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Ein Meter Vernünfzig Abstand

Liebe Aachener*,

der Kerl, der euch nun seit über einem Jahr auf den Straßen und Gehwegen entgegen kommt und euch fragt, bittet, anfleht, ein bisschen zur Seite zu gehen, bin ich. Auch nach so langer Zeit, nach einer ersten Welle, einer zweiten Welle, an der Schwelle zur dritten Welle, scheint ihr das Prinzip Abstand noch immer nicht kapiert zu haben. Ich zitiere gerne mal die Wikipedia für euch:

Der Abstand, auch die Entfernung oder die Distanz zweier Punkte ist die Länge der kürzesten Verbindung dieser Punkte.

Wikipedia

Die kürzeste Verbindung zweier Punkte. Nehmen wir mal an, ihr seid Punkt A und ich bin Punkt B. Dann ist der Abstand die kürzeste Verbindung zwischen euch und mir. Und seit so vielen Monaten beträgt dieser Abstand mindestens Ein Meter fünfzig (1,50m). Mindestens. Mehr wäre besser. Für mich und für euch.

Woran also liegt es, dass ihr überhaupt nicht einschätzen könnt, wie viel ein Meter fünfzig sind? Weil ihr glaubt, euer SUV hätte die Größe eines Fiat 500?

Woran liegt es, dass ihr mich wie einen Außerirdischen mustert, wenn ich beim Versuch, mehr Abstand zwischen euch und mir zu gewinnen auf die Straße, ins Gebüsch, in den Schlamm, hinter Mauern flüchte? Weil ihr euch nicht erklären könnt, dass es Menschen auf dieser Welt gibt, die gerne alles mögliche dafür tun würden, eine weitere Ausbreitung eines Virus zu verhindern?

Warum beginnt ihr Diskussionen mit mir, schreit mir wüst hinterher, wenn ich um etwas Abstand bitte? Weil ihr der Meinung seid, der Gehweg gehöre nur euch und jeder andere hätte sich dem und euch unterzuordnen? Weil es euch in eurer Freiheit einschränkt, auch nur einen Schritt zur Seite zu treten? Vielleicht mal 3 Sekunden an einem Eingang zu warten, bis jemand die Bäckerei wirklich verlassen hat, bevor man sich gemeinsam durch die Tür quetscht? Weil ihr es als persönlichen Affront anseht, vorübergehend nicht nebeneinander her zu gehen, sondern hintereinander, um – haha – jemanden vorüber gehen zu lassen?

Bittet haltet Abstand. Nein, mehr noch. Bitte habt Anstand und haltet Abstand! Auch hier zitiere ich gerne noch einmal für euch aus der Wikipedia:

Als Anstand wird in der Soziologie ein als selbstverständlich empfundener Maßstab für ethisch-moralischen Anspruch und Erwartung an gutes oder richtiges Verhalten bezeichnet. Der Anstand bestimmt die Umgangsformen und die Lebensart.

Wikipedia
* Mitbürger, Menschen, was und wo auch immer.

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IKEA Anleitung für die Corona Krise

von IKEA Israel.

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FaceID-kompatible Atemschutzmasken

Willkommen in der Zukunft. Willkommen im Jahr 2020. Wo die Menschheit in Panik vor der nächsten Seuche nach Strategien und Überlebensmöglichkeiten sucht. Und nach Lösungen, um ihre Smartphones zu entsperren, die mittlerweile keinen Fingerabdruck, sondern das Gesicht des Besitzers zur Identifikation benötigen. Was tun, wenn die Pandemie um sich greift, jeder Mitmensch ein potentielles Gesundheitsrisiko darstellt, man aber dennoch nicht auf die neueste Whatsapp-Nachricht verzichten oder den neuesten Tweet lesen möchte? Auftritt: Die FaceID-kompatible Atemschutzmaske.

