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Der Genital-Hamster und die Volksdroge Nasenspray

Hallo, mein Name ist Roger und ich bin süchtig. Meine Sucht verbindet mich mit einem großen Teil der Bevölkerung. Meine Sucht hat bisher weder ein Forum, noch eine Lobby, es scheint, als würde sie offiziell gar nicht existieren. Nur die Apotheker wissen um diese Sucht, dabei verkaufen sie die Droge dafür selbst. Ich bin abhängig von Nasenspray.

Ich kenn nicht wenige Menschen, die wissen, was man als Nasenspray-Süchtiger durchmacht. Es beginnt meist ganz harmlos, mit einem Schnupfen, einer Erkältung. Schnell greift man zu dem kleinen Sprühfläschchen um sich Erleichterung zu verschaffen. Und stellt fest, dass die Nase sogar freier wird als sie jemals zuvor war. Endlich wieder frei atmen. Endlich leben.

Man ignoriert die Warnungen des Apothekers, das Spray nur maximal fünf Tage zu nutzen. Fünf Tage sind schnell vorbei, die Nase immer noch zu. Mehr noch, ohne Spray wird die Nase gar nicht mehr frei. Man röchelt, man schnäuzt, doch es hilft alles nicht. Man zwingt sich zu verzichten. Bis zum Mittagessen, da muss man einfach sprühen, sonst würde man gar nichts mehr schmecken. Und schon ist man wieder im Suchtkreislauf.

Einige meiner Bekannten wechseln sogar regelmäßig den Apotheker, um sich ihren Stoff zu besorgen, damit dieser nicht merkt, wie man sich regelmäßig alle zwei Wochen Nachschub holt. Die Warnungen hören sie sich an und denken dabei doch nur an ihren nächsten Schuss, der wieder Freiheit bedeutet.

Heute habe ich mit der Entwöhnung begonnen. Die regnerische Bodensee Luft scheint mich gut dabei zu unterstützen. Allerdings weiß ich, dass es ein steiniger Weg werden wird. Der wiedergekehrte Heuschnupfen tut sein Übriges und ich werde die nächste Zeit wieder mal als Genital-Hamster herum laufen müssen. So nenne ich es, wenn die Hosentaschen prall gefüllt mit Taschentüchern, Schlüssel, Handy und Co sind.

Vielleicht sollte man sich überlegen, die Nasenspray Industrie zu verklagen. Im Namen des Volkes: Genital-Hamster gegen Spray-Konsortium. Schließlich kann man in den USA auch Coca Cola verklagen, weil man bei täglichen 10 Litern des Gesöffs dick wird und einem die Zähne ausfallen.

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ebrake.de ist offline

Ein wenig Traurigkeit und Sentimentalität schwang mit, als ich heute morgen meine bisherige „Homepage“ ebrake.de offiziell geschlossen habe. Und es stellt sich natürlich die Frage, warum ich es dann überhaupt getan habe. Bei aller Wehmut, es war einfach nötig.

Jeder Mensch verändert sich, macht neue Erfahrungen, lernt dazu. So war es auch bei mir. Als ich ebrake.de im Januar 2000 online stellte, hatte ich mir alles, was dazu nötig gewesen war, selbst beigebracht. Es war eine typische, private, kleine und (design-)technisch nicht wirkliche Offenbarung. Auch das Update, dass zwei Jahre später online ging, war noch sehr einfach gestrickt. Aber zumindest sah die Seite hübsch aus. Mir genügte das nie. Mir fehlte die Dynamik, so wie man sie zum Beispiel hier in meinem Blog erlebt.

Hinzu kam aber ein noch schwerwiegenderer Grund: ich war nicht mehr zufrieden mit meinen Werken. Mit meinem heutigen Können und der Erfahrung als Schreibender kann ich meine damaligen Werke leider nur noch belächeln. Und ich fürchte auch von den Lesern belächelt zu werden, wenn ich meine Gedichte und Kurzgeschichten in dieser Form allen zur Schau stelle.

Die Frage ist nun, ob man denn nicht zu seinen alten Werken stehen sollte. Schließlich stellen sie eine Entwicklung dar, die jeder Autor durchmacht. Das mag richtig sein, aber die wenigsten Autoren präsentieren diesen Entwicklungsweg.

