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Von Hunden und Dinosauriern

Letztens entdeckte ich beim Sebbi Blog ein Video mit dem Big Dog, einem sehr großen Roboterhund. Faszinierend an diesem "Gerät" ist seine Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden und auch bei einem Tritt das Gleichgewicht zu halten. Es erinnerte mich etwas an die AT-ATs aus Star Wars Episode 5 und so wie mich diese Riesenmaschinen damals im Kindesalter gruselten, so gruselte es mich heute, eine solche Maschine zu sehen, die wirklich funktioniert, sich bewegt, ebenfalls riesig ist und, oh mein Gott, uns alle vernichten und die Weltherrschaft übernehmen wird…


Ähem, Verzeihung. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, der gruslige Riesenroboterhund. Nun ist das ganze Projekt ja nur Forschung und doch findet sich auch hier jemand, der sich darüber lustig macht. Und ehrlich, obwohl ich herzlich darüber lachte, fand ich diesen etwas dümmeren Riesenhund genau so gruslig.

Was allerdings gar nicht gruslig ist (oder doch?) und wunderbar zum Thema passt, ist Pleo. Pleo ist der legitime Nachfolger von Tamagotchi und Furby, seines Zeichens ein Dinosaurierbaby und das wohl intelligenteste Spielzeug der Welt. (Oder sollte man besser sagen, das Spielzeug, das Intelligenz perfekt simulieren kann) Mit einer Vielzahl von Sensoren, Motoren, Gelenken und einer lernenden Software kann das Ding sich anschmiegen, sich freuen, Angst haben, sich strecken und gähnen, sich streicheln lassen, nach Futter und Mama rufen und 400 Euro kosten. Gruslig. Aber irgendwie auch süß.


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Des Apfels erstes Opfer

Gestern rief die Vista-Laptop-nutzende damalige Freundin an und sagte wütend: "Du bist Schuld. Ich bin schon völlig Mac-verseucht. Grad hab ich verzweifelt versucht, auf dem Touchpad mit zwei Fingern in einem Fenster runter zu scrollen." Tja, da konnte ich nur grinsen.

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Richtig fluchen!

Heute wäre mir auf der Autobahn auf dem Weg nach Oberhausen Sterkrade beinahe einer reingefahren. Er fuhr schon eine Zeitlang in völlig unangemessen knappem Abstand hinter mir her und als ich in der Ausfahrt plötzlich bremsen musste, weil sich ein Stau in der Kurve vor mir gebildet hatte, wäre es fast passiert. Ich sah im Rückspiegel wie er den drohenden Aufprall nur noch durch ein Ausweichen auf den Standstreifen verhindern konnte. Und ich fluchte wie ein Rohrspatz. Wüste F-, A-, D- und W-Wörter kamen in lautem Stakkato aus meinem Mund. Es war eine Kakophonie der reinen, unverfälschten Wut.

Die damalige Freundin, die auf dem Beifahrersitz saß, hört so etwas gar nicht gern. Aber so bin ich nun mal. Die Wut muss raus, wie angestaute Lava in einem Vulkan, sonst fürchte ich zu platzen. Das ist mein Temperament. Und kurz nach der Eruption ist ja auch schon fast wieder alles friedlich. Was die damalige Freundin allerdings nur wenig tröstet. Sie sieht dabei nämlich schon in die Zukunft und auf die Rückbank, wo sie den Filius in einem Kindersitz wähnt, der entweder entsetzt oder völlig begeistert ist, wie Papa am Steuer gerade abgeht. Die Devise lautet daher, dass ich mir das Fluchen abgewöhnen muss. Und nach dem heutigen Ausbruch sagte sie: „Ich versteh’s ja, Aber musst denn auch immer so viele schlimme Wörter benutzen?“ „Ja!“ knurrte ich zurück. „Du könntest doch auch ein Ersatzwort benutzen“, schlug sie vor. „Zum Beispiel?“ „Hmm, sag doch… Angelika.“ Angelika! Ich bitte euch.

„Angelika? Ne, das geht gar nicht. Wenn man richtig flucht und in Rage ist, dann müssen die Wörter aus lauter KR-, SCH- und FFF-Lauten bestehen. Sonst funktioniert das doch nicht. Angelika. Nee.“ Also überlegten wir uns bis zur Ankunft in Sterkrade, welches Ersatzwort ich in Zukunft für meine Flüche nehmen soll. Und was läge näher als… Sterkrade. „STERKRADE!“ Das kracht und zischt und ist mittlerweile zum Running Gag geworden. Und ich hoffe, diesem Arschloch von der Autobahn ist der Motor verreckt. Sterkrade nochmal.

