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Vaterfreuden und mehr

Bestimmt darf ich ich das. Ich bin mir recht sicher. Schließlich ist es ja offiziell. Und da ich ebenfalls offiziell bin, darf ich es auch hier verkünden und der Welt, die nicht Svens Blog liest, folgendes mitteilen: Sven wurde Vater, seine liebste Judith wurde Mutter und beide zusammen sind seit gestern Eltern der süßen kleinen Maya. Herzlichen Glückwunsch. Sven hat auch ein Bild der Kleinen veröffentlicht. Seid doch so nett und schreibt ihm was liebes in sein Blog.

Ach ja, der Grund weshalb ich offiziell bin, ist folgender: Im Sommer werden die frisch gebackenen Eltern heiraten und ich werde dabei als Svens Trauzeuge auftreten. Was für eine Ehre. Und was für eine Aufregung. Ich bin für alle Tipps dankbar, wie man erfolgreich wird in diesem Job. (Sven und Judith hatten mich übrigens auch als Paten für die kleine Maya im Sinn, erinnerten sich aber an Hugh Grants Worte in dem Film „About a boy“, dem ebenfalls eine Patenschaft angetragen worden war, und so entschieden sie sich doch lieber für die andere Aufgabe für mich. Gut gemacht, Leute.) So oder so, ich bin sehr froh und stolz, dass sie mich gefragt haben und werde mein Bestes geben.

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Heuschnupfen

Nachdem er mich in den letzten Jahren mehr oder weniger in Ruhe gelassen hatte, erwischte er mich in diesem Jahr mit voller Wucht und hält mich fest in seinem Griff. Der Heuschnupfen. Die Augen tränen und jucken, die Nase läuft und juckt nicht weniger. Ich schätze mal, dass der explosionsartige Ausbruch des Frühlings Schuld daran ist. Vermutlich sind in den letzten Tagen alle Pollen gleichzeitig auf Wanderschaft gegangen, als es so schön warm wurde. Natürlich rannte ich in die Apotheke um mir zumindest mal ein Nasenspray zu besorgen. Leider wirkt es nicht. Da heißt es also: Augen und Nase zu und durch. Ich schicke hiermit einen tränigen und triefigen Gruß an alle Heuschnupfen-Geplagten. Und nun: Taschentücher raus.

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Vergangene Leckereien

Unsere Zunge kann, wie wir ja alle wissen, fünf Geschmacksrichtungen unterscheiden. Da wären die bekannten Typen süß, salzig, bitter und sauer. Und hierzu gesellt sich noch umami (das ist kein Witz). Aber ich glaube, es gibt noch eine sechste Richtung, die schlicht und einfach Erinnerung heißt. Kann man Erinnerung schmecken? Ich hatte gestern den seltsamen Eindruck, dass es möglich ist, denn ich erinnerte mich an zwei Süßigkeiten aus meiner Jugend und je mehr ich an sie dachte, umso mehr konnte ich mich an den Geschmack erinnern. Seltsam.

Die erste Leckerei, die mir so unvermittelt einfiel, hieß Canyon und war eine Art Schoko-Müsli Riegel. Die Körner befanden sich in einer weichen, leicht süßlichen Masse während eine Schicht Frucht-Gelee in verschiedenen Sorten darauf lag. Das ganze natürlich umhüllt von Schokolade. Canyon hat mir immer wahnsinnig gut geschmeckt und man bekam auch stets ein klein wenig das beruhigende Gefühl, etwas mehr für die Gesundheit zu tun, als wenn man sich ein Raider (so hieß das damals noch (oder war es da schon Twix?)) oder ein Mars genommen hätte (ja, die Psychologie). Es gab drei Geschmacksrichtungen und ich kann mich auch noch vage an die Werbung erinnern. Und dann… verschwand das Ding vom Markt und ich warte seitdem auf ein Revival. Es wäre nicht das erste Produkt, das aus den Archiven gekramt würde. Man denke zum Beispiel an das kürzlich neu erschienene TriTop.

Woran ich mich auch immer gerne erinnere sind Antjes. Das waren Traubenzucker Plättchen in den Geschmacksrichtungen Pfefferminz, Zitrone und Waldfrucht. Sie lagen immer neben den Vivil Röllchen und wie ich bei Recherchen herausgefunden habe, war das auch der Hersteller. Komischerweise preist Vivil auf ihrer Website noch immer Antjes an (diesmal mit Erdbeer- Geschmack) aber ich habe bis jetzt noch kein Geschäft ausfindig machen können, dass die geliebten Traubenzucker führt. Ich werde wohl mal bei Vivil anrufen müssen.

