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Vorbereitung für das Schlaflabor

Nein, es ist kein neuer Mut zur Hässlichkeit. Ich war auch nicht auf Tiefseetauchtour und stecke in einer Dekompressionskammer. Und ich warte auch nicht darauf, dass mich mein Mutterschiff endlich hier abholt. In Wirklichkeit ist es nur so, dass ich letzte Nacht mit einem echten Gerät geschlafen habe. Und deshalb brauche ich jetzt Extra Sauerstoff Zufuhr? Auch nicht. Was ihr hier auf diesem Foto sehen könnt, ist das Gerät mit dem ich letzte Nacht verbringen musste.

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Es überwachte meinen Schlaf, achtete darauf, ob ich auf dem Rücken oder der Seite liege, horchte genau hin, wann ich schnarche und womöglich völlig aufhöre zu atmen und kontrollierte dabei stets meinen Puls. Mit diesem Apparat sollte festgestellt werden, ob ich an Schlaf Apnoe leide. Schlaf Apnoe ist die verschärfte Version des Schnarchens. Man hört dabei sekundenlang auf zu atmen, bis das Gehirn eine Erstickungswarnung bekommt, den Körper aus einer etwaigen Tiefschlafphase reißt und ihn wieder zum bewegen oder atmen zwingt. Entsprechend gerädert wacht man am nächsten Morgen auf. So wie ich seit Jahren.

Das Breisgauer Schlaflabor in Bad Krozingen überließ mir das Gerät und diagnostizierte heute morgen sogleich, dass ich noch nicht an Schlaf Apnoe leide. Wie gesagt, noch nicht. Ich schnarche aber und habe dadurch immer wieder kleine, noch harmlose Atemaussetzer.

Um all das genauer untersuchen zu können, möchte man mich eine Nacht lang beobachten. Ich werde dazu an noch mehr Geräte angeschlossen und mit einer Kamera gefilmt. Hirnströme, Herzfrequenz, Blutdruck werden Auskunft über meine REM (Tiefschlaf) Phasen geben. Erst dann wird entschieden, welche Therapie für mich am geeignetsten ist. Auch hier gibt es einige Möglichkeiten, die von Operation bis hin zu Atemschlauch reichen.

Der Arzt indes fand deutliche Worte, um mir die Wichtigkeit dieser Maßnahmen zu verdeutlichen. So sagte er etwa, dass ich bei einem Bürojob vermutlich mit diesem Schnarchen leben müsste, doch angesichts meines Berufs möchte auch er, dass ich täglich so fit wie möglich bin. Als ich erwähnte wie unsexy ich einen Schlauch fände, den ich jede Nacht auf mein Gesicht setzen müsste, um meinen Hals frei zu halten, antwortete er: „Aber denken sie daran, um wie viel höher das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall ist, wenn sie nichts dagegen tun. Und halbseitig gelähmt herum zu laufen ist auch nicht sexy.“

Recht hat er. Anfang Januar werde ich also im Schlaflabor schlafen, danach hoffentlich meine Nasenscheidewand begradigt und die Mandeln entfernt bekommen, keinen Schlauch in mein Gesicht, dafür aber die lärmenden Nachbarn hinter mir lassen und endlich zu gutem, entspannenden Schlaf finden. Hach, ich werde jetzt schon wohlig müde bei dem Gedanken. Ich halte euch auf dem laufenden. Gute Nacht.

PS.: Auf dem Foto stehe ich nur deshalb so gruslig da, um den Effekt zu steigern. So sehe ich nicht jeden Abend aus.

