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Die Qual der Wahl

Früher ging man in den nächsten CD-Laden um die Ecke, um sich mit Musik einzudecken. Mochte man einen ganz bestimmten Song erstehen, hatte man nur die Wahl, sich das komplette Album zu kaufen, oder die Maxi CD zu nehmen. Auf dieser fanden sich zumeist noch ein paar Remixe oder ein Bonus Song. Ich erinnere mich, für so manche Maxi bis zu 12 Mark hingelegt zu haben. Heute würden wir bei einem Preis von sechs Euro für ein Lied ganz schön schlucken. Aber heute ist ja alles anders. Oder nicht?

Wenn ich in den iTunes Store gehe, um mir einen Song zu besorgen, ist es eigentlich wie früher. Ich tippe den Titel ein, hoffe, dass er verfügbar ist und bekomme dann verschiedene Möglichkeiten Angebot: Album, Maxi (oder EP) oder nur der Song? Ah, nur den Song, danke. Aber welche Version? Und schon beginnt das Dilemma. Ich darf bei jeder Fassung 30 Sekunden hinein hören und muss mich dann entscheiden. Oder doch gleich die ganze EP für 7 Euro kaufen? Das wäre ja wie damals. Und was will ich mit fast einem Dutzend Versionen des gleichen Songs? Letztendlich höre ich doch eh nur eine. Die richtige. Und welche ist das?

Passiert ist mir das heute mit dem Song "With every Heratbeat" von Robyn. Lassen wir mal die Remixe weg, so verbleiben immer noch der Radio Edit und die Original Version. Letztere ist fast eine Minute länger, man bekommt also für das gleiche Geld mehr Musik (darf man Musik so kaufen?). Erstere schien mir etwas knackiger gemixt. Ich entschied mich für die Original Version. Die hat auch Geigen drin. Geigen sind immer gut, selbst bei einem Pop-Song. Ein Song für nen Euro und das Gefühl, vielleicht etwas zu verpassen, läuft er gerade, während ich diesen Text schreibe…

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Es geht immer noch grusliger

Youtube ist ein wahres Sammelsurium an unsäglichem Schrott. Ohne Zweifel. Doch hin und wieder findet man so manches Kleinod. Oder Videos, die einen zweifeln lassen, dass es die Menschheit an sich noch lange machen wird. Darwin sag ich da nur. So ging mir tagelang das Lied aus dem Video nicht mehr aus dem Kopf, das ich bei Cait entdeckt hatte. Jede Zelle meines Körpers zieht sich noch immer erschrocken zusammen, wenn das Video startet.

Aber es geht noch grusliger. Natürlich. Bei Out of uppen singt/führt vor/deliriert ein Mädchen in einem Sessel ein Lied über einen Hai. Haltet durch bis zum Schluss, da wird es richtig aufregend. Und viel Spaß beim nächsten Baggersee Ausflug, wenn ihr es auf eurer Luftmatratze vor euch hinsummt.

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Alles Gehört

Musik, zwo, drei, vier

Mal wieder Lust, etwas Musik zu hören? Ich habe da drei meiner derzeitigen Favoriten für euch. Songs, die ich gerade pausenlos hören kann und die mal wieder, passend zum Blog und zu mir, auch in die etwas schrägere Schiene gehören. Oder zumindest nicht kompletter Weichspül-Pop sind. Obwohl… wenn Feist so weiter macht… sie wurde spätestens durch die iPod Nano Werbung mit ihrem "1,2,3,4" bekannt. Der neue Song "I feel it all" gefällt mir mindestens genauso und dürfte noch nicht ganz so berühmt sein.

Vor kurzem habe ich diesen coolen Song im Radio gehört und ich musste nicht lange recherchieren, bis ich heraus gefunden hatte, wie er heißt. Die Gruppe nennt sich The Ting Tings und ihren Song "That’s not my name" wird man vielleicht noch öfter hören.

Tja, und das letzte Video musste ich einfach mal hier zeigen, auch wenn der Song schon etwas älter ist. Den Videospiele-Frekas unter euch wird er mächtig bekannt vorkommen, denn er wird auch in etlichen "Little big Planet" Videos benutzt ("Little Big Planet" ist übrigens einer der zweieinhalb allein stehenden Gründen, weshalb ich mir auch noch eine Playstation 3 zulegen würde). Der Song nennt sich "Get it together" und die Gruppe ist natürlich The Go! Team.

