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Holzofenbrot

Unterforderte Gehirne kommen auf manch absurde Idee. So auch meines. Wie ich gestern bei der Arbeit war und meine Gedanken kreisen ließ, kam ich auf einen kleinen – nun, wie soll ich es sagen – Spruch, der mir nicht mehr aus dem Kopf wollte. Und wie alle Schriftsteller muss ich ihn hiermit aufschreiben um ihn los zu werden. Für manchen Hobbypsychologen könnte das auch interessant sein, um zu ergründen, wie nah das Genie am Wahnsinn liegt. Ob es sich in meinem Fall um Wahnsinn oder Genie handelt, möchte ich dahin gestellt lassen. Nehmen wir es einfach mit Humor, okay? Hier also der Satz: “Die hohle Zofe wollte Zoff, weil sie als Hol-Zofe nicht olles Holzofenbrot sondern hoffnungsvoll tolles Hol-Zofen-Brot vom Holzofenhof holen sollte.” Schrecklich, oder?

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Vogelgrippe mal anders…

Ob man in Zeiten von Vogelgrippe sagen darf, was ich jetzt erzählen möchte? Ich weiß es nicht und darum mache ich es einfach. Hallo. Ich heiße Roger. Und ich bin süchtig. Süchtig nach KFC. Das hat weniger mit Fußball als mehr mit Kentucky Fried Chicken zu tun. Mit knusprig fritierten, in einer würzigen Panade liegenden, saftigen, herrlichen Hühnchenteilen. Dazu einen Maiskolben und Kohlsalat und… noch mehr Chickenteile. Herrje, selbst beim Schreiben läuft mir schon das Wasser im Munde zusammen.

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Alles Andere

Wieder eine Mauer, die alle Welt nervt

Wir haben die Mauer wieder. Zumindest in Freiburg. Und in manch anderen deutschen Großstädten. Natürlich nennt sie sich heute nicht mehr so, sondern heißt ganz international Wall. Und in Wirklichkeit ist dies natürlich nur ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Deutschland mit hochmodernen Werbeplakaten, Litfaßsäulen, Stadtmöbeln und weiteren Multimedia Gimmicks zu „verschönern“.

Die machen das nicht mal ungeschickt, wie man hier schön nachlesen kann. Wall unterbreitet der Stadt das Angebot, die Stadt mit hochwertigen Möbeln auszustatten (Behindertenklos, Wartehäuschen etc.) und darf im Gegenzug alles mit Werbebannern zupflastern. So dass die Innenstadt bald aussieht wie die Spiegel Online Homepage ohne Werbeblocker. Man mag von diesen Maßnahmen halten was man will. Eine geniale Idee ist es allemal.

Allerdings stehe auch ich nur kopfschüttelnd da und sehe an Freiburgs Straßen grell leuchtende Werbeschilder im 100 Meter Abstand. Die darauf befindliche Werbung nehme ich gar nicht wahr. (Bewusst. Denn laut Studien nimmt man diese Botschaften natürlich dennoch auf und speichert sie ab. Beim nächsten Einkauf sollen diese unterbewussten Informationen dann in die Kaufentscheidung einfließen). Und auch andere Leute haben Probleme mit diesen Möbeln.
Eines dieser Stadtmöbel ist ein sogenannter Blue Spot. Das sind Kabinen, in denen man Zugriff auf das Internet hat, sich kostenpflichtig Informationen über die Stadt besorgen kann, kostenpflichtige W-LAN Zugänge finden kann und so weiter. Alles ganz hübsch mit Touchscreen und großen, freundlichen Buchstaben.

Ich nutzte die Chance gleich mal und ließ allesroger.net mitten auf der Kajo erscheinen. (Die Kajo ist Freiburgs Ku’Damm oder Kö und heißt eigentlich Kaiser Joseph Straße (ist es eigentlich Zufall das diese Haupteinkaufsstraßen alle abgekürzt werden und mit K wie Kaufen beginnen?).

wallwerbung

Leider ist der kostenlose Internetzugang auf 5 Minuten begrenzt, so dass die Seite wohl gleich darauf wieder verschwand. Aber in dieser Zeit hätte ich den nächsten Blue Spot schon erreicht und mehrere Hundert Menschen hätten das Logo gesehen. Ich sehe schon zukünftige Studentenjobs auf uns zu kommen, wo man dafür bezahlt wird, dafür zu sorgen, stets die Page des Kunden online zu halten.

Meine Werbung hat bestimmt funktioniert. Ich bin mir sicher, daß ich einen Leser mehr gewonnen habe, als die Seite da so rumstand. Denn gleich nach mir trat jemand an den Blue Spot heran und betrachtete eingehend das Logo. Und bestimmt las er weiter und versuchte nicht eine Pornoseite aufzurufen. (Ob das möglich ist und die vergessen haben, solche Seiten zu sperren, werde ich demnächst mal testen)

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Under Pressure

Man kann sich das Leben wirklich ganz leicht ganz schwer machen. Ich kann davon ein langes Lied singen. Denn ich setze mich selbst immer wieder unter Druck. Und lasse mich auch gern unter Druck setzen. Als ich vor kurzem eine Mail bekam, in der man mich für mein Blog und für meine Texte lobte, bekam ich prompt eine kleine Panikattacke. Denn ich hatte keine Idee für einen neuen Text. Und nun, da ich wußte, das man von mir und meinem Geschribbsel wohlwollende Notiz nahm, durfte ich es nicht zulassen, in meiner Qualität abzusteigen. Was also sollte ich tun? Worüber schreiben? Entsetzlich.

