Dienstag, 6. Februar 2007
Ü65 Party
Montag, 5. Februar 2007
Staats-Trojaner 1984
Sehe ich das richtig, dass die höchsten unseres Landes nun vorhaben, uns per Mail Trojaner auf den Rechner zu schicken? Zwar erst mal vom Bundesgerichtshof gestoppt, aber doch offenbar weiterhin von unserem Innenminister gewünscht und gefordert. Ist es also schon so weit gekommen? Nun wehren wir uns nicht mehr nur gegen anonyme Spam Firmen, nun kämpfen wir gegen unseren eigenen Staat? Und der spioniert uns aus, sieht nach, ob bei unseren Fotos auf der Festplatte nicht doch eines dabei ist, auf dem man ein Kind ohne Kleidung sieht (auch wenn es die Nichte am Baggersee Ausflug ist). Oder ob in einem Word Dokument steht, wie man eine Bombe bastelt oder Wahlcomputer manipuliert. Oder ob man seine MP3s illegal herunter geladen hat. Oder weiß der Teufel...
Innere Sicherheit in allen Ehren, aber nach den ganzen Aufregungen um den großen Lauschangriff kommt der Staat nun so: heimlich, durch die Hintertür, verseuchend. Natürlich begrüße ich es, wenn soviel Terroristen und Kinderschänder wie möglich gefasst werden. Aber gelingt das nur, indem auch unbescholtene Bürger in ihrem Privatesten beobachtet werden?
Es würde mich interessieren, wie die Anti Virus Industrie reagieren wird. Werden Mechanismen zum Aufspüren und Entfernen eines solchen Trojaners angeboten werden? Wird der Staat das verbieten? Wird man mit ausländischen Programmen sich vor Spionage schützen können? Und wenn ja, macht man sich damit automatisch verdächtig und wird erst Recht beobachtet?
George Orwell, ick hör dir langsam trapsen.
Sonntag, 26. November 2006
Glaubenskriege
Damals, als ich noch dazu gehörte, entbrannte ein Glaubenskrieg zwischen den Amiga Jüngern und den Atari ST-Anhängern. Zwei Homecomputersystem, die sich recht ähnlich waren, sich aber doch soweit voneinander unterschieden, das man sich für eine Seite entscheiden musste. Entweder aus Pragmatismus, aus Geldgründen, Überredung oder schlichter Überzeugung. Jeder Fundamentalist versucht die anderen zu überzeugen und ist selbst absolut überzeugt, dass alle anderen falsch liegen. Also alle, die sich für den falschen Homecomputer entschieden hatten. Den Atari ST. Ich meine, es war doch offensichtlich, dass der Amiga die eindeutig bessere Maschine ist.
"Glaubenskriege" vollständig lesen »Dienstag, 21. November 2006
Killer Kille
Werfen wir mal einen Blick in eine mögliche, nahe Zukunft. Stellen wir uns vor, dass alle Killerspiele und alles, was auch nur ansatzweise mit Krieg und Gewalt zu tun hat (also auch Strategiespiele und Prügelspiele etc.) vom weltweiten Markt verschwunden sind. Stellen wir uns weiter vor, dass keine Actionfilme mehr gezeigt werden, keine Krimiserien und andere Medien, die in irgendeiner Form Gewalt verherrlichen oder darstellen. Stellen wir uns eine Zukunft vor, in der man nicht mehr ständig zu Gewalt und Mord aufgerufen wird.
Stellen wir uns weiterhin vor, dass ein 18-Jähriger Bursche aus Emsdetten sich die Knarren seines Vaters, seines Schützenvereins oder seiner Freunde schnappt, in eine Schule geht und dort wild um sich ballert. Und sich anschließend selbst tötet. Stellen wir uns vor, wir würden keine oberflächlichen Gründe finden, keine direkten Schuldigen. Wir hätten keine Spiele, keine Filme, keine Rockmusik, keine Bücher, die für das Massaker verantwortlich sein können. Wen würden wir dann anklagen? Was würden wir tun?
Freitag, 3. November 2006
Unterschicht?
Ein Mann steht vor einem Altglascontainer und steckt seinen Kopf durch die Öffnung. Natürlich ist er nicht auf der Suche nach Pfandflaschen, sondern nach seinem Geldbeutel, der ihm dummerweise beim Altglas sortieren hinein gefallen ist.
Ein Mann fährt mit seinem Fahrrad und seinem Korb auf ein abgemähtes Maisfeld und sammelt zurück gebliebene Kolben ein. Natürlich leitet er eine Kindergruppe und sucht nur Bastelmaterial für die Kleinen.
Ein Mann sagt mir, es sei eine Unverschämtheit, dass der letzte Zug schon in einer Stunde fahre, denn in der kurzen Zeit könne er doch gar nicht das Geld für die Fahrkarte auftreiben. Natürlich ist er, ähm, nun, tja, ein Strassenmusikant und Lebenskünstler, der mit seiner Oboe die Menschen verzückt, das eingenommene Geld in Rubbellose investiert und grundsätzlich immer gewinnt.
Ein Mann (nämlich ich) hat die Definition für seine Existenz gefunden: Stets knapp über Normalgewicht und knapp über der Unterschicht. (Möchte noch jemand ein T-Shirt mit dem Spruch?)
Freitag, 27. Oktober 2006
Würg
"Na dann bitten Sie ihn doch freundlich aber bestimmt, damit aufzuhören."
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Donnerstag, 14. September 2006
Mir brennt was auf den Nägeln
Zur regelmäßigen Körperpflege bei Männern gehört auch das Schneiden der Fingernägel. Bei Frauen kommt vielleicht noch das Feilen, Lackieren oder professionelle Herrichten dazu. Auch wenn der Metrosexuelle Mann vielleicht ebenfalls mehr für seine Fingernägel tun möchte, so ist es für die Mehrzahl der Y-Chromosomträger ausreichend, die Nägel kurz und den Schmutz darunter entfernt zu haben.
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