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Macs and the City

Die Ursachen für meinen doch relativ spontanen Kauf eines MacBook Pro könnte ich überall finden. Die Hauptschuld allerdings trägt mit Sicherheit München. Schon am ersten Abend, als ich mit der damalige Freundinn eintraf um ein paar Tage mit bummeln, shoppen und besichtigen in der Bayern-Metropole zu verbringen, wurde mir wieder klar, wie gerne ich hier leben würde. Eher zufällig stolperten wir in einen Gravis Store, in dem ich mit feuchten Augen Lustwandeln konnte. Wenig später hatten wir uns mit Mario und Michi (M&M), meinen beiden in München lebenden, geekigen Freunden in einem coolen Lokal zum Abendessen verabredet. Und auch dort konnte ich nicht anders, als nur begeistert von der Stadt und Apple Computern zu schwärmen. Der Absacker-Kaffee bei den beiden zuhause wurde schließlich zu einer reinen Mac-Convention. Mario und Michi, der eine mit Mac Pro, der andere mit MacBook Pro ausgestattet, nahmen mich mit auf eine Reise durch MacOS.

Am nächsten Tag frühstückten die damalige Freundin und ich in einem "San Francisco Coffee Company". Ich fühlte mich wohl. Guter Kaffee, Trance-Musik, hippe junge Menschen. Wir bemerkten schnell, dass hier etwa jeder dritte Bürger oder Besucher mit weißen Ohrhörern herum lief oder gleich ein iPhone am Ohr hatte. München ist Mac-verseucht. Und ich hatte mich angesteckt. Heilung versprach ich mir wiederum im Gravis-Store. Ich inspizierte MacBooks, MacBook Pros und sogar den MacBook Air. Nach einem ausführlichen Gespräch mit einem motivierten Mitarbeiter wurde mir leider allzu schnell klar, dass ein kleines MacBook mich niemals glücklich machen würde. Nur 13 Zoll Display mit spiegelnder Oberfläche, im kleinsten Modell kein DVD Brenner, relativ wenig Speicher… Nein, ich war mir sicher, dass es ein Pro sein müsste.

Und so hockte ich Tags drauf wieder mit der damalige Freundinn in einem schnieken Café, nippte an einem Latte Macchiato und fühlte mich plötzlich hipp genug, mir endlich diesen langen Traum zu erfüllen. Ein Anruf bei Mario später, der für mich in Erfahrung bringen musste, wo in München ein MacBook Pro am günstigsten zu bekommen sei, saßen die damalige Freundin und ich in der U-Bahn…

Die Auspack Zeremonie zelebrierte ich und hielt sie auch weitestgehend fotografisch fest. Denn es ist tatsächlich so. Bereits das Auspacken macht Spaß. Zum ersten Mal das Gerät aufgeklappt, eingeschaltet und nach wenigen Minuten mit einer hübschen Animation begrüßt. Das MacBook war nach Eingabe meiner Daten und eines Passwortes sofort einsatzbereit. Ohne langwierige Installation, ohne stundenlanges Gefrickel – es funktioniert einfach.

Mittlerweile ist es vier Tage her, dass ich mir das MacBook gekauft habe. Meine Daten vom PC habe ich noch nicht migriert, da meine Tour von München auch noch an den Bodensee zur Familie führte. Aber ich konnte bereits ins Internet (siehe hier), mir einige Tipps zusammen suchen, einige Sachen installieren (Firefox z.B.) und testen. Und ich bin noch immer begeistert. Zwar nicht restlos, aber ich bereue den Kauf auch nicht. Vieles, was ich derzeit noch bemängle, ist vermutlich reine Gewohnheit und wird sich mit der Zeit legen. So tu ich mich noch immer schwer mit der Tastatur (ich mochte Notebook-Tastaturen eigentlich noch nie…), manche Belegungen schaffen noch Probleme. Mehr als einmal habe ich statt eines getippten @-Zeichens das komplette Programm beendet. Und das Beenden ist auch so eine Sache: manche Programme enden, manche schließen nur ihr Fenster und laufen im Hintergrund weiter und ich konnte bislang nicht herausfinden, was und warum welches Programm macht. Auch fehlt mir ganz einfach eine rechte Maustaste. Das Trackpad ist wunderbar, aber ich nutze mittlerweile mehr die Tastatur zur Bedienung als ich es je getan hätte. Und SO stelle ich mir die schöne Apple Welt nicht vor. Eine Bluetooth Maus muss her. Und eine schicke Notebook Tasche…

Alles andere ist einfach herrlich, macht Spaß, bezaubert. Und das sage ich, ohne ein Windows-Hasser zu sein. Muss man auch nicht. Mein XP-Rechner lief bis zum heutigen Tag ohne Abstürze absolut rund, zuverlässig und sogar aufgehübscht. Und doch ist es an dem MacBook einfach irgendwie schöner. Die Details machen es aus. Laut M&M in München werde ich im Laufe der Zeit noch viele Dinge entdecken, die bei Apple einfach besser gelöst seien.