Ich höre besser auf, mich zu erinnern, bevor meine Tastatur sich mit meinem Speichel auseinander setzen muss. Aber wie wäre es, wenn ihr euch erinnert? Welche Leckereien von früher vermisst ihr? Was habt ihr schon seit eurer Kindheit nicht mehr gegessen, gelutscht, geknabbert oder getrunken? Schreibt mir in die Kommentare was das deutsche Volk wieder in den Supermarkt Regalen vorfinden möchte.

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Die beschissenste Familie Deutschlands

Eine deutsche TV-Produktionsfirma hat ein neues Konzept für eine Samstag Abendshow. Dieses Konzept wurde diversen großen Privatsendern wie RTL, der Pro7-Sat1 Gruppe und weiteren eventuell Interessierten vorgelegt. Die Sender zeigen sich begeistert und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, wann die große Show „Die beschissenste Familie Deutschlands“ (Arbeitstitel) über den Äther geht. So dachte man…

Da die TV-Sender mittlerweile alle erkannt haben, wie erfolgreich
Bastel-, Renovierungs-, Verschönerungs-, Aufbau-, Lebenshilfe- und
Therapie Sendungen sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein
solches Konzept entsteht. Ziel der „beschissensten Familie
Deutschlands“ (Arbeitstitel) ist es, all die Ideen dieser Sendungen zu
vereinen.

Folgendes steht in etwa in dem vorgelegten Konzept:

Man
wird Familien casten, die im Grunde nicht im Fernsehen zu sehen sein
würden (außer in Boulevard Magazinen). Gesucht wird in den unteren
Schichten unserer Gesellschaft. Bevorzugt werden Familien ohne Arbeit.
Je mehr Kinder in der viel zu kleinen Wohnung leben, um so besser. Je
asozialer, umso geeigneter (Originalton der Produktionsfirma).

Das
Konzept sieht vor, jeglichen verfügbaren Berater zu dieser Familie zu
schicken und alles mit der Kamera fest zu halten. So werden zuerst
Spezialisten auftauchen, die die Wohnung entrümpeln (wenn die Familie
latente Messies sind, wäre das äußerst passend). Die Familie wird ihren
nicht mehr benötigten Hausrat entsorgen und Tipps für Ordnungshaltung
bekommen.

Danach werden sich die
Renovierungsprofis daran machen, etwas Stil in die Wohnung zu bringen.
Neue Farben, neue Möbel, neue Aufteilung etc. Dazu gesellen sich
schließlich noch Life Coaches, die die Eltern in das harte Leben
führen, ihnen bei der Jobsuche beistehen und ihnen erklären, wie man so
manches Familien-internes und -externes in den Griff bekommen kann.

Die
Kinder werden professionell von diversen TV-Nannys betreut. Man wird
sie in die Schule begleiten und ihnen beibringen, richtig zu lernen und
vernünftig mit ihren Aggressionen umzugehen. Es werden auch
Tierpsychologen eingeladen, die sich um den schwer gestörten Hund und
den Goldfisch der Familie kümmern.

Das
Renovierungsteam wird alsbald dazu übergehen, Handwerker Profis zu
rufen, da Teile der Wohnung dermaßen verkommen sind, dass kaum mehr
Reparaturen möglich sind. Und so wird die Familie dabei beobachtet, wie
sie sich am Rande der Stadt in einer ruhigen Dreißiger Zone ein eigenes
Fertighaus baut. Und mithilfe des Teams einrichtet.

Zu
guter Letzt kommen noch die Design und Style Profis und werden die
Familie neu einkleiden, frisieren, schminken und was so alles nötig ist.

Das
Ende der der ersten Staffel wird die Präsentation „der glücklichsten
Familie Deutschlands“ (Arbeitstitel) sein, die mit neuem Aussehen,
neuen Jobs, neuen Umgangsformen, neuem Haus und neu gewonnenem
Selbstbewußtsein wieder zu einem Teil unserer Gesellschaft geworden
ist. Alles unter dem Slogan: „Manchmal braucht es nur einen kleinen
Schubs“.

