Alles Roger das Blog von Roger Graf

Tagfitness

Der 30 Tage Lauf – Tag 8

Wie läuft’s?

An Tag 8 meiner Challenge “Der 30 Tage Lauf” denke ich über Lauftechnik nach. Die ich nicht habe. Egal, wie viele Youtube-Videos ich mit nützlichen Tipps und Ratschlägen zu diesem Thema schaue, meine Technik besteht weiterhin darin, ein Bein unkontrolliert vor das andere zu werfen. So bewege ich mich überraschenderweise fort. Und so kommt es neben fehlender Ausdauer und Geschwindigkeit zu Schmerzen im Knie. Selbst der freundliche Laufschuhverkäufer attestierte mir bei einem Probelauf eine wackelnde Hüfte und zu wenig Stabilität im Rumpf. Nunja, ich war halt schon immer etwas lockerer…

Heute versuchte ich also, mich auf meinen Lauf und meinen Körper zu konzentrieren. Ich versuchte, korrekt aufzutreten, machte nur kleine Schritte, spannte Po- und Bauchmuskeln an, um mehr Stabilität zu bekommen. Außerdem nutzte ich die Füße mehr als Federung. Und siehe da. Die Knieschmerzen hielten sich in Grenzen.

Sogar die Schafe waren wieder da, um mich anzufeuern. Eines rief mir zu: “Möö,ööh!”, was übersetzt soviel bedeutet wie “Ey Junge, mach es wie ich und finde deine eigene Wollfühl-Geschwindigkeit.” (Nicht zu verwechseln mit “Mö,ööh!” was übersetzt “Alter verpiss dich, das ist mein Gras!” heißt)

Statistiken

  • Strecke: 4,26 km
  • Gesamtzeit: 30 Minuten
  • Durchschnittliche Herzfrequenz: 146 bpm (Maximal 159 bpm)
  • Durchschnittlicher Pace: 7’16″/km
  • Durchschnittliche Geschwindigkeit: 8,26 km/h

Gedanke des Tages

Verrückt, dass ich nicht einmal keuchen musste. Ich kam nach Hause, als hätte ich nur einen Spaziergang gemacht, nur verschwitzter.

Der 30 Tage Lauf – Tag 7

Wie läuft’s?

Eine Woche ist rum. Sieben Tage lang ein Lauf pro Tag. Und heute, an Tag 7 meiner Challenge “Der 30 Tage Lauf” denke ich über Regeneration nach. Ausreichende Pausen sind für einen Trainingserfolg unabdingbar. In den Pausen zwischen den Trainingseinheiten hat der Körper die Chance, sich zu erholen und erst in den Ruhephasen haben Muskeln überhaupt die Möglichkeit, die gesetzten Reize zu nutzen, um zu wachsen. Mehr ist also nicht immer besser. Zu viel Training, also Übertraining, gilt es üblicherweise zu vermeiden.

Ich merke bereits nach sieben Tagen, dass meine Leistungsfähigkeit nachlässt. Ich schlafe schlechter, bin ständig müde und meine Knochen tun weh. Besonders meine Knie machen sich bemerkbar. Selbst Nachts. Ein Alarmzeichen.

Meine Challenge sollte ein Experiment sein, wie weit ich komme, ob ich mich täglich aufraffen kann und ob sich meine allgemeine Fitness verbessert. Derzeit scheint das Gegenteil einzutreffen und ich werde darüber nachdenken müssen, die Umstände des Experiments anzupassen, um keine langwierigen Schäden davon zu tragen. Ich brauche meine Knie noch einige Jahre. Evtl. werde ich die Challenge fortsetzen, sie aber mit einem Ruhetage zwischen den Läufen länger laufen lassen…

Statistiken

  • Strecke: 4,63 km
  • Gesamtzeit: 33 Minuten
  • Durchschnittliche Herzfrequenz: 153 bpm (Maximal 165 bpm)
  • Durchschnittlicher Pace: 7’11″/km
  • Durchschnittliche Geschwindigkeit: 8,35 km/h

Gedanke des Tages

Ob der derzeitige Verzicht auf Koffein wohl auch seinen Teil an meiner Schlaflosigkeit hat?

