Jeder versucht auf die eine oder andere Weise gut auszusehen. Die meisten versuchen sogar besser auszusehen. Da sind alle möglichen Hilfsmittel recht. Und während in der professionellen Fotografie mit Licht, Make-Up und Photoshop gearbeitet wird, versucht ein israelischer Forscher es auf eine elegantere Art, jeden Menschen attraktiver erscheinen zu lassen.
"Gott, bin ich schön" vollständig lesen »Dienstag, 22. August 2006
Gott, bin ich schön
Mittwoch, 2. August 2006
Ich verprügle Frauen
Häusliche Gewalt ist etwas schreckliches. Wenn in einer Beziehung Menschen geprügelt, gedemütigt und unter Druck gesetzt werden, kann es kaum noch schlimmer kommen. Denn die Gewalt geht ja von einem Menschen aus, den man (eigentlich) liebt und dem man vertraut. Meist werden Frauen von ihren Männern verprügelt (es gibt auch einige Beispiele, in denen Männer zu Opfern werden). In jedem Fall scheint der Kreisel dieser Gewalt keinen Ausweg zu haben.
Betroffene lassen sich diese Behandlung über Jahre gefallen, suchen keine Hilfe, finden Ausreden, um ihre blauen Flecken zu erklären und nehmen die Täter gar noch in Schutz. Sie beginnen zu lügen, erklären, der Täter stünde doch so unter Druck und er könne ja nichts dafür. Manchmal geht der psychologische Druck so weit, dass die Betroffenen die Schuld bei sich selbst sehen und sich einbilden, die Schläge verdient zu haben.
"Ich verprügle Frauen" vollständig lesen »Freitag, 23. Juni 2006
Betroffen oder nicht?
Geht es nur mir so oder stinkt euch auch dieses heuchlerische Betroffenheitsgetue in deutschen Boulevard Magazinen? Natürlich müssen diese Sendungen jeden Tag aufs Neue Material heranschaffen, und natürlich muss die Palette der Themen von superlustig bis schrecklich grausam reichen. Natürlich kommen jeden Tag in Deutschland ganz ganz herzige Hundewelpen zur Welt und ein Kamerateam ist stets vor Ort. Natürlich verschwindet in Deutschland täglich irgendwo ein Kind oder wird tot und misshandelt aufgefunden, stets mit dem Kamerateam dabei.
All das ist ja verständlich (und schon schrecklich genug). Aber wenn die Moderatorin der Sendung eben noch lächelt und sich strahlend über die Welpen auslässt um im nächsten Moment noch schlechter als jeder Seriendarsteller ihren Gesichtsausdruck von happy auf betroffen umstellt und die Stimme senkt, als müsse sie ein Weinen unterdrücken, kommt mir die Galle hoch.
Ist es denn nicht möglich, diese Sendungen so zu strukturieren, dass nicht schreckliche Meldungen direkt an schöne Meldungen anschliessen? Könnte man zwischen den Beiträgen nicht einen Trenner einfügen, damit man dieses lächerliche, im Grunde schon verhöhnende Gebaren der Moderatorinnen nicht miterleben muss?
Bitte keine Kommentare dazu, dass ich mir solche Sendungen ja nicht anschauen muss. Mir fiel das nur beim letzten Gezappe auf, wo ich Unterhaltung während meines Mittagessens suchte. Und kaum irgendwo zeigt sich die Oberflächlichkeit und der Zynismus des deutschen Fernsehens besser wie in diesen kurzen Momenten.
Also liebe Blitz, Sam, Taff etc. Moderatoren: versucht euch doch mal ein wenig in Neutralität. Denn eines ist gewiss, die Beiträge (ob die neutral sind, wäre schon die nächste Frage) sprechen meist ohnehin für sich und ihr seid damit ohnehin überflüssig.
Ich glaub bei meinem nächsten Mittagessen guck ich die Tagesschau.
Mittwoch, 21. Juni 2006
Ärsche auf dem Feld
Fährt oder wandert man derzeit durch die ländlichen Gegenden unseres schönen Landes sieht man eine Menge Ärsche. Nein, damit meine ich nicht die Hundertschaften von hart arbeitenden Erntehelfern, sondern tatsächlich deren Hinterteile. Diese werden nämlich beim Pflücken und Sammeln in orthopädisch ungesunder Haltung in die Höhe gereckt.