Worüber sich die
Produktionsfirma und die Sender allerdings noch streiten, ist die
Wiedersehensfolge ein Jahr später. In dieser Sendung soll die Familie
erneut besucht und interviewt werden, um den Zuschauern zu zeigen, wie
sehr diese Verwandlungen ihr (der Familie) geholfen hat. Die TV-Sender
sind allerdings davon überzeugt, dass eine beschissene Familie
(Arbeitstitel) immer eine beschissene Familie (Arbeitstitel) bleiben
wird und man dem Fernsehzuschauer lieber nicht die Illusion rauben
möchte, dass solche TV-Hilfesendungen irgendetwas langfristiges
bewirken können. Außerdem wären nicht gar so glückliche Familien
ohnehin die besseren Fernsehzuschauer, da sie jeden Dreck im deutschen
Fernsehen schlucken würden, ohne sich zu beschweren (aus gut
unterrichteten Kreisen erhaltenes Zitat eines Programmchefs).

Der
Zynismus, der hier offen zur Schau gestellt wird, sollte
schnellstmöglich in die Öffentlichkeit gelangen, um eine solche Sendung
zu verhindern.

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Alles Andere

Maxim in Google Earth

Erinnert sich noch jemand an den uralten Witz über das Wettrennen der Sowjetunion und der USA zum Mond? Die Sowjetunion gewann das Rennen und bemalte zum Beweis und zur Propaganda den ganzen Mond in kommunistischem Rot. Die Amerikaner, die etwas später auf dem Mond ankamen, machten das Beste daraus und pinselten auf die rote Fläche den bekannten Coca Cola Schriftzug, der dann auch von der Erde zu lesen war. So ähnlich dürfte es unserer Erde ebenfalls bald ergehen.

Das Männermagazin Maxim hat eine neue Art der Werbung entdeckt. Google Earth. In der Wüste von Nevada breitete man ein so großes Poster ihres aktuellen Hefts aus, dass man es mit einem Satelliten wunderbar erkennen kann. Und Google hat diese Daten sogleich in Google Earth eingepflegt. Was das wohl gekostet hat.

Nun müssen wir nur noch abwarten wann all die anderen Konzerne auf die Idee kommen, Flachdächer, Felder, Wüsten oder Straßenzüge mit entsprechenden Logos und/oder Slogans zu bepflastern. Google Earth hat zwar teilweise sehr alte Grafiken in ihrer Datenbank, doch bei entsprechender Bezahlung bin ich sicher, dass sie das neueste Bild auf die virtuelle Welt projizieren werden.

Schöne neue Werbe-“Welt“.

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Alles Andere

Der Müllmann kommt

Nach beinahe neun Wochen haben es ver.di und die Arbeitgeber geschafft, sich zu einigen. Juhu. Neun Wochen Streik, neun Wochen keine Müllabfuhr in den Großstädten. Neun Wochen, in denen Kinder zu Hause sein mussten, weil Kindergärten geschlossen hatten. Neun Wochen, in denen sich Papa endlich mal wieder um die Kleinen kümmern konnte. Und wofür? Für eine halbe Stunde Arbeit mehr in der Woche. Ob sich der Aufwand für diese dreißig Minuten gelohnt hat, sei dahin gestellt. Von dem Geld, das verbraten wurde und der Schaden, der dabei entstanden ist, ganz zu schweigen.

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Alles Andere

Das Fußball Maskottchen

Die Welt ist zu Gast bei Freunden. Demnächst. Und im Zuge der Globalisierung ist Deutschland ja eigentlich die ganze Welt. Besonders schön erkennt man das an der immer noch bestehenden Nummer Eins der Charts. Dem Song „Love Generation“ von Bob Sinclair. Ich glaube, das ist gar nicht der offizielle Song zur Fußball-WM, aber er ist so ein verdammter Ohrwurm und auch dermaßen erfolgreich, dass er der WM-Song der Herzen werden wird. Ich frage mich nur, wie es sein kann, dass der Song, der die Weltmeisterschaft in Deutschland bewirbt, mit dem Satz „From Jamaica to the World.“ beginnt. Auch will mir nicht einleuchten, wieso in dem dazu gehörigen Video ein kleiner Junge mit dem Rad durch die USA fährt und nicht durch den Schwarzwald. Dass er dabei von einem Löwen verfolgt wird, der ja eindeutig in deutschen Gefilden anzutreffen ist, mag ich ja noch durchgehen lassen.

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