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Alles Persönlich

Gedanken zum neuen Jahr

Das Jahr neigt sich dem Ende und wie alle Welt mache auch ich mir Gedanken über Vergangenes und Kommendes. In den letzten paar Wochen gab es besonders drei Begriffe, die mich schwer zum Nachdenken angeregt haben und die auch irgendwie in Verbindung zueinander stehen. Und das in der Offline- wie in der Online-Welt. (kleine Warnung vorweg: dies ist ein recht langer Artikel und sollte nur mit der nötigen Zeit und Muße gelesen werden.)

Selektion.

Unser aller Leben ist bestimmt durch Selektion. Kaum eine Minute, in der es nicht darum geht, Entscheidungen zu treffen, egal wie banal oder wichtig sie sein mögen. Egal ob bewusst, oder vollkommen unbewusst. Ständig haben wir die Wahl. Und beinahe auch die Pflicht, eine zu treffen.

Das ist in unserem alltäglichen Arbeits- und Privatleben genauso wie im großen weiten Internet. Und… ständig die Wahl zu haben, entscheiden und auswählen zu müssen stellt uns vor immer größere Probleme. Denn das Angebot aus dem gewählt werden kann wird stetig gewaltiger und unüberschaubarer.

Zuletzt fiel mir das auf, als ich auf den Podcasting Zug aufsprang und in meinem iTunes Podcasts abonnierte, die sich auch nur ansatzweise interessant anhörten. Schnell wurden die Gurken aussortiert und gelöscht aber dennoch blieb es ein volles Programm. Als ich dann vier Tage nicht dazu gekommen war, die neuesten Episoden meiner Abos zu hören, hatte sich insgesamt 24 Stunden Programm angesammelt. Und das war mir eindeutig zuviel. Es artete in Stress aus. Ich wollte nicht Podcasts hören müssen, nur um am Ball zu bleiben. Es sollte Vergnügen und Information sein, mehr nicht. Also filterte ich diejenigen heraus, die mir nichts brachten außer Zeitvertreib und siehe da – ich höre jetzt viel entspannter (und bin genauso informiert und unterhalten wie zuvor).

Natürlich ist die Gefahr immer groß, etwas Gutes dabei zu verpassen. In der Bloggosphäre ist das genauso. Ich kann ganz einfach nicht alle Blogs lesen, ich muss mich auf einige wenige beschränken. Anfangs hatte ich ebenfalls sehr viele Blogs abonniert, kam aber nach kurzer Zeit dahinter, dass es mir nicht das geringste brachte. Bei Blogs und Podcasts ist es allerdings nicht leicht zu entscheiden. Schließlich ist es wie bei TV-Serien – es gibt gute und schlechte Episoden und man kann nicht von einer Episode auf die Qualität des Ganzen schließen. So muss man sich mehrere Episoden angucken (oder in diesem Fall eben anhören und lesen) um entscheiden zu können, was man will und braucht.

Wenn ich Blogs besuche, die mit einer Ellenlangen Linkliste (Blogroll) protzen, schüttle ich leicht den Kopf. Denn wem soll eine solche Liste etwas bringen (außer Linkzählern)? Dem Leser und den Machern der Blogs wohl kaum etwas. Ich muss doch davon ausgehen, dass der Blogbetreiber nur deshalb eine solch große Liste hat, um damit auch in die Listen der verlinkten Seiten aufgenommen zu werden (was man ihm natürlich absolut nicht vorwerfen kann).

Ich als Leser und Suchender mag es aber lieber, wenn ich ein Blog gefunden habe das mich unterhält, mich informiert und auf meiner Wellenlänge liegt und mir dieses Blog einige wenige gute Blogs empfiehlt. Ich verliere nicht den Überblick, kann mir die Empfehlungen ansehen und entscheiden. Und ich muss mich nicht durch 200 Blogs durchlesen, was ich ohnehin weder zeitlich noch nervlich durchhalte. Natürlich ist auch dies ein Prozess der ähnlich verläuft wie bei den Podcasts oben beschrieben. Und natürlich kann ich dadurch auch so manche gute Seite verpassen. Allerdings findet man so auch einige Perlen und diese stehen in meiner Liste drin – nur Seiten, die ich selbst regelmäßig besuche und mit gutem Gewissen wärmstens empfehlen kann (und die von mir empfohlenen Blogger scheinen wohl ähnlich zu denken – so schließt sich der Kreis dieses Gedankengangs).

