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Alles Andere

Jede Straße in jeder Stadt

Das kleine, aber äußerst faszinierende Tool City Roads zeichnet auf Basis von Open Streetmap Karten eine Grafik von Städten, die nur aus den Linien der Straßen besteht. Die Ergebnisse sehen derart hübsch aus, dass man sie am liebsten ausdrucken und an die Wand hängen möchte. Und warum auch nicht? Eine kleine Galerie der persönlichen Lieblingsstädte vielleicht? Probiert es aus.

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Alles Erzählt

Update Junkie

Never touch a running system. Eine sehr kluge Redewendung und Regel, die in allen möglichen Lebenslagen beherzigt werden sollte. Ganz egal, ob es um die Fußballmannschaft oder um die heimische Einrichtung der smarten Lampen und Lautsprecher geht. Wenn etwas funktioniert, lässt man besser die Finge davon und freut sich, dass es funktioniert.

Jeder, der in der IT arbeitet, hält sich natürlich daran. Jeder? Nein. Ein unbeugsamer Autor eines unbedeutenden Blogs lebt seit Jahren nach der Devise “Neues ist immer besser!” Neues verspricht noch unbekannte oder schnellere Funktionen, schönere Oberflächen, tolleres Benutzererlebnis – hach, Neues ist immer so… neu. Und aufregend. Und ja, ich spreche von mir selbst.

Auch Jahre der Erfahrung konnten mich bis heute nicht von dem Drang abhalten, jegliches mögliche Update zu installieren. Neue Geräte anzuschaffen. Ja, sogar mit Warnung versehene Beta-Versionen zu ziehen, nur um den Kick des Neuen zu spüren. Ganz vorne dabei zu sein. Oder endlich Bugs entfernt zu wissen (die bislang vermutlich noch gar nie aufgefallen waren).

Jeden Morgen die gleiche Routine: Wecker ausschalten, Wetter checken, Nach Updates suchen. Für zwei Apps stehen Updates bereits. Performance- und Stabilitätsverbesserungen. Ja, gib es mir, schnell. Natürlich starte ich die aktualisierten Apps nicht. Wozu auch, sie sind neu und verbessert. Ich muss mich davon nicht überzeugen, ich weiß es. Neu ist immer besser. Außerdem interessieren mich diese Apps gar nicht. Hauptsache sie sind aktuell.

Natürlich fiel ich schon mehrfach auf die Nase mit diesem Verhalten. Apps, die plötzlich nicht mehr funktionierten, liebgewonnene Funktionen über Bord geworfen hatten, nicht mehr mit bestimmten Geräten oder anderen Apps zusammen arbeiteten. Gadgets, die sich nicht mehr starten ließen. Rechner, die neu installiert werden mussten. Ich habe alles durchgemacht.

Nichts kurierte mich von der Sucht. Der App Store ist mittlerweile ganz hinten in einem Ordner versteckt, um mir den Weg dorthin zu erschweren, doch ich gehe ihn gern. Auf dem Macbook wartet allabendlich ein kleines Programm, das alle installierten Programme auf Aktualisierungen prüft, darauf, von mir gestartet zu werden. Ja, selbst dieser Artikel konnte erst begonnen werden, nachdem ein WordPress-Plugin aktualisiert wurde. Dieser kleine, rote Bubbel mit der weißen Eins, die eine verfügbare Aktualisierung signalisiert, war einfach zu verlockend und hätte mich nur abgelenkt.

Ich bin ein Update Junkie! Gibt es dafür eine Selbsthilfegruppe? Die AA? Die anonymen Aktualisierer? Oder vielleicht einen Ratgeber? Einen 12 Stufen-Plan zur Entwöhnung. Was? Davon gibt es eine neue, verbesserte Version mit nur 11 Schritten? Ich wusste es. Gekauft.

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Alles Gehört

Mein erster (und einziger) Song

Wie schon oft erwähnt, blieb ich meinem Amiga Computer sehr lange treu. Vermutlich länger, als gut war. Meinen ersten richtigen PC erwarb ich schätzungsweise irgendwann um 1995 herum. Und sofort probierte ich – natürlich neben Spielen – alles aus, was mit der Maschine möglich war: Programmieren, Schreiben, Foto- und Videobearbeitung und so weiter. Alles stets im Rahmen der technischen und amateurhaften Möglichkeiten. Und bald schon reizte mich ein neues Thema: Das Produzieren eines eigenen Songs.

