Kategorien
Alles Technisch

Zu VHS Zeiten wäre das nicht passiert

Das die DVD-Industrie mich als Kunden nicht ernst nimmt und mich für blöd verkaufen will, ist ja nichts neues. Nicht zum ersten Mal ärgere ich mich über Unzulänglichkeiten ihrer Produkte. Fangen wir einmal mit einer teils unterirdischen Bildqualität an. Diese lasse ich mir zwar bei Klassikern gefallen, aber wenn ein digital produzierter Film wie beispielsweise „Shrek 2“ so weit herunter komprimiert und schlampig auf Disc gebrannt wird, dass man in jeder Einstellungen Artefakte sieht, sehe ich mich um mein Geld betrogen. Und das oftmals trotz genügendem Speicherplatz. Unverständlich. Was mich ebenfalls regelmäßig ärgert, sind die Zwangseinstellungen. Nach dem Einlegen wird man zuerst nach der Sprache gefragt. Dann beginnen die Trailer (oft genug für Kinofilme – hallo, schon mal daran gedacht, dass man die DVD vielleicht erst gekauft hat, als der Film gar nicht mehr in Kino läuft?), die Copyrighthinweise, die Kopierschutzfilmchen und zwei bis drei Animationen der beteiligten Studios.

Schlimm genug, womit man noch vor dem Film bombardiert wird. Ein Gipfel der Frechheit ist es aber, wenn man diese Sachen nicht überspringen kann. Und, noch schlimmer, nicht einmal vorspulen. In solchen Situationen wünsche ich mir tatsächlich die gute alte VHS Kassette zurück. Auch da musste man erst mal spulen, um den Film zu finden, den man eigentlich sehen wollte. Aber – man konnte wenigstens vorspulen. Und noch etwas, liebe DVD-Industrie: Wenn ich eure Produkte kaufe, bin ich ein ehrlicher Kunde und möchte nicht als potentieller Verbrecher behandelt werden. Schenkt euch also diese ganze Raubkopiererwarnungen. Jemand der sich den Film kopiert oder aus dem Netz zieht, wird sich diese Warnungen auch nicht auf DVD brennen. Die einzigen Menschen, die sich das ansehen müssen, sind diejenigen, die alles richtig gemacht haben.

Wenn dann endlich das Menü erscheint, habe ich es oft genug mit blödsinnigen, langweiligen, unnötigen Animationen zu tun. Da werden Filmszenen gezeigt, laute Musik eingespielt und man wartet fast eine Minute bis man endlich auf „Play“ drücken darf. Danach kommt nochmals eine Animation, dann noch ein Hinweis, dann noch irgendein Hinweis und mit etwas Glück beginnt dann endlich der Film.

Wenn man Pech hat, startet dieser auf Englisch, denn die Sprachabfrage ganz zu Beginn bezog sich natürlich nur auf die Menüsprache. Und es wäre ja auch zu einfach mit der Sprachtaste an der Fernbedienung die richtige Sprache auszuwählen, oder Untertitel einzublenden. Nein, viel zu oft wird man gezwungen, den Film zu verlassen, ins Hauptmenü zu gehen, sich bis zu den Sound Optionen zu hangeln, um danach den Film wieder zu starten.

Angesichts solcher Produkte wundert ihr, liebe DVD-Industrie, euch, wenn die Kunden nicht bereit sind, Geld dafür auszugeben? Wenn man manchmal (gemessene) vier Minuten warten muss, bis man endlich den Film schauen darf, den man sehen wollte? Wenn man auch während der Wiedergabe gegängelt wird? Wenn man schlechte Qualität geboten bekommt? Wenn die Filme geschnitten und verändert sind? Mit neuen Synchronisierungen ausgestattet, aber dafür ohne Bonusmaterial? Wenn ein halbes Jahr nach dem Kauf die Special Edition des Films erscheint, danach die Exklusive Premium Edition und danach wieder die Uncut Directors Edition? Nur um ein Jahr später noch die Gold Edition vorgesetzt zu bekommen und sich erneut richtig veräppelt zu fühlen?

