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Rückblicke, Ausblicke und ein frohes neues Jahr 2020

Ende November kündigte ich an, ein kleines Experiment durchführen zu wollen. Ich nahm mir vor, jeden Tag im Dezember einen Blog-Artikel zu verfassen. Und dieses Ziel erreichte ich nicht nur, insgesamt entstanden in den letzten Wochen 39 Artikel (inklusive diesem hier). So viel wie zuletzt im Jahr 2009. Also vor 10 Jahren und damals waren es knapp über vierzig Artikel im ganzen Jahr.

Meine Beweggründe hatte ich im Artikel vom 26.November bereits dargelegt. Ich wollte diesem Blog wieder Leben einhauchen, wollte wieder schreiben. Und: ich wollte mich nicht einschränken, die Hürden nicht direkt zu hoch setzen. So sollte es egal sein, ob ich am Rechner, am Tablet oder am Smartphone poste. Es sollte egal sein, ob es nur ein Foto, ein Tweet, eine Geschichte, eine Anleitung oder ein Video ist. Es sollte nur endlich was passieren. Dies ist mein Spielplatz und ich schreibe über die Dinge, die mich gerade bewegen.

Was habe ich im vergangenen Monat gelernt? Bloggen macht noch immer Spaß, täglich bloggen ist eine ganz schöne Arbeit und das Feedback ist mittlerweile zum Erliegen gekommen. Ohne Publicity funktioniert es nicht. Ich bewarb nur einige meiner Artikel auf Twitter, doch nur die haben eine größere Menge an Lesern erhalten. Der Rest ging quasi unter. Auch die Kommentare blieben aus. Wo früher noch Diskussionen entstanden, ist es heute ruhig.

All das hält mich aber nicht auf. Ich blogge weiter, wenn auch ab sofort wieder in etwas gemäßigterem Tempo. Und ich möchte keinerlei Ankündigen oder Versprechungen machen. Zu oft meldete ich mich ab und wieder an, schwor Abstinenz oder neues Engagement und beides wurde nie eingehalten. Vielleicht ist es Altersmilde, aber ich sehe das alles mittlerweile lockerer. Es kommt, was kommt. Auch in diesem Blog. Vielleicht gewinne ich Leser dazu, vielleicht auch nicht. Zum ersten Mal kann ich wirklich sagen: Ich schreibe hauptsächlich für mich. Und wenn ihr, liebe Leser, dabei Spaß habt, umso besser.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes neues Jahr 2020. Habt euch lieb. Habt die Natur lieb. Meidet alles fremdenfeindliche. Meidet zu viel Plastik. Fahrt Fahrrad oder nehmt den Zug. Rast nicht und esst gesund. Glaubt nicht immer alles, was ihr im Netz lest, seht und hört. Hinterfragt, aber verurteilt nicht sofort. Trinkt nicht zu viel Alkohol und nehmt nicht zu viel Zucker zu euch. Schreibt Silvester nicht mit y. Schaltet öfter den Fernseher aus und hängt nicht ständig bei Whatsapp und Instagram rum. Löscht euren Facebook-Account! Und um Himmels Willen, regt euch nicht ständig über alles und jeden auf. Auf ein glückliches neues Jahr.

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Ghosting, als es Ghosting noch nicht gab

Unter Ghosting versteht man – in knappen Worten – den überraschenden und völligen Kontaktabbruch von Freunden oder Geliebten. Von heute auf morgen sind diese Menschen von der Bildfläche verschwunden, nicht mehr zu erreichen und quasi nur noch ein Geist. Der Begriff Ghosting existiert seit ca. 2015. Dass dieses Verhalten überhaupt zu einem Phänomen wurde, dem man einen Namen geben musste, dürfte vermutlich dem Internet, Social Media, Tinder und Co. und den ganzen Verlockungen, Ablenkungen und Möglichkeiten zu verdanken sein. Und der Tatsache, dass man, trotz ständiger Verfolg- und Erreichbarkeit genau dies bewusst unterbinden und verwehren möchte. Mir selbst ist dies erst vor kurzem mit “guten Freunden” passiert. Eine Erklärung für das Ghosting blieb bis heute aus. Aber letztlich ist das ja genau das Prinzip.

