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Alles Geschaut

Bei mir biste scheen

Nicht wenige Männer und Frauen auf dieser Erde hadern mit ihrem Aussehen. Vermutlich ist es bei Frauen noch schlimmer als bei uns eitlen Hähnen. Verstärkt wird dies natürlich (und da wird mir niemand widersprechen, da es schon seit Jahrzehnten bekannt ist) durch das Bild, das uns die Medien vermitteln. Da sehen die Models stets wie aus dem Ei gepellt und makellos aus. Auch die Hollywood Schönen haben stets perfekte Körper, perfekte Haare, perfekte Zähne.

Was allerdings immer wieder gern vergessen wird, ist die Tatsache, dass es einige Stunden dauert, einen Star oder ein Model so aufzubrezeln. Gut, da muss natürlich Mutter Natur schon vorher ein glückliches Händchen gehabt haben, denn alles kann Make-up und Chirurgie dann doch nicht (prominentes Gegenbeispiel: Kate Moos – da hilft einfach gar nichts mehr). Dass Mutter Natur aber auch manchmal etwas verschlafen ist und mit strähnigen Haaren und Ringen unter den Augen unterwegs ist, beweisen die vielen schönen Paparazzi Fotos in den einschlägigen Magazinen.

Anders sieht es bei professionellen Fotografien aus. Ich picke da einfach mal die Playboy Bunnys heraus. Solche Bilder sind ein Zusammenspiel von perfektem Make-up, perfekten Lichtverhältnissen, perfektem Fotomaterial und am Ende natürlich die Fotoretusche am Computer.

Es ist teilweise sehr überraschend wie solche Fotos zustande kommen, mit welchen Tricks da gearbeitet wird (Öl auf dem Körper um Schatten weicher zu machen, Luft anhalten während des Fotografierens etc.) Das interessanteste für mich ist allerdings die Retusche. Hier werden die letzten Pickelchen, Fältchen, Unebenheit, die nun mal JEDER Mensch hat ausgebügelt. Selbst Knochen, die unvorteilhaft heraus stehen, oder Haarsträhnen, die nicht ganz so glänzend über den Schultern hängen, werden hier bearbeitet, Augen aufgehellt, Zähne gebleicht und gerade gerückt… die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Ein sehr gutes Beispiel was alles mit Photoshop und Co. Möglich ist, zeigt KayDesign. Der Macher ist selbst Profi Fotograf und zeigt hier eindrucksvoll, wie Fotos nach der Bearbeitung gleich noch mal so schön aussehen. Es gibt auch einige Beispiele für Männer (ich mach mir jetzt auch überall solche Muskeln hin und den Bauch weg) und einige wirkliche verblüffende Effekte. Also hinsurfen, angucken und dann weiter Lebkuchen essen. Bei den Weihnachtsfotos wird einfach alles retuschiert.

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Alles Andere

Tipps vom Womanizer

Ok. Genug der Scherze. Kommen wir endlich zu den wirklich wichtigen Themen. Wie spricht man eine Frau an? Das mag für viele uninteressant oder gar kein Problem sein. Und für mich persönlich ist das gottlob auch keine Frage mehr. Aber da draußen rennen noch genug verwirrte Männer herum, die nicht wissen, wie sie es anstellen sollen. Und ganz ehrlich: sie können es auch nicht wissen. Wenn ich also eines gelernt habe (Achtung, ich erzähle aus meinem reichen – hüstel – Erfahrungsschatz) dann ist es, dass es überhaupt keine Regeln gibt. Bis auf diese vielleicht: Es ist ein Krieg da draußen und sie können deine Angst riechen.

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass man schon innerhalb der ersten drei Sekunden weiß, ob man mit seinem Gegenüber jemals ins Bet will. Nach sieben Sekunden ist schon entschieden, ob man sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen kann. Tja, das ist erschreckend, denn in diesen sieben Sekunden hat man noch nicht mal etwas außer "Ähhh…" gesagt. Dieser ganze Prozeß läuft unterbewusst ab und beruft sich allein auf optische Reize. Da hat man in Chats vielleicht größere Chancen (kommt natürlich ganz auf das eigene Aussehen und Auftreten an).

