Grüne Welle

Ehrlich, selbst mir fällt langsam auf, dass die meisten meiner Artikel, die sich um Duisburg drehen, nicht wirklich positiv sind. Das ist aber keine Absicht. Das liegt, nunja, an der Stadt selbst. Denn auch dieser Artikel hier befasst sich mit einem Aspekt Duisburgs, der mir täglich sauer aufstößt. Die grüne Welle. Besser gesagt die fehlende grüne Welle. Denn mir ist bisher noch keine Stadt unter gekommen, die ein so miserables Verkehrsleitsystem hat.

Von der grünen Welle hat Duisburg vermutlich noch nie etwas gehört. Wenn ich mit dem Auto durch die Stadt fahre, kann ich sicher sein, spätestens an der dritten Ampel wieder zum Stehen zu kommen. Besonders schön ist das Nachts, wenn man gefühlte acht Minuten eine leere Kreuzung beobachten darf, nur um dann wieder kurz zu beschleunigen. Bis zum nächsten Rot. Auf meiner Fahrt von der Arbeit nach Hause stehe ich so etwa fünf Mal. Unglaublich. Aber was verlange ich auch. Eine Stadt, die keine Glascontainer hat, Umweltschutz nicht wirklich groß schreibt und in der alles und jeder raucht ;-) hat selbstverständlich noch nichts von einer grünen Welle gehört. (Und wehe, es klugscheißt jetzt jemand, ich solle nicht über das fehlende Umweltbewusstsein motzen, wenn ich doch täglich mit dem Auto zur Arbeit fahre)

Bittersüßer Schmerz

Stellt euch vor, ihr sitzt an einem Samstag Abend in einer noch immer fremden Stadt alleine vorm Fernseher und tut euch Stefan Raab an. Das Handy klingelt. Ihr nehmt ab und hört die Stimme, nein, die Stimmen eurer Freunde, die gerade in eurer alten Heimat gemeinsam unterwegs sind und durchs Handy rufen: "Wir vermissen dich!" Nun versucht euch vorzustellen in welchem Zwiespalt sich die Gefühle befinden. Irgendwo zwischen Glück und Schmerz.

(Sorry, ist mal wieder einer dieser Tage – das soll kein Jammerartikel sein, ich wollte es nur mal gesagt haben)

Das Duisburger Bloggertreffen

Der Duisburger Blogger ist groß bis klein. Männlich bis weiblich. Dick bis dünn. Interessant bis langweilig. Nett bis abgeneigt. Jung bis alt. Und er raucht! Er tritt in einer großen Herde auf. Eine Herde, die größer als die im Süden ist und die sich auch schon lange kennt. Was es dem neuen Duisburger Blogger nicht leichter macht. So wurden die Sitzplätze nur wenig gemischt, die Gespräche mit dem Neuen ebbten ab und als er schließlich am äußersten Ende saß und die Hälfte der Herde geschlossen das Lokal verließ, beschloss auch er, dass der Abend nun vorbei sei.

Mag sein, dass es an der Location und den Sitzmöglichkeiten lag. Oder daran, dass sich alle bereits kannten. Oder vielleicht doch an mir. Sollte ich nochmal auf ein Duisburger Bloggertreffen gehen, hoffe ich, mich mehr unterhalten zu können. Genug nette Gesprächspartner wären definitiv vorhanden.

Ne neue Nummer

Es wird nun doch so langsam Zeit, mein Auto umzumelden. Auch wenn ich mich nicht wirklich von meinem Freiburger Kennzeichen trennen will. Jetzt überlege ich mir zweierlei dazu. Erstens: Wie läuft denn so eine Ummeldung überhaupt ab? Was bringe ich da für Scheine mit? Schraube ich die alten Nummernschilder ab und lasse mein Auto ohne Kennzeichen am Straßenrand stehen? Oder bekomme ich erst die neuen Schilder? Was mich zur zweiten Frage führt: Was für eine Nummer nehme ich mir denn? DU-CK ist zu doof. DU-MM ist noch dööfer. DU-FT ist nicht dufte. In die engere Wahl kommt bisher DU-IT (wegen des tollen Wortspiels) oder DU-FR (dann würde ich mein Freiburg doch irgendwie behalten) oder ganz einfach DU-RG (meine Initialen). Schwierig. Habt ihr noch andere Ideen? Oder Tipps, wie man so eine Ummeldung am stressfreiesten über die Bühne bekommt?

Zu alt zum sterben

Arbeitskollege: "Ich weiß, warum du immer so müde bist. Dein schlechter Lebenswandel. Ständig dieses Fast Food, der Kaffee, das Nikotin, die Frauen, die Drogen…"

Ich: "Du hast Recht. Wenn ich so weiter mache, sterbe ich noch bevor ich 30 bin. Äh, oh."

Bye Bye PC Games

In der Bestätigungsmail zur Kündigung meines "PC Games DVD ab 18" Abonnements bat mich der verlegende Computec Verlag darum, meine Gründe für die Kündigung anzugeben. Dies war ein leichtes.

Zunächst einmal ist bei mir die Schmerzgrenze für ein monatlich erscheinendes Magazin bei 5,30 Euro um 30 Cent überschritten. Das mag im ersten Moment nicht viel Geld sein, aber irgendwo muss man ja Grenzen ziehen. Von mir aus hätte man auf die zumeist lächerlichen Vollversionen auf den DVDs verzichten können, um den Preis unter fünf Euro zu halten. Was auch immer. Jedenfalls halte ich alles über fünf Euro für zu teuer.

Die DVD wurde für mich immer uninteresanter. Hatte die Redaktion sich früher richtig Mühe gegeben und eine echte Sendung mit Reportagen und profesionellen Sprechern geboten, so findet man jetzt nur noch einige InGame-Mitschnitte, unterlegt von unmotivierten Testerstimmen. Das macht keine Lust auf die Spiele und keinen Spaß beim Zuschauen.

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