Früher™ gab es sowas nicht. Oder etwa doch? Ich kann mich an einige Lieb- und Bekanntschaften erinnern, die irgendwann einfach nicht mehr da waren. Dabei handelte es sich meist um einen schleichenden und/oder nicht überraschenden Prozess. Man einigte sich im Stillen darauf, keinen Kontakt mehr zueinander zu pflegen. Selbst wenn es schmerzhaft war. Aber hat man im vergangenen Jahrhundert einfach kommentarlos und völlig willkürlich den Kontakt zu jemandem abgebrochen? Ohne als Entschuldigung wenigstens den Tod oder Schlimmeres anführen zu können?

Für mich hat Ghosting aber noch eine andere Bedeutung. So ist es mir unerklärlich, wie Menschen heutzutage einfach nirgendwo stattfinden können. Weder bei Google, Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Tumblr, Youtube, Xing, Linkedin oder wenigstens Etsy, dem Telefonbuch oder ebay auffindbar zu sein, ist einfach unglaublich. Entweder sind einige Menschen niemals online, oder wissen sich bestens zu verstecken.

Aus meiner Vergangenheit gibt es Menschen, über deren Leben ich gerne mehr wüsste. Egal aus welchen Gründen der Kontakt damals abgebrochen wurde, mittlerweile ist so viel Zeit vergangen, dass ich mir eine Kontaktaufnahme wünschen würde. Selbst wenn es nur eine Bestätigung für die damalige “Trennung” wäre. Was ist aus diesen Menschen geworden, mit denen man tage- und nächtelang gelacht, geweint, gefeiert, getröstet, gefiebert und vielleicht auch gestritten hat? Mit denen man sehr lange sein Leben geteilt hat?

Und die andere Frage: Suchen sie mich hin und wieder? Ich bin nun wahrlich nicht schwer im Netz zu finden und war eine Zeitlang auf quasi jeder Social Media Plattform aktiv. Mittlerweile ist es ruhiger geworden und obwohl ein gleichnamiger Autor stets weit vor mir die Suchergebnisse blockiert, bedarf es nur weniger Minuten, alle meine Accounts zu finden. Inklusive diesem Blog. Suchen und lesen sie mich? Oder bin ich raus aus ihrem Leben, wie ein Geist, den man nie wieder in seinem Haus haben möchte?

Falls ihr das lest: Liebe Grüße. Ihr wisst, dass ich euch meine.

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Meine Märklin Modellbahn

Schöner kleiner Artikel bei „brand eins“ zu meiner liebsten Modellbahn Marke Märklin. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit denke ich immer wieder nostalgisch an meine damalige Bahn, von der es heute nicht einmal mehr ein einziges Foto gibt. In meinem Kopf ist allerdings noch alles präsent. Zwei Züge fuhren gleichzeitig, begegneten sich in einem großen Bahnhof, durchfuhren Tunnel, überquerten Brücken und konnten bei Bedarf ein Betriebswerk anfahren.

Die Anlage hatte Oberleitung und gleichzeitig besaß ich zwei Dampflokomotiven (Baureihe 01 und 050), die echten ( wohlriechenden) Dampf während der Fahrt ausstießen. Wenn ich das Zimmer verdunkelte leuchteten Züge, Signale, Straßenlaternen und Häuser um die Wetter. Güterzüge, Schnell- und Nahverkehrszüge waren unterwegs, wie auch Schienenbusse und ein exotisches, amerikanisches Diesel-Kraftpaket.

