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Station Voice

Eine Station Voice ist die markante Stimme, die einem TV- oder Radiosender Profil gibt, ihn wieder erkennbar macht und für alle möglichen Einsatzmöglichkeiten genutzt wird. So hört man sie in Trailern, bei Ankündigungen, in der Werbung, bei kleinen Einspielern. Die Station Voice ist meist exklusiv, einprägsam und gehört somit zur Corporate Identity des Senders. Im Radio ist sie natürlich etwas wichtiger als im Fernsehen, da es hier darauf ankommt, dem Hörer sehr schnell zu vermitteln, auf welchem Sender er sich gerade verbindet.

Ok, wollen wir mal nicht darüber sprechen, wie viel dummes Geschwätz im deutschen Radio zu hören ist. Wollen wir auch nicht darüber sprechen, welch beknackte und leicht zu verwechselnde Slogans die Sender uns immer wieder um die Ohren hauen und  uns versprechen, nur SIE spielten die besten Hits und die tollsten Oldies ohne Pause. Lasst uns auch nicht wieder lamentieren, dass auf allen Sendern ständig die gleiche Musik in Rotation läuft. Ich möchte stattdessen einen kleinen Aufruf an Antenne Südbaden starten. Bitte sucht euch endlich eine neue Station Voice!

Ich höre Antenne Südbaden (früher FR1) zugegebenermaßen nur selten. Meist dann, wenn in allen anderen Sendern nur Schrott kommt. Und jedesmal, wenn ich umschalte, höre ich diese Stimme. Diese gewollt tiefe, knurrige, machoeske Stimme, die mir sofort erzählt, dass die Musik vom höchsten Berg des Schwarzwalds kommt. Und dass es nur hier die längste Musikstrecke Südbadens gibt. Und das die Uhrzeit von irgendeinem Autohaus in Emmendingen präsentiert wurde (inklusiver aller Sonderangebote). Das schlimmste ist aber immer der Spruch: “Südbaden, Südbaden.” Hallo? Hallo? Soll das ein Slogan sein? Soll uns das irgendwas sagen? Irgendwas sagen?

Und warum wird diese Stimme immer so stümperhaft zusammen geschnitten? Soll das der Stil sein? Soll das Dynamik und Esprit vermitteln? Und bitte, warum überhaupt diese Stimme, dieses gekünstelte Timbre, dieses Brummeln? Denkt ihr, liebe Radiomacher, die weiblichen Zuhörer werden dabei rollig? Schafft endlich diese Station Voice ab und hört endlich auf, sie nach jedem zweiten Songs abzuspielen.

Es gibt viele Menschen, die Freiburg als Provinz bezeichnen. Mir als Freiburg Fan tut das immer ein wenig weh, wenn ich auch zugeben muss, dass Freiburg natürlich ein großes Dorf ist und nicht mit Metropolen mithalten kann. Und es auch gar nicht will. Aber muss der Provinz Status dadurch unterstrichen werden, dass der Haussender kein vernünftiges Radio machen kann? (Ich spreche nicht von der Musikauswahl) Sich durch dämliche Slogans und Promotion Sprüche lächerlich macht? Und das alles mit einer Stimme, die Coolness vermitteln soll und nur beweist, wie schlecht es um die Radiokultur in Freiburg bestellt ist?

In einer Metropole wie Berlin oder München fallen billige kleine Privatsender nicht so auf. Aber in Freiburg ist die Auswahl nicht besonders groß, da sollte der Sender, der Freiburg am meisten repräsentiert doch ein wenig mehr auf der Pfanne haben und etwas Professionalität ausstrahlen (wenn wir schon dabei sind: ersetzt endlich mal diesen unsäglichen Kino-Werbespot, der viel zu leise, viel zu scheußlich und viel zu lächerlich ist).