Zwischen Denzlingen und Waldkirch findet man zum Beispiel soviel Erdbeerfelder und andere Obstplantagen, dass man vor lauter Pflückern kaum mehr die Pflanzen entdeckt. In Buchholz wird gerade eine Container Kolonie gebaut, die alteingesessene Einwohner schon Klein-Warschau nennen, wie ich mir habe sagen lassen. Hier sollen die zumeist polnischen Arbeiter eine angenehme Unterkunft erhalten während ihrer Monate des Schuftens. Und ich wäre nicht überrascht, wenn sich neben der Kolonie auch bald ein kleiner Supermarkt niederlassen würde.
Nun könnte man sich (wieder einmal) fragen, weshalb so viele Erntehelfer aus fremden Landen hierher kommen und nicht hiesige Arbeitslose eingesetzt werden. Letztens bekam ich in einem Artikel die Antwort darauf. Ein Spargelbauer erklärte, er habe es eine Zeit lang mit deutschen Helfern versucht, doch die würden zu schnell aufgeben, schon nach zwei Stunden über Rückenschmerzen klagen und auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Polnischer Arbeiter seien hier viel robuster und fleissiger.
Das kann sehr gut sein. Ich erinnere mich mit Schrecken daran, wie ich der Familie meiner bösen Ex einmal bei der Weinlese (Herbschte) helfen musste. Nach wenigen Stunden war ich am Ende meiner Kräfte und wünschte mir eine Querschnittslähmung, nur um den Schmerzen in meinem Rücken zu entgehen. Ich kann stundenlang auf einem Stuhl an einem Rechner sitzen, aber 15 Minuten meinen Arsch auf einem Feld in die Höhe zu recken würde auch mich fertig machen. Also ein Hoch auf Klein-Warschau. Ich geh jetzt Erdbeeren kaufen.
Dienstag, 23. Mai 2006
Der Genital-Hamster und die Volksdroge Nasenspray
Hallo, mein Name ist Roger und ich bin süchtig. Meine Sucht verbindet mich mit einem großen Teil der Bevölkerung. Meine Sucht hat bisher weder ein Forum, noch eine Lobby, es scheint, als würde sie offiziell gar nicht existieren. Nur die Apotheker wissen um diese Sucht, dabei verkaufen sie die Droge dafür selbst. Ich bin abhängig von Nasenspray.
Ich kenn nicht wenige Menschen, die wissen, was man als Nasenspray-Süchtiger durchmacht. Es beginnt meist ganz harmlos, mit einem Schnupfen, einer Erkältung. Schnell greift man zu dem kleinen Sprühfläschchen um sich Erleichterung zu verschaffen. Und stellt fest, dass die Nase sogar freier wird als sie jemals zuvor war. Endlich wieder frei atmen. Endlich leben.
Man ignoriert die Warnungen des Apothekers, das Spray nur maximal fünf Tage zu nutzen. Fünf Tage sind schnell vorbei, die Nase immer noch zu. Mehr noch, ohne Spray wird die Nase gar nicht mehr frei. Man röchelt, man schnäuzt, doch es hilft alles nicht. Man zwingt sich zu verzichten. Bis zum Mittagessen, da muss man einfach sprühen, sonst würde man gar nichts mehr schmecken. Und schon ist man wieder im Suchtkreislauf.
Einige meiner Bekannten wechseln sogar regelmäßig den Apotheker, um sich ihren Stoff zu besorgen, damit dieser nicht merkt, wie man sich regelmäßig alle zwei Wochen Nachschub holt. Die Warnungen hören sie sich an und denken dabei doch nur an ihren nächsten Schuss, der wieder Freiheit bedeutet.
Heute habe ich mit der Entwöhnung begonnen. Die regnerische Bodensee Luft scheint mich gut dabei zu unterstützen. Allerdings weiß ich, dass es ein steiniger Weg werden wird. Der wiedergekehrte Heuschnupfen tut sein Übriges und ich werde die nächste Zeit wieder mal als Genital-Hamster herum laufen müssen. So nenne ich es, wenn die Hosentaschen prall gefüllt mit Taschentüchern, Schlüssel, Handy und Co sind.