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Meine Kleidung kommt zu kurz

Uns Paranoiden war es ja schon seit langem klar. Die Elektroindustrie hat in allen ihren Geräten eine Sollbruchstelle eingebaut. Einen winzigen Schaltkreis, ein unscheinbares Bauteil, ein im Grunde unnötiger Kondensator vielleicht, der zu einem ganz bestimmten, planbaren Zeitpunkt hin seinen Dienst versagt und das komplette Gerät unbrauchbar macht. In der Regel wird dieser Zeitpunkt auf etwa einen Monat nach Garantieablauf gelegt. Jeder weiß das.

Die Autoindustrie macht das ebenfalls schon lange (und ich möchte gar nicht erst damit anfangen zu behaupten, daß es den Reifenherstellern eigentlich möglich wäre, Reifen zu produzieren, die nicht innerhalb kürzester Zeit ohne Profil unterwegs sind). Auch hier haben findige Ingenieure herausgefunden, daß man an Autos mehr verdient, wenn sie oft in die Werkstatt müssen. Da heutige Materialien und Produkte aber zu hochwertig produziert werden können, muß man sich auch hier an diversen, nicht sicherheitsrelevanten Stellen selbst darum kümmern, daß das Auto stets im entscheidenden Moment versagt.

So viel zur bisherigen Realität. Neu ist allerdings, was mir gestern auffiel, als ich verzweifelt vor meinem Kleiderschrank stand. Die Textilindustrie ist mittlerweile auf den Zug aufgesprungen. Es muß so ein, ich habe Beweise.

Mittlerweile werden Hemden verkauft, die einfach so eingehen. Sven meinte, nur Wolle würde eingehen, aber ich bin der festen Überzeugung, daß in diese Polyesterfabrikate Stoffe eingearbeitet werden, die zum Beispiel bei Dunkelheit (im Schrank) ihre Struktur verändern können und somit der komplette Stoff zusammen schrumpft. Mit dem Ziel natürlich, sich ständig neue Hemden kaufen zu müssen, die dann wiederum nach drei Jahren schon wieder zu klein geworden sind.

Wie könnte es anders zu erklären sein, daß mir diverse Hemden einfach nicht mehr passen? Darunter auch einige meiner (nun ehemaligen) Lieblingshemden.

Man hatte nur ein mildes Lächeln für mich übrig und meinte, es läge weniger an den Hemden die geschrumpft sind, als mehr an meiner Leibesfülle, die etwas voluminöser geworden sei.

Das halte ich nun wieder für Unsinn. Denn warum sind die Hemden dann auch an den Armen zu kurz geworden? Häh? Häh?

Ich werde die Sache genau beobachten und beim geringsten Anzeichen eines Beweises, der vor Gericht Bestand hat werde ich eine Sammelklage anstreben. Wer mit mir gegen diese Ungerechtigkeit kämpfen will, möge sich bitte hier in der Kommentarfunktion verewigen.

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Unser aller Untergang

Gestern Abend lief im ersten deutschen öffentlichen Fernsehen der zweite Teil des Spielfilms „Der Untergang“. Die letzten Tage von Adolf Hitler. Diesmal im verlängerten Director’s (Diktator’s) Cut. Meine Frage diesbezüglich: Wozu? Ich fand den Film in seiner ursprünglichen Länge schon mehr als quälend. Manch einer wird da vielleicht sagen, daß er das ja auch sein sollte, aber mir geht es dabei um etwas anderes.

Ich frage mich nämlich, wann es Deutschland endlich schafft, von ihrem Führer los zu kommen. Wieviele Filme über die Nazi Zeit können wir noch ertragen? Wieviele Hitler Biographien im ZDF? Wie oft kommen noch neue Enthüllungen und Retrospektiven im Stil von „Hitlers Frauen“ , „Hitlers Hunde“, „Hitlers Badeschaum“? Wieviele Filme muß ich mir über die, selbstverständlich grausame, NS Zeit antun? Bis mein schlechtes Gewissen der Welt gegenüber so groß ist, daß ich mich nicht mehr aus dem Haus traue?

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Home Sweet Homezone

Letztens stand ich im O2 Shop meines nicht mehr vorhandenen Vertrauens (dazu demnächst mehr). Eine Frau kam in den Laden und fragte den Verkäufer: "Was ist denn besser? D1 oder D2?" Der Verkäufer blickte sie zunächst ratlos an und erklärte dann, dass sie sich in einem O2 Shop befände. Die Frau sah ich um, sagte "Oh." Und gleich darauf "Und was ist nun besser? D1 oder D2?" Ich grinste. Der Verkäufer fragte, wo sie denn wohne, und da sie wohl im tiefen Schwarzwald beheimatet war, riet er ihr zu D1, wegen der hohen Netzabdeckung. Die Frau verließ das Geschäft und ich fragte mich, ob man solche Verkäufer bei sich arbeiten lassen sollte. Schließlich wäre es doch seine Aufgabe gewesen, die Frau von O2 zu überzeugen. Nicht zuletzt, weil O2 einen Partnervertrag mit T-Mobile hat und man im Grunde überall ein Netz zu gleichen Konditionen bekommt, wo O2 und D1 verfügbar ist – nur mit günstigeren Tarifen (nein nein, ich möchte hier jetzt keine Werbung machen, auch wenn ich grad in der Homezone sitze).

Außer mir hat das aber wohl niemand mitbekommen und der unfähige Mitarbeiter arbeitet noch immer dort…

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