In meinem ganzen (langen) bisherigen Leben habe ich das noch nicht gemacht. Doch einmal ist immer das erste Mal. Und heute wird Einmal sein. Ich gehe zum ersten Mal alleine ins Kino. Völlig alleine. Ohne Begleitung. Und das, liebe Freunde, war für mich bisher immer der Inbegriff, die Quintessenz, der Lexikon-Text, die alleinige Bedeutungserklärung des Wortes Einsam. Bisher dachte ich, man könnte vieles im Leben alleine schaffen. Bis auf Kinobesuche. Bisher dachte ich, man muss schon verdammt allein, ja sogar einsam sein, um sich gezwungen zu sehen, nur einen Platz in einem Kino zu reservieren. Ich werde heute Abend testen, ob ich falsch lag. Und ich werde euch noch diese Woche berichten, ob Einmal einmalig bleiben wird oder nicht.
Achja. Und über den Film werde ich natürlich auch berichten. Cloverfield!
Ich war mal sehr großer Fan von Michael Bully Herbig. Damals zu seiner großen Bullyparaden-Zeit. Dann brachte er den Schuh des Manitu ins Kino, und ich schätze, ich bin wohl der einzige Mensch in Deutschland, der diesen Film nicht zum bepissen lustig fand. Er hat ein paar witzige Momente und ich habe mich hin und wieder amüsiert, aber ein Knaller war der Film für mich nicht. Und dieses ständige Verwursten bekannter Bullyparaden-Charaktere.
Könnt ihr euch erinnern, wie Bully danach in seiner Sendung dazu aufrief, das Publikum entscheiden zu lassen, was er als nächstes drehen soll? Zur Auswahl standen damals: Teil 2 des Schuh des Manitu, Mein (T)raumschiff, Sissi oder ganz was anderes. Das Publikum entschied sich für das (T)raumschiff und bekam auch diesen. Und ehrlich, den fand ich noch schlechter als Bullys ersten Film. Technisch brillant, natürlich, Bully ist ein verdammt guter Regisseur. Aber die Story, der Humor, die Gags - herrje.
Nun steht Bullys nächster Film in der Pipeline. Am 25.Oktober startet "Lissi und der wilde Kaiser". Und ist es euch aufgefallen? Damit hat er die erfolgreichsten Gags seiner Bullyparade und fast alles, was seinerzeit zur Wahl stand, zu Filmen gemacht. Ganz gleich, ob "Lissi und der wilde Kaiser" nun gut wird (der Trailer sieht zumindest mal witzig aus - aber das tun Trailer immer), spannend wird nach diesem Film sein, was Bully als nächstes macht. Kann er sich endlich von der Bullyparade lösen? Kommt er endlich mit etwas Neuem? Überrascht er uns, so wie er es damals in der Sendung doch hin und wieder schaffen konnte? Wird sein nächstes Projekt "Ganz was anderes" oder doch nur ein zweiter Teil mit altbekannten Gags und Figuren, die man schon seit Ewigkeiten kennt? JETZT bin ich mal gespannt.
Und wehe Bully, in dem Lissi Film taucht nur einmal eine Art Franz Beckenbauer, ein Grieche oder ein Yeti... oh Mann, der Yeti ist dabei...
Seitenweise könnte ich beschreiben, was diesen Film so wundervoll, so herzlich, so lustig, so bezaubernd, so perfekt macht. Doch ich schreibe lieber, was ich immer schreibe: Seht ihn euch selbst an. Wer diesen Film nicht liebt, hat kein Herz, hat keine Ahnung und, um beim Thema des Films zu bleiben, hat keinen Geschmack.