Mit Programmen wie dem Magix Music Maker wurde dies zum Kinderspiel. Mit einem breiten Set aus vorgefertigten Sounds und Loops, konnte ein Song mit etwas Geschick ähnlich einem Lego-Gebilde “zusammen gesteckt” werden. Auf mehreren Spuren platzierte man Bass, Drums, Snares und Gesang. Reicherte das Ganze mit Echo- und Hall-Effekten an, verschob Teile oder bastelte als Bridge einen besseren Übergang. Die Sounds gaben den Stil vor, war man mutig und kreativ genug, nutzte man bewusst die falschen Klänge um etwas völlig neues zu kreieren.

Als ich mit meinem ersten Song begann, war die Hochzeit von Techno, Trance und House und es lag daher nah, einen ähnlichen Weg zu gehen. Das Ergebnis hatte natürlich weder künstlerisch noch technisch einen hohen Wert. Die Samples und Loops waren seinerzeit nicht in CD-Qualität (auch wenn sie auf solchen ausgeliefert wurden, aber ich meine mich zu erinnern, dass die Sample-Rate geringer war). Und vom Komponieren hatte ich so viel Ahnung wie vom Autos reparieren oder Marzipan-Herstellung (was sich bis heute nicht geändert hat). Aber ich ließ mich nicht aufhalten, bastelte einige Tage herum, bis ich zufrieden war und einen Song kreiert hatte, der einen gewissen Drive, Tempowechsel, ausreichend Bass und ein Finale hatte und auf den ich seinerzeit schon ein wenig stolz war.

Heute ist es fast lächerlich das Stück zu hören. Aber da der Song etwa 25 Jahre alt sein dürfte, habe ich genug Abstand, um ihn hier zu präsentieren. Damals noch namenlos, gab ich ihm irgendwann um die Jahrtausendwende den Titel “Have a break”, mein damaliger Claim meiner damaligen frischen Homepage ebrake.

Und nun viel Spaß. Ihr dürfte gerne die Lautstärke hoch drehen:

Have a break – Roger Graf, ca. 1995 bis 1997

By the Way: 25 Jahre? Ein Vierteljahrhundert? Ein Viertel-fucking-jahrhundert?

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Alles Andere

Kurze Nachricht in eigener Sache

Bevor es morgen mit dem nächsten Artikel weiter geht, möchte ich den frühen Samstag Abend nutzen, um über zwei kleine Neuheiten hier im Blog zu informieren:

  1. Ich habe den Wildwuchs bei den Kategorien bearbeitet, bzw. bin noch damit beschäftigt. In der oberen Menüleiste können die nun die stark vereinfachten “Kategorien” aufgerufen werden, wodurch man direkt zur passenden Artikel-Sammlung gelangt.
  2. Jeder Artikel kann ab sofort (DSGVO-konform) “geliked” werden. Unter jedem Artikel findet ihr dafür ein Herz, das bei Gefallen angeklickt werden kann. Es wird dabei nichts getracked, ihr müsst nicht eingeben, ihr könnt nur ein bisschen Liebe verteilen, falls ihr keinen Kommentar hinterlassen, mir aber mitteilen wollt, dass euch gefällt, was ihr hier lest.

Und jetzt: Weiter feiern.

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Alles Technisch

The (unofficial) Apple Archive

Wunderbar zusammengestelltes und privat kuratiertes Archiv mit allem, was Apple seit seinen Anfängen veröffentlicht hat. Videos, Schriftstücke, Grafiken, Interviews, Konferenzen, Keynotes und vieles mehr in Jahre unterteilt von den 70ern bis heute. Für Apple Fans ein herrliches Werk zum schmökern.

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Alles Erzählt

7 Regeln für Firmenparty-DJs

Klugscheißermodus an. Ich mag es ja grundsätzlich sehr, wenn Menschen über Dinge schreiben, von denen sie so gar keine Ahnung haben, Tipps geben und Regeln aufstellen. Immer wieder ein Quell der Freude. Und heute möchte ich mich daran beteiligen, denn vom Plattenauflegen als DJ weiß ich so gar nichts. Aber ich weiß, wie man sich als Gast auf einer Firmenfeier fühlt, wenn der DJ es schafft, durch seine Musikauswahl die Tanzfläche zu leeren. Deshalb folgen nun meine ultimativen Klugscheißertipps für Firmenparty-DJs:

  1. Informiere dich im Vorfeld über dein Publikum. Irgendjemand fragt dich an und bucht dich. Dieser Jemand ist höchstwahrscheinlich für die Veranstaltung verantwortlich und war es auch schon auf vielen Veranstaltungen zuvor. Frag nach, wie die Gäste drauf sind, ob gerne getanzt wird. Ob auf früheren Partys eher zu 80er, 9er, Rock oder Pop getanzt wurde.
  2. Lass deinen eigenen Musikgeschmack zuhause. Niemand auf der Party interessiert sich für deinen exotischen Stil oder deinen Radio-Mix, den ohnehin jeder jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit hört. Du bist ein Dienstleister, der deinem Kunden das liefern soll, was das Publikum will. Siehe Punkt 1. Zusatz: Niemand interessiert sich für deine tollen Übergänge. Die Leute wollen tanzen und Spaß haben.
  3. Spiele “tanzbare” Musik. Die Auswahl ist riesig und das mögliche Feld weit. Daumenregel: Wenn ein Song in Heavy Rotation im Radio läuft, ist er zwar populär aber nicht unbedingt für eine Firmenfeier geeignet. Einzige Ausnahme ist natürlich, wenn während eines Büffets ebenfalls Musik gespielt werden soll – dann bitte etwas loungiges mit Stil
  4. Halte einen beliebten Stil durch. Wenn du einen Rock-Klassiker aus den 80ern spielst und die Gäste johlend auf die Tanzfläche rennen, spielst du danach noch einen Rock-Klassiker aus den 80ern und danach noch einen. Und nachdem du noch einen und dann noch einen gespielt hast, kannst du gerne noch einen spielen. Und dann erst kannst du darüber nachdenken den Stil zu wechseln. Siehe Punkt 5.
  5. Achte auf dein Publikum. Wenn du einen Neue Deutsche Welle Song spielst und die Gäste fluchtartig von der Tanzfläche eilen, dann bemerkst du das und spielst ab sofort keine Neue Deutsche Welle Songs mehr, sondern gehst zu einem Rock-Klassiker aus den 80ern über. Siehe Punkt 4.
  6. Halte dich an unveränderbare Grundregeln. Die Klassiker gehen meistens, egal ob das Publikum Ü40, U22 oder alles zwischen 18 und 64 ist. Mit tanzbaren Rock-Klassikern, mit 80er und 90er Pop-Songs liegst du meistens richtig. Mit R&B und Hip-Hop (auch Deutsch) kannst du punkten, achte aber auch hier darauf, beliebte Klassiker im Repertoire zu haben. Techno funktioniert nie, House unter Umständen. Hard-Rock kann zu später Stunde noch richtig anheizen. Mit deutschen Songs immer Vorsicht walten lassen, nie Schlager spielen, nie Karnevalsmusik, aber jederzeit Lieder, deren Text jeder auswendig kennt. Und neben diesen allgemeinen Grundregeln gelten zwingend folgende Unterregeln:
    1. Nach den Spice Girls kommen die Backstreet Boys
    2. Nach Kenny Loggins kommt Melissa Etheridge
    3. Nach Metallica kommt “Killing in the Name of”
    4. Nach Rihanna kommt Jay-Z, Beyonce oder Alicia Keys
    5. Nach “Mr.Vain” kommt “Rhythm is a Dancer”
    6. Nach Abba kommen die Bee Gees
    7. Nach den Fanta 4 kommt Fettes Brot und danach Seeed
    8. Nach “It’s my Life” (Dr.Alban) kommt “There’s no limit” (2Unlimited) oder “What is Love” (Haddaway)
    9. Nach “Billy Jean” kommt “I will survive”
    10. Nach Kool & The Gang kommt Earth, Wind & Fire
    11. Bonus-Regel: “Uptown Funk” von Bruno Mars und “Blurred Lines” von Robert Thicke gehen immer. Auf jeder Feier.
    12. Alle oben genannten Kombinationen können in der jeweiligen Reihenfolge getauscht werden und es gibt ca. 2400 weitere unveränderbare Kombinationen, die ein Profi kennen muss.
  7. Du hast jeden erdenklichen Musikwunsch da oder kannst ihn in irgendeinem Streamingdienst aufrufen. Du nimmst jeden Musikwunsch ernst und spielst ihn alsbald in der Playlist anderer Songs, die dazu passen. Sollte der Song gar nicht zum Publikum passen (siehe Punkt 4 und 5) teilst du mit, dass du diesen Song nicht oder nur am Ende der Party spielen kannst.

Ist doch eigentlich gar nicht so schwer, oder? Klugscheißermodus aus.

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Alles Gehört

Try – Ätna

Mittlerweile kommt es nur noch selten vor, dass ein Song mich überrascht, mich mitreißt, mich aufputscht oder runter zieht, mich zu Tränen rührt oder zum Tanzen führt. Umso mehr möchte ich es feiern, wenn ein Lied auch nur eine von den oben genannten Emotionen in mir auslösen kann. Try von der deutschen Kombo Ätna hat es geschafft, beginnt es noch so sphärisch wie bekannt und wandelt sich dann in einen selten zuvor gehörten Soundteppich, der durch völlig unerwartete Tempo- und Sprachwechsel überrascht und mich mit offenem Mund und der Frage zurück ließ: “Hab ich das gerade wirklich gehört?” Give it a try:

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