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Zu VHS Zeiten wäre das nicht passiert

Das die DVD-Industrie mich als Kunden nicht ernst nimmt und mich für blöd verkaufen will, ist ja nichts neues. Nicht zum ersten Mal ärgere ich mich über Unzulänglichkeiten ihrer Produkte. Fangen wir einmal mit einer teils unterirdischen Bildqualität an. Diese lasse ich mir zwar bei Klassikern gefallen, aber wenn ein digital produzierter Film wie beispielsweise „Shrek 2“ so weit herunter komprimiert und schlampig auf Disc gebrannt wird, dass man in jeder Einstellungen Artefakte sieht, sehe ich mich um mein Geld betrogen. Und das oftmals trotz genügendem Speicherplatz. Unverständlich. Was mich ebenfalls regelmäßig ärgert, sind die Zwangseinstellungen. Nach dem Einlegen wird man zuerst nach der Sprache gefragt. Dann beginnen die Trailer (oft genug für Kinofilme – hallo, schon mal daran gedacht, dass man die DVD vielleicht erst gekauft hat, als der Film gar nicht mehr in Kino läuft?), die Copyrighthinweise, die Kopierschutzfilmchen und zwei bis drei Animationen der beteiligten Studios.

Schlimm genug, womit man noch vor dem Film bombardiert wird. Ein Gipfel der Frechheit ist es aber, wenn man diese Sachen nicht überspringen kann. Und, noch schlimmer, nicht einmal vorspulen. In solchen Situationen wünsche ich mir tatsächlich die gute alte VHS Kassette zurück. Auch da musste man erst mal spulen, um den Film zu finden, den man eigentlich sehen wollte. Aber – man konnte wenigstens vorspulen. Und noch etwas, liebe DVD-Industrie: Wenn ich eure Produkte kaufe, bin ich ein ehrlicher Kunde und möchte nicht als potentieller Verbrecher behandelt werden. Schenkt euch also diese ganze Raubkopiererwarnungen. Jemand der sich den Film kopiert oder aus dem Netz zieht, wird sich diese Warnungen auch nicht auf DVD brennen. Die einzigen Menschen, die sich das ansehen müssen, sind diejenigen, die alles richtig gemacht haben.

Wenn dann endlich das Menü erscheint, habe ich es oft genug mit blödsinnigen, langweiligen, unnötigen Animationen zu tun. Da werden Filmszenen gezeigt, laute Musik eingespielt und man wartet fast eine Minute bis man endlich auf „Play“ drücken darf. Danach kommt nochmals eine Animation, dann noch ein Hinweis, dann noch irgendein Hinweis und mit etwas Glück beginnt dann endlich der Film.

Wenn man Pech hat, startet dieser auf Englisch, denn die Sprachabfrage ganz zu Beginn bezog sich natürlich nur auf die Menüsprache. Und es wäre ja auch zu einfach mit der Sprachtaste an der Fernbedienung die richtige Sprache auszuwählen, oder Untertitel einzublenden. Nein, viel zu oft wird man gezwungen, den Film zu verlassen, ins Hauptmenü zu gehen, sich bis zu den Sound Optionen zu hangeln, um danach den Film wieder zu starten.

Angesichts solcher Produkte wundert ihr, liebe DVD-Industrie, euch, wenn die Kunden nicht bereit sind, Geld dafür auszugeben? Wenn man manchmal (gemessene) vier Minuten warten muss, bis man endlich den Film schauen darf, den man sehen wollte? Wenn man auch während der Wiedergabe gegängelt wird? Wenn man schlechte Qualität geboten bekommt? Wenn die Filme geschnitten und verändert sind? Mit neuen Synchronisierungen ausgestattet, aber dafür ohne Bonusmaterial? Wenn ein halbes Jahr nach dem Kauf die Special Edition des Films erscheint, danach die Exklusive Premium Edition und danach wieder die Uncut Directors Edition? Nur um ein Jahr später noch die Gold Edition vorgesetzt zu bekommen und sich erneut richtig veräppelt zu fühlen?

Mir schwant wahrlich Böses mit der Einführung von BluRay und HD-DVD.

