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Alles Andere

Freiburg ist eine Insel – ohne Vogelgrippe

Als glücklicher, gebürtiger Einwohner Südbadens fühlt man sich wahrlich wie auf einer Insel. All die bösen Dinge, die in der Welt geschehen, passieren eben nur dort, aber niemals hier. Hier im Markgräflerland und im Breisgau gibt es keine Flutkatastrophen. Auch keine Lawinenunglücke. Keine Hurrikans oder Sturmfluten. Keine Dächer stürzen ein. Und keine Berge. Wir leben zwar in einem Erdbebengebiet und hin und wieder rumpelt es sogar (manche meinen, dass der Kaiserstuhl nicht wirklich ein erloschener Vulkan ist) aber wenn wir gerade mal darüber nachdenken, dann finden wir das eher noch cool und verwegen von uns, hier zu leben.

Auch bei den Arbeitslosen sieht es ähnlich aus. Wir haben nämlich eine recht moderate Rate. Ebenso mit der Kriminalität. Oder Drogentoten. Oder irgendetwas, was man eben aus den Nachrichten und aus den Großstädten kennt.

Wir haben die Skigebiete direkt vor der Haustür und die wärmsten Sommer. Wir haben die Schweiz direkt nebenan, wo es billigen Sprit und Zigaretten gibt.

Ergo: es gibt kaum einen besseren Platz in Deutschland zum Leben, als das schöne Gebiet rund um Freiburg. Freiburg ist eine Insel, an der all das Böse nicht angeschwemmt wird.

Wie ich eben schon erwähnte, wurden wir bisher auch von all diesen Katastrophen verschont (nunja, Tokio Hotel kamen trotzdem (aah, ich wollte schon immer Tokio Hotel und die Vogelgrippe im gleichen Artikel unterbringen)). Doch das könnte sich schneller ändern, als uns lieb ist.

Als ich von der Vogelgrippe zum ersten Mal hörte, dachte ich noch: Auweia, das ist ja mal wieder schlimm, drüben in China. Als die Pest in der Türkei war, dachte ich: Auweia, das ist aber wirklich schlimm da in der Türkei. Als die toten Vögel auf Rügen gefunden wurden, dachte ich: Auweia, hoffentlich kriegen die das bald in den Griff. Rügen war noch immer weit genug von unserer Insel entfernt.

Nun wurde zum ersten Mal H5N1 in Überlingen entdeckt (siehe hier, hier, hier und hier). Ich muss voraus schicken, dass ein Teil meiner Familie im schönen Überlingen am schönen Bodensee lebt. Und mit einem Mal schiebt sich die Insel näher an die restliche Bevölkerung heran. Mit einem Mal muss man sich Gedanken machen, was eigentlich gerade passiert auf dieser Welt. Plötzlich denkt man: Hätte ich doch nur die Verhaltensregeln gelesen, die die Bild Zeitung vor kurzem veröffentlicht hatte.

Nein, natürlich gibt es keinen Grund zur Panik. Das ist auch mir klar. Und auch den Überlingern. Dennoch ist es ein eigenartiges Gefühl, wenn das eigene Paradies mit einem Mal so unmittelbar bedroht wird.

Mir schwant (!!!) Böses.

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Alles Andere

In Nürnberg ist es geiler

Nicht nur mein alter Freund Chris sagt gerne, er wünschte sich zurück nach Nürnberg. Damals, als er dort studiert hat, war die Welt noch in Ordnung. Und auch ich habe nur schöne Erinnerungen an Nürnberg. Schließlich war ich dort das erste Mal in meinem Leben in einem KFC. Seufz. Holger, der nun ebenfalls nach Nürnberg gezogen ist, schickte mir letztens ein Foto, das den letzten Beweis erbringt, das es in Nürnberg einfach geiler ist.

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Zu sehen ist eine Tafel an einem Cafe, die einem eine Morgenlatte zu kleinem Preis anbietet. Haha. Scheint ohnehin ein sehr witziges Lokal zu sein – auf einer anderen Tafel steht: Kommst rein, kannst raus schauen. Ich schmeiß mich weg.

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Also ich würde gerne mal wieder nach Nürnberg. Lecker essen. Ein bißchen auf der Burg herum spazieren und abends in dieser einen Bar einen Cocktail schlürfen (die mit dem Getränkebuch und dem Klavier). Die Morgenlatte kommt dann schon von allein. Danke, Holger. Ich werde Dich demnächst besuchen.