Vergänglichkeit.

In dieser schnelllebigen Zeit ist nur wenig von Bestand. So manches, das heute noch als hip gilt, ist morgen out. Aktuelles ist morgen alt. Wichtiges morgen vergessen. Nirgendwo lässt sich das besser beobachten als in der Bloggosphäre. Nun mag man vielleicht anmerken, dass genau dies der Vorteil der Blogs ist – nur was aktuell ist, ist wichtig. Aber stimmt das wirklich?

Seit etlichen Jahren betreibe ich meine Homepage ebrake.de. Ich habe sie selbst entworfen, selbst gebastelt und gepflegt. Darauf präsentiere ich meine Gedichte, meine Kurzgeschichten, meine Romane (zwei) und meine Fotografien. Also alles, was mein Privatleben, mein Hobby hergibt. Und all das möchte ich auch für spätere Zeiten bewahren und zur Verfügung stellen. Das heißt, ich schreibe nicht eine Kurzgeschichte, stelle sie online und ersetze sie ein paar Tage später durch die nächste. Ich will der Welt etwas hinterlassen (so schmalzig das auch klingt – aber hey, jeder Künstler will das, egal ob Maler, Musiker, Fotograf, Autor etc.), also lege ich auch Wert darauf, dass die (Online-) Welt bitte nicht vergisst, was ich hier geschaffen habe. Egal wie gut oder schlecht mein Werk ist, so ist es doch ein Teil von mir und genauso wie ich nicht will, dass man mich einfach vergisst, will ich nicht, dass man mein Werk vergisst.

Beim bloggen muss ich wohl umdenken und ich gestehe, dass mir das noch schwer fällt. Wenn ich kurze Artikel darüber schreibe, dass mir ein Film gut gefallen hat oder ich über das schlechte Wetter motze, so ist das in der Tat nichts anderes, als wenn ich mich in einem Cafe mit jemandem über das Thema unterhalte. Es ist einfach ein Thema, das mich gerade interessiert und über das ich meine Meinung loswerden will. Viele Blogs bestehen ausschließlich aus solchen Artikeln. Objektive Belanglosigkeiten, die durch das Schreiben und Veröffentlichen zu einer Bedeutung gelangen (das ist teilweise sogar die Faszination am bloggen).

Wenn ich nun aber Artikel schreibe, die mir sehr viel bedeuten, über die ich mir sehr viele Gedanken gemacht habe, die ich auch dementsprechend ausarbeite und formuliere, so tut es mir weh, wenn ich weiß, dass diese „Kleinode“ durch meine nächste „belanglose“ Filmkritik nach hinten geschoben, nicht mehr gelesen und dadurch belanglos und vergessen werden.

Was also hat Bestand in der Bloggosphäre? Schreibe ich hier Fast Food? Sind die Gedanken, die ich der Welt hier mitteilen möchte nur eine bestimmte, kurze Zeit gültig? Der Gedanke macht mich traurig.

Allerdings deckt er sich immer mehr mit der Offline Welt. Denn auch hier könnte ich fragen, wo die Werte bleiben. Was uns noch wichtig ist. Was von Bestand ist. Worauf man sich verlassen kann.

Na gut, ich gebe zu, das ist vielleicht etwas zu hochtrabend und führt auch zu weit. Dennoch sollte man sich immer ein wenig vor Augen halten, dass der größte Teil der Blogschreiber (so auch ich) dieses Hobby deshalb ausüben, um etwas zu sagen, der Welt etwas zu hinterlassen, ihre Kreativität einsetzen in der Hoffnung, bei den Lesern etwas auszulösen. Ganz ehrlich, die Schreiber, die das nicht tun, sind schnell entlarvt.