Weshalb ich mich gerade jetzt so echauffiere? Weil ich aus der Videothek komme, wo ich mir Disneys „Arielle, die Meerjungfrau“ mitgenommen habe. (He, nicht lachen, das ist ein schöner Film, mit dem ich aufgewachsen bin und der perfekt geeignet ist für so trübe Tage) Endlich auf DVD erschienen, wollte ich mal wieder in Erinnerungen schwelgen. Disney ist schon immer dafür bekannt gewesen, ihre DVDs völlig am Kunden vorbei zu produzieren. So auch hier. Die deutsche Tonspur ist eine grässliche Neusynchronisation aus dem Jahr 1998 und hat nichts mehr mit dem Charme der alten Version zu tun. (Ja, von mir aus, Kids die den Film zum ersten Mal sehen, werden ihn dennoch mögen) Aber der Gipfel und letztendlich auch der größte Lacher ist ein brandneues Feature, das mit einem extra Filmchen angepriesen wird. Diese DVD ist nämlich mit Fast Play ausgestattet. Boah, Fast Play. Läuft der Film dann schneller? Nein, dieses Feature, das ich ehrlich gesagt „Selbstverständlichkeit“ getauft hätte, lässt den Hauptfilm schneller starten. So sagt es zumindest die Stimme in dem Filmchen, während Tinkerbell herum wuselt. Ich kann also einfach Fast Play wählen oder zum Hauptmenü gehen. Ich habe beides probiert. Bei Auswahl von Fast Play werde ich wieder mit den üblichen Filmtrailern genervt. Gehe ich direkt zum Hauptmenü, kann ich dort den Film sofort starten. Tja, Disney, ich schätze mal mit Fast meintet ihr nicht das englische „schnell“ sondern eben das deutsche „fast“. Denn der Film startete ja auch fast sofort.

PS: Solltet ihr in einem Jahr die Special Edition mit der alten Tonspur veröffentlichen (und es ist völlig egal, wenn die nur in Stereo vorliegt), werde ich über einen Kauf vielleicht nochmal nachdenken. Denn jetzt weiß ich ja, dass man nur Fast Play deaktivieren muss, um drei Minuten Lebenszeit zu sparen.

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Geblitzte Schleicher

Deutschland droht im Verkehrschaos stecken zu bleiben. Immer mehr Autos fahren auf den Strassen, immer mehr Güterverkehr, immer mehr Durchreiseverkehr. Dazu kommen die üblichen Baustellen und Unfälle. Radiosender geben mittlerweile nur noch die Verkehrsbehinderungen über 5 Kilometer Länge durch. Schuld ist laut einer Studie nicht nur die ständig zunehmende Anzahl von Verkehrsteilnehmern, sonder auch die Langsamfahrer. Dies soll sich womöglich demnächst ändern.

Ab nächstem Jahr sollen auch die Langsamfahrer kontrolliert werden. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte, auch die Schleicher würden jetzt geblitzt. Gemeint seien damit weder LKW, landwirtschaftliche Fahrzeuge, PKW mit Anhänger oder Behindertenfahrzeuge. Ins Visier der Fahnder werden jene Autofahrer kommen, die ohne ersichtlichen Grund den Verkehr behindern.

„Der deutsche Staat steckt eine Menge Geld in den Unterhalt und Ausbau unserer Strassen. Wenn eine Strasse für 100 km/h zulässig ist und auch die Witterung keinen Grund erzwingt, langsamer zu fahren, kann es nicht sein, dass sich auf einer solchen Strecke Staus bilden, nur weil ein Autofahrer ohne triftigen Grund nur 70 km/h fahren möchte.“

So werden in Zukunft die Radarfallen nicht nur an strategischen Punkten wie Ortsausfahrten oder beginnenden Langsamfahrzonen aufgestellt, sondern auch auf freier Strecke und neuralgischen Punkten, wo die Polizei immer wieder Verkehrsverstopfung feststellen kann. Wenn ein Fahrzeug auf einer geraden Strecke 20 km/h unter dem zulässigen Wert aufgenommen wird, so gilt dies ab nächstem Jahr als Verkehrsbehinderung. Diese soll (noch) nicht mit einer Strafe geahndet werden. Der Verkehrsteilnehmer wird zu einer Anhörung gerufen und darüber befragt, was der Grund für sein langsames Fahren war. Das heißt, in Zukunft wird man sich dafür rechtfertigen müssen, weshalb man den Verkehr aufhält.