Das Ganze funktioniert sehr einfach: Ein Foto des eigenen Gesichts hochladen. Den entsprechenden Abschnitt auf die Maske drucken. Liefern lassen. Überleben und gleichzeitig jederzeit das Smartphone entsperren. So einfach wie genial.

Und falls sich jemand fragen sollte, ob das ein Witz ist, so wird diese Frage auf der Webseite des Anbieters direkt beantwortet:

Is this a joke?

Yes. No. We’re not sure. Viruses are not a joke. Wash your hands when you can. And get vaccines when you can.

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Jede Straße in jeder Stadt

Das kleine, aber äußerst faszinierende Tool City Roads zeichnet auf Basis von Open Streetmap Karten eine Grafik von Städten, die nur aus den Linien der Straßen besteht. Die Ergebnisse sehen derart hübsch aus, dass man sie am liebsten ausdrucken und an die Wand hängen möchte. Und warum auch nicht? Eine kleine Galerie der persönlichen Lieblingsstädte vielleicht? Probiert es aus.

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Kurze Nachricht in eigener Sache

Bevor es morgen mit dem nächsten Artikel weiter geht, möchte ich den frühen Samstag Abend nutzen, um über zwei kleine Neuheiten hier im Blog zu informieren:

  1. Ich habe den Wildwuchs bei den Kategorien bearbeitet, bzw. bin noch damit beschäftigt. In der oberen Menüleiste können die nun die stark vereinfachten “Kategorien” aufgerufen werden, wodurch man direkt zur passenden Artikel-Sammlung gelangt.
  2. Jeder Artikel kann ab sofort (DSGVO-konform) “geliked” werden. Unter jedem Artikel findet ihr dafür ein Herz, das bei Gefallen angeklickt werden kann. Es wird dabei nichts getracked, ihr müsst nicht eingeben, ihr könnt nur ein bisschen Liebe verteilen, falls ihr keinen Kommentar hinterlassen, mir aber mitteilen wollt, dass euch gefällt, was ihr hier lest.

Und jetzt: Weiter feiern.

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Titanic sinkt in Echtzeit

Gefunden bei Spreeblick: Ein etwas älteres Video, das in Echtzeit darstellt, wie die Titanic seinerzeit sank. Volle 2 Stunden und 40 Minuten lang. Das ist faszinierend und gruselig zugleich. Das Ganze entstand mit der bekannten Unreal Engine 4 und sollte offenbar auch hier für ein Game benutzt werden.

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Freiburg wird 900 Jahre jung

Meine Lieblingsstadt Freiburg im Breisgau feiert in diesem Jahr 2020 seinen 900. Geburtstag. Wie es sich für eine solchen Anlass gehört, wurde eigens für dieses Jubiläum ein visuelles Design erstellt. Die von der Agentur designconcepts gestalteten Visuals werden auf Flyern, Straßenbahnen, Webseiten, Postern, Schlüsselanhängern und so weiter verwendet und ergeben ein zunächst gelungenes Gesamtergebnis.

Nun bin ich ja leider ein einigermaßen visueller Mensch, der vielleicht manchmal zu oft auf Details achtet. Und dieser Mensch muss trotz aller Liebe zu Freiburg sagen, dass die gefälligen Farben und die moderne Darstellung weder etwas über die Stadt oder das Umland aussagen und leider äußerst austauschbar, ja, sogar uninspiriert sind. Derartige Hintergründe findet man auf einschlägigen Webseiten zuhauf und kostenlos. Mir will auch kein Grund einfallen, weshalb das FREI kleiner und eingerückt ist und nicht bündig mit dem BURG abschließt. Und das, wo sich die 4 mal 4 mal 4 Darstellung mit der 2020 so schön anbietet.

Aber egal. Zu sehr mag ich die Stadt, sage herzlichen Glückwunsch und hoffe, dieses Jahr einmal zu Besuch kommen zu können. Es ist schon viel zu lange her seit ich zuletzt eine lange Rote auf dem Münsterplatz aß.

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