Keine Angst, ich werde nun nicht wie George Lucas es bei der alten Star Wars Trilogie gemacht hatte, einfach alle meine Werke umschreiben und wieder veröffentlichen. Aber ich werde sie mir alle genau ansehen, werde wirklich grobe Schnitzer so gut es geht ausmerzen und schließlich entscheiden, ob ich eine erneute Veröffentlichung mit ganzem Herzen vertreten kann.

Wenn dem so ist, wird ebrake.de in neuem Glanz erstrahlen, mit dynamischen Inhalten und einem persönlichen Gesamtwerk von dem ich mit Stolz sagen kann: Ja, das habe ich gemacht!

(Ein kleiner Nachtrag: auch meinen Roman „Ist ja hinReisend“ wird es vermutlich nicht mehr lange zu kaufen geben, aus oben genannten Gründen. Ich halte euch natürlich auf dem laufenden. Also bestellt, solange es noch geht ;-) )

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Neulich beim Bloggertreffen

Meine größte Sorge, als ich gestern zum ersten offiziellen Bloggertreffen Freiburgs ging, war die, wie peinlich es sein könnte, wenn ich die Blogs der anwesenden Gäste gar nicht kennen würde. Natürlich stellte sich schnell heraus, dass diese Sorge völlig unbegründet war. Erstens, weil auch mein Blog (noch) nicht in aller Munde war. Zweitens, weil die bloggende Community rund um Freiburg ein sehr nettes Völkchen ist, bei der sich nicht alles nur um das Thema Computer, Internet und Blogging dreht. Startschuss zu einem angenehmen und informativen Abend.

Insgesamt zählte ich etwa neun Blogschreiber, darunter natürlich Sven, JC, Niklas, Diana und Jens. Hinzu kamen noch einige Begleiter und zwei reizende Mädels von der BZ (ich gab wohl das kürzeste Interview) und Fudder (Cora, für alle, die die A-Liste kennen), die jeden einzelnen interviewten und auch fotografierten (auf diese Artikel bin ich ja mal gespannt). Wir hockten im Lago am Seepark und ließen uns die Radler und die Schnitzel schmecken, während die Gespräche über Gott ud die Welt in Gang kamen. Für mich war besonders interessant zu erfahren, wie andere Blogger über meine derzeitigen Lieblingsthemen dachten: Für wen schreibe ich? Wie wichtig sind Besucher- und Kommentarzahlen? Wie halte ich es mit aktuellen Themen? Wie lang sollten Artikel sein? Wer findet unsere Blogs und wie?

Bei einem Blick in die Runde dachte ich darüber nach, wie ich die Anwesenden in einem Artikel beschreiben würde. Auf keinen Fall als Stereotypen. Blogger sind tatsächlich anders, offen, sehr nett und nicht die Geeks, für die man sie vielleicht halten würde. An unserem Tisch saßen und diskutierten Menschen über politisches, über die Welt, über das Medium, das wir benutzen, aber auch auch über alle anderen Themen, auf die man unweigerlich in geselliger Runde kommt. Die Interviewerinnen zeigten sich da natürlich als willkommene Eisbrecher.

Schnell wurde klar, dass dieses Treffen nach einer Fortsetzung (oder Wiederholung?) schreit. Und beim nächsten Mal werde ich bestimmt alle anwesenden Blogs kennen.

Die meisten Blogger haben bereits darüber berichtet und erste Fotos gibt es auch schon. Wenn Fudder und die BZ ihre Artikel veröffentlichen, werde ich nochmal darauf hinweisen.

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Vaterfreuden und mehr

Bestimmt darf ich ich das. Ich bin mir recht sicher. Schließlich ist es ja offiziell. Und da ich ebenfalls offiziell bin, darf ich es auch hier verkünden und der Welt, die nicht Svens Blog liest, folgendes mitteilen: Sven wurde Vater, seine liebste Judith wurde Mutter und beide zusammen sind seit gestern Eltern der süßen kleinen Maya. Herzlichen Glückwunsch. Sven hat auch ein Bild der Kleinen veröffentlicht. Seid doch so nett und schreibt ihm was liebes in sein Blog.

