Stockstadt

Na, das hab ich nun davon, bei Twitter zu sein. Schon bewirft man mich mit Stöckchen. Der Herr Admartinator warf und traf mich genau zwischen die Augen. Ich antworte besser schnell, bevor noch mehr geflogen kommt:

In welchen Städten bist du schon gewesen?

Eigentlich in jeder deutschen (West)-Großstadt, außerdem die wichtigsten in Österreich und der Schweiz. Die südlichste besuchte Stadt war vermutlich Palma de Mallorca, die nördlichste mit Sicherheit Bergen (Norwegen). Wie ihr seht, fehlen mir noch so einige Städte dieser Welt.

Welche Stadt (nicht die, in der du wohnst!) gefällt dir am besten?

Wer regelmäßig mein Blog liest, weiß, dass ich mich nur schwer zwischen Freiburg und München entscheiden kann. Beide haben ein wunderbares Flair, in beiden fühle ich mich wohl, ich beiden könnte ich gut und gerne leben. Freiburg ist natürlich noch mehr Heimat für mich.

Welche Stadt hat dir gar nicht gefallen?
Öhm, Duisburg. Sorry. (Vielleicht auch noch Berlin, aber da kann die Stadt nichts dafür: es regnete und ich hatte Liebeskummer – da ist jede Stadt ätzend)

Welches ist dein Reisemittel um die Städte zu erreichen?

Auto und Bahn. Meistens die Bahn (was ja auch mit meinem Job zusammen hing).

Welche Stadt willst du unbedingt noch sehen?

New York, Sydney, Wellington und nunja, Montreal (fragt besser nicht wieso – aber ich will dort mein Café eröffnen)

Wer bekommt den Stock?
Da ich aus Erfahrung weiß, dass keiner meine Stöcke fängt und beantwortet, lasse ich diesen einfach mal hier in Duisburg liegen…

Ziggis gehen immer

Mittlerweile gibt es einige dieser TV-Sendungen, in denen ein guter Engel bei Familien einfällt, die am Rande des Existenzminimums leben. Eine ganze Stunde lang wird gezeigt, wie der Engel es schafft, die Familie aus den Schulden zu holen, ihnen Finanztipps gibt und allen eine neue Zukunft bereitet. Zu Beginn dieser Sendungen erfährt man immer, wie es so weit kommen konnte. Man zeigt die Kinder, die in ausgefransten Second Hand Klamotten mit Holzstücken spielen müssen. Man zeigt die Eltern, die im Tafelladen Schlange stehen. Man rechnet dem Zuschauer vor, wie schlecht die Gesamtsituation und wie viel im Minus das Konto ist. Und begleitet von tragischer Musik hört man die Muter schluchzen: "Isch kann meinen Kindern nischt mal Gemüse kaufen, weil isch mir das nischt leisten kann. Die essen jeden Tag nur billige Nudeln und anderen Schrott." Und während sie das sagt, drückt sie verzweifelt ihre Zigarette im Aschenbecher aus, um sich daraufhin die nächste anzustecken.

Was denke ich dabei? Aber für Zigaretten reicht es wohl. Die Kinder kriegen nichts anständiges zu futtern, die Gläubiger hämmern gegen die Tür, die Klamotten würde nicht mal das Rote Kreuz mehr nehmen, aber Geld für Ziggis ist da. Kann mir das mal jemand erklären?

Es kracht mal wieder in Duisburg

Feierabend, ab in die Tiefgarage. Mit dem Auto hinaus auf die Straße, links abbiegen. An der Baustelle für das Eurogate (wo die zukünftigen neuen Büroräume entstehen) am Innenhafen langsam fahren. Wie all die anderen auf den riesigen Baukran starren, der da im Becken schwimmt und sich vornehmen, demnächst mal mit einer Kamera vorbei zu kommen. Aber erstmal nach Hause. Und dann liest man plötzlich, dass nur wenige Minuten nach den eben beschriebenen Ereignissen der Kran auf die Brücke kippte und explodierte. So. Da ist man erstmal baff. Paff. Und nun hält sich das Gefühl des Glücks, dass niemanden etwas passiert ist (auch einem selbst nicht) und dem Ärger, dass man keine Spätschicht hatte und es live vom Balkon aus hätte beobachten können, die Waage. Ich werde morgen viele Geschichten aus dem Office hören. Derweil hat es hier noch ein paar Bilder.

Seite 53 of 148« Erste...25...5152535455...75100125...Letzte »