Mir schwant wahrlich Böses mit der Einführung von BluRay und HD-DVD.

Weshalb ich mich gerade jetzt so echauffiere? Weil ich aus der Videothek komme, wo ich mir Disneys „Arielle, die Meerjungfrau“ mitgenommen habe. (He, nicht lachen, das ist ein schöner Film, mit dem ich aufgewachsen bin und der perfekt geeignet ist für so trübe Tage) Endlich auf DVD erschienen, wollte ich mal wieder in Erinnerungen schwelgen. Disney ist schon immer dafür bekannt gewesen, ihre DVDs völlig am Kunden vorbei zu produzieren. So auch hier. Die deutsche Tonspur ist eine grässliche Neusynchronisation aus dem Jahr 1998 und hat nichts mehr mit dem Charme der alten Version zu tun. (Ja, von mir aus, Kids die den Film zum ersten Mal sehen, werden ihn dennoch mögen) Aber der Gipfel und letztendlich auch der größte Lacher ist ein brandneues Feature, das mit einem extra Filmchen angepriesen wird. Diese DVD ist nämlich mit Fast Play ausgestattet. Boah, Fast Play. Läuft der Film dann schneller? Nein, dieses Feature, das ich ehrlich gesagt „Selbstverständlichkeit“ getauft hätte, lässt den Hauptfilm schneller starten. So sagt es zumindest die Stimme in dem Filmchen, während Tinkerbell herum wuselt. Ich kann also einfach Fast Play wählen oder zum Hauptmenü gehen. Ich habe beides probiert. Bei Auswahl von Fast Play werde ich wieder mit den üblichen Filmtrailern genervt. Gehe ich direkt zum Hauptmenü, kann ich dort den Film sofort starten. Tja, Disney, ich schätze mal mit Fast meintet ihr nicht das englische „schnell“ sondern eben das deutsche „fast“. Denn der Film startete ja auch fast sofort.

PS: Solltet ihr in einem Jahr die Special Edition mit der alten Tonspur veröffentlichen (und es ist völlig egal, wenn die nur in Stereo vorliegt), werde ich über einen Kauf vielleicht nochmal nachdenken. Denn jetzt weiß ich ja, dass man nur Fast Play deaktivieren muss, um drei Minuten Lebenszeit zu sparen.

0
Kategorien
Alles Andere Alles Persönlich Alles Technisch

Glaubenskriege

Mit Fundamentalisten ist nicht gut Kirschen essen. Sie verstehen keinen Spaß. Man kann nicht mit ihnen diskutieren. Ganz egal ob sie religiös, politisch oder sonst irgendwie motiviert sind. Ebenfalls schlimm sind die Technik Fundamentalisten. Ich weiß das, denn ich war selbst mal einer. Heute gehe ich das alles etwas lockerer an, wobei ich aber gestehen muss, dass ich nur ungern etwas auf meinen iPod kommen lasse.

Damals, als ich noch dazu gehörte, entbrannte ein Glaubenskrieg zwischen den Amiga Jüngern und den Atari ST-Anhängern. Zwei Homecomputersystem, die sich recht ähnlich waren, sich aber doch soweit voneinander unterschieden, das man sich für eine Seite entscheiden musste. Entweder aus Pragmatismus, aus Geldgründen, Überredung oder schlichter Überzeugung. Jeder Fundamentalist versucht die anderen zu überzeugen und ist selbst absolut überzeugt, dass alle anderen falsch liegen. Also alle, die sich für den falschen Homecomputer entschieden hatten. Den Atari ST. Ich meine, es war doch offensichtlich, dass der Amiga die eindeutig bessere Maschine ist.