Irgendwann, nach dem x-ten Umzug trennte ich mich schweren Herzens von der Bahn, baute alles ab, verpackte jedes Teil sorgfältig in Kartons und versuchte Jahre später eine neue Anlage in einem Kellerraum aufzubauen. Über den Rohbau- Status kam ich nie hinweg. Und seitdem lagern die Lokomotiven, die Waggons, die Häuser, Schienen und Signale und der originale Haltinger Wasserturm in den Kartons und werden hin und wieder zu Weihnachten hervor gekramt. Zuletzt vor zwei Jahren, wo meine Züge klappernd den Weihnachtsbaum umrunden konnten.

Toll, dass es Märklin wieder gut geht und diese Traditionsmarke weiter großartige Modelleisenbahnen heraus bringen wird. Und ihre Strategie, dabei nicht nur auf Kinder, sondern auch auf eine weitaus solventere Klientel als bisher zu setzen (zu der ich leider nicht gehöre), klingt spannend.

Und wer weiß? Vielleicht werde ich ja irgendwann wieder einen Keller, viel Zeit und Lust haben, meine Züge fahren zu lassen.

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Der alte Mann und das Internet

Der alte Mann regte sich seit Monaten wieder, klappte den Deckel seiner silberfarbenen transportablen Rechenmaschine auf und begann zu tippen. Schrieb über die gute alte Zeit. Über diese neumodischen Plattformen in dieser komischen Cloud. Wie ihm alles fad geworden war, krank und böse und… ach.

Nicht ach, sondern wach waren sie, die Plattformen. Nahmen die Regung des alten Mannes auf und mit einem Mal regten sie sich. Und die Menschen dort. Der alte Mann indes verstand es nicht. Wähnte sich allein in seinem Blog, kümmerte sich im seinen Kram. Doch die Empfehlung war ausgesprochen. Und er wusste nicht wie und warum.

Er weiß es bis jetzt nicht. Und wer auch immer dies hier auf Empfehlung liest: Herzlich Willkommen. Schön, dass Sie hier sind. Schauen Sie sich um. Erschrecken Sie aber bitte den alten Mann nicht.

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Mein Blog

Seit 14 Jahren schreibe und veröffentliche in diesem Blog. Meinem eigenen kleinen Spielplatz in diesem großen Netz. 610 (übrig gebliebene) Artikel. 3400 Kommentare. Verlinkungen, die mittlerweile im Nirwana verschwinden. 14 Jahre. Ein kleine Ewigkeit, wenn man die Entwicklungen in den letzten Jahren betrachtet. Und wie sehr würde ich mir wünschen, mein Blog wäre ein umfassender Spiegel dieser Zeit. Eine Art Tagebuch. Wie es eigentlich immer hätte sein sollen.

Doch es kam anders. In den Anfangsjahren veröffentlichte ich nicht nur regelmäßig, es wurde auch eifrig kommentiert und diskutiert. Das Leben in der Blogosphäre machte Spaß. Man vernetzte sich, verlinkte, teilte. Und man traf tolle und interessante Menschen, machte auf sich aufmerksam, knüpfte Verbindung, die über das Netz hinaus gingen.

Und irgendwann wurde das Netz zu laut, andere Plattformen leichter und verführerischer. Das Leben im Blog schlief langsam ein, Kommentare und Artikel wurden immer weniger. Es folgten (damals) bedeutungsschwangere Gedanken wie es weitergehen sollte. Die in falschen Entscheidungen mündeten, “alles mal aufzuräumen”, “schlechte Beiträge” zu entfernen, zu entschlacken. Es kam zum Ausverkauf, zur Stilllegung, Löschung. Am Ende blieb ein Gerippe eines einst lebhaften Blogs.

Und heute, 14 Jahre später, denke ich sehnsuchtsvoll an die alten Zeiten zurück, an ein freies Netz, in dem man einfach wild drauf los schrieb. Nicht versuchte, möglichst professionell zu sein, sondern interessante und spannende Geschichten, Neuigkeiten oder Hilfen zu bieten. Zu verlinken und zu teilen.