Ich habe bisher noch nichts über 1-18-08 geschrieben, oder? 1-18-08, werdet ihr euch fragen, was soll das denn sein? Und was bitteschön ist Cloverfield und Monstrous? Nun, um ehrlich zu sein, so genau weiß das noch niemand. Und genau da steckt auch der Witz der Sache drin. Bei diesen drei Titeln geht es um einen Film, produziert von J.J.Abrams, der auch schon für die mysteriöse Serie Lost verantwortlich ist. Ich liebe Lost. Ich liebe abstruse Verschwörungstheorien und mysteriöse Mutmaßungen. Und ich werde vermutlich auch diesen Film lieben, selbst wenn es nur wegen des Hypes ist, den er ausgelöst hat.
Angefangen hat alles mit einem eigenartigen Trailer, der vor Transformers im US-Kino gezeigt wurde. Niemand kannte den Film, der Titel wurde nicht genannt. Lediglich, dass J.J.Abrams dafür verantwortlich sei und der Schriftzug 1-18.08 bekam der Zuschauer geliefert. Der Trailer an sich ist schon faszinierend genug. Er beginnt wie ein selbstgemachtes Video auf einer Abschiedsparty. Ein eigenartiges Geräusch (ein Heulen? Ein Tier? Ein Monster?) und ein Beben beenden die Party, die Gäste rennen aufs Dach und werden Zeuge einer riesigen Explosion inmitten New Yorks. Chaos, Bildstörungen, Schreie. Später, unten auf der Straße wieder ein Knall, die Kamera entdeckt etwas, dass auf sie zufliegt. Das Objekt streift ein Haus, zerquetscht um ein Haar den Kameramann und kommt zum liegen. Es ist der abgerissen Kopf der Freiheitsstatue. Und jeder, der es zum ersten Mal sieht, denkt: What the fuck...?
Ich ahnte schon beim Lesen des hervorragenden Artikels der 5 Filmfreunde "10 Gründe warum Star Wars besser als Star Trek ist", dass sich ganz schnell wieder eine lebhafte Diskussion um dieses Thema ranken wird. Und so war es auch. Nicht nur, dass eifrig kommentiert wird, nun veröffentlichte meine zweites Lieblings-Filmblog von Anke Gröner die "10 Gründe warum Star Trek besser als Star Wars ist" (inklusive einem elften Bonuspunkt). Wunderbar. Und das schönste dabei ist: ich kann beiden Artikeln in jedem Punkt zustimmen. Quintessenz für mich: 20 Punkte warum Star Wars besser als Star Trek besser als Star Wars ist.
Nostalgische Gefühle kommen auf, denn ich erinnere mich, derlei Diskussionen schon zu BTX-Zeiten geführt zu haben. Und in meiner Zivizeit und überhaupt. Also schon damals, als es die neuen Star Wars Trilogien noch gar nicht gab und auch "The next Generation" noch Lichtjahre entfernt war. Herrlich, wenn Tagelang und mit "harten Fakten" gefachsimpelt wurde, ob ein Sternenzerstörer auch nur den Funken einer Chance hätte gegen die Enterprise.
Derlei Diskussionen interessierten mich nie sonderlich, da ich beide Universen liebe. Und aus jedem Universum natürlich das eine mehr und das andere weniger. Allerdings ärgere ich mich ein klein wenig darüber, in meinem Artikel "Glaubenskriege" diesen ewigen Streit zwischen Star Wars und Star Trek Jüngern völlig vergessen zu haben. Umso schöner, dass er jetzt kurzfristig wieder da ist. Spannend auch, wie er sich entwickeln wird, wenn mein hochgeschätzter J.J.Abrams nächstes Jahr das neueste Star Trek Abenteuer auf die Leinwand bringt. Ich weiß schon jetzt, das wird ganz großes Kino und ich werde es lieben.
