Donnerstag, 13. Dezember 2007
Schlahaf in himmlischer Ruh'
Sonntag, 4. November 2007
Grüne Welle
Ehrlich, selbst mir fällt langsam auf, dass die meisten meiner Artikel, die sich um Duisburg drehen, nicht wirklich positiv sind. Das ist aber keine Absicht. Das liegt, nunja, an der Stadt selbst. Denn auch dieser Artikel hier befasst sich mit einem Aspekt Duisburgs, der mir täglich sauer aufstößt. Die grüne Welle. Besser gesagt die fehlende grüne Welle. Denn mir ist bisher noch keine Stadt unter gekommen, die ein so miserables Verkehrsleitsystem hat.
Von der grünen Welle hat Duisburg vermutlich noch nie etwas gehört. Wenn ich mit dem Auto durch die Stadt fahre, kann ich sicher sein, spätestens an der dritten Ampel wieder zum Stehen zu kommen. Besonders schön ist das Nachts, wenn man gefühlte acht Minuten eine leere Kreuzung beobachten darf, nur um dann wieder kurz zu beschleunigen. Bis zum nächsten Rot. Auf meiner Fahrt von der Arbeit nach Hause stehe ich so etwa fünf Mal. Unglaublich. Aber was verlange ich auch. Eine Stadt, die keine Glascontainer hat, Umweltschutz nicht wirklich groß schreibt und in der alles und jeder raucht
hat selbstverständlich noch nichts von einer grünen Welle gehört. (Und wehe, es klugscheißt jetzt jemand, ich solle nicht über das fehlende Umweltbewusstsein motzen, wenn ich doch täglich mit dem Auto zur Arbeit fahre)
Freitag, 2. November 2007
Das Duisburger Bloggertreffen
Der Duisburger Blogger ist groß bis klein. Männlich bis weiblich. Dick bis dünn. Interessant bis langweilig. Nett bis abgeneigt. Jung bis alt. Und er raucht! Er tritt in einer großen Herde auf. Eine Herde, die größer als die im Süden ist und die sich auch schon lange kennt. Was es dem neuen Duisburger Blogger nicht leichter macht. So wurden die Sitzplätze nur wenig gemischt, die Gespräche mit dem Neuen ebbten ab und als er schließlich am äußersten Ende saß und die Hälfte der Herde geschlossen das Lokal verließ, beschloss auch er, dass der Abend nun vorbei sei.
Mag sein, dass es an der Location und den Sitzmöglichkeiten lag. Oder daran, dass sich alle bereits kannten. Oder vielleicht doch an mir. Sollte ich nochmal auf ein Duisburger Bloggertreffen gehen, hoffe ich, mich mehr unterhalten zu können. Genug nette Gesprächspartner wären definitiv vorhanden.
Ne neue Nummer
Donnerstag, 1. November 2007
Gestern war Heute noch Morgen
Gestern: Reformationsta... ähh, natürlich Halloween. Nur Halloween. Dieses gemütliche Gruselfest, das uns seit einigen Jahren so penetrant amerikanisch überrennt. Nichts gegen irische/nordamerikanische Traditionen, aber ich kann damit echt nichts anfangen. Und je älter ich werde, desto mehr nervt mich dieses "Süßes oder Saures", diese Kürbisfratzen, diese Horrorgestalten (Ha, wer jetzt denkt, ich spreche vom deutschen Bundestag, irrt), ja selbst den Film und all seine Nachfolger fand ich Scheiße.
Heute: Allerheiligen. Feiertag. Auch hier in Duisburg, was mich ehrlich gesagt, etwas überraschend erwischt hat. Denn ich muss arbeiten. Wie seinerzeit als Lokführer, wo Feiertage im Grunde auch nur normale Tage waren, die eine kleine Zulage einbrachten. Ein Schweizer Lokführer wünschte mir auch prompt einen schönen Feiertag, fragte dann, ob ich denn überhaupt in Deutschland sei und einen Feiertag hätte. Ehrlich, ich musste erstmal kurz überlegen - Universum, Erde, Europa, Deutschland, NRW, Duisburg: Feiertag. Ja. Zulagen!