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80er Musik

Letztens schaute ich mal wieder den Michael J. Fox Film "Das Geheimnis meines Erfolges". Eine herrlich naive Komödie. Und so dermaßen 80er. Wunderbar. Auch die Musik in dem Streifen ist absoluter 80er Rock und Electro Pop (Oh Yeah von Yello). Ich stehe ja noch immer auf 80er Jahre Musik. Und ich glaube auch noch immer, dass die erfolgreichsten 80er Pop Songs etwas melancholisches an sich haben. Einen ganz speziellen Sound, eine ganz besondere Atmosphäre (aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein).

Irgendwann im Laufe des Films jedenfalls, fragte ich mich, ob es heutzutage noch möglich wäre, solche Songs zu produzieren. Also nicht mit Samples oder kleinen Reminiszenzen, wie so manch aktueller Pop Song es versucht, sondern so richtig. Ein Song, bei dem man denkt, man müsste ihn kennen. Bei dem man beginnt zu recherchieren, wann er veröffentlicht wurde. Bei dem man einfach sofort dieses 80er Feeling bekommt. Ich bin kein Musiker, deshalb frage ich mich, ob das überhaupt ginge. Weiß man heute überhaupt noch, wie dieser spezielle 80er Sound gemacht wurde? Existieren diese Keyboards und Instrumente noch? Gibt es dazu bestimmte Harmonien zu beachten oder besondere Melodien, die heutzutage gar nicht mehr genutzt werden? Und kann das überhaupt noch jemand? Oder würde jeder Versuch unweigerlich nach 2008 Pop und Rock klingen?

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Duisburg – der Song, das Video, die Wahrheit

Da wir gerade bei guter Musik waren… meine Duisburger Bloggerkollegen haben bereits alle darüber berichtet und das Video veröffentlicht. Nun möchte auch ich der Welt, die es noch nicht gesehen und gehört hat, die Duisburg Hymne präsentieren. Der offenbar auch sehr politisch engagierte Duisburger Rapper Wojna spricht hier den Eingeborenen und den Zugezogenen aus der Seele. Und dazu hat der Refrain auch noch echte Ohrwurmqualität. Und jetzt alle: "Dat is Düüüüüüsburch, hier will einfach keiner hin…"

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Driving Home for Christmas

Der im Titel genannte Song von Chris Rea wird mich morgen auf meiner Fahrt begleiten. Und die anderen Lieblings-XMas-Songs, die ich mir heute zu diesem Zweck auf CD gebrannt habe. Driving Home for Christmas. Zu Weihnachten nach Hause fahren. Noch nie hat der Titel so gut gepasst wie dieses Jahr. Freunde und Familie, Besinnlichkeit und Chaos, Essen und Geschenke. Und zurück kommen werde ich erst kurz vor Silvester. Ob ich bis dahin nochmal zum Schreiben komme, ist fraglich. Deshalb möchte ich bereits jetzt folgendes los werden:

Ich wünsche euch allen ein wundervolles Weihnachtsfest, eine glückliche Zeit, viele Geschenke und überhaupt. Danke für das eifrige Lesen und Kommentieren in meinem Blog. Erst dadurch macht mir mein Hobby richtig Spaß. Danke für die Aufmunterungen und das An-mich-Glauben in den vergangenen für mich doch turbulenten Monaten. Ich wünsche euch allen auch einen guten Rutsch und ein tolles, turbulentes und glückliches Jahr 2008. Wir lesen uns bald wieder.

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Alles Gehört

4’33”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Der Künstler und Blogger Roger Graf möchte mit diesem Artikel ein Zeichen setzen, zum nachdenken anregen und die Kunst des Bloggens selbst hinterfragen. Der Leser möge sich sein eigenes Bild machen, reflektieren, phantasieren und sich den Text in den Zeilen selbst denken. Denn die Frage, die sich stellt, ist noch immer: Was motiviert den Schreiber, was will der Leser? Dabei ist der Leser nichts als der Schreiber und der Schreiber auch nur ein Leser. Selten zuvor wurde die Essenz des Bloggens mit einer solchen Stärke und Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht, wie hier. Frei nach John Cages Werk 4’33”, welches hier zur Erinnerung gespielt wird.”

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