Noch immer weiß ich nicht, ob man nun Filme anschauen, angucken, ansehen, glotzen, betrachten oder verfolgen sagen soll. Aber ich weiß, wann man "Film genießen" sagen kann. Bei einem Werk wie Juno. Versteht diesen Eintrag als unmissverständlichen und sofortigen Anschaubefehl. Jeder, der es verpasst hat, Juno im Kino zu sehen, soll sich jetzt auf die Socken machen, die DVD im nächsten Media Markt kaufen, oder in der Videothek ausleihen. Oder wenigstens amazon besuchen und den Film bestellen. Was auch immer. Juno ist einer der schönsten Filme der letzten Zeit, mit einem leisen Humor, wie ich ihn schon so lange vermisst habe. Mit so wundervollen Schauspielern, dass man sie allesamt umarmen möchte. Mit einer so bezaubernden Story, dass man nicht genug davon bekommen kann. Mit einer so herrlichen Musik, dass einem das Herz aufgeht. Mit so wundervollen Bildern und Ideen. Juno hat nur einen ganz entscheidenden Nachteil. Irgendwann erscheint der Abspann. So etwas sollte verboten werden. Anschauen. Jetzt!
Dienstag, 22. Juli 2008
Juno
Freitag, 18. Juli 2008
Mir fehlen die Worte
Gibt es eigentlich kein Wort, um die Tätigkeit des Filme-guckens (-ansehens, -anschauens) zu beschreiben? Um Ins-Kino-gehen etwas einfacher auszudrücken? Wenn man Fernsehen schaut, dann tut man Fernsehen. Was macht man denn im Kino? Kinosehen? Hat sich der Herr Duden da schon was überlegt? Muss ich erst bei 1Live anrufen, die eine Umfrage starten sollen, wie letztens erst bei der Ersatzwortfindung für Public Viewing? (Die den Begriff "Rudelgucken" als verdienten Sieger prägte) Und wie ist es, wenn man den Film auf DVD zu Hause schaut, also zwar im Fernsehgerät, aber ohne Fernsehprogramm? Filmesehen?
Was würdet ihr vorschlagen?
Freitag, 6. Juni 2008
Videos zur Genesung
Tut mir leid, Freunde, aber ich bin noch immer anschlagen. Daher, ohne viele Worte, nur schnell drei Videos, die euch vielleicht gefallen könnten. Zunächst geniale, unpluggede Live-Musik in einem Londoner Taxi. Gefunden bei Out of Uppen. Bei Gefallen gibt es hier noch mehr: Black Cab Sessions.
Dann nochmal Musik. Wiederum genial, wiederum unplugged. Und so wahr. Gefunden bei Aptgetupdate. Bei Gefallen gibt es hier noch mehr: Jaspermusik.
Weiterhin habe ich noch einen TED Vortrag von J.J.Abrams, unter anderem Erfinder von "Lost", der uns erklärt, warum manche Kisten besser geschlossen und Mysterien und Geheimnisse auch solche bleiben sollten. Weil sie dadurch weitaus interessanter sind und uns um ein vielfaches mehr inspirieren. Gefunden bei fscklog.
Ach, und wenn ihr gerade Lust auf Film habt, dann lasst euch doch hier inspirieren: The Art of the Titel Sequence, mit einer grandiosen Auflistung beeindruckender Titelsequenzen. Viel Spaß. Bis nächste Woche.
Donnerstag, 14. Februar 2008
Indiana Jones 4 Trailer
Hach ist das herrlich. Der erste offizielle Trailer zum kommenden Indiana Jones Filmvergnügen. Der vierte Teil wird den Titel "Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull" tragen. Der kristallene Schädel kursiert schon seit einigen Zeiten im Internet und lässt die Mutmaßungen nicht abebben, dass es Indy diesmal mit Aliens zu tun bekommt. Oder zumindest mit einem Artefakt, dass außerirdischen Ursprungs ist. Ganz gleich, worum es gehen wird. Das wird ein großer Spaß. Der Trailer verspricht so einiges und ich habe keine Zweifel, dass der endgültige Film auch alles halten kann. Und Doctor Jones sieht nicht mal so viel älter aus. Verknautscht bleibt eben verknautscht.
Den Trailer gibt es auch in HD bei Yahoo Movies. "Schlangen! Ich hasse Schlangen!" ![]()
Donnerstag, 31. Januar 2008
Filmkritik: Cloverfield
WTF?? Das dachte ich mehr als einmal. WTF bedeutet "What the fuck..." und es ging mir deshalb des öfteren durch den Kopf, weil ich schon lange keine so intensiven Film mehr gesehen habe. An Cloverfield werden sich viele Monster- und Gruselfilme messen lassen müssen.
Worum geht es? Rob wird von seinen Freunden mit einer Abschiedsparty überrascht. Er wird des Jobs wegen nach Japan ziehen und dafür Beth in New York zurück lassen, in die er sich verliebt hat. Mitten in der Party zittert die Erde, Lichter gehen aus, etwas explodiert und Chaos bricht aus. New York wird angegriffen. Und zwar von einem riesigen Monster. Rob macht sich auf den Weg zu Beth, um mit ihr zu flüchten. An seiner Seite sind zwei Freundinnen, sein Bruder und sein Kumpel Hud, der alles mit einer kleinen Videokamera festhält.