Vielleicht sollte man sich überlegen, die Nasenspray Industrie zu verklagen. Im Namen des Volkes: Genital-Hamster gegen Spray-Konsortium. Schließlich kann man in den USA auch Coca Cola verklagen, weil man bei täglichen 10 Litern des Gesöffs dick wird und einem die Zähne ausfallen.
Mittwoch, 19. April 2006
Vergangene Leckereien
Unsere Zunge kann, wie wir ja alle wissen, fünf Geschmacksrichtungen unterscheiden. Da wären die bekannten Typen süß, salzig, bitter und sauer. Und hierzu gesellt sich noch umami (das ist kein Witz). Aber ich glaube, es gibt noch eine sechste Richtung, die schlicht und einfach Erinnerung heißt. Kann man Erinnerung schmecken? Ich hatte gestern den seltsamen Eindruck, dass es möglich ist, denn ich erinnerte mich an zwei Süßigkeiten aus meiner Jugend und je mehr ich an sie dachte, umso mehr konnte ich mich an den Geschmack erinnern. Seltsam.
Die erste Leckerei, die mir so unvermittelt einfiel, hieß Canyon und war eine Art Schoko-Müsli Riegel. Die Körner befanden sich in einer weichen, leicht süßlichen Masse während eine Schicht Frucht-Gelee in verschiedenen Sorten darauf lag. Das ganze natürlich umhüllt von Schokolade. Canyon hat mir immer wahnsinnig gut geschmeckt und man bekam auch stets ein klein wenig das beruhigende Gefühl, etwas mehr für die Gesundheit zu tun, als wenn man sich ein Raider (so hieß das damals noch (oder war es da schon Twix?)) oder ein Mars genommen hätte (ja, die Psychologie). Es gab drei Geschmacksrichtungen und ich kann mich auch noch vage an die Werbung erinnern. Und dann... verschwand das Ding vom Markt und ich warte seitdem auf ein Revival. Es wäre nicht das erste Produkt, das aus den Archiven gekramt würde. Man denke zum Beispiel an das kürzlich neu erschienene TriTop.
Woran ich mich auch immer gerne erinnere sind Antjes. Das waren Traubenzucker Plättchen in den Geschmacksrichtungen Pfefferminz, Zitrone und Waldfrucht. Sie lagen immer neben den Vivil Röllchen und wie ich bei Recherchen herausgefunden habe, war das auch der Hersteller. Komischerweise preist Vivil auf ihrer Website noch immer Antjes an (diesmal mit Erdbeer- Geschmack) aber ich habe bis jetzt noch kein Geschäft ausfindig machen können, dass die geliebten Traubenzucker führt. Ich werde wohl mal bei Vivil anrufen müssen.
Ich höre besser auf, mich zu erinnern, bevor meine Tastatur sich mit meinem Speichel auseinander setzen muss. Aber wie wäre es, wenn ihr euch erinnert? Welche Leckereien von früher vermisst ihr? Was habt ihr schon seit eurer Kindheit nicht mehr gegessen, gelutscht, geknabbert oder getrunken? Schreibt mir in die Kommentare was das deutsche Volk wieder in den Supermarkt Regalen vorfinden möchte.
Mittwoch, 12. April 2006
Die beschissenste Familie Deutschlands
Eine deutsche TV-Produktionsfirma hat ein neues Konzept für eine Samstag Abendshow. Dieses Konzept wurde diversen großen Privatsendern wie RTL, der Pro7-Sat1 Gruppe und weiteren eventuell Interessierten vorgelegt. Die Sender zeigen sich begeistert und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, wann die große Show „Die beschissenste Familie Deutschlands“ (Arbeitstitel) über den Äther geht. So dachte man...
"Die beschissenste Familie Deutschlands" ... »
Frisch kommentiert
Mittwoch 20:18
hi roger und die liebste! ich wünsch euch ganz viel Kraft und Nerven für [...]
Dienstag 10:48
hi so ein mist ich hatte wirklich gehofft diesen film irgendwo im netz z [...]
Montag 13:57
Der Stress lohnt sich! Viel Spaß und Nerven euch beiden!
Sonntag 17:29
Oh je, Umzug ist der reinste Stress. Ich schätze mal die Posts werden zunä [...]
Samstag 17:38
Ich kannte Matt bisher nicht und bin froh ihn endlich kennengelernt zu hab [...]
Samstag 17:31
Ich werde Deiner harren und mich auf die schönen Geschichten rund um den U [...]