Wert.

Man sagt mir, ich solle nicht zuviel schreiben, da die Leser bei zu langen Texten schnell das Interesse verlieren könnten (besonders wenn man sie am Bildschirm lesen muss). Und ich solle mehr über Themen schreiben, die die Leute offensichtlich interessiert. Wir kamen darauf, weil ich teilweise traurig darüber war, wenn ich zu einem Artikel, der mir selbst viel bedeutete, keinen Kommentar lesen konnte. Andere Artikel zogen allerdings etliche Kommentare nach sich und zeigten mir, dass es offensichtlich doch viele Menschen draußen gibt, die interessiert mitlesen und mitdenken (und ich möchte nicht hoffen, dass es nur Artikel sind, in denen die Worte Chiara Ohoven, Paris Hilton, Britney Spears, Kate Moos, Sex, nude etc. vorkommen). Das Feedback in Form von Kommentaren ist ein Gradmesser dafür, welchen Wert das Schreiben hat. Es ist der Dialog mit dem Leser, der hier wichtig ist (wichtiger noch als beim Buchautor, der den Erfolg ja auch auf seinem Konto und den Bestsellerlisten erkennen kann).

Wenn ich nun einen Artikel schreibe, der keine Kommentare entlockt, heißt das dann automatisch, ich habe etwas schlechtes geschrieben? Oder etwas, das die Leute nicht interessiert? Wie oft lese ich täglich Blogeinträge, die mich interessieren, die ich aber nicht kommentieren möchte – aus den unterschiedlichsten Gründen (weil ich keine Meinung dazu habe. Oder keine Ahnung.)?

Ich schätze auch hier muss ich lernen um zu denken. Kommentare sind weniger Gradmesser des Erfolgs als Besucherzähler. Und auch die sind doch nur reine Statistiken. Was also macht den Erfolg eines Blogs aus? Woher weiß ich, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe? Wer sagt mir, dass es sich „lohnt“, so weiterzumachen und wer sagt mir, was sich ändern sollte?

Wie weiß ich, ob all das, was ich hier tue von Wert ist, nicht sofort der Vergänglichkeit anheim fällt und in der großen Welt der Selektion wahrgenommen wird?

Ich bin unwissend und schreibend und wünsche hiermit all meinen treuen Lesern, die diese Seite regelmäßig und mit Freude besuchen einen guten Rutsch ins Jahr 2006. Und dann sehen wir weiter.

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Alles Erzählt Alles Lustig

Englischer Titel, deutsche Zahl

Es gibt wahrlich bescheuerte deutsche Filmtitel. Man fragt sich manchmal wirklich, was sich diese “Kreativen” in den Verleihfirmen da denken, wenn sie zugekifft um vier Uhr morgens beschließen, die dümmste aller Varianten zu wählen. Ich werde demnächst mal eine Liste mit sagenhaft dämlichen Namensgebungen präsentieren. Doch nicht nur diese “Erfinder” machen Fehler. Auch wir Leser.

Interessant wird es nämlich, wenn der englische Originaltitel belassen wird. Denn dann passiert etwas, das mir auch bei Spieletiteln (die im Grunde immer englisch bleiben) aufgefallen ist. Selbst wenn der Titel eindeutig der englischen Sprache zuzuordnen ist, werden darin befindliche Zahlen auf Deutsch gesprochen. So heißt es nicht “Toi Storie Tuu” sondern “Toi Storie Zwei”. Man sagt auch nicht “Mischen Impossibel Tu” oder “Liefel Wueppen For”. Schon gar nicht hört man “Bettelfield Neintienfortiewon” sonder immer nur “Bettelfield Neunzehnhunderteinundvierzig”.