Ich bin kein Profi und verstehe natürlich auch nichts vom Radiomachen (leider), aber ich bin ein besorgter Hörer, also die Zielgruppe. Und die Zielgruppe sagt euch: Wenn ihr schon gezwungen seid, immer wieder die gleiche Hit Rotation abzuspielen, so solltet ihr wenigstens an eurer Reputation und eurem Image etwas arbeiten. Vielleicht schalte ich dann auch etwas öfter und freiwillig wieder zu euch. Ich bin für besseres Radio in Südbaden, Südbaden.

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Oh Alice

"Du sabberst", knurrt die damalige Freundin neben mir, während ich wieder einmal gebannt auf den Fernsehschirm glotze, wie ein Reh in das Scheinwerferlicht. Gerade läuft Alice (die Mailänderin Vanessa Hessler) durch eine Partygesellschaft und zieht ein rotes Band hinter sich her. Zwar wird mir der Sinn des Ganzen nicht ganz klar, aber ich könnte dennoch stundenlang dabei zuschauen. Verdammt, ich hasse es, wenn Werbung mich mit so primitiven Mitteln fängt. Und ich hasse es noch mehr, dabei ertappt zu werden.

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Wii macht sportlich

Ok Jungs. Der Frühling kommt, der Speck muß weg. Jetzt gibt es wahrlich keine Ausflüchte mehr. Denn wenn ihr die Wii habt, könnt ihr es schaffen. Der Beweis? Auf dem WiiNintendo Blog können die Ergebnisse des Wii Sports Experiments betrachtet werden. Der Junge verlor innerhalb anderthalb Monate fast 5 Kilo Gewicht. Respekt. Und das bei gerade mal 30 Minuten Training mit Wii Sports. Ich werde das jetzt auch in Angriff nehmen, immer wenn ich mit dem täglichen Dr.Kawashimas Gehirnjogging auf dem DS fertig bin. Zwar werde ich nie so gut aussehen, wie dieses Mädel beim spielen, aber doch vielleicht so gut, dass solche Mädels überhaupt meine Anwesenheit bemerken.

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Reise in die Vergangenheit / Ende einer Ära

Vor kurzem schrieb mich ein Unbekannter in ICQ an und fragte mich, ob ich Interesse an seinen Amigas hätte. Er surfte durchs Netz auf der Suche nach Nostalgikern und Fans der alten Freundin und fand dabei mein Blog, in dem ich hin und wieder über den Amiga schrieb. Und in der Tat bin ich noch immer ein großer Fan dieses Computers. Oder ich war es, wie mir jetzt bewusst wurde.

Dirk aus Darmstadt hatte seine alten Amigas zu Hause herum stehen, mit jeder Menge Originalsoftware, Speichererweiterungen, Festplatten und Zubehör. Das alles wollte er mir kostenlos überlassen, wenn ich es selbst abholen würde. Von Müllheim nach Darmstadt zu fahren ist natürlich kein Nachmittagsausflug. Nach Besprechung mit der damalige Freundinn beschlossen wir, auf dem Weg einen Abstecher zum KFC zu machen und danach in Heidelberg ein wenig zu bummeln. So sollte das ganze ein schöner Tagesausflug werden.

Wir brauchten knapp zweieinhalb Stunden bis wir Darmstadt erreicht und Dirks Wohnung gefunden hatten. Dirk war Frührentner, im Begriff auszuziehen und dementsprechend froh, dass er jemanden gefunden hatte, der ihm das alte Zeug abnahm. Mein Auto war komplett voll mit Kartons.

Die damalige Freundin und ich besuchten danach den nahe liegenden KFC. Zwei Chicktenteile, 12 Hot Wings, Pommes, Coleslaw Salat und einem Maiskolben später passierte das, was mir nie in einem KFC passieren sollte: ich war satt. Aber glücklich. Endlich hatte ich wieder mal meine geliebten Hünchenteile essen können. Die damalige Freundin war natürlich schon längst fertig mit ihrem weitaus kleineren Menü.