Interessanterweise entbrennen die meisten Glaubenskriege nur zwischen zwei Kontrahenten, selbst wenn es unzählige Alternativen gibt. Diese Kontrahenten kämpfen meisten auch direkt gegeneinander, während die Alternativanbieter einfach im Strom mit schwimmen und von den Resten leben (also von den Leuten die sich nicht entscheiden können, wollen, dürfen). Deshalb fängt ein Alternativnutzer auch keine Diskussion an. Er ist froh, überhaupt mitmachen zu dürfen. Das genügt ihm. Meist behauptet er sogar, absichtlich eine Alternative zu nutzen, um sich dem Stress mit den ewigen Diskussionen zu entziehen. Echte Fundamentalisten lächeln über derartige Aussagen. Echte Fundamentalisten wählen einen der Großen in ihrer Sparte und unterstützen und verteidigen diesen auch bis zum bitteren Ende (bis das Produkt langweilig, eingestellt, oder durch etwas besseres ersetzt wird. Geeks sind hiervon übrigens ausgenommen; die kaufen und nutzen einfach alles).

Früher gab es zum Beispiel auch den schönen Streit zwischen Sega und Nintendo Fans. Heute laufen ähnliche Diskussionen zwischen X-Box und Playstation (vielleicht auch demnächst ein bisschen mit der Wii, aber das glaub ich nicht). Auch zwischen Nintendo DS und der PSP wird es wohl nie Einigkeit geben.

Es ist noch gar nicht lange her, da stritt man darum, ob Nokia oder Siemens Handys besser seien. Mercedes und BMW ist auch ein Beispiel. Oder einfach nur Coca Cola gegen Pepsi. Die Liste ist lang, die Kriege stets sinnlos, aber leidenschaftlich.

So lernte ich letztens einen Kerl kennen, dem ich mit den Worten vorgestellt wurde: „Er hat übrigens eine Nikon D50.“ Die prompte Antwort von ihm beim Händeschütteln lautete: „Ach eine Nikon. Ich habe eine Canon, denn ICH will richtige Fotos machen.“ Aha, dachte ich, ein humorloser Canon Fundamentalist. Und damit war das Gespräch für mich beendet (für ihn übrigens auch). Wie gerne hätte ich mich über Fotografieren unterhalten, gerne auch über unsere Kameras, Erfahrungen ausgetauscht. Doch wie gesagt, mit solchen Leute kann man einfach nicht reden. Schon gar nicht, wenn so ein Satz gleich zur Begrüßung fällt. Um es mal kurz klar zu stellen, ich habe überhaupt nichts gegen Canon Kameras. Mein Nikon war nur zur rechten Zeit, zum rechten Preis am rechten Ort. Ich zweifle nicht daran, mit einer Canon EOS ebenso glücklich geworden zu sein.

Was mir ebenfalls langsam auf den Senkel geht, ist der ewige Streit, ob denn Apple Rechner oder Windows Rechner besser seien (wie damals bei Amiga und Atari. Und ja, ich weiß, euch Linux User gibt es auch noch und ihr kämpft hart um Anerkennung. Aber mal ehrlich, seid ihr nicht die Volvo Fahrer auf einer BMW-Mercedes Straße? Just kidding).

Hätte ich das nötige Kleingeld, würde ich mir sofort ein MacBook kaufen. Keine Frage. Dennoch bin ich mit meiner Windowsmaschine höchst zufrieden. Alles läuft und funktioniert so, wie ich es will. Denn seien wir wieder mal ehrlich, Apple Rechner sind nicht sooo toll, wie sie von den Jüngern dargestellt werden (oder?). Ebenso sind Windows Rechner nicht sooo schlecht, wie sie von allen gemacht werden. Beide Systeme haben Ecken, Kanten, Unzulänglichkeiten, Probleme und sind weit von jeglichem Perfektionismus entfernt. Auf beiden System können böse Dinge geschehen, auf beiden Systemen kann man ganz schöne Scheiße anstellen. Denn letztlich kommt es doch ohnehin nur auf den User an der Tastatur an. Hat der keine Ahnung, was er eigentlich macht, hilft ihm das beste System nichts. (Oh, ich höre schon, wie das Bashing gleich wieder beginnt)

Andererseits, wie erwähnt, lasse ich auf meinen iPod nichts kommen, obwohl es gewiss günstigere, besser ausgestattete, reichhaltigere Mp3-Player gibt (aber halt keine schickeren.)