„Wir wollen niemanden zum rasen zwingen und jedem steht es natürlich frei, die Geschwindigkeit selbst zu wählen. Es muss natürlich immer abgewogen werden, ob die geblitzte Geschwindigkeit wirklich nötig war. Es ist aber nicht einzusehen, dass ein Autofahrer nur aus Lust und Laune im Feierabendverkehr eine Schlange hinter sich her zieht, die gerade durch fehlende Konzentration auch zu Auffahrunfällen führen kann, und nicht gewillt ist, die verfügbare Geschwindigkeit zu nutzen, um den Verkehr in einem steten Fluss zu halten.“

Es kommen also harte Zeiten auf die notorischen Schleicher zu. „Es muss darüber nachgedacht werden, solche Menschen zu einem neuerlichen Fahrtraining zu schicken und daraufhin zu überlegen, ob sie überhaupt noch fähig sind, am Straßenverkehr teilzunehmen.“

Laut der oben genannten Studie würde bei einem weiteren Wachstum des Verkehrs wie bisher, alle Hauptverkehrswege in etwa zehn Jahren komplett ausgelastet sein. Da macht es schon Sinn, darüber nachzudenken, wie man weitere Störungen dieser Auslastung behandeln kann. Sonst stehen wir demnächst alle.

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Vermatrixt nochmal

Krank geschrieben, trübes Wetter und an Bett und Couch gefesselt. Was liegt da näher, sich eine DVD nach der anderen aus dem vollen Regal zu ziehen und mal wieder all die Filme zu sehen, die man schon so lange nicht mehr gesehen hat. Erschreckend ist nur festzustellen, wie sehr sich mein Geschmack offensichtlich verändert hat. Acht Filme liegen hier bereits auf einem Extra Stapel, die alsbald ebay übergeben werden müssen. Weil sie mir einfach nicht mehr gefallen, weil ich sie damals mit anderen Augen sah und sie nur in meiner Erinnerung noch immer großartig sind. Aus heutiger Sicht erscheinen sie in einem anderen Licht. Dümmliche Storys, flache Gags, schlechte Schauspieler. Dazu muss ich erwähnen, dass ich tatsächlich mit sehr vielen unterirdischen Werken aufwuchs und auch so manch schrottigen B-Movie gesehen habe. Aber es ist schlimm,  wenn einem ehemals Großartiges heute nur noch Banal und Schlecht erscheint. Liegt das am Alter? Oder an einer Verwöhntheit? Erwarte ich vielleicht immer nur noch größere Knaller, bessere Effekte, noch bessere Geschichten? Und übersehe dabei, dass irgendwann einfach die Spitze erreicht ist? Zum Teil vielleicht. Aber es passt nicht zur Tatsache, dass es auch heute noch Blockbuster wie aber auch kleine Independent Filme gibt, die mich begeistern können. Nur die Filme in meiner Erinnerung scheinen aus heutiger Sicht nicht mehr so gut zu sein.

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Glaubenskriege

Mit Fundamentalisten ist nicht gut Kirschen essen. Sie verstehen keinen Spaß. Man kann nicht mit ihnen diskutieren. Ganz egal ob sie religiös, politisch oder sonst irgendwie motiviert sind. Ebenfalls schlimm sind die Technik Fundamentalisten. Ich weiß das, denn ich war selbst mal einer. Heute gehe ich das alles etwas lockerer an, wobei ich aber gestehen muss, dass ich nur ungern etwas auf meinen iPod kommen lasse.

Damals, als ich noch dazu gehörte, entbrannte ein Glaubenskrieg zwischen den Amiga Jüngern und den Atari ST-Anhängern. Zwei Homecomputersystem, die sich recht ähnlich waren, sich aber doch soweit voneinander unterschieden, das man sich für eine Seite entscheiden musste. Entweder aus Pragmatismus, aus Geldgründen, Überredung oder schlichter Überzeugung. Jeder Fundamentalist versucht die anderen zu überzeugen und ist selbst absolut überzeugt, dass alle anderen falsch liegen. Also alle, die sich für den falschen Homecomputer entschieden hatten. Den Atari ST. Ich meine, es war doch offensichtlich, dass der Amiga die eindeutig bessere Maschine ist.