Woran liegt das? Mir fiel auf, dass auch ich Zahlen immer deutsch behandle. Dabei ist für jeden, der “Jurassic Park” aussprechen kann, das Two ebenso leicht wie die Zwei. Beim englischen “Three” könnte man sich ja noch mit der für uns beschwerlichen Aussprache heraus reden.

In einem einer Lieblingsbücher “Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod” (Teil Won und Tuu) schreibt Autor Sick, dass die deutsche Sprache zwar sehr gerne fremde Ausdrücke annektiert, besonders Anglizismen immer häufiger Einzug finden. Doch selbst wenn ein englisches Wort übernommen wird, bedeutet dies nicht gleichzeitig, dass auch die englische Grammatik zum Tragen kommt. So ist die Mehrzahl von Party nun mal Partys und nicht Parties (beim Handy (das ja weder deutsch noch englisch ist, sondern eine Erfindung) verfährt man ebenso).

Ich frage mich, ob es bei Zahlen in Verbindung mit englischen Ausdrücken vielleicht genauso ist. Ich werde die Antwort wohl dieses Jahr nicht mehr finden. Aber Tuufausendsix wird es doch hoffentlich klappen.

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Alles Gefragt

In welches Ohr den Knopf?

Weihnachtszeit – Geschenkezeit – Spielezeit. Vor wenigen Tagen kam zu diesem Thema ein Spiegel TV Extra im Fernsehen und ich konnte mit leuchtenden Augen hinter die Kulissen von Märklin, Lego, Carrera und Konsorten blicken. Außerdem ging es in dem Bericht um Steiff, die für ihre Plüschtiere und ihre Teddys (benannt nach dem US-Präsidenten Theodor Roosevelt) weltweit bekannt sind. Markenzeichen der Firma ist der Knopf im Ohr. Als ich in dem TV-Bericht gesehen habe, dass Steiff unter anderem auch Frösche herstellt (die man wunderbar an die Wand werfen kann, um daraus einen Prinz entstehen zu lassen (und nicht wie allgemein und überaus falsch angenommen wird, durch küssen)), stellte sich mir doch gleich die Frage, in welches Ohr des Frosches der Knopf kommt. Denn Frösche haben doch keine sichtbaren Ohren um etwas dran zu tackern. :-)

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Alles Andere

Sex sells – Server in der c’t

Sex sells. Das ist eine altbekannte Weisheit und stimmt zumindest bei den männlichen Käuferschichten. So ist es nicht verwunderlich, daß Marketingstrategen Sex gezielt dort einsetzen, wo man hauptsächlich Männer antrifft. Beim Sport, bei Autos und neuerdings auch bei Computern. Früher wurde man in Computerzeitschriften mit Angeboten bombardiert, sich eine eigene Homepage zu zulegen, mit so und so vielen E-Mail Adressen, so und so viele Speicherplatz und das so und so günstig. Schließlich hatte jeder eine Homepage, dann mußte man DSL an den Mann bringen. Das haben wir jetzt demnächst auch hinter uns. Nun reicht aber eine eigene Homepage und eine Flatrate nicht mehr aus. Pimp my Online Life: Jetzt brauchen wir gleich einen eigenen Server. Und wenn wir schon beim pimpen sind, kommt jetzt auch der Sex ins Spiel.

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Alles Andere Alles Gefragt

Ab ins Kitchen

Zum ersten Mal wurde mir als Blogger ein Stöckchen zu geworfen. Das Küchen-MeMe. Dankeschön, JC. Nun ist es wohl meine Aufgabe, euch etwas über meine Küche zu erzählen. Für einen Menschen, der sich äußerst ungesund und einseitig ernährt, eine recht kurze Angelegenheit. Ich gebe zu, dass die Küche nicht unbedingt der wichtigste Ort in meiner Wohnung ist (macht mal lieber ein Schlafzimmer MeMe).