Zu meiner wilden Zeit als Womanizer (haha) hatte ich eine kleine Liste von Glaubensfragen. Geschickt in ein Gespräch eingestreut, konnte ich so recht einfach heraus finden, wie die umworbene Frau in grundlegenden Fragen tickte. So erkannte man schnell ob es Übereinstimmungen (und eine gemeinsame Zukunft) gab. „Wenn du die Wahl hättest, wofür würdest du dich entscheiden? Pepsi oder Coke? BMW oder Mercedes? Siemens oder Nokia? SC Freiburg oder Bayern München? Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang? Berge oder Strand? Oben oder unten?“ Wusste eine Frau bei der letzten Frage nicht mal, wovon ich hier spreche, war die Sache klar. Mit solchen Frauen kann man nicht sprechen. Da bin ich echt ein Fundamentalist.

0
Kategorien
Alles Technisch

Gott, bin ich schön

Jeder versucht auf die eine oder andere Weise gut auszusehen. Die meisten versuchen sogar besser auszusehen. Da sind alle möglichen Hilfsmittel recht. Und während in der professionellen Fotografie mit Licht, Make-Up und Photoshop gearbeitet wird, versucht ein israelischer Forscher es auf eine elegantere Art, jeden Menschen attraktiver erscheinen zu lassen.

Die Idee dahinter ist recht simpel, seit man Schönheit mathematisch berechnen kann. Schönheit liegt nämlich nicht immer im Auge des Betrachters sondern ist eine Frage der Symmetrie. (Oder dem Fehlen von Symmetrie, was wiederum auf manch andere anziehend wirken kann.) Die Software von Tommer Leyvand rechnet ein Bild, ein Gesicht so um, dass nur feine Nuancen geändert werden. Die Nase etwas kleiner, die Stirn nicht gar so hoch, die Augen etwas näher am beliebten Kindchenschema. Das Ergebnis verblüfft wirklich. Die Gesichter sehen nicht künstlich verfremdet oder bearbeitet aus. Der ursprüngliche Mensch ist noch gut zu erkenne, nur eben ein wenig, naja attraktiver (ich möchte teilweise nicht wissen, wie unsere strahlenden Stars und Models ohne Make-Up und perfektem Licht aussehen)

Faszinierend, was man damit alles machen könnte. Ich stelle mir vor, wie diese Software in Digitalkameras arbeiten könnte. Zusammen mit einer Gesichtserkennung würde man bei jedem Schnappschuss attraktiv aussehen. Das macht Sinn, denn wir Menschen neigen ohnehin dazu, Erinnerungen zu verklären und uns vergangenes weitaus schöner vorzustellen, als es tatsächlich war. Bis man dann die Fotos sieht und denkt: „Oh Gott, sah ich scheisse aus damals.“ Das wäre vorbei. Die Fotos würden unserer Erinnerung gerecht werden.

Was wäre, wenn diese Software gar den ganzen Körper berechnen könnte? Mama im Badeanzug auf Malle plötzlich mit knackiger Figur? Papa beim Grillen im Garten ohne dicken Bauch und hohe Stirn? Vielleicht sogar die Pickel der Tochter einfach weg gerechnet?

Wie sehr würden Realität und Schönheitswahn sich vermischen? Wann würden die ersten Gegner aufschreien mit ihrem von Gott gegebenem Recht auf Hässlichkeit? Wie würden sich Sicherheitsgesetze verändern, wenn der Zollbeamte und Gesichtserkennungssoftware am Flughafen die kontrollierten Menschen nicht mehr den hübschen Leuten auf den Passfotos zuordnen könnten?