Morgen: Bloggertreffen in Duisburg. Ich werde fast sicher dort sein. Und bin schon mächtig gespannt. Hoffentlich sind die genau so nett, wie die Freiburger Blogger, wo ich mich seinerzeit richtig wohl fühlte. Bestimmt. Böstümmt!!!11einself
Donnerstag, 25. Oktober 2007
Bombenstimmung in Duisburg
Freunde, ehrlich, mit dieser Stadt stimmt doch irgendwas nicht. Al Kaida, Mafia, Kriminalpolizei und nun auch noch das. Ärgerte ich mich bisher lediglich darüber, dass ich wegen der gesperrten Straße am Innenhafen nicht mehr bequem zum Lidl gelange, so wird es nun noch schlimmer. Man hat dort, wo irgendwann einmal das Gebäude mit unseren neuen Büros stehen soll, eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Und diese wird am Freitag um 11 Uhr entschärft. Was bedeutet, dass alle Gebäude im Umkreis von 200 Metern geräumt werden müssen. Darunter auch unser derzeitiges Bürogebäude und im Grunde der komplette Innenhafen.
Für mich bedeutet dass, morgen früh um 4 Uhr aufstehen, um nach Köln zu fahren, weil unser Dispositionsbüro rund um die Uhr besetzt und mit Rechnern und Telefonen versorgt sein muss. Und das war in der Kürze der Zeit nur in Köln zu machen. Es wird morgen ein langer Tag werden. Wo doch eh schon das völlige Chaos herrscht.
Seit nicht mal ganz vier Monaten wohne ich hier und ihr konntet ja lesen, was ich seitdem alles erlebt habe. Ich bin jetzt schon gespannt, was noch so alles passiert. Die nächste Katastrophe? Sie wird in Duisburg stattfinden oder dort ihren Ursprung haben. Bestimmt.
Montag, 22. Oktober 2007
Nicht erschrecken, hier spricht die Kriminalpolizei.
Zwölf Uhr Mittags. Ich erwache nach einer Woche Nachtschicht und quäle mich aus dem Bett. Die Kaffeemaschine habe ich noch nicht erreicht, da höre ich mein Handy klingeln. Es liegt im Wohnzimmer. Auf dem Display steht: "Anonymer Anrufer." Noch schlaftrunken drücke ich auf "Annehmen" und krächze ein "Hallo?". "Herr Graf?" fragt mich eine männliche Stimme. "Öhm, ja?" bestätige ich. "Guten Tag Herr Herr Graf", spricht die Stimme weiter, "bitte erschrecken Sie nicht. Hier spricht die Kriminalpolizei."
Ich soll nicht erschrecken. Ich erschrecke dennoch. Ihr kennt das aus entsprechenden Filmen. In dem Bruchteil einer Sekunde schießen mir per kleinen Einblendungen und entsprechendem Soundeffekt (Wrousch!!!) alle Vergehen durch den Kopf, die ich in den letzten zwei Jahrzehnten begangen haben könnte. Von "noch schnell bei hellrot über die Ampel" bis hin zu "Milch direkt aus der Tüte getrunken". Ich bin perplex. Und erschrocken.
"Kriminalpolizei?" stammle ich. "Genau. Nagel ist mein Name. Wir überprüfen gerade alle Handys die sich in der Nacht des 16.August rund um den Tatort eingeloggt haben." Ich ahne natürlich, wovon er spricht. Dennoch frage ich vorsichtshalber nach, schließlich lebe ich in der Großstadt, da gibbet ja immer irgendwo nen Tatort (Schimanski macht aber nimmer, oder?). "Tatort?" frage ich also. "Ja, sie wissen schon. Der Mord in der Mülheimer Straße. Das ist bei Ihnen gerade um die Ecke, wenn ich das richtig sehe. Ihr Handy hat sich um 1.15 genau in dieser Funkzelle eingeloggt. Nun möchte ich Sie fragen, wo sie zum Tatzeitpunkt waren und ob Sie mir Informationen zum Tathergang geben können. Haben Sie irgendwas gesehen?"
"Nicht erschrecken, hier spricht die ... »