Das MeMe hat folgende Punkte:

  1. Erzähl was über Deine Küche

  2. Öffne einen Schrank

  3. Elektrowerkzeug in der Küche

  4. Lieblingszutaten, die immer vorrätig sind

  5. Mein kleiner Freund aus Stahl

Also meine Küche ist nicht die größte und ich erinnere mich noch gerne daran, wie die Vermieterin damals bei der Besichtigung augenzwinkernd zu mir sagte, man könne auch wunderbar zu zweit in ihr werkeln. Da hat sie mich nicht angelogen. Mit etwas Koordination gelingt es tatsächlich, das zwei Menschen sich darin betätigen.

Kche

Mein Kühlschrank kennt hauptsächlich Luft und Dunkelheit. Wirklich prall gefüllt ist er selten; und wenn, dann erst mal mit Getränken (das Mineralwasser steht übrigens nicht im Kühlschrank) Bitte keine Kommentare darüber, was da alles ungesundes drin liegt. Ehrlich, die gesunden Sachen haben wir schon gegessen. :-)

Khlschrank

Mein Lieblingselektrowerkzeug ist eindeutig meine Senseo Kaffeemaschine. Wie ich mit JC schon erörtert habe, die perfekte Alternative für jemanden, der gerne, aber nur selten Kaffee trinkt. Es ist noch eine aus der alten Serie und knirscht schon verdächtig. Irgendwo läuft auch Wasser aus. Ich glaube, ich werde mir bald eine neue zulegen müssen.

Senseo

Lieblingszutaten sind einerseits natürlich die Kaffeepads für die Senseo und eine Dose Fondor. Das Universalgewürz für den kulinarischen Blindgänger, das alles würzig und schmackhaft macht.

Mein kleiner Freund aus Stahl ist kurz gesagt die Pfanne. Kaum ein Gericht, das nicht in der Pfanne (wahlweise auch im Ofen) zubereitet werden kann.

Nachdem ich mich hier im Vergleich zu allen anderen MeMes als gastronomischer Außenseiter geoutet habe, möchte ich noch auf meine Hackfleischrolle verweisen, die bei all meinen Gästen immer wieder großen Anklang findet (Originalrezept von Oma). Und damit werfe ich das Stöckchen wohl gesättigt weiter an Sven, der jetzt wohl gerade passenderweise eine neue Küche einrichtet und an seinen Bruder Kai.

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Alles Geschaut

Flickr und die Möglichkeiten

Nun habe ich mir endlich einen Account bei Flickr.com geholt. Flickr ist ein kostenloser Online Service von Yahoo, den ich dazu nutzen kann, meine Fotos hoch zu laden, zu organisieren und zu veröffentlichen. Was mich dabei fasziniert, sind die vielfältigen Möglichkeiten, was man mit den Bildern alles machen kann. Das erste ist das wohl offensichtlichste: In der rechten Seitenleiste findet man ab jetzt ein Flickr Plugin, das immer zufällig drei Bilder aus meiner Sammlung präsentiert. Bei Klick auf eines dieser Bilder kommt man direkt zu Flickr, wo man sich alle Bilder anschauen kann, oder die meiner Kontakte.

Im Moment sind noch nicht viele Bilder von mir online. Das liegt zum einen daran, daß man monatlich nur ein Upload Volumen von 20 MByte hat, andererseits aber auch daran, daß ich all meine Bilder nochmals überarbeiten möchte, bevor ich sie veröffentliche. Das dauert natürlich. Ich werde aber immer darauf hinweisen, wenn neue Bilder online sind.

Habe ich eben noch von den vielfältigen Möglichkeiten gesprochen, so möchte ich hier auch welche präsentieren. Da wäre zum Beispiel Spell with Flickr. Hier kann man sich aus zufällig gesuchten Buchstaben aus dem flickr Fundus Wörter zusammen stellen lassen. Ein lustiges Gimmick.

Interessant ist auch Flickr Montager, das aus hunderten von Bildern ein großes Mosaik herstellt, das man selbst wählen kann. Bekannt wurde das glaube ich hauptsächlich durch das „Truman Show“ Filmplakat. Es gibt auch Desktop Tools für so etwas.