Ich bin ein alter Mann geworden, dem diese ganze Social Media Plattformen nichts mehr geben. Facebook ist längst gelöscht, Twitter liegt brach, Instagram und Co. langweilen mich nur noch. Aber ich möchte wieder schreiben. Wieder teilnehmen. Und wo könnte ich das besser als hier? In meinem 14 Jahre alten Garten, meinem Spielplatz, wo ich tun kann, was ich will. Und mich nicht darum schere, ob es jemand liest oder nicht.

Nächsten Monat starte ich ein Experiment: Ich möchte jeden Tag einen Artikel veröffentlichen. 31 Artikel im Dezember. Auch an Weihnachten und Silvester. Und ich möchte mich nicht einzwängen in Schreibblockaden oder Angst vor Nichtigkeit. Ob es also ein langer Text wird, ein Zitat, ein Foto oder einfach nur ein Link oder Youtube Video ist völlig offen. Denn so möchte ich mein Blog wieder mit Leben erfüllen. Mit Inhalt.

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Sahne-Muh-Muhs

Gestern erwarb ich ausgerechnet in einem Buchgeschäft ein kleines Stück Kindheitserinnerung. Eine Packung Sahne-Muh-Muhs oder auch Sahne Brocken genannt. Wie damals in der Tüte mit der Kuh, in Handarbeit geschnitten und in gelb-weiß-gestreiftes Papier gewickelt. Ich erinnerte mich daran, wie sehr ich diese Bonbons liebte und wie sie mich beinahe in einen Zuckerschock trieben. Damals interessierte mich das wenig. Als Kind kann es kaum süß genug sein. Heute, als erwachsener Mann, denke ich selbstverständlich anders darüber.

Zuhause inspizierte ich also die Packung auf ihre Nährstoffangaben. Fand aber keine. War ich doch bislang davon ausgegangen, dass jegliches Nahrungsmittel mittlerweile eine Nährstofftabelle aufführen muss, inklusive der Kalorien-Angaben. Immerhin hatte man die Zutaten aufgelistet. Und diese lasen sich wie folgt: Zucker, Milch, Glukosesirup, Sahne, Butter, Aroma. Oder übersetzt: “Werfen wir mal hauptsächlich Zucker in die Schüssel, geben genug fette Milch dazu, nehmen nochmals konzentrierten Zucker, dazu fette Sahne und als Bonus Butter. Als Cocktailschirmchen noch ein wenig Aroma dazu. Fertig.” Das klingt wie der verrückte, nach Weltherrschaft trachtende Wissenschaftler, der die ultimative Waffe baut, die nicht nur das weiße Haus in Washington zerstören kann, sondern auch jeden Kontinent explodieren lässt, den Mond pulverisiert, die Sonne erkalten lässt und das komplette Raum-Zeit-Kontinuum umkehrt. Und die Waffe in entzückendem Rosa bemalt.

Dies ist die Atombombe der Süßigkeiten. Das Bonbon zu enden alle Bonbons. Der Karamell-Sahne-Overkill. Vermutlich hat jedes handgewickelte Stück für sich allein so viele Kalorien wie eine Wochenbesuch bei MacDonalds.  Und in jeder Diabetiker-Statistik steht es ganz oben auf der Ächtungsliste.

Damals interessierte mich das nicht. Doch heute bin ich erwachsen. Verantwortungsbewusst. Ernährungsbewusst. Ich bin so vernünftig, dass ich noch nicht einmal mehr kichere, weil der Begriff Muh-Muh klingt wie… Nein, solche Süßigkeiten können mir nichts mehr anhaben.

Also nahm ich vorsichtig ein Toffee in den Mund. Zucker, Sahne, Butter und Aromen explodierten zu einem Geschmacksrausch, vernebelten die Gehirnströme, setzten vernünftiges Denken aus und brachten Glückshormone  zur massenhaften Ausschüttung. Überwältigt griff ich nochmals in die Tüte. Und zwar so lange, bis die halbe Tüte leer war. Und mein Bauch schmerzte und krampfte.