Was ich eben erzählt habe, bezieht sich natürlich nur auf Frauen. Männer sind da etwas geradliniger. Die wissen in der ersten Sekunde schon, dass sie mit der Frau ins Bett wollen und entscheiden wiederum eine Sekunde nach dem Orgasmus, ob sie sich ein gemeinsame Zukunft vorstellen können.

Hmm, vielleicht übertreibe ich damit aber auch ein bisschen. Tatsache ist dennoch, dass es auf eine gesunde Mischung aus Auftreten, Aussehen und sehr sehr viel Glück ankommt. Wenn du als Mann auf eine Frau zu gehst, die dich schon von vorneherein abstoßend findet, kannst du machen was du willst. (Anders sieht es aus, wenn die Frau nicht allzu clever ist. Da haben wortgewandte Männer noch die Chance, die Angebetete so lange tot zu quatschen, bis diese gar nicht mehr anders kann, als "Ja" zu hauchen)

Mein guter Freund Chris ist derzeit auf der Suche. Er sieht passabel aus, ist clever, hat einen sehr feinen Sinn für hintergründigen Humor und man kann stundenlang mit ihm quatschen. Weitere Qualitäten kenne ich als sein Freund nicht, wenn aber eine der hier lesenden Damen Interesse an einem Kennenlernen hat, werde ich gerne als Vermittler fungieren. Mail an mich.

Chris ist jedenfalls nicht der Typ, der auf Frauen zugeht. Teils aus Schüchternheit, teils aus vollkommenem Unwissen, was man denn sagen soll. Und das ist absolut verständlich. Was soll man denn sagen? Seien wir doch mal ehrlich, Ladys: Jeder Spruch ist doch zum schreien doof, oder? Welche vernünftige Frau lässt sich mit einem vorher geübten Spruch davon überzeugen, dass es sich lohnen könnte, sich weiter mit diesem Kerl zu unterhalten?

Beste Taktik ist hier wohl immer noch: Blickkontakt suchen, sie zum lächeln bringen. Und erst wenn man sicher sein kann, dass zumindest optische Sympathie herrscht, rüber gehen und.. jetzt kommt’s… so ehrlich wie nur möglich sein. Wenn man nicht weiß, was man sagen soll, sollte man genau das sagen. Wenn sie hier nicht schon lächelt, weil du ein mutiger, gleichzeitig schüchterner aber grundehrlicher Kerl bist, steht es ohnehin nicht gut um euch.

Außerdem sind Gespräche immer Ballspiele. Nachdem du ihr deinen Ball zugepritscht hast, ist sie am Zug. Wenn du ihr den vierten Ball zugespielt hast, ohne dass einer über das Netz zurück geflogen wäre, sollte man sich wiederum überlegen, sich zu verabschieden. (Ganz ehrlich: sogar das kann ich manchen Situationen helfen. Denn manche Frauen fühlen sich wohl bedrängt und haben dann lieber noch ein bisschen Zeit, um wieder auf dich zukommen zu können. Uff, wie kompliziert.)

Ich könnte natürlich noch ewig so weiterschreiben, denn wie schon gesagt: es gibt keine Regeln, es hängt von der Uhrzeit, den Protagonisten, dem Umfeld, dem Alkoholgrad, dem finanziellen und hormonellen Status und etwa tausend weiteren Punkten ab, ob es gelingt oder nicht.

Aber da gibt es jemanden, der es wirklich drauf hat. Phillip von Senftleben heißt der Kerl und er hat auf diversen Radiostationen eine regelmäßige Sendung, in der er wildfremde Frauen anruft, um deren Telefonnummer zu ergattern. In den meisten Fällen gelingt es ihm sogar. Dieser Typ wird dort als Flirter und Womanizer bezeichnet und hat einen Charme, der offensichtlich sehr gut ankommt. Eine klasse Mischung aus Selbstsicherheit und Frechheit. Von ihm könnte man lernen. Wenn eben nicht immer noch gälte: es gibt keine Regeln und daher auch keine Tipps. In einigen Foren habe ich über Senftleben gelesen, dass die Männer offensichtlich anerkennende Meinungen über ihn haben, während eigentlich alle Frauen behaupten, er sei zu schleimig und keine normale Frau würde auf so etwas herein fallen. Nun, letztendlich bestätigt das nur meine Meinung.

Also Chris, mach dir keine Gedanken, es bringt ohnehin nichts. Du kannst genauso viel falsch wie richtig machen. Aber wenn du es nicht wagst, hast du alles falsch gemacht. Wir sollten mal wieder um die Häuser ziehen.

