist. Mehr denn je. Und früher oder später werden auch andere Anbieter das iPhone ins Programm nehmen. Ob mit speziell angepassten Funktionen oder mit der Standard-iPhone-Software. Ganz egal. Jetzt heißt es erst mal abwarten, was die nächsten Wochen bis Weihnachten so bringen.

Und vielleicht ist ja doch alles nicht wahr. Wer weiß? :-)

Küchengadgets

Wenn ich mich in meiner Wohnung umsehe, fällt mir auf, dass ich mittlerweile so gut wie alles an Gadgets und Geräten gekauft habe, die ich jemals haben wollte. Ich habe alle drei wichtigen Spielekonsolen inklusive mehrerer Controller und dem WiiFit Board, den passenden HD-Monitor dazu, die obligatorische Surroundanlage. Ich besitze ein MacBook Pro und ein iPhone. Ja, selbst ein Nintendo DS liegt hier irgendwo herum. Auch im Bad gibt es kein Verstecken vor High-Tech. Die neueste Errungenschaft ist eine Ultraschallzahnbürste mit UV-Reiniger. Und ganz ehrlich, ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie man zuvor mit einer normalen Handzahnbürste die Zähne überhaupt richtig sauber bekommen hat. (Okay, ich hatte auch zuvor schon Ultraschallbürste, aber die wurde langsam alt und laut). Wie ihr seht, bin ich bestens ausgerüstet. Und nun fragt sich mein kauffreudiges, Gadgetgeiles Herz natürlich, was man als nächstes erstehen könnte. Was fehlt in meinem Haushalt noch? Ah, die Küche. Natürlich. Alles was ich in der Küche habe, ist ein Toaster, ein Wasserkocher, ein Rührstab aus dem Billigdiscounter und eine (mittlerweile zwei) Senseo Maschine(n). Die kann sicherlich den grössten Gadget-Faktor für sich verbuchen. Der Kühlschrank mit dem Bedienfeld an der Tür wird nämlich zu wenig genutzt.

Es müssen also mehr Gadgets für die Küche her, mehr tolle Geräte, die einem das Kochen vereinfachen und die auch mich als Kochmuffel vielleicht mit Spaß an den Herd zurück bringen. Ich brauche diese wahnsinnig coolen Maschinen, die man im Nachtprogramm im Werbefernsehen angepriesen bekommt. Nur in guter Qualität. Ich brauche Küchenmaschinen, die einem fast alles aus der Hand nehmen und dabei noch supercool aussehen. Ich brauche schicke Vollkochautomaten.  Was wird wohl der gemeine Saturn-Verkäufer sagen, wenn ich gar nicht weiß, was ich brauche – Hauptsache es ist cool und superpraktisch. Warum stellt Apple eigentlich keine Küchenmaschinen her? Oder gibt es im Küchenbereich einen vergleichbaren Hersteller, der so auf Funktion und Design achtet? Ich halte euch auf dem laufenden, was meine nächste Errungenschaft sein wird.

Kindisch und Krank

Neulich, in einer sehr ruhigen Minute, die mich gedanklich von hier nach dort und von da nach hinten führte, fiel mir etwas Interessantes auf. Alle meine bisherigen Freundinnen hatten beruflich entweder mit Kindern oder mit Kranken zu tun. Und so dachte ich bei mir, ob sich dieser Zufall auch auf mich bezog. Muss eine Frau, die es mit mir aushalten will, viel Erfahrung mit Kranken und Kindern haben? Weil ich selbst nunmal auch ein wenig … okay, die Minute war dann auch irgendwann rum.

Zuviel Spielzeug?

Zugegeben, ich bin Technik-affin. Ein Gadgetholic. Einfach verrückt nach viel zu teurem, im Grunde unnötigem, aber so wunderbarem Spielzeug. Ich könnte mir ständig irgendwelche neuen Geräte kaufen, die auf den Markt geworfen werden. Nur meine unfassbare Willenskraft hält mich davon ab. Und mein Geiz die damalige Freundin. Die sagt nämlich bei jedem Gerät "Nein!" (Ehrlich, man hört das Ausrufezeichen). Sogar wenn ich nur mit feuchten Augen Werbung für neue Geräte anschaue, höre ich "Nein!" Und wenn ich einen Satz mit den Worten beginne "Duhu, Schahatz…" werde ich mit einem "Nein!!!" unterbrochen. 

Aber ich weiß schon, wie ich sie auf meine Seite ziehen kann. Ich beherzige einfach den Tipp im folgenden, überaus nett gemachten Video von Paolo und Silvia Tosolini und kaufe ihr den neuen, grünen iPod Nano, auf den sie so steht. Also zu Weihnachten oder so.

gefunden bei fscklog