Wie auch immer, ich finde die Idee faszinierend und habe mir über diverse Quellen sogleich eine frühe Version der Software besorgt um es mit einem meiner Fotos zu versuchen. Und siehe da, nur eine klitzekleine Bewegung am Schieberegler genügte, um mich attraktiver aussehen zu lassen. Das Ergebnis seht ihr hier. Verblüffend, oder?

tomandme

0
Kategorien
Alles Technisch

Ausgebloggt

Man kann auf alles verzichten, wenn man nur will. So machte es mir im Urlaub letztes Jahr nichts aus, kein Internet zu haben. Und ich kann auch auf ein Handy verzichten und auf TV sowieso. Und auch auf mein Blog. Wenn ich nur will. Aber werde ich zu dem Verzicht gezwungen ist es eine fürchterliche Qual. So musste ich schon mal einen Tag lang ohne Internet auskommen, obwohl ich ganz dringend (ehrlich) rein sollte. Eine Qual.

Und an diesem Wochenende war ich gezwungen zu beobachten, wie mein Blog einfach nicht funktionieren wollte. Ich möchte nicht zu sehr ins Details gehen: sagen wir einfach so, dass Sven, der mir mit seiner Firma den Server für mein Blog zur Verfügung stellt, zum wiederholten Mal Ärger mit der Firma hatte, die Svens Firma die Server zur Verfügung stellt. Und so wurde der vergangene Sonntag in meiner Besucherstatistik zum schlechtesten aller Tage, denn ich hatte gleich mal gar keine Besucher.

Wie gesagt, ohne mein Blog auszukommen ist kein Problem, aber vor dem Schirm zu sitzen und auf „aktualisieren“ zu klicken in der Hoffnung, dass es endlich wieder erscheint, ist qualvoll.

Sven, der Großmeister und seine Truppe haben es nun zum Glück in den Griff bekommen, mein Blog ist umgezogen und damit sollten alle Probleme hoffentlich behoben sein. Ich entschuldige mich für ein Wochenende, an dem nicht wirklich alles Roger war.

0
Kategorien
Alles Technisch

Backup? Welches Backup?

Murphys Gesetzt kennt jeder. „Alles was schief gehen kann, geht auch schief.“ Jeder, der mit Computern zu tun hat, kennt Murphys Gesetz besonders. Eines dieser Gesetzt lautet: „Die Gefahr all seine Daten komplett zu verlieren, steigt mit der Zeitspanne des letzten Backups.“ Also habe ich mir Gedanken über Backups gemacht.

Bisher brannte ich so alle ein bis zwei Monate alles, was mir lieb und teuer ist auf DVD-RWs. Der Grund, warum ich das nur so selten machte, liegt an der Umständlichkeit dieser Methode. Ich saß manchmal zwei bis drei Stunden an so einer Aktion, bis die 7 DVDs gebrannt waren. Wenn tatsächlich der Ernstfall eingetreten wäre, hätte ich also nur die Daten von vor zwei Monaten gehabt. Zum Glück bin ich kein Programmierer oder ähnliches, habe also nicht pausenlos neue, wichtige Daten auf der Festplatte, die es zu schützen gilt.

Dennoch beschloss ich dies alles etwas zu vereinfachen. Ich kaufte mir eine externe Festplatte. Da kann man die Sachen einfach rüber kopieren und alles ist geschützt vor Verlust, versehentlichem löschen und Virenangriffen.

Natürlich will man so etwas nicht von Hand machen. Der Markt bietet auch unzählige Produkte, die einem die Backups erleichtern sollen. Vor ein paar Wochen berichtete und testete die c’t und ich nahm mir die Zeit, einige dieser Programme auszuprobieren. Um es ganz kurz zu sagen. Für mich taugte keines etwas. Bei allen war es mir zu mühselig, die richtigen Einstellungen zu treffen. Dann stellte ich fest, dass manche meine Daten in große Pakete packten, was mir irgendwie unbehaglich war (man stelle sich vor, ein 80 Gigabyte Paket hat einen kleinen Fehler – damit wäre alles zum Teufel). Weiterhin erkannte ich, dass in einem Fall gar nicht alles in das Backup aufgenommen wurde. Schließlich kam ich mit inkrementellen und differentiellen Backups nicht klar, weil mir die Übersicht fehlte, was denn nun noch in meinem Backup war und was nicht. Und dann hat es doch tatsächlich eines der Programme gewagt einfach auszusteigen, immer an derselben Stelle. Ich möchte hier mal kurz betonen, dass auf meinem Rechner bisher KEIN Programm einfach so seinen Dienst versagt hat. Und wenn ich mich nicht auf ein Backup-Programm verlassen kann – na dann lass ich es ganz weg.

