4’33“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Der Künstler und Blogger Roger Graf möchte mit diesem Artikel ein Zeichen setzen, zum nachdenken anregen und die Kunst des Bloggens selbst hinterfragen. Der Leser möge sich sein eigenes Bild machen, reflektieren, phantasieren und sich den Text in den Zeilen selbst denken. Denn die Frage, die sich stellt, ist noch immer: Was motiviert den Schreiber, was will der Leser? Dabei ist der Leser nichts als der Schreiber und der Schreiber auch nur ein Leser. Selten zuvor wurde die Essenz des Bloggens mit einer solchen Stärke und Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht, wie hier. Frei nach John Cages Werk 4’33“, welches hier zur Erinnerung gespielt wird.“

The cake is a lie

Können Spiele auch Kunst sein? Ja, manche schon. Wenn man sich im Netz und in entsprechenden Magazinen umschaut, dann gibt es ein nur Spiel, dass dieses Jahr nun wirklich alle begeistert hat. Und es ist kein Assassin’s Creed, kein Halo 3, kein Wasweißich. Es ist ein kleines, knackiges Knobelspiel, welches eigentlich nur als Bonus in einer orangen Box steckt und dem eigentlich darin verkauften Half Life 2 plus den zusätzlichen Episoden komplett den Rang abläuft. Und warum? Weil das Spiel Kunst ist. Die Rede ist von Portal.

Meist sind es eh die einfachsten Ideen, die die Menschen lieben. Und auch die einfachsten Spielideen fesseln am meisten. Man denke nur an Tetris. Leicht zu verstehen, schwierig zu meistern. In eine ähnliche Kerbe schlägt Portal. Die Ausgangssituation ist einfach erklärt. Man erwacht als Spieler (bzw. Spielerin) in einem Testgelände, ausgestattet mit einer eigenartigen Waffe. Mit ihr kann man Portal in die Wände, Decken und Böden zaubern. Jeweils einen Ein- und einen Ausgang. Möchte ich also eine höher gelegene Plattform erreichen, schieße ich ein Portal auf meine Ebene und eines auf die obere, gehe hindurch und schwups bin ich angekommen. Das Prinzip wird hier sehr schön erklärt.

Ziel des Spiels ist es vordergründig, die verschiedenen Level zu meistern, die verständlicherweise immer kniffliger werden. Doch es geht um mehr. Und nicht um Kuchen. Denn der ist eine glatte Lüge.

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Mein Auto – das unbekannte Wesen

Es gibt Dinge, über die man als Mann Bescheid wissen sollte. Wie man eine Bohrmaschine bedient. Wie man seine Haare so stylt, dass es zum eigenen Typ passt. Wie man im Baumarkt nicht übers Ohr gehauen wird. Wie man die günstigste Versicherung findet. Etc. pepe. Und, als Mann sollte man sich mit Autos auskennen. Das heißt, mehr als nur das Wissen, wie man die Rückbank umklappt oder Wischwasser nachfüllt.

Ich weiß nichts über mein Auto. Rein gar nichts. Selbst wenn ein Scheinwerfer ausfällt, muss ich zur Werkstatt fahren (und auch die hat arge Probleme, die Glühbirne zu wechseln – alles völlig verbaut da vorne in meinem Peugeot). Auch regelmäßige Kontrollen, TÜV und AU entfallen mir immer wieder. So tigerte ich letztens um mein Auto und bemerkte, dass eine der Plaketten angab, etwas sei im April 2007 abgelaufen. Erst der Blick ins Internet verriet mir, dass es sich um meine AU Plakette handelt. Da kann man mal wieder sehen. Wenn es um PCs oder das Internet geht, bin ich die erste Wahl für Antworten. Da macht mir kaum einer was vor. Bei Autos kann mich jeder übers Ohr hauen. Wenn ein Mechaniker zu mir sagt: "Ohje Herr Graf, das müssen wir austauschen, sonst explodiert ihnen in zwei Wochen der Motor", dann glaube ich das. Muss ich das glauben. Es ist schrecklich.

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Verspielte Zeit

In den letzten Tagen wagte ich mich an einige neue und ältere Spiele. Manche davon habe ich mir gekauft, manche nur in der Videothek ausgeliehen und eines war nur eine Demo Version. Fangen wir damit am besten gleich mal an. Crysis (DVD-ROM) für den PC ist seit kurzem als Download verfügbar. Das Spiel ist unbestreitbar das neue State-of-the-Art was Graphik und Präsentation in Spielen angeht. Selbst auf meiner alten Maschine konnte ich manche Schieberegler der Einstellungen auf High setzen. Natürlich nur bei geringerer Auflösung und mit Einbußen beispielsweise bei den Schatten und selbstverständlich ohne DirectX 10 Unterstützung. Doch bereits so sieht der Shooter unverschämt gut aus. Man wähnt sich tatsächlich in einem Film. Die Story scheint ebenfalls spannend zu sein. Magische Momente gab es natürlich keine in der Demo. Man läuft von einem Checkpoint zum anderen und ballert die Feinde um. Diese agieren sehr clever, ducken sich, weichen aus und umzingeln den Helden. Es wird jedesmal ein Katz und Maus Spiel, denn die Vegetation ist so dicht, dass man die Gegner teilweise gar nicht sieht, sondern nur von irgendwo getroffen wird.

Doch ehrlich gesagt konnte mich das Spiel nicht wirklich begeistern. Für mich persönlich stimmt die Atmosphäre einfach nicht, da habe ich bei Half Life 2 mehr Stimmung gehabt, mehr Grusel, mehr Anspannung. Und einige Details nerven mich einfach. Beispiel Munition: Getroffene Gegner lassen ihre Waffen liegen. Diese liegen dann irgendwo im hohen Gras und anders als bei anderen Shootern, wo man einfach drüber läuft und die Munition automatisch aufsammelt, muss man die Waffen hier per Tastendruck aufnehmen. Wenn man sie denn gefunden hat. So wird man von links und rechts beschossen, ist aber zwecks Munitionsmangel dazu verdammt den Boden nach einer Waffe abzusuchen. Das nervt. Wie gesagt, ein Urteil nur anhand einer Demo abzugeben ist vielleicht falsch. Kaufen werde ich mir das Spiel aber definitiv erst, wenn es mal günstig zu haben ist und mein Rechner eine Aufrüstung erfahren hat.

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Rund um die Uhr

Früher wurde ich noch mit Sex-, Porno- und Viagra-Spam bombardiert. Mittlerweile lässt das komischerweise nach. Jetzt möchte man mir pausenlos Uhren andrehen. Und zwar Original Replikate. Also voll echte Fälschungen. Im Ernst, soviel Zeit kann ich gar nicht haben, dass ich mir soviele Uhren kaufen müsste.

Zu alt zum Sterben – Teil 2

"Ja, früher hatte ich mal Züge. Die sind mittlerweile alle entgleist. Jetzt habe ich nur noch Kinne."