Und hier setzt auch die Intensität des Films an. Denn die Story "Monster greift große Stadt an" ist alles andere als neu. Auch die Liebesgeschichte macht für sich gesehen nicht viel her. Was Cloverfield wirklich auszeichnet, ist die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Nämlich ausschließlich aus der Sicht der Kamera. Und zwar weit über das hinaus gehend, was wir vom Blair Witch Project kennen. Der Zuschauer ist von Anfang an mittendrin. Und er weiß auch bis zum Ende nicht mehr und nicht weniger als der Kameramann und die Menschen um ihn herum.
Die Spannung und der Grusel dabei entsteht dabei im Kopf. Das ist ganz alte Schule. Wir fürchten uns nicht vor dem, was wir sehen, sondern vor dem, was wir nicht sehen. Das, was sich in unserem Kopf abspielt. Was wir uns vorstellen. Dies wird in Cloverfield meisterlich genutzt, durch wackelige, unscharfe Amateuraufnahmen. Durch Geräusche. Eben durch alles, was wir nicht sehen können.
So hat auch das Monster seine größten Momente genau dann, wenn man nur Teile von ihm sieht. Wenn man sich vorstellt, wie es wohl aussieht, wie groß es wohl ist. Cloverfield packt die Spannung, die ständigen Fragen, die Soundkulisse, die Effekte perfekt zusammen und schnürt ein Paket ganz großen Kinos. Das per Videokamera daher zu kommen scheint und Authentizität heuchelt, wo sie gar nicht ist.
Der Film verzichtet auf einen Score, auf einen Soundtrack, auf große Stars oder überhaupt irgendwelche bekannten (oder großartig talentierten) Schauspieler (wobei auch die Synchronisation nicht ganz schuldlos an dem Eindruck ist). Alles hat den Anschein, als sei es authentisch und man als Zuschauer mittendrin in der (wirklich) allergrößten Katastrophe, die New York zustoßen kann. Nicht zufällig erinnert vieles, sehr vieles an TV-Bilder vom elften September.
Freilich, so manches kennt der Zuschauer bereits. Den Trick, einen Katastrophenfilm nur aus der Sicht des Protagonisten zu erzählen und damit eine intime und hoffnungslose Spannung zu erzeugen, hat zuletzt Steven Spielberg mit "Krieg der Welten" angewandt. Den Kniff, dem großen Monster noch kleine beizugeben, um den Kampf mit den kleinen Menschen persönlicher zu machen, hat auch schon Roland Emmerich mit den Godzilla Babys genutzt (die hier übrigens an kleine Starship Trooper Spinnenviecher erinnern). Und den Zuschauer bis zum Schluss im Unklaren zu lassen und ihn im Grunde in das Chaos zu werfen und ihn ratlos darin zurück zu lassen.. nun, das haben wir auch nicht erst seit Lost.
Noch ein Wort zum Monster (ohne zuviel verraten zu wollen). Um das Monster wurde ja ein großes Geheimnis gemacht und ich war mächtig gespannt, was die Designer sich haben einfallen lassen. Was soll ich sagen? Es ist ganz schön cool, ganz schön erschreckend, ganz schön groß und gruslig. Und sieht, wie zuvor schon erwähnt, am besten aus, wenn man nur Gliedmaßen von ihm sieht oder das Schreien hört. Die Totalaufnahme gegen Ende des Films hätte es nicht gebraucht (was mich an "Signs" erinnerte, wo die Atmosphäre spätestens dort zerstört war, als man die Aliens zu Gesicht bekommt).
Und wenn der Film vorbei ist, die Credits eingeblendet werden, merkt man erst, wie angespannt man die ganze Zeit war, atmet aus und stellt fest, dass man hinterher genauso schlau ist wie zuvor ist. Aber prächtig unterhalten wurde.
Sonntag, 14. Oktober 2007
Kino: Ratatouille
Samstag, 22. September 2007
1-18-08 / Cloverfield / Monstrous
Ich habe bisher noch nichts über 1-18-08 geschrieben, oder? 1-18-08, werdet ihr euch fragen, was soll das denn sein? Und was bitteschön ist Cloverfield und Monstrous? Nun, um ehrlich zu sein, so genau weiß das noch niemand. Und genau da steckt auch der Witz der Sache drin. Bei diesen drei Titeln geht es um einen Film, produziert von J.J.Abrams, der auch schon für die mysteriöse Serie Lost verantwortlich ist. Ich liebe Lost. Ich liebe abstruse Verschwörungstheorien und mysteriöse Mutmaßungen. Und ich werde vermutlich auch diesen Film lieben, selbst wenn es nur wegen des Hypes ist, den er ausgelöst hat.
Angefangen hat alles mit einem eigenartigen Trailer, der vor Transformers im US-Kino gezeigt wurde. Niemand kannte den Film, der Titel wurde nicht genannt. Lediglich, dass J.J.Abrams dafür verantwortlich sei und der Schriftzug 1-18.08 bekam der Zuschauer geliefert. Der Trailer an sich ist schon faszinierend genug. Er beginnt wie ein selbstgemachtes Video auf einer Abschiedsparty. Ein eigenartiges Geräusch (ein Heulen? Ein Tier? Ein Monster?) und ein Beben beenden die Party, die Gäste rennen aufs Dach und werden Zeuge einer riesigen Explosion inmitten New Yorks. Chaos, Bildstörungen, Schreie. Später, unten auf der Straße wieder ein Knall, die Kamera entdeckt etwas, dass auf sie zufliegt. Das Objekt streift ein Haus, zerquetscht um ein Haar den Kameramann und kommt zum liegen. Es ist der abgerissen Kopf der Freiheitsstatue. Und jeder, der es zum ersten Mal sieht, denkt: What the fuck...?
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Frisch kommentiert
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