Meine Strategie sieht deshalb wie folgt aus:

Mein PC ist sehr aufgeräumt und alles befindet sich in entsprechenden Ordnern. Ich werde also einfach immer dann, wenn sich etwas größeres verändert hat, die Ordner Musik, Programme, Texte, Bilder etc. markieren und auf die externe Platte kopieren. Dann kommt die Platte an einen sicheren Ort. Zusätzlich lasse ich mir von Windows mit der eingebauten Sicherung alle Anwendungsdaten in ein Paket schnüren, das ebenfalls auf die externe Platte kommt. Weiterhin suche ich noch nach einem guten (vielleicht kostenlosen) Image Tool, um die Boot Partition komplett zu sichern. Und zu guter Letzt werde ich die Sachen, die wirklich niemals verloren gehen dürfen (meine Romane, meine Fotos etc.) zusätzlich wieder auf DVD brennen.

Das klingt alles stressiger als es ist. Allerdings weiß ich auch, dass es einfacher gehen könnte. Aber wie gesagt habe ich gerne die Kontrolle. Wer von euch bessere Ideen hat, möge sich bitte melden (aber bitte nicht mit Kommentaren, wieviel einfacher das auf Mac und/oder Linux ist).

Dass einem kein noch so perfektes System helfen kann, wenn die größte Gefahr, nämlich der Benutzer, Mist baut, musste nicht nur Diana letztens erkennen (einige ihrer wichtigen Daten waren verloren gegangen, vielleicht unabsichtlich gelöscht. Und natürlich lag das letzte Backup zu weit zurück). Auch mir ist es erst am Wochenende passiert. Ich wollte ein Backup meines Blogs machen. Serendipity bietet dafür ein schönes Plugin an, das im Grunde alles richtig macht. Aber ein falscher Klick und es spielte mir ohne Vorwarnung ein älteres Backup zurück. Glücklicherweise war dieses Backup nur zwei Tage alt, aber mein neuester Artikel über die Radfahrer war für immer verschwunden und verloren (dabei fand ich die Diskussion in den Kommentaren so spannend – tut mir Leid, Freunde).

Deshalb gilt ab jetzt auch hier die Strategie: Jeder Artikel, der etwas tief gehender ist, als nur ein Hinweis auf einen Filmtrailer wird in Zukunft schon auf meinem Rechner gespeichert.

Und falls jemand in seinem Firefox oder IE Cache meinen „Bicycle Race II“ Artikel findet und mir zuschickt, bekommt ein Eis.

0
Kategorien
Alles Technisch

Das Leben ist analog

Digital soll alles sein. Und digital wird auch immer mehr. Egal wo, überall wird einem suggeriert, dass digital grundsätzlich besser ist. Doch in den meisten Fällen wachen die Menschen auf und erkennen den Trugschluss. Nicht alles digitale ist grundsätzlich besser. Denn digital heißt grundsätzlich künstlich. Aber das Leben ist analog und die meisten Menschen ziehen das echte Leben zum Glück einem künstlichen vor. Noch.

Ich als Technik-Freak begehe natürlich einen Frevel, wenn ich jetzt anfange über alles digitale zu wettern. Eigentlich möchte ich das auch gar nicht. Wer so viele digitale Geräte zu Hause hat, darf sich nicht beschweren. Oder bekomme ich etwa einen Zivilisationskoller? Mitnichten. Eher festigt sich in mir eine gesunde kritische Haltung gegenüber der Digitalisierung. Wenn alles um einen herum beginnt künstlich zu werden und künstliche Welten als das A und O beworben werden, so sollte man langsam beginnen, diese Bewertung zu hinterfragen.