Ach ja, der Grund weshalb ich offiziell bin, ist folgender: Im Sommer werden die frisch gebackenen Eltern heiraten und ich werde dabei als Svens Trauzeuge auftreten. Was für eine Ehre. Und was für eine Aufregung. Ich bin für alle Tipps dankbar, wie man erfolgreich wird in diesem Job. (Sven und Judith hatten mich übrigens auch als Paten für die kleine Maya im Sinn, erinnerten sich aber an Hugh Grants Worte in dem Film „About a boy“, dem ebenfalls eine Patenschaft angetragen worden war, und so entschieden sie sich doch lieber für die andere Aufgabe für mich. Gut gemacht, Leute.) So oder so, ich bin sehr froh und stolz, dass sie mich gefragt haben und werde mein Bestes geben.

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Heuschnupfen

Nachdem er mich in den letzten Jahren mehr oder weniger in Ruhe gelassen hatte, erwischte er mich in diesem Jahr mit voller Wucht und hält mich fest in seinem Griff. Der Heuschnupfen. Die Augen tränen und jucken, die Nase läuft und juckt nicht weniger. Ich schätze mal, dass der explosionsartige Ausbruch des Frühlings Schuld daran ist. Vermutlich sind in den letzten Tagen alle Pollen gleichzeitig auf Wanderschaft gegangen, als es so schön warm wurde. Natürlich rannte ich in die Apotheke um mir zumindest mal ein Nasenspray zu besorgen. Leider wirkt es nicht. Da heißt es also: Augen und Nase zu und durch. Ich schicke hiermit einen tränigen und triefigen Gruß an alle Heuschnupfen-Geplagten. Und nun: Taschentücher raus.

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Wenn ihr das hier lest…

…bin ich vielleicht schon tot. Nein, so schlimm ist es zum Glück nicht. Aber gestern diagnostizierte mein Arzt, dass die Krankheit, die mich seit Donnerstag letzter Woche in ihrem festen Griff hält, eine ausgeprägte Angina ist. Mit allem Drum und Dran wie ständige Temperaturen um die 40, Schwindel, Zittern und Schwitzen, und geschwollen Lymphdrüsen, die mich wie ein Hamster aussehen lassen. Außerdem kann ich kaum etwas schlucken und wenn, kann ich es kaum drin behalten. Es ist schrecklich und ich wünsche das echt niemandem. Diesen kleinen Beitrag zu schreiben hat mich mehrere Stunden gekostet, aber ich wollte meine Stammleserschaft (Hallo, ihr Drei) darüber informieren, warum es keine neuen Artikel mehr zu lesen gibt.

Ich hoffe, ich bin bald wieder auf dem Damm. Etwas Gutes hat es allerdings. Durch das Schwitzen und wenige Essen habe ich bestimmt vier Kilo abgenommen. Das heißt, der Sommer kann kommen, meine Strandfigur ist bereit. Bis bald

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Der Misanthrop

Manchmal, an einem Tag wie diesem, bemerke ich, wie groß der Misanthrop in mir ist. Wenn ich noch lange dieses rauchende, besoffene, spuckende, keifende, schreiende, stinkende, eklige, fressende, rotzende, kotzende, asoziale, Dreck machende, nervende, Klingelton downloadende und vorführende, verdammte, elende Pack sehen muss, werde ich zum Massenmörder. Man halte bloß alle Schrotflinten von mir fern. Oh Himmel, wie sehr wünsche ich mir ein nettes kleines Haus (mit Internetverbindung) an einem See in Kanada (wahlweise auch Schweden) wo mich alle (ALLE!) Welt einfach in Ruhe lässt und ich es ihr gleich tun kann.

Frage: Hat hier irgend jemand eine Ahnung und Ratschläge, wie man Pfleger im Zoo wird oder aktiv helfen kann, Elefanten in Afrika vor dem Aussterben zu bewahren? Zuschriften gerne an mich. Ansonsten – lasst mich heut echt in Ruhe. Halleluja.

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