Sehr viel Spaß macht der Related Tag Browser. Es funktioniert ganz einfach: Man gibt einen Begriff ein (z.B. Weihnachten) und bekommt alle Bilder die bei Flickr mit diesem Tag (Beschreibung) zu finden sind. Dazu bringt der Tag Browser schön animiert auch noch aberdutzende Tags, die damit zusammen hängen. So kommt man schnell vom Weihnachtsmarkt zum Rockefeller Center in New York.

Noch eine Flash Anwendung ist flickrGraph. Nach Eingabe eines Namens oder E-mail Adresse werden die Bilder und Tags des Besitzers angezeigt und dazu auch die Kontakte, die der Benutzer schon geknüpft hat. Und natürlich auch deren Kontakte. So entsteht schnell ein interessantes Netzwerk aus Fotografen und hübschen Bildern.

Also faszinierende Aussichten. Ich halte euch auf dem Laufenden, was es Neues bei Flickr und mir gibt.

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Alles Andere

Zum Ausgehen zu alt

Ähnliches hab ich früher schon gedacht. Und nun, da ich wohl oder übel langsam alt werde, stelle ich mir folgende Frage immer öfter: Warum geht man Samstags Abends erst nach 23 Uhr weg? Wer hat sich einfallen lassen, daß man vor Mitternacht in keinem Club auftauchen sollte? Wer kam auf die bescheuerte Idee, man solle erst mitten in der Nacht anfangen Spaß zu haben, nur um die Nacht zum Tag zu machen und dadurch den folgenden Tag dabei auch noch völlig zu verlieren?

Wäre es nicht genau so schön und lustig, wenn man schon um 20 Uhr ausgehen könnte? Wenn man noch nicht müde ist? Wenn man weiß, die Nacht geht jetzt noch acht Stunden und nicht nur vier? Wenn man sich um sieben nicht schon überlegen müsste, wie man den Abend bis zum ausgehen füllen könnte (Und aus lauter Verzweiflung „Wetten dass“ guckt und dabei einschläft).

Oder wenn man nicht verzweifelt auf der Suche nach einer Cocktailbar (zum Vorglühen) seinen Spaßlevel und die Lust sinken sieht? Es gäbe soviel gute Gründe, einen Samstag Abend etwas früher zu starten. Und ich möchte nun nicht hören, daß genau die von mir genannten Dinge eben zu einem gelungenen Samstagabend gehören, so wie ein Vorspiel. Denn oft genug hab ich erlebt, daß der Abend um 22 Uhr schon gelaufen war, noch bevor man einen Fuß vor die Tür gesetzt hatte.

Dazu paßt auch die Frage, warum die Läden, die man dann besucht, grundsätzlich zuwenig Licht und zu laute Musik bieten. Von der schlechten Luft einmal abgesehen (die Kleidung läßt sich ja lüften). Aber wenn ich auf Partnersuche bin, bringt mir Dunkelheit und Stroboskop Licht gar nichts. Wenn ich eine Unterhaltung führen will, bringen mir 300 Dezibel auch nichts (außer einem Hörschaden). Okay, wenn ich auf der Tanzfläche hüpfen oder dumm allein herum stehen will, geht das alles schon in Ordnung. Aber nur um eines der beiden Dinge zu tun, geh ich doch nicht weg.

Wie gesagt, es kann auch an meinem Alter liegen. Aber ich schätze immer mehr die gemütlichen Abende in einer lauschigen Bar, einem netten Cafe, in einem Biergarten oder in ein einem Restaurant. Ich möchte die Menschen sehen, mit denen ich mich unterhalten ohne schreien zu müssen.

Da fällt mir gleich noch eine Frage ein: Was ist eigentlich aus diesen Radiosendungen geworden, die es noch vor einigen Jahren gab, wo man sich melden konnte, wenn man eine Party schmiß oder auf der Suche nach selbiger war. Machen die Leute heutzutage keine Partys mehr, auf denen sie wildfremde Krawallmacher, Spanner oder Dummschwätzer einladen wollen?

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