Amiga, KFC, es war eine wohlige Reise in die Vergangenheit.

Nach unserem Besuch in Heidelberg kamen wir gegen Abend wieder zuhause an und ich machte mich daran, den Inhalt der Kartons zu sichten. Vorhanden war ein Amiga 2000 und ein 500er. Im Grunde interessierte mich an dem 2000er nur der Festplattencontroller, da ich auf die Festplatte meines 2000ers nicht mehr zugreifen konnte.Dort lagen alle meine Texte, alle Bilder und überhaupt alles, was ich in meinen Jugendjahren mit dem Rechner machte. Das Wort Backup galt damals noch nicht so viel wie heute. Leider, denn es stellte sich schnell heraus, dass meine Daten auf ewig verloren waren. Auch der ausgeschlachtete 2000er von Dirk war nicht mehr zu gebrauchen. Der 500er sprang gar nicht erst an. Was nicht defekt war, war schmutzig, alt und von Nikotin vergilbt und verklebt. Bald erkannte ich, dass die vermeintliche Goldgrube nicht so ergiebig war, wie erhofft. Faszinierend waren lediglich die drei Boxen mit Original Software und sogar den Original Anleitung. Ja, ich seufzte hin und wieder und schwelgte in Erinnerungen. Manche Disk schob ich ins Laufwerk und stellte dabei folgendes fest:

  • früher hatte man offenbar mehr Zeit und Geduld. Denn es dauerte eine Ewigkeit, bis die Programme und Spiele geladen waren.
  • die grafischen Qualitäten sehen in meiner Erinnerung einfach besser aus. Kennt ihr das, wenn ihr etwas Großartiges aus eurer Kindheit in Erinnerung habt und es nun im Erwachsenen-Alter wieder seht, dass ihr dann eher enttäuscht seid? Kennt ihr diese romantische Verklärung, die unsere Vergangenheit weitaus strahlender erscheinen lässt, als sie es vermutlich war?

Da die meisten Sachen von Dirk nicht zu benutzen waren und ich auch die Hoffnung begraben musste, meine Festplatte wieder zum Laufen zu bringen, habe ich nun einen großen Stapel Schrott auf meinem Balkon stehen. Schrott, den es zu entsorgen gilt. Ich weiß, ihr werdet vielleicht den Kopf schütteln oder schmunzeln, wenn ihr mich hier lamentieren hört. Ich möchte mich nicht beklagen, zumindest nicht über Dirks Geschenk. Was mich eher traurig macht, ist die Tatsache, dass ich meine alte Freundin wohl doch hinter mir gelassen habe. Keine Ahnung, warum ich dennoch so an ihr hänge. Ist es tatsächlich der Computer und seine wunderbare Technik? Oder ist es nur die schöne Erinnerung daran? Die Erinnerung an bessere Tage? Als die Welt noch in Ordnung war? Haha.

Vielleicht gibt es auch in eurem Leben etwas, woran ihr euch gern zurück erinnert. Euer erstes Auto, mit dem ihr so viel erlebt habt? Eure damaligen Lieblings-Comics oder Lieblings-TV-Serien. Irgendwas. Und vielleicht stellt ihr heute ebenfalls fest, das sie euch nicht mehr so verzaubern können, wie sie es damals taten. Vielleicht versteht ihr, warum ich mich fühle, als würde ich den Amiga zu Grabe tragen.

Es ist einfach nicht mehr meine Welt. Und wird es nie wieder sein. Ich habe meinen Amiga 2000er ebenfalls zu dem Schrotthaufen gelegt. In meiner Kiste liegen jetzt noch ein Amiga 500, viele Disketten, ein Monitor und ein Joystick. Der alten Zeiten wegen. Der Karton wird wieder zugeklebt und im Keller verstaut. Vielleicht bekomme ich irgendwann erneut einen Flashback, denke daran, den Karton zu öffnen und einen Abend lang in Erinnerungen zu schwelgen. Aber wohl eher werde ich meinem Emulator bemühen, mir zu zeigen, wie wunderbar die Zeit damals mit meiner Freundin war. Und wie lange diese Zeit schon hinter mir liegt.