Natürlich liebe ich (in völlig geek-haftem Sinne) meinen Rechner, meinen Fernseher, das Internet, den iPod, meine Nikon D50, mein Handy, mein schnurloses Festnetzphone, meine digitale Waage (naja, eigentlich liebe ich die nicht wirklich), meinen Dolby Digital Receiver und alles, was ich sonst noch an technischem Schnick Schnack herum fahren habe.

Das digitale Fernsehen liebe ich nicht. Noch nicht. Das liegt zum einen daran, dass ich Fernsehen allgemein nicht mehr liebe (ich mag lieber Filme auf DVD, haha). Zum anderen stelle ich eben hier fest, dass die Umstellung auf digital eben keinen Vorteil bringt. Zumindest für mich.

Wie vor kurzem berichtet, habe ich mir einen Digital Receiver geleistet und habe ihn nun angeschlossen und getestet. Mein Fazit: Das Bild sieht im ersten Moment besser aus. Ab hier fangen aber die Kritikpunkte an. Das Bild ist zwar etwas schärfer, aber gespickt mit unschönen Kompressionsartefakten (das kann man selbst ausprobieren, wenn man ein Foto nimmt und die JPEG-Komprimierung auf 20 setzt). Gerade bei schnellen Bewegungen zeigen sich Artefakte. Die Umschaltung von einem Kanal zum nächsten geht ein bis zwei Sekunden (das ist nicht viel, nervt aber auf Dauer doch). Die Handhabung des Receivers (Humax PR Fox C) könnte kaum umständlicher sein. Ich habe jetzt noch eine zusätzliche Fernbedienung herum liegen. Erst schalte ich mit einer den TV ein, dann mit der nächsten den Videorecorder, mit der nächsten den Digital Receiver und vielleicht wieder mit der nächsten den DVD Player und/oder den Verstärker. Natürlich habe ich auch eine Multifunktionsfernbedienung, die zwar vieles kann – aber eben doch nicht alles, weshalb alle Fernbedienungen weiterhin griffbereit unter dem Tisch liegen.

Achja, digital aufnehmen kann ich noch nicht. Der Receiver stellt sein Bild nur dem Fernseher zur Verfügung, nicht aber dem Videorecorder. Dieser will einfach nur das analoge Programm. Naja, nun hab ich zumindest beides noch. Denn die Programmvielfalt, die einem im digitalen Netz versprochen wird, muss natürlich teuer bezahlt werden. Wozu ich nicht bereit bin. Und deshalb habe ich kein Programm mehr als zuvor (Mitte August soll endlich das österreichische und Schweizer Fernsehen ins Digitalnetz eingespeist werden – dann sieht die Welt wieder etwas besser aus). Dafür fehlt im digitalen Netz eben so manches oder muss nachbestellt werden.

Mag sein, dass meine hier geschilderten Erfahrungen in anderen Städten viel besser aussehen, dass man mit anderen Receivern mehr Spaß hat, dass ich einfach zu pingelig und kritisch geworden bin. Aber ich möchte mich ähnlich wie beim nichts sagenden Digitalzoom bei Kameras einfach nicht mehr für dumm verkaufen und mir einreden lassen, dass mir der Wechsel auf Digital eine viel schönere Welt bietet. Denn das ist in den meisten Fällen gelogen. Die echte Welt ist analog. Auch wenn ich sie mit einem iPod und einer Digitalkamera durchstreife.

0
Kategorien
Alles Technisch

Das digitale Fernsehen

Es scheint ja beschlossene Sache zu sein, dass die Bundesregierung 2010 das komplette analoge Fernsehnetz in Deutschland abschalten lassen will. Ob dies auch tatsächlich so kommt, wird man sehen. Denn die Grundversorgung muss weiterhin gegeben sein, selbst wenn bis dahin erst 50% der Bundesbürger einen Digital Receiver entweder zusätzlich gekauft oder bereits in ihrem TV-Gerät haben. Ich habe mich dazu entschlossen, jetzt schon auf den digitalen Zug aufzuspringen Dabei gucke ich kaum mehr Fernsehen.

0