Der 30 Tage Lauf – Tag 6

Wie läuft’s?

Nach nur fünf Stunden Schlaf (Nachbarn) und zwei Stunden Gartenarbeit (Gemüse) lief ich an Tag 6 meiner Challenge “Der 30 Tage Lauf” die kürzeste Runde bislang. Ich war zu erschöpft. Bin aber trotz allem stolz, mich aufgerafft zu haben.

Statistiken

  • Strecke: 3,37 km
  • Gesamtzeit: 25 Minuten
  • Durchschnittliche Herzfrequenz: 152 bpm (Maximal 168 bpm)
  • Durchschnittlicher Pace: 7’29″/km
  • Durchschnittliche Geschwindigkeit: 8,01 km/h

Gedanke des Tages

Hat denn niemand ein kleines Häuschen mit Garten oder Terrasse im Grünen ohne nervigen Nachbarn für uns?

Der 30 Tage Lauf – Tag 5

Wie läuft’s?

Tag 5 meiner Challenge “Der 30 Tage Lauf”. Wieder regnet es, wieder laufe ich meine Runde durch mein nahegelegenes Wäldchen und frage mich dabei, wann ich zuletzt Regen an meinen nackten Beinen gespürt habe. Als ich noch ein Kind war? Die Waldrunde ist übrigens tatsächlich 400 Meter lang, also eine Runde auf der Aschenbahn. Die Aschenbahn. Wie sehr ich es als Kind und Jugendlicher gehasst habe, dort Runden drehen zu müssen. Erinnerungen an stinkende Umkleidekabinen, Sportbeutel und Bundesjugendspiele kommen hoch. Es war nicht alles schön als Kind. Und hätte ich mir damals träumen, dass ich etwa 35 Jahre später mit Freude durch den Wald laufe?

Statistiken

  • Strecke: 5,16 km
  • Gesamtzeit: 35 Minuten
  • Durchschnittliche Herzfrequenz: 158 bpm (Maximal 167 bpm)
  • Durchschnittlicher Pace: 6’49″/km
  • Durchschnittliche Geschwindigkeit: 8,84 km/h

Gedanke des Tages

Es läuft sich leichter durch den Regen, mit dem Wissen, dass im direkten Anschluss ein heißes Schaumbad und ein Gläschen Bier zuhause warten.

Der 30 Tage Lauf – Tag 4

Wie läuft’s?

Größte Herausforderung an Tag 4 meiner Challenge “Der 30 Tage Lauf” war es, das richtige Zeitfenster zwischen den Gewittern zu finden, um nicht komplett naß zu werden. Das Laufen selbst bereite keine Probleme. Ich wählte erneut meine übliche Waldrunde, auch wenn sie vermutlich nicht länger als 400 Meter ist und ich daher gefühlt ein Dutzend Mal im Kreis laufe. Damals, als Besuche im Fitness-Studio noch möglich waren, begab ich mich gerne aufs Laufband und verband Krafttraining mit Ausdauertraining. Ein Laufband fühlt sich an wie in ein Hamsterrad. Man rennt, kommt nicht von der Stelle, ist in einer großen Halle unter Neonbeleuchtung… Auch wenn meine Waldrunden kurz sind, liebe ich die kühlen Schattenspiele der Bäume, den Duft nach Erde, Laub und Moos, die feuchte Luft, den weichen Boden unter mir. Und ich genieße es, dass er so nahe ist.

Statistiken

  • Strecke: 5,20 km
  • Gesamtzeit: 35 Minuten
  • Durchschnittliche Herzfrequenz: 159 bpm (Maximal 171 bpm)
  • Durchschnittlicher Pace: 6’50″/km
  • Durchschnittliche Geschwindigkeit: 8,77 km/h

Gedanke des Tages

Wenn ihr frei von Schmerzen seid und euch bewegen könnt, zelebriert es, geht raus, feiert euren Körper und eure Freiheit. Es ist so kostbar.

Alles Roger das Blog von Roger Graf

Privacy Policy Settings