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Ich stehe zum Sitzpinkeln

Ich bin überzeugter Sitzpinkler. Und dazu stehe ich! (Haha, was für ein Wortspiel) Ich gebe nichts auf Aussagen, im Sitzen zu pinkeln sei unmännlich. Denn ich denke, dass jeder Mann, der irgendwann einmal seine Toilette selbst reinigen muss, automatisch zum Sitzpinkler wird. Was ist männlicher? Beim Pinkeln zu sitzen oder jeden zweiten Tag um die Schüssel zu kriechen, um all die (beim Stehen unvermeidlichen) Spritzer zu entfernen?

Dennoch hat so ein Pissoir natürlich etwas sehr bequemes. Keine Frage. Deshalb beschloss ich jetzt, dass in meiner zukünftigen Villa, trotz der dann vorhandenen Putzfrau, in meinem Bad folgendes eingebaut wird: neben den Whirlpool, der Duschkabine, den zwei Waschbecken, dem Bidet und der Kloschüssel muss unbedingt auch ein Pissoir hin. Und zwar auf jeder Etage.

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Donald duck dich

Habt ihr eigentlich auch zu den Kindern gehört, die immer Donald Duck sagten? Mit langem o und kurzem u? Und sagtet ihr auch immer Goofy? Mit einem ganz langen o? Hattet ihr auch ständig Diskussionen mit so Klugscheißern wie mir, die, noch bevor sie auch nur ein Wort Englisch konnten, darauf bestanden, die Namen auch englisch auszusprechen? Schließlich war ja sonst alles Deutsch in den Comics, sie lebten in Entenhausen, gaben Taler aus und Donalds Neffen hießen Tick, Trick und Track.

Nun, da ihr alle Englisch könnt, würdet ihr eure Kinder die Namen falsch aussprechen lassen? Oder würdet ihr ihnen gleich beibringen, wie es tatsächlich heißt? Auch auf die Gefahr hin, dass sie dann so Klugscheißer werden wie ich?

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Dummvolk

Es gibt leider sehr viele Leute, die so doof sind, dass es knallt. Das mag jetzt etwas hart und überheblich klingen, aber die folgenden zwei Beispiele durfte ich innerhalb eines Tages beobachten. Man lese und staune…

Fall 1) vor mir fährt ein Kastenwagen auf die linke Abbiegespur und hält an der roten Ampel. Hinter einem Auto, wie ich vermute. Ich weiß aus Erfahrung, dass diese Ampel grün wird, wenn der Gegenverkehr vorbei ist. Nachdem dieser Gegenverkehr schon zum zweiten Mal an uns vorbei gezogen ist, werde ich stutzig. Auch nach dem dritten Mal will unsere Ampel einfach nicht grün werden. Ich steige also aus und sehe nun, dass der Kastenwagen gar kein Fahrzeug vor sich hat. Er steht einfach eine Wagenlänge vor der Ampel und somit nicht auf den Kontakten. Die Ampelanlage weiß also gar nicht, dass hier (mittlerweile) zwei Dutzend Autos abbiegen wollen. Ich klopfe an die Scheibe des Wagens und bedeute dem Fahrer, er möge ein Stück vor fahren. Er zeigt nur hilflos auf die rote Ampel. Erst als ich ihm deutlich mache, dass er bis zum Strich fahren soll, rückt er vor. Der Gegenverkehr hat uns sechsmal passiert und die Ampel springt endlich auf Grün (und lässt den Kastenwagen, mich und meinen Hintermann durch, bevor sie wieder auf rot schaltet). Ihr wisst, wie ich zum Straßenverkehr stehe. Dieses Erlebnis lässt mich nicht hoffen, dass sich hier irgendwann etwas zum Positiven ändert.

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