Es war wieder passiert. Überdosis. Verflixt. Aber das wird mir definitiv nicht nochmal passieren. Gibt es eigentlich die Leck-Muscheln von früher noch?

 

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Was bloggen wir denn heute?

Wenn einer der Gründe, sich vom bloggen zu verabschieden der ist, nicht mehr so öffentlich zu leben und nicht mehr so viel von sich preis zu geben, dann hat man natürlich ein kleines Problem, wenn man doch wieder bloggt. Ein Blog ist per se immer persönlich. Selbst Kino-, Kochrezepte-, und Bastelanleitungstippsblogs sind in erster Linie persönlich (wenn sie von Privatpersonen erstellt und gepflegt werden). In diesen Fällen bestimmt letztlich nur das Thema den Ton. Beschließt man also zu bloggen ohne dabei persönlich zu werden, so muss man andere Themen finden.

Seit dem 1.Januar hat mein Blog fünf neue Artikel zu bieten und ich muss gestehen, sie sind doch wieder persönlicher geworden als geplant. Ich kann auch hier offenbar nicht so wirklich aus meiner Haut. Denn die Alternative wäre wirklich nur, über Filme und Spiele zu schreiben. Oder das blöde Fernsehprogramm. Oder das Wetter. Nun ja. Nicht so prickelnd. Dazu gehen mir zu viele andere Dinge durch den Kopf und die wollen raus.

Bloggen wird irgendwann zum Bumerang. Das Netz vergisst nie. Und die Leser erst Recht nicht. Bei jedem Satz muss im Hinterkopf die kleine Glocke läuten, die daran erinnert, dass jeder geschriebene Satz etwas bewirken kann, etwas auslöst. Wenn ich etwas hasse, dann sind es subtile Mitteilungen, die man in dieser medialen Welt lancieren kann. Früher, da ging man sich aus dem Weg und sah und hörte sich nie mehr.  Heute hinterlassen wir subversive Meldungen bei Twitter und Facebook, zeigen der Welt und ganz besonders dieser einen Person recht deutlich, was wir nicht persönlich sagen wollen oder können. Wir bloggen über ein bestimmtes Thema und wissen, dass eine ganz bestimmte Person es lesen und ganz genau verstehen wird, was wir damit meinen. Oder die Freunde dieser Person, die es pflichtbewusst weiter tragen.

Das ist nicht schön. Und führte dazu, bereits jetzt drei Blogartikel auf Halde zu haben, die ich nur nicht veröffentliche, um keine Mitteilungen zu verschicken. Nicht einmal unbeabsichtigt. Ich fürchte, bestimmte Menschen könnten eben jene Artikel falsch verstehen und genau das gilt es zu vermeiden. Auf einem Blog macht man sich angreifbar. Und manchmal greift man auch an. Ich kenne das. Es ist ein schreckliches Spiel.

Und was ist die Konsequenz daraus? Man könnte es sich leicht machen und sagen: Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage/schreibe, nicht dafür, was du verstehst. Doch damit macht man es sich vielleicht doch zu einfach. Blogs und das Web2.0 sind nicht die reale Welt, ersetzen niemals ein Gespräch, sind kein echter Dialog, kein Austausch, sondern nur eine Ansammlung von Phrasen und Gedanken, die verstreut werden, in der Hoffnung irgendwo anzukommen.

Aber es gibt persönliche Dinge, die ich loswerden möchte und das werde ich auch genau hier tun. Ich werde niemals jemanden direkt angreifen und ich werde ganz bestimmt keine subtilen Mitteilungen machen. Selbst dann nicht, wenn ich GENAU weiß, dass ein bestimmter Mensch es liest. Was ich den Menschen zu sagen habe, das sage ich ihnen. Und was ich denke – nun, auch das sage ich. Und ein winzig kleiner Bruchteil davon erscheint hier. Warum das so ist, darüber denken wir dann ein ander Mal nach.

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