Man(n) achtet ja auch ein wenig auf sein Äußeres. Letzte Woche schlenderte ich durch eine Duisburger Esprit Filiale, auf der Suche nach schickem Material, um meine Gutscheine einlösen zu können, die ich zu Weihnachten bekommen hatte. Bereits ein cooles Shirt und zwei Pullover unter dem Arm entdeckte ich ein Jackett. Winterschlussverkauf, herabgesetzt auf 25 Euro. Ich schlüpfte hinein und betrachtete mich im Spiegel. Sehr schön. Das Teil stand mir ausgesprochen gut. Drehen, von hinten, auch gut. Zuknöpfen, ähm zuknöp... zu...knö... Mist, ich konnte das Jackett nicht zuknöpfen. Nur mit angehaltener Luft gelang es mir und ich sah aus, als hätte man mich wie eine Roulade eingeschnürt. Hmm, das konnte doch nur an dem Schnitt liegen.
Vorbei schwebte ein Esprit Mitarbeiter wie er tuntiger nicht sein konnte. Das fesche Brillengestell keck auf der Nase, die spärlichen Haare schick gestylt, die Bluse (!!) leger in die ultra enge Jeans gesteckt und ein Gürtel so breit, wie ganz billige Märchen ihn als Rock tragen würden. Als er auf mich zu steuerte fehlte eigentlich nur noch, dass er näselnd rief "Schätzchen, Darling, das kannst du doch so nicht anziehen, Liebes", um das Klischee perfekt zu machen. Ich hielt ihn auf und fragte, ob ich das Jackett nicht zu bekäme, weil ich derzeit einen Pullover trüge. Er musterte mich von oben bis unten und entgegnete: "Nun, die EDC Sachen, sind alle etwas enger geschnitten..." Ich wusste es. "Allerdings sind wir natürlich auch etwas stramm um das Bäuchlein herum, nicht wahr?" Das erste Wort, das mir einfiel war: Arschloch!
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bei mir hat das gan [...]