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Alles Technisch

Die CD ist eine flache Scheibe

Kann es sein, dass die beiden Buchstaben C und D in unser Gehirn gebrannt wurden? Gebrannt würde tatsächlich passen, denn ich spreche hier von der allseits beliebten CD. Diese kleine, silberne, flache Scheibe, die uns schon seit vielen Jahren soviel Freude bereitet. Tatsächlich habe ich in meinem Umfeld die Erfahrung gemacht, dass zu jedem Medium, das Musik oder Film enthält CD gesagt wird.

Früher war das einfacher. Da gab es nur Schallplatten und Kassetten
und niemand wäre auf die Idee gekommen, das eine mit dem anderen zu
verwechseln. Auch als die VHS Kassette ihren Durchbruch feiern konnte,
war der Unterschied zu den anderen Datenträgern groß genug für jeden
Technik-Deppen.

Doch heute ist alles
flach, rund und silbern. Die Sache mit der CD war ja noch überschaubar.
Komplexer wurde es, als die DVD erschien. Denn sie glich der CD auf den
ersten Blick wie ein Ei dem anderen. Schlimmer wurde es noch, als die
brennbaren Versionen mit kryptischen Zusätzen wie +R oder -R
aufwarteten. Oder gar +/-RW. Für viele Menschen sind das immer noch CDs
und werden es wohl auch immer bleiben. Egal, wieviel Speicherplatz sie
bieten und was sich darauf befindet.

Manch
einer sagte sogar zu den mittlerweile nicht mehr populären MDs CD.
Dabei waren die MiniDiscs wie der Name schon sagte kleiner und in einem
Plastikgehäuse versteckt. Aber es war halt Musik drauf, also konnte das
ja nur eine CD sein, gell. Auch die in der neuen Sony PSP benutzten
Datenträger kommen klein und mit Gehäuse daher und heißen UMD. Das
Prinzip setzt sich aber auch hier fort.

Ganz
übel wird es dieses Jahr werden, wenn die DVD Nachfolger BluRay (BD)
und HD-DVD (keine Ahnung, welche Abkürzung die bekommen; vielleicht HD,
aber das könnte man auch mit einer Festplatte verwechseln) auf den
Markt kommen. Nicht nur weil ein ähnlicher Streit um Standards
entstehen wird wie seinerseits bei BetaMax und VHS oder zuletzt bei
DVD-R und DVD+R.

Der Kunde wird am
Ende entscheiden (so meinen Fachleute). Ich dagegen behaupte, dass sich
die Industrie ins eigene Bein schießt, mit diesem Wirrwarr. Ich werde
den Markt sehr genau und lange beobachten um mich für ein Medium zu
entscheiden und bis dahin werden vermutlich wieder teure
Multiformat-Leser auf den Markt geworfen werden.

Aber,
was trotz allem immer bleiben wird: Die Leute werden immer sagen, sie
hätten da eine ganz tolle CD. Egal, was drauf ist. „Ich mein halt das
runde Ding wo Filme und Musik drauf sein tun.“ Eben.

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Alles Lustig

unfreiwillige Radio Comedy

Manche Radiosender sind immer wieder für einen Lacher gut. Sei es zum Beispiel SWR3, die mit den meisten ihrer Comedy Angeboten punkten können. Oder auch Radio Regenbogen, die so dämlich versuchen, diesen Erfolg zu kopieren, dass einem schnell das Lachen im Hals stecken bleibt. Und dann gibt es noch Antenne Südbaden, welches bei uns im Raum Freiburg stets unfreiwillig komisch ist.

So sagt mir der Moderator nach jedem Nachrichtenblock, dass nun der Verkehr käme, der mich wirklich interessiert. Also, ich würde gern mal wissen, woher die wissen wollen, welcher Verkehr das denn sein könnte. Denn dann erzählen sie mir doch nur wieder, wo in Südbaden Staus sind und Blitzer stehen.

Immer wieder weist Antenne Südbaden auf ihr Gewinnspiel hin, das sich in etwa so abspielt. Der Moderator sagt: „Rufen Sie uns an, wenn Sie wissen, welches Geräusch wir suchen.“ Man hört ein Quietschen, oder Ratschen. „Na, haben Sie es erkannt? Welches Geräusch suchen wir?“

Nun, da möchte ich am liebsten anrufen und sagen: „Ihr sucht das Geräusch, das ihr da eben gespielt habt – dieses Quietschen oder Ratschen.“

Gut, man darf mir wieder Klugscheißerei vorwerfen, aber sollte die Frage nicht eher lauten: „Wissen Sie den Namen des Objekts, das dieses Geräusch verursacht?“

Immer wieder schmunzeln kann ich auch beim Aufruf, das Mädchen des Monats zu werden. Da werden Freiburgs Schönheiten einen Tag lang mit der Kamera begleitet und dann jede Nacht, unterlegt mit den besten Hits der Achtziger, Neunziger und von heute auf FRTV (dem angeschlossenen Regionalsender) gezeigt.