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Alles Erzählt Alles Lustig

Holzofenbrot

Unterforderte Gehirne kommen auf manch absurde Idee. So auch meines. Wie ich gestern bei der Arbeit war und meine Gedanken kreisen ließ, kam ich auf einen kleinen – nun, wie soll ich es sagen – Spruch, der mir nicht mehr aus dem Kopf wollte. Und wie alle Schriftsteller muss ich ihn hiermit aufschreiben um ihn los zu werden. Für manchen Hobbypsychologen könnte das auch interessant sein, um zu ergründen, wie nah das Genie am Wahnsinn liegt. Ob es sich in meinem Fall um Wahnsinn oder Genie handelt, möchte ich dahin gestellt lassen. Nehmen wir es einfach mit Humor, okay? Hier also der Satz: “Die hohle Zofe wollte Zoff, weil sie als Hol-Zofe nicht olles Holzofenbrot sondern hoffnungsvoll tolles Hol-Zofen-Brot vom Holzofenhof holen sollte.” Schrecklich, oder?

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Alles Andere

Vogelgrippe mal anders…

Ob man in Zeiten von Vogelgrippe sagen darf, was ich jetzt erzählen möchte? Ich weiß es nicht und darum mache ich es einfach. Hallo. Ich heiße Roger. Und ich bin süchtig. Süchtig nach KFC. Das hat weniger mit Fußball als mehr mit Kentucky Fried Chicken zu tun. Mit knusprig fritierten, in einer würzigen Panade liegenden, saftigen, herrlichen Hühnchenteilen. Dazu einen Maiskolben und Kohlsalat und… noch mehr Chickenteile. Herrje, selbst beim Schreiben läuft mir schon das Wasser im Munde zusammen.

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Alles Andere

Wieder eine Mauer, die alle Welt nervt

Wir haben die Mauer wieder. Zumindest in Freiburg. Und in manch anderen deutschen Großstädten. Natürlich nennt sie sich heute nicht mehr so, sondern heißt ganz international Wall. Und in Wirklichkeit ist dies natürlich nur ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Deutschland mit hochmodernen Werbeplakaten, Litfaßsäulen, Stadtmöbeln und weiteren Multimedia Gimmicks zu „verschönern“.

Die machen das nicht mal ungeschickt, wie man hier schön nachlesen kann. Wall unterbreitet der Stadt das Angebot, die Stadt mit hochwertigen Möbeln auszustatten (Behindertenklos, Wartehäuschen etc.) und darf im Gegenzug alles mit Werbebannern zupflastern. So dass die Innenstadt bald aussieht wie die Spiegel Online Homepage ohne Werbeblocker. Man mag von diesen Maßnahmen halten was man will. Eine geniale Idee ist es allemal.

Allerdings stehe auch ich nur kopfschüttelnd da und sehe an Freiburgs Straßen grell leuchtende Werbeschilder im 100 Meter Abstand. Die darauf befindliche Werbung nehme ich gar nicht wahr. (Bewusst. Denn laut Studien nimmt man diese Botschaften natürlich dennoch auf und speichert sie ab. Beim nächsten Einkauf sollen diese unterbewussten Informationen dann in die Kaufentscheidung einfließen). Und auch andere Leute haben Probleme mit diesen Möbeln.
Eines dieser Stadtmöbel ist ein sogenannter Blue Spot. Das sind Kabinen, in denen man Zugriff auf das Internet hat, sich kostenpflichtig Informationen über die Stadt besorgen kann, kostenpflichtige W-LAN Zugänge finden kann und so weiter. Alles ganz hübsch mit Touchscreen und großen, freundlichen Buchstaben.

Ich nutzte die Chance gleich mal und ließ allesroger.net mitten auf der Kajo erscheinen. (Die Kajo ist Freiburgs Ku’Damm oder Kö und heißt eigentlich Kaiser Joseph Straße (ist es eigentlich Zufall das diese Haupteinkaufsstraßen alle abgekürzt werden und mit K wie Kaufen beginnen?).

wallwerbung

Leider ist der kostenlose Internetzugang auf 5 Minuten begrenzt, so dass die Seite wohl gleich darauf wieder verschwand. Aber in dieser Zeit hätte ich den nächsten Blue Spot schon erreicht und mehrere Hundert Menschen hätten das Logo gesehen. Ich sehe schon zukünftige Studentenjobs auf uns zu kommen, wo man dafür bezahlt wird, dafür zu sorgen, stets die Page des Kunden online zu halten.