Achja: den viel zitierten goldenen BH fand ich nie sonderlich aufregend. Vermutlich, weil ich auch Prinzessin Leia nie besonders aufregend fand und in ihr wohl mehr eine Schwester sah, als eine heiße Weltraumbraut. (Nennt mich Luke)
Mag sein, dass man echter Simpson Fan sein muss, um den Kinofilm zur beliebten Fernsehserie mögen zu können. Ich bin ein solcher Fan und ich habe fast durchweg gelacht. Von der Twentieth Century Fox Fanfare, die Ralph mitsingt, bis zum Abspann, mit der kongenialen Franzosenverarsche. Der Film bietet alles, was die Serie auch bot, nur diesmal etwas langsamer und ausführlicher. Aber nicht zum Nachteil. Erstaunlich ist sogar, dass viele beliebte Nebenfiguren kaum zur Geltung kommen. Der Film konzentriert sich wirklich nur um die Simpsons selbst, ohne dabei zu langweilen. Die Story ist indes eher austauschbar und beinahe nebensächlich. Diesmal wird der Umgang der USA mit dem Umweltschutz an den Pranger gestellt. Das hätte auch ein ganz anderes Thema sein können - Hauptsache die Simpsons erleben ein Abenteuer und lernen am Ende, wie man es richtig machen sollte. Schön auch, dass sehr viel Wert auf zwischenmenschliches gelegt wurde.
Natürlich zündet nicht jeder Gag, so wie auch nicht jede Episode der Serie zündete. Aber der Film bot mir mehr Lacher als Shrek 1 bis 3 zusammen und das will schon was heißen. Allein Barts Pillermann oder Schwarzenegger "Ich wurde gewählt um zu lenken, nicht um zu denken" als Präsident ließen das Publikum beinahe vor Lachen von den Sitzen rutschen. Herrlich. Zwei Dinge fielen mir allerdings negativ auf. Erstens ist Homer im Film beinahe schon zu unsympathisch, egoistisch und uneinsichtig. Ganz im Vergleich zur Serie kommt er nicht einmal von selbst darauf, was er alles falsch gemacht hat. Das hinterließ bei mir kein gutes Gefühl. Zweitens: Anke Engelke als Marge geht gar nicht. Ich bitte euch, niemand verlangt eine exakte Kopie der Originalstimme oder der Elisabeth Volkmann-Synchro. Aber eine Sprecherin, die nicht jeden Satz so aus sich herauswürgen muss, dass jegliches Gefühl und Stimmung verloren geht, wird sich doch finden lassen.
Fazit: Das Warten hat sich gelohnt. Für Fans und solche, die es werden wollen, ist "Simpsons - Der Film" ein herrliches Vergnügen und bietet alles, was man an der Serie liebt.
Kommen wir einmal zur - ich möchte sagen - Quintessenz des Bloggens. Zur Veröffentlichung des persönlichen Standpunktes. Der persönlichen Meinung. Die Frage lautet wie immer: weshalb blogge ich? Und ja, natürlich um meine Geschichten zu erzählen, meine Anekdoten, meine Abenteuer. Und auch um der Welt meine Sicht der Dinge zu präsentieren. In der Hoffnung, damit auf Gleichgesinnte zu treffen und Menschen anzusprechen oder um eine Diskussion mit Menschen anderer Meinung zu führen. Beides ist gleichermaßen reizvoll und beides erhoffe ich mir mit jedem Artikel.
Nun bin ich ja passionierter Film-Fan und was läge näher als über genau dieses Thema zu referieren? Schließlich ist das Thema Film ein unerschöpfliches und volgestopft mit soviel persönlicher Meinung, dass man grundsätzlich immer auf Gleichgesinnte oder Abgeneigte trifft. Film und Kino wären doch perfekt geeignet für ein Blog. Dennoch mag ich einfach nicht mehr über Filme schreiben.
Leben, Surfen, Fotografieren, Spielen, Staunen, Entdecken, Lachen, Ärgern,
Fernsehen, Filmsehen, Lesen, und immer wieder schräge Geschichten aus einer
schrägen Welt. Willkommen bei allesroger.net, dem persönlichen Blog von
Roger Graf.