Die Werbung lockt die Mädchen unter anderem mit folgendem Satz: „Zeigen Sie Ihren Freunden, was in Ihnen drin steckt.“ Was in ihnen drin steckt? Ich hoffe doch, dass außer einem Tampon nichts in den Mädchen drin steckt. Ein Messer gar. Oder schlimmeres. Okay, ich gebe zu, es muss wohl an der Mundart liegen, weshalb man hier nicht sagt „was in ihnen steckt“, aber lustig ist es trotzdem.

Weiter so, Antenne Südbaden. Ihr habt einen Platz in meinem Herzen.

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Alles Andere

Mohammed steh uns bei

Eigentlich hätte sich die dänische Presse ja freuen müssen. Schließlich hätte doch niemand vermutet, dass die komplette muslimische Welt ihre Zeitungen liest und dabei auch noch versucht, sich mit Karikaturen zu amüsieren. Wäre da eine Karikatur von George W. Bush erschienen, hätten vielleicht alle gelacht. Leider wurde jemand veralbert der noch ein bisschen mächtiger ist als Gerogie (das darf er aber nicht hören).

Ja, das hätte den Dänen eigentlich klar sein müssen, dass man mit Allah nicht scherzt. Und mit einem gläubigen Muslimen auch nicht. Im Grunde sollte jedes Scherzen ohnehin unterbunden werden, sobald man etwas östlicher als Athen gelangt.

Okay, ich mache jetzt ebenfalls Scherze darüber, obwohl das Thema JETZT alles andere als lustig ist. Was sich hier gerade abspielt hat weder mit gesundem Menschenverstand, noch mit „vernünftigem“ Glauben zu tun. Und egal, welche Gründe dieses Terrorpack auch anführen mag, um solche Ausschreitungen und Gewaltexzesse zu rechtfertigen, sie werden am Ende immer als Verlierer da stehen. Und der friedliche Teil des Islam gleich mit, denn dieses Verhalten stärkt die Angst und das Misstrauen des Westens nur noch weiter. Und dann… werden wir alle Verlierer sein, wenn die Konfrontationen Uferlos werden.

Bitte, liebe vernunftbegabte, islamische Gläubige, seht zu, dass eure Glaubensvettern mit diesem Schwachsinn aufhören und nicht weiter lächerliche Gründe suchen, um Gewalt gegen den Westen und gegen Unschuldige auszuüben. Irgendwann wird jemand das Wort „Mohammed“ falsch in einem Zeitungsartikel schreiben und die Redaktion wird einen Tag später in Flammen stehen – wegen Gotteslästerung.

Ehrlich, ich habe ja jetzt schon ein bisschen Angst, morgen eine kleine Bombe in meinem Briefkasten zu finden.

Ich übertreibe und unterstreiche hier nur noch mehr Vorurteile? Mag sein. Aber fragt euch, warum. Wir werden alle Verlierer sein am Ende.

Bei Mela gibt es ein sehr gutes Statement dazu.

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Alles Andere

Der elfte September wird verfilmt

Jede Generation hatte eine Frage, die jeglichen, ins Stocken geratenen Small Talk wieder beleben konnte. So fragte man sich vor einigen Jahrzehnten beispielsweise gerne, wo man gewesen sei, als John F. Kennedy erschossen worden war (man meinte damit natürlich, ob man denn ein Alibi hätte). Jahre später wurde gerne gefragt, wo man denn gewesen sei, als Bobby Ewing starb (man meinte damit natürlich, ob man ernsthaft diesen Unsinn angeguckt hat). Heute hat unsere Generation auch eine dieser Fragen. Wunderbar. Der Retter in peinlichen Situationen, wenn man partout nicht mehr weiß, was man sein Gegenüber noch fragen könnte (nachdem man die Anzahl der Lover und die Lieblingsstellung schon weiß (und vielleicht sogar den Vornamen)). Die Frage lautet: Wo warst du am elften September?

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