Und in dieser Zeit werde ich vermutlich noch viele Fragen haben, aber ich weiß ja, dass begeisterte Mac-User hier mitlesen und mich unterstützen. Das nächste Mal, wenn ich München besuche, werde ich mit meinem MacBook Pro im Biergarten sitzen und mich fühlen, als sei ich hier zuhause. Ich freu mich jetzt schon.

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Dieser Artikel wurde mit einem MacBook Pro geschrieben!

Denn seit gestern habe ich eins. Yeah!!!

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Achmed, the dead Terrorist

Ich kann nicht anders. Jedesmal, wenn ich das Video mit Achmed, dem toten Terroristen anschaue, habe ich vor lauter Lachen Tränen in den Augen. Seit Mirko vom XSblog es vorstellte, habe ich den Clip bestimmt etwa zwanzig Male angeschaut. Auf seinem Blog. Und immer wieder mit tränenden Augen. Dann sah ich mir all die anderen Videos an, die man mit Jeff Dunham finden kann, dem wohl witzigsten und vielleicht sogar besten Bauchredner der Welt. Dunham hat noch weitere Figuren in seinem Programm, Walter, Peanut oder "José, the Jalapeño on a stick". Einfach herrlich. Aber jetzt muss ich mir nochmal Achmed anschauen. Ich kann nicht anders. "Silence! I Kill you."

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Lokführer ist nicht gleich Lokführer

Als ich damals (letztes Jahrtausend oder so) meine Ausbildung zum Lokführer machte, hießen wir auch tatsächlich Lokführer. Da war die Welt noch in Ordnung. Die Lokführer saßen ganz vorne und fuhren Züge. Und hinten liefen die Schaffner durch den Zug und kontrollierten Tickets. Dann kam irgendwann jemand auf die Idee, alles neu zu benennen (die neue Bahn AG und so). Mit einem Male wurde aus Lokführern Triebfahrzeugführer (Abkürzung Tf). Vermutlich weil die langfristigen Pläne der Bahn gar keine Loks mehr vorsehen, sondern in ferner Zukunft nur noch Triebzüge wie der ICE durchs Land rollen sollen (wo es ja, wie beim ICE 3, bei dem die Antriebe im kompletten Unterbereich des Zuges verbaut sind, keine wirkliche Lokomotive mehr gibt).

Gleichzeitig wurden die Schaffner aufgeteilt in Zugchef und Zugführer (und noch immer ganz normalen Schaffnern), was Kunden und Medien komplett verwirrte. So war bisher in allen Meldungen stets vom Zugführer die Rede, wenn der Lokführer gemeint war. Und mehr als einmal riefen Fahrgäste mich Schaffner, was umso depperter ist, als die Lokführer noch nie so hießen. Aber offenbar war plötzlich jeder verwirrt. Selbst Bahnchef Mehdorn verplapperte sich in so manchem Interview und sprach fälschlicherweise von den Zugführern. Klar, die sitzen vorne und führen den Zug.

Mittlerweile hat sich der Begriff Lokführer wieder in den Köpfen der Kunden gefestigt. Leider nur deshalb, weil das Wort Lokführer seit einem Jahr fast untrennbar mit dem Wörtchen Streik verbunden ist. Der Lokführerstreik. Mit einem Mal weiß wieder jeder, wie die Leute im Führerstand (ja, diese Bezeichnung änderte sich nie) heißen. Und dabei hat gar niemand mitbekommen, dass die schon wieder neu bezeichnet wurden. Im Zuge der Gleichschaltung im europäischen Verkehr sollen Lokführer nur noch Eisenbahnfahrzeugführer genannt werden (Abkürzung EFF). Wahrscheinlich stellte man (ganz überrascht) fest, dass auf den Schienen auch noch Güterzuglokomotiven, Rangierlokomotiven, Wartungszüge, Bauzüge, Messzüge etc. unterwegs sind, also einen Haufen Eisenbahnfahrzeuge, die einen Führer benötigen.

Zumindest ein gutes hat der Streik. Auf lange Sicht werden Lokführer wieder so genannt werden wie früher. Lokführer. Denn bislang habe ich noch nichts über den Eisenbahnfahrzeugführerstreik gehört. Und das ist auch gut so.

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