Meine Werbung hat bestimmt funktioniert. Ich bin mir sicher, daß ich einen Leser mehr gewonnen habe, als die Seite da so rumstand. Denn gleich nach mir trat jemand an den Blue Spot heran und betrachtete eingehend das Logo. Und bestimmt las er weiter und versuchte nicht eine Pornoseite aufzurufen. (Ob das möglich ist und die vergessen haben, solche Seiten zu sperren, werde ich demnächst mal testen)

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Alles Persönlich

Under Pressure

Man kann sich das Leben wirklich ganz leicht ganz schwer machen. Ich kann davon ein langes Lied singen. Denn ich setze mich selbst immer wieder unter Druck. Und lasse mich auch gern unter Druck setzen. Als ich vor kurzem eine Mail bekam, in der man mich für mein Blog und für meine Texte lobte, bekam ich prompt eine kleine Panikattacke. Denn ich hatte keine Idee für einen neuen Text. Und nun, da ich wußte, das man von mir und meinem Geschribbsel wohlwollende Notiz nahm, durfte ich es nicht zulassen, in meiner Qualität abzusteigen. Was also sollte ich tun? Worüber schreiben? Entsetzlich.

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Meine Kleidung kommt zu kurz

Uns Paranoiden war es ja schon seit langem klar. Die Elektroindustrie hat in allen ihren Geräten eine Sollbruchstelle eingebaut. Einen winzigen Schaltkreis, ein unscheinbares Bauteil, ein im Grunde unnötiger Kondensator vielleicht, der zu einem ganz bestimmten, planbaren Zeitpunkt hin seinen Dienst versagt und das komplette Gerät unbrauchbar macht. In der Regel wird dieser Zeitpunkt auf etwa einen Monat nach Garantieablauf gelegt. Jeder weiß das.

Die Autoindustrie macht das ebenfalls schon lange (und ich möchte gar nicht erst damit anfangen zu behaupten, daß es den Reifenherstellern eigentlich möglich wäre, Reifen zu produzieren, die nicht innerhalb kürzester Zeit ohne Profil unterwegs sind). Auch hier haben findige Ingenieure herausgefunden, daß man an Autos mehr verdient, wenn sie oft in die Werkstatt müssen. Da heutige Materialien und Produkte aber zu hochwertig produziert werden können, muß man sich auch hier an diversen, nicht sicherheitsrelevanten Stellen selbst darum kümmern, daß das Auto stets im entscheidenden Moment versagt.

So viel zur bisherigen Realität. Neu ist allerdings, was mir gestern auffiel, als ich verzweifelt vor meinem Kleiderschrank stand. Die Textilindustrie ist mittlerweile auf den Zug aufgesprungen. Es muß so ein, ich habe Beweise.

Mittlerweile werden Hemden verkauft, die einfach so eingehen. Sven meinte, nur Wolle würde eingehen, aber ich bin der festen Überzeugung, daß in diese Polyesterfabrikate Stoffe eingearbeitet werden, die zum Beispiel bei Dunkelheit (im Schrank) ihre Struktur verändern können und somit der komplette Stoff zusammen schrumpft. Mit dem Ziel natürlich, sich ständig neue Hemden kaufen zu müssen, die dann wiederum nach drei Jahren schon wieder zu klein geworden sind.

Wie könnte es anders zu erklären sein, daß mir diverse Hemden einfach nicht mehr passen? Darunter auch einige meiner (nun ehemaligen) Lieblingshemden.

Man hatte nur ein mildes Lächeln für mich übrig und meinte, es läge weniger an den Hemden die geschrumpft sind, als mehr an meiner Leibesfülle, die etwas voluminöser geworden sei.

Das halte ich nun wieder für Unsinn. Denn warum sind die Hemden dann auch an den Armen zu kurz geworden? Häh? Häh?

Ich werde die Sache genau beobachten und beim geringsten Anzeichen eines Beweises, der vor Gericht Bestand hat werde ich eine Sammelklage anstreben. Wer mit mir gegen diese Ungerechtigkeit kämpfen will, möge sich bitte hier in der Kommentarfunktion verewigen.

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