Interessanterweise entbrennen die meisten Glaubenskriege nur zwischen zwei Kontrahenten, selbst wenn es unzählige Alternativen gibt. Diese Kontrahenten kämpfen meisten auch direkt gegeneinander, während die Alternativanbieter einfach im Strom mit schwimmen und von den Resten leben (also von den Leuten die sich nicht entscheiden können, wollen, dürfen). Deshalb fängt ein Alternativnutzer auch keine Diskussion an. Er ist froh, überhaupt mitmachen zu dürfen. Das genügt ihm. Meist behauptet er sogar, absichtlich eine Alternative zu nutzen, um sich dem Stress mit den ewigen Diskussionen zu entziehen. Echte Fundamentalisten lächeln über derartige Aussagen. Echte Fundamentalisten wählen einen der Großen in ihrer Sparte und unterstützen und verteidigen diesen auch bis zum bitteren Ende (bis das Produkt langweilig, eingestellt, oder durch etwas besseres ersetzt wird. Geeks sind hiervon übrigens ausgenommen; die kaufen und nutzen einfach alles).

Früher gab es zum Beispiel auch den schönen Streit zwischen Sega und Nintendo Fans. Heute laufen ähnliche Diskussionen zwischen X-Box und Playstation (vielleicht auch demnächst ein bisschen mit der Wii, aber das glaub ich nicht). Auch zwischen Nintendo DS und der PSP wird es wohl nie Einigkeit geben.

Es ist noch gar nicht lange her, da stritt man darum, ob Nokia oder Siemens Handys besser seien. Mercedes und BMW ist auch ein Beispiel. Oder einfach nur Coca Cola gegen Pepsi. Die Liste ist lang, die Kriege stets sinnlos, aber leidenschaftlich.

So lernte ich letztens einen Kerl kennen, dem ich mit den Worten vorgestellt wurde: „Er hat übrigens eine Nikon D50.“ Die prompte Antwort von ihm beim Händeschütteln lautete: „Ach eine Nikon. Ich habe eine Canon, denn ICH will richtige Fotos machen.“ Aha, dachte ich, ein humorloser Canon Fundamentalist. Und damit war das Gespräch für mich beendet (für ihn übrigens auch). Wie gerne hätte ich mich über Fotografieren unterhalten, gerne auch über unsere Kameras, Erfahrungen ausgetauscht. Doch wie gesagt, mit solchen Leute kann man einfach nicht reden. Schon gar nicht, wenn so ein Satz gleich zur Begrüßung fällt. Um es mal kurz klar zu stellen, ich habe überhaupt nichts gegen Canon Kameras. Mein Nikon war nur zur rechten Zeit, zum rechten Preis am rechten Ort. Ich zweifle nicht daran, mit einer Canon EOS ebenso glücklich geworden zu sein.

Was mir ebenfalls langsam auf den Senkel geht, ist der ewige Streit, ob denn Apple Rechner oder Windows Rechner besser seien (wie damals bei Amiga und Atari. Und ja, ich weiß, euch Linux User gibt es auch noch und ihr kämpft hart um Anerkennung. Aber mal ehrlich, seid ihr nicht die Volvo Fahrer auf einer BMW-Mercedes Straße? Just kidding).

Hätte ich das nötige Kleingeld, würde ich mir sofort ein MacBook kaufen. Keine Frage. Dennoch bin ich mit meiner Windowsmaschine höchst zufrieden. Alles läuft und funktioniert so, wie ich es will. Denn seien wir wieder mal ehrlich, Apple Rechner sind nicht sooo toll, wie sie von den Jüngern dargestellt werden (oder?). Ebenso sind Windows Rechner nicht sooo schlecht, wie sie von allen gemacht werden. Beide Systeme haben Ecken, Kanten, Unzulänglichkeiten, Probleme und sind weit von jeglichem Perfektionismus entfernt. Auf beiden System können böse Dinge geschehen, auf beiden Systemen kann man ganz schöne Scheiße anstellen. Denn letztlich kommt es doch ohnehin nur auf den User an der Tastatur an. Hat der keine Ahnung, was er eigentlich macht, hilft ihm das beste System nichts. (Oh, ich höre schon, wie das Bashing gleich wieder beginnt)

Andererseits, wie erwähnt, lasse ich auf meinen iPod nichts kommen, obwohl es gewiss günstigere, besser ausgestattete, reichhaltigere Mp3-Player gibt (aber halt keine schickeren.)

Zu meiner wilden Zeit als Womanizer (haha) hatte ich eine kleine Liste von Glaubensfragen. Geschickt in ein Gespräch eingestreut, konnte ich so recht einfach heraus finden, wie die umworbene Frau in grundlegenden Fragen tickte. So erkannte man schnell ob es Übereinstimmungen (und eine gemeinsame Zukunft) gab. „Wenn du die Wahl hättest, wofür würdest du dich entscheiden? Pepsi oder Coke? BMW oder Mercedes? Siemens oder Nokia? SC Freiburg oder Bayern München? Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang? Berge oder Strand? Oben oder unten?“ Wusste eine Frau bei der letzten Frage nicht mal, wovon ich hier spreche, war die Sache klar. Mit solchen Frauen kann man nicht sprechen. Da bin ich echt ein Fundamentalist.

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Kino: Casino Royale

Mit etwas Verspätung (ich habe den Film in der Vorpemiere am Mittwoch schon sehen können) möchte ich meine Rezension nun auch hier präsentieren. Die leicht abgewandelte und wieder mit einem schlimmen Titel versehene Version gibt es wie immer auch bei fudder.

Bond ist tot, es lebe Bond. Das 21. Kinoabenteuer des englischen Geheimagenten führt 007 endlich auch ins 21.Jahrhundert. Nie war Bond so verletzlich, nie so ambivalent, nie so hart und nie so gut. Mit „Casino Royale“ beginnt eine neue Bond-Ära, die beinahe mit allem aufräumt, was die bisherigen und besonders jüngsten Filme zu einer Parodie ihrer selbst verkommen ließ. Pierce Brosnan spielte Bond so snobistisch und überheblich, dass alles von ihm abprallte. Wie zum Beispiel die Glaubwürdigkeit. Die Gadgets, die er nutzte, wurden immer abgefahrener und dabei immer lächerlicher. Das Publikum wurde eher durch leichtes Schmunzeln als durch Spannung unterhalten.

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Killer Kille

Werfen wir mal einen Blick in eine mögliche, nahe Zukunft. Stellen wir uns vor, dass alle Killerspiele und alles, was auch nur ansatzweise mit Krieg und Gewalt zu tun hat (also auch Strategiespiele und Prügelspiele etc.) vom weltweiten Markt verschwunden sind. Stellen wir uns weiter vor, dass keine Actionfilme mehr gezeigt werden, keine Krimiserien und andere Medien, die in irgendeiner Form Gewalt verherrlichen oder darstellen. Stellen wir uns eine Zukunft vor, in der man nicht mehr ständig zu Gewalt und Mord aufgerufen wird.

Stellen wir uns weiterhin vor, dass ein 18-Jähriger Bursche aus Emsdetten sich die Knarren seines Vaters, seines Schützenvereins oder seiner Freunde schnappt, in eine Schule geht und dort wild um sich ballert. Und sich anschließend selbst tötet. Stellen wir uns vor, wir würden keine oberflächlichen Gründe finden, keine direkten Schuldigen. Wir hätten keine Spiele, keine Filme, keine Rockmusik, keine Bücher, die für das Massaker verantwortlich sein können. Wen würden